Ministerium der Träume

Roman

Hengameh Yaghoobifarah

(9)
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Beschreibung

Als die Polizei vor ihrer Tür steht, bricht für Nas eine Welt zusammen: ihre Schwester Nushin ist tot. Autounfall, sagen die Beamten. Suizid, ist Nas überzeugt. Gemeinsam haben sie alles überstanden: die Migration nach Deutschland, den Verlust ihres Vaters, die emotionale Abwesenheit ihrer Mutter, Nushins ungeplante Mutterschaft. Obwohl ein Kind nicht in ihr Leben passt, nimmt Nas ihre Nichte auf. Selbst als sie entdeckt, dass Nushin Geheimnisse hatte, schluckt Nas den Verrat herunter, gibt alles dafür, die Geschichte ihrer Schwester zu rekonstruieren – und erkennt, dass Nushin sie niemals im Stich gelassen hätte.

»Ministerium der Träume« ist ein Roman über Wahl- und Zwangsfamilie, ein Debüt über den bedingungslosen Zusammenhalt unter Geschwistern, das auch in die dunklen Ecken deutscher Gegenwart vordringt.

»Hengameh Yaghoobifarah packt den Kopf so voll mit Bildern und das Herz mit Gefühlen, dass man es kaum aushält. Ein oft genutzter Vergleich, aber hier ist er wirklich treffend: Diese Geschichte ist so aufregend, angsteinflößend, lustig und aufrüttelnd wie eine Achterbahnfahrt.« Alice Hasters

»Hengameh Yaghoobifaras ›Ministerium der Träume‹ ist ein Hurrikan, der um ein Angstauge kreist, eine Traumafabrik, die mitten in Deutschland steht.« Karen Köhler

»Auch in ›Ministerium der Träume‹ sind Yaghoobifarahs Worte eine sanfte Waffe, fein und brutal. Eine Geschichte zum Schreien und Weinen, voll von eindrücklichen Bildern und poetischer Schönheit.« Giulia Becker

»Dieser Text ist wie die heiß ersehnte köstliche Süßigkeit, nur besser. Viel besser. Er ist völlig anders als alles bisher Dagewesene, und Sie müssen ihn unbedingt kennenlernen.« Olga Grjasnowa

»Der drastische Diss der Mehrheitsgesellschaft ist hier eine politische Performance. Das Leben in dieser Kultur ist keine Kuschelparty. Und es gibt Gründe für so eine Weltsicht.«

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 05.02.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-05087-0
Verlag Blumenbar
Maße (L/B/H) 21,1/14,2/3,8 cm
Gewicht 555 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 4799

Buchhändler-Empfehlungen

A. B. , Thalia-Buchhandlung Dresden

Im Roman wird die Geschichte von Nas und ihrer Familie erzählt, wie sie nach Deutschland kamen und vor allem, was sich hinter dem Tod ihrer Schwester verbirgt. Hengameh Yaghoobifarah hat ihren eigenen Sprachstil, der den Leser:in abholt.

Voller Sprachgewalt und Emotionen

Birgit Druffel, Thalia-Buchhandlung Wesel

Wow, wow, wow. Von Seite eins hat mich der Roman gefesselt. Die Sprachgewalt und Poesie, mit der Yaghoobifarah schreibt, ist einfach der Hammer. Man spürt die Emotionen, versinkt richtig in ihnen. Themen wie Familie, Queerness, Heimat, Identität werden hier behandelt ebenso wie Rassismus und Missbrauch. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Wahnsinnig gut!

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Eine spannende Reise zur eigenen Geschichte
von hallobuch, Silke Schröder aus Hannover am 27.05.2021

Hengameh Yaghoobifarahs Story ist eine Mischung aus Drama, Politik-Thriller, Krimi und Freundschafts-Roman. Immer wieder switcht sie von der Gegenwart in vergangene Erlebnisse der beiden Schwestern und zeigt so die große Verbundenheit der beiden ungleichen Frauen, die zusammen viel durchgemacht haben. Die Flucht aus dem Iran nac... Hengameh Yaghoobifarahs Story ist eine Mischung aus Drama, Politik-Thriller, Krimi und Freundschafts-Roman. Immer wieder switcht sie von der Gegenwart in vergangene Erlebnisse der beiden Schwestern und zeigt so die große Verbundenheit der beiden ungleichen Frauen, die zusammen viel durchgemacht haben. Die Flucht aus dem Iran nach Deutschland, der Tod des Vaters, die Kühle der Mutter und Nushins ungewollte Schwangerschaft beschäftigten sie intensiv – bis zu jenem tragischen Todestag. Yaghoobifarah geht aber auch auf das politische Engagement der beiden ein, die als Jugendliche in einer kleinen Lübecker Antifa-Gruppe aktiv waren. So ist “Ministerium der Träume” eine spannende Reise zur eigenen Geschichte, zur Suche nach Identität und nach wirklichen Freund:innen – von der Vergangenheit bis in die Gegenwart.

Ein Geschenk
von einer Kundin/einem Kunden aus Ronnenberg am 29.03.2021

Dieses Buch habe ich einer Freundin geschenkt, sie hat sich sehr darüber gefreut und ist ganz angetan. Ich selber habe es bisher nicht gelesen, werde das aber nachholen.

Hengameh Yaghoobifarah - Ministerium der Träume
von Miss.mesmerized am 27.02.2021

Der Tod ihrer Schwester und engsten Vertrauten trifft Nasrin unerwartet. Ein Unfall sagt die Polizei, aber war es vielleicht doch eher ein Suizid? Immer wieder ging es Nushin nicht sonderlich gut. Nushins Tochter Parvin hingegen vermutet einen Anschlag hinter der ganzen Sache, wie auch immer sie darauf kommen mag. Die queere Tür... Der Tod ihrer Schwester und engsten Vertrauten trifft Nasrin unerwartet. Ein Unfall sagt die Polizei, aber war es vielleicht doch eher ein Suizid? Immer wieder ging es Nushin nicht sonderlich gut. Nushins Tochter Parvin hingegen vermutet einen Anschlag hinter der ganzen Sache, wie auch immer sie darauf kommen mag. Die queere Türsteherin sieht sich plötzlich als Ersatzmutter einer Teenagerin und gleichzeitig mit der Trauer konfrontiert, die jedoch immer mehr Fragen aufzuwerfen scheint. In Rückblenden wird klar, dass diese nicht von der Hand zu weisen sind. Die beiden Schwestern sind einst mit der Mutter vor dem Terrorregime des Iran, das auch den Mord am Vater veranlasste, nach Deutschland geflüchtet, haben in den 90er den aufkeimenden Hass gegenüber Ausländern live erlebt und gleichzeitig mit ihren eigenen Dämonen kämpfen müssen. Je weiter sich Nasrin von ihrer Nichte entfernt, desto näher rückt sie jedoch der Wahrheit, deren Ursprung genau dort liegt, wo sie nie mehr hin zurückkehren wollte. Hengameh Yaghoobifarah wurde als taz-Kolumnistin bekannt, „Ministerium der Träume“ ist ihr Debütroman. Geschickt verbindet sie dabei die ganz persönlichen Probleme der beiden Schwestern mit politischen Entwicklungen, die wir überwunden glaubten – die Realität der vergangenen Jahre hat uns jedoch wieder eingeholt. Sie reißt auch die Frage auf, wie gut man einen Menschen wirklich kennen und wie nah man sich tatsächlich stehen kann. Nasrin und Nushin wachsen in Lübeck auf, die Mutter ist durch den Verlust des Partners und den nicht leichten Start im fremden Land kaum in der Lage, sich um die beiden Mädchen zu kümmern. Je klarer diesen die Distanz zwischen sich und ihnen deutschen Mitschüler:innen wird, desto näher rücken sie und ihr enger Zirkel an Freunden mit ähnlichem Schicksal zusammen. Erlebnisse, die man keinem Kind wünschen würde, müssen sie durchleiden, Hilfe von Erwachsenen ist Fehlanzeige und so flüchten sie schließlich nach Berlin, um ein Leben nach ihren Vorstellungen in der Großstadtanonymität zu führen. Es ist die queere Szene und jene der Prostitution, in der die beiden Frauen sich zum ersten Mal angenommen fühlen. Der Erzählton ist oft ruppig und rau, passt jedoch ehrvorragend zur Protagonistin, die verzweifelt nach Antworten sucht. Ihre teenagerhafte Rebellion hat sie noch nicht ganz überwunden, obwohl schon die nächste Generation mit identischem Verhalten parat steht. Die junge Nasrin kennt nur zwei Kategorien: wir und die anderen. Auch als Erwachsene kann sie dies nicht ganz ablegen, auch wenn nun die Grenzen an anderer Stelle – bürgerlich vs. queere Lebensweise – verlaufen. Immer wiederkehrende Alpträume zeugen von nicht verarbeiteten Traumata, wirkliche Träume hegt jedoch kaum jemand im Roman. Erfrischend anders einerseits, unbarmherzig und hart andererseits, auf jeden Fall aber bemerkenswert.


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