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Omama - Live

Lesung aus dem Literaturhaus Leipzig.

Lisa Eckhart

(94)
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Beschreibung

Mit ihrem ersten Roman ist Lisa Eckhart quer durch den deutschsprachigen Raum auf eine Lesetour gegangen, die von Wien bis Hamburg, von Zürich bis Leipzig durchweg ausverkauft war. Dies ist der Live-Mitschnitt aus dem Literaturhaus Leipzig vom 27. Oktober 2020. Lisa Eckhart ist im Gespräch mit Verena Noll zu hören und liest Passagen aus ihrem Roman "Omama": ",Helga, schnell, die Russen kommen!‘ 1945 ist Oma Helga in der Pubertät und kämpft mit ihrer schönen Schwester Inge um die Gunst der Besatzer. 1955 schickt man Helga dann aufs Land. Den Dorfwirt soll sie heiraten. Sowohl Helga als auch die Wirtin haben damit wenig Freude. 1989 organisiert die geschäftstüchtige Oma Busreisen nach Ungarn, um Tonnen von Fleisch über die Grenze schmuggeln. Bevor sie - inzwischen schon über achtzig - in See sticht und mit der Enkelin im handgreiflichen Wettbewerb um den Kreuzfahrtkapitän buhlt."

Ein kurzweiliger Abend, der verdeutlicht, dass die Autorin nicht von der Kabarettistin und der Privatperson Lisa Eckhart zu trennen ist. Eine perfekte Symbiose, die Freude macht!

Produktdetails

Verkaufsrang 3590
Abo-Fähigkeit Ja
Family Sharing Nein i
Medium MP3
Sprecher Lisa Eckhart, Verena Noll
Spieldauer 89 Minuten
Altersempfehlung 16 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 21.12.2020
Verlag Lübbe Audio
Format & Qualität MP3, 89 Minuten, 80.88 MB
Fassung gekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783838798127

Buchhändler-Empfehlungen

Evgenia Bolshakova, Thalia-Buchhandlung Halle

Dieses Buch ist sehr speziell und ganz anders als viele von uns gewohnt sind, aber gerade deswegen interessant, um mal was anderes zu wagen und vor allem, um die großartige Sprachakrobatik zu bewundern

Simone Page, Thalia-Buchhandlung Kaufbeuren

Trockene Satire auf das Leben in der österreichischen Provinz der Nachkriegszeit. Streckenweise durchaus unterhalsam, seziert die Autorin das doch sehr starre Korsett des bürgerlichen Lebens.Sprachlich stets originell aber leider bleibt der Charakter der Figuren auf der Strecke.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
94 Bewertungen
Übersicht
34
18
19
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8

Null Sterne!
von einer Kundin/einem Kunden am 18.01.2021
Bewertet: gebundene Ausgabe

Kann nur abraten von diesem Buch! Verstörend für NormalleserInnen, vulgär, .... Wenn ich es ausgeliehen hätte, hätte ich das Buch nicht zu Ende gelesen. Aber da es ein Weihnachtsgeschenk war, kämpfte ich mich bis zum Schluss durch. Bin Vielleserin, aber so einen "Schmarrn" findet man selten.

OMAMA
von einer Kundin/einem Kunden am 19.11.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Lisa Eckhart bekannt von Bühnenshows und Fernsehen, extravagant, messerscharfer Verstand, vielgebildet, analytisch, grotesk, satirisch böse kommt in ihrem Erstlingswerk eher verstörend daher. Was will sie uns mit all den Dorfmatratzen, Schlampen, Säufern und Deppen in einem unter der Gürtellinie liegenden derben Vokabular eigen... Lisa Eckhart bekannt von Bühnenshows und Fernsehen, extravagant, messerscharfer Verstand, vielgebildet, analytisch, grotesk, satirisch böse kommt in ihrem Erstlingswerk eher verstörend daher. Was will sie uns mit all den Dorfmatratzen, Schlampen, Säufern und Deppen in einem unter der Gürtellinie liegenden derben Vokabular eigentlich erzählen? Die Liste der zahlreich erwähnten Poscherln, Zipferln und anderen menschlichen Bestandteilen, langweilt bis zum geht nicht mehr. Ende gut, alles gut. Das Rehbratenrezept eigent sich zum Nachkochen. Ich freue mich auf ihren nächsten Bühnenauftrit, dort gefällt sie mir bei weitem besser.

Eine sehr spezielle, tabulose Erinnerung an die Nachkriegszeit
von einer Kundin/einem Kunden am 16.11.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In "Omama" erzählt die Kabarettistin Lisa Eckhart nun leicht biografisch, ganz schön überspitzt von ihrer Großmutter Helga und eben solchen Erinnerungen. Dieser Roman ist dabei so eine Aneinanderreihung verschiedener Anekdoten und Lebensabschnitte, die von ihrer Großmutter und deren Schwester erzählen. Teils moralisch hinterfrag... In "Omama" erzählt die Kabarettistin Lisa Eckhart nun leicht biografisch, ganz schön überspitzt von ihrer Großmutter Helga und eben solchen Erinnerungen. Dieser Roman ist dabei so eine Aneinanderreihung verschiedener Anekdoten und Lebensabschnitte, die von ihrer Großmutter und deren Schwester erzählen. Teils moralisch hinterfragend, schmunzelnd, ungläubig oder einfach nur kopfschüttelnd begibt sich der Leser auf einen wahrlichen Ritt durch alle Bereiche, in denen Eckharts Protagonisten von Angst und Russen getrieben, aufreizend um Anerkennung buhlen oder eben auch skurrilen Ideen Folge leisten. In wie weit das nun alles der Wahrheit entspricht oder im Stile Eckharts bewusst polarisierend aufgearbeitet wurde, sei mal dahingestellt. Das was jedoch sicher ist, ihre Omama hatte ein sehr, sehr aufregendes Leben. Wer mit Lisa Eckharts Art des Erzählens klar kommt und mal nach etwas anderem sucht wird mit diesem Roman sicherlich ganz gut bedient. Für mich selbst war das Lesen recht schnell sehr anstrengend. Ich habe ständig Frau Eckhart im Ohr gehabt und dachte immer häufiger daran, dass in diesem Fall ein Hörbuch vielleicht sogar die bessere Wahl gewesen wäre. Sie ist speziell und auch ihr Roman ist sehr eigen. Sie verwendet hier und da recht hochgestochene Worte oder haut bitterböse, sarkastische, platte Aussagen heraus. Sie spielt mit den Vorurteilen der Menschen, mit der Geschichte und eigentlich auch dem, was jahrelang im deutschen Raum gang und gebe war. Da brauchen wir jetzt auch Jahre später nicht so tun, als wäre es nicht so gewesen oder wirklich weit hergeholt. Es war so. Und ja, der Ton ist rau, sehr direkt und manchmal auch so ein bisschen drüber. In ihrem Kabarett spielt sie genau mit diesen Archetypen, den überzogenen, diffamierenden und zum Teil auch verachtenden Aussagen, die einen als Zuhörer verstören, im Halse stecken bleiben und eben auch zum Nachdenken bringen. Lisa Eckhart nähert sich auf ihre bekannte polarisierende, überzogene Art in ihrem Roman der Nachkriegsgeschichte an und entweder mag man es dann oder man will sich gerade über ihre gemeine Rotzigkeit, die eben nicht alles schön redet oder abschwächt, aufregen. Die aufgekochte Diskussion und die Reaktionen rund um das Hamburger Harbourfront, über ihr Bühnenprogramm und sie als Person, der Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie ... unterstellt wird, kann ich daher auch nur zum Teil nachvollziehen. Aber irgendwie ist es auch ein Teil der deutschen Verdrängungskultur geworden, gerade gegen solche Überspitzungen vorzugehen. Als Kunst, so wie Satire, Kabarett, Film und Co auch eine Form der geduldeten Kunst ist, finde ich diesen Roman insgesamt recht klug, aufreibend und sehr, sehr böse, aber eben auch sehr direkt. Und gerade durch diese überspitzte Darstellung, von der sie sich im Prolog mit den Worten "Es bleibt dem Leser überlassen, ob er diese Biografie als Hommage oder als Rufmord erachtet. Ich vermag darüber nicht zu urteilen. Wenn ich von meiner Großmutter erzähle, so zeichne ich in jedem Falle keinen von Krieg und Besatzung geprägten, von Ehen enttäuschten, vom Alter gerächten, tätschelnden, verhätschelnden Archetyp des weisen Ahnen." begründet und distanziert, macht diesen Roman aus, lässt den Leser manchmal schlucken, erneut an die damalige Zeit denken oder auch, ich gebe es zu, über einige Äußerungen herzhaft lachen und das zeichnet (auch wenn man nicht immer mit allem einverstanden ist) für mich dann irgendwie auch gute Literatur aus.

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