Der Tod in ihren Händen

Ottessa Moshfegh

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Beschreibung


Eine Kriminalgeschicht der anderen Art: spannend, beängstigend, bewegend

Bei Sonnenaufgang läuft Vesta mit ihrem Hund eine Runde durch den Wald – die tägliche Routine einer einsamen alten Frau –, als sie einen Zettel findet: »Ihr Name war Magda. Niemand wird je erfahren, wer sie getötet hat. Hier ist ihre Leiche.« Obwohl von der Leiche jede Spur fehlt, lässt Vesta der Gedanke an einen Mord nicht mehr los. Wer war Magda? Und wer könnte ihr Mörder sein? Die Aufklärung dieser Fragen wird zu Vestas Mission. Doch je tiefer sie sich in den Fall verstrickt, desto deutlicher treten ihre eigenen Abgründe hervor.

Ottessa Moshfegh, eine der aufregendsten Autorinnen unserer Zeit, erzählt in ihrem neuen Roman von Einsamkeit – und davon, wie einfach es ist, nicht nur die anderen, sondern auch sich selbst zu belügen.

Ottessa Moshfegh wurde in Boston geboren und ist kroatisch-persischer Abstammung. Für ihre Romane wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem PEN/Hemingway Award. 2018 erschien ihr Roman »Mein Jahr der Ruhe und Entspannung« (2018) und 2020 die Erzählungen »Heimweh nach einer anderen Welt« (2020). Ottessa Moshfegh lebt in Los Angeles. .
Regine Vergeen stand nach ihrer Ausbildung an der Schauspielschule Bochum u. a. in Essen, Stuttgart, Oberhausen, Frankfurt, Wien und Hamburg auf der Bühne. Darüber hinaus ist sie in Film und Fernsehen zu sehen und spielte in Serien wie »Tatort« oder »Der Landarzt« mit. Außerdem ist Regine Vergeen eine beliebte Hörspielsprecherin und in verschiedenen Rundfunkproduktionen zu hören.
 

Produktdetails

Abo-Fähigkeit Ja
Family Sharing Ja i
Medium MP3
Sprecher Regine Vergeen
Spieldauer 458 Minuten
Erscheinungsdatum 25.01.2021
Verlag Hörbuch Hamburg
Format & Qualität MP3, 458 Minuten, 335.24 MB
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Übersetzer Anke Caroline Burger
Sprache Deutsch
EAN 9783844927160

Buchhändler-Empfehlungen

Was ist Realität?

Iduna Tiedemann , Thalia-Buchhandlung Delmenhorst

Vesta lebt nach dem Tod ihres Mannes allein in einem abgelegenen Ort im Nirgendwo. Auf ihren einsamen Spaziergängen durch den Wald wird sie nur von ihrem treuen Hund Charlie begleitet. Nach einer für jeden Tag von ihr mit Strenge festgelegten Liste verlebt sie diszipliniert ihre Stunden, Tage und Wochen. Die einzigen menschlichen Kontakte finden beim wöchentlichen einkaufen statt. Was in dieser Beschreibung so einsam und traurig klingt, ist in ihrer Welt absolute Normalität. Sie ist scheinbar zufrieden eingerichtet in ihrem Mikrokosmos und sie hat sich in einem Kokon voller Gedanken, Beobachtungen und Vorstellungen sicher eingebettet. Die Routine wird je unterbrochen, als sie eines Tages bei einem Gang mit ihrem Hund einen Zettel findet, der sie mit seinem ominösen Text völlig aus der Bahn wirft: " Sie hieß Magda. Niemand wird je erfahren, wer sie ermordet hat. Ich war es nicht. Hier ist ihre Leiche." Was ist da wirklich geschehen und wo ist die Leiche? Diese neue Situation beherrscht sie immer mehr, die Gedankenketten werden noch abstruser und die Handlung wird immer beklemmender und hypnotisch. Ein absolut raffinierter Kontext entsteht. Mit toller Detailverliebtheit konstruiert die Autorin eine Wahnsinnsgeschichte, deren Verlauf stetig spannender wird und mich kaum innehalten lässt.

Die Einsamkeit in den Wäldern

Monika Föckeler , Thalia-Buchhandlung

Dieser Roman hat mich etwas ratlos zurückgelassen. Was sich zu Anfang liest wie ein Kriminalfall, entwickelt sich nach und nach zu einer Geschichte über eine Frau und ihre Einsamkeit. Vesta ist eine ältere Frau, die mit ihrem Hund weit draußen im Wald lebt. Sie hat ihre täglichen Routinen und scheint sich mit ihrem Leben arrangiert zu haben, zumal sie es sich offensichtlich selbst so ausgesucht hat. Den Kontakt zu den Nachbarn, die einige Kilometer weit entfernt wohnen, vermeidet sie, und sie bemüht sich auch, die notwendigen Treffen beim Einkaufen sehr kurz zu halten. Der Roman ist in der Ich-Form geschrieben. So kann man als Leser die Gedankengänge und die Geschehnisse aus Vestas Sicht nachvollziehen. Doch irgendwann vermutet man, dass sie sich verzettelt hat und darum nicht mehr logisch handelt. Ihre Gedanken werden nicht mehr so gradlinig dargestellt. In diesem Moment wird auch klar, was die Zurückgezogenheit mit der alten Dame gemacht hat. Man fragt sich: "Was ist Wirklichkeit und was ist inszeniert? Hat es wirklich einen Mordfall gegeben, oder hat sich alles nur in Vestas Kopf abgespielt?" Das Thema Einsamkeit wird genial umgesetzt! Die Spannung über einen eventuellen mysteriösen Mordfall zieht sich durch den ganzen Roman und bleibt bis zum Schluss erhalten.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
23 Bewertungen
Übersicht
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Fesselnde Charakterstudie
von einer Kundin/einem Kunden aus Bayreuth am 27.04.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Seit dem Tod ihres Mannes Walter lebt die alte Vesta in einer Waldhütte ab vom Schuss. Von den Dorfbewohnern hält sie sich fern, ihr Alltag dreht sich um Tagträume, Radiosendungen und ausgiebige Waldspaziergänge mit ihrem geliebten Retrieverrüden Charlie. Auf einem solchen findet sie eines Tages schließlich eine kryptische Notiz... Seit dem Tod ihres Mannes Walter lebt die alte Vesta in einer Waldhütte ab vom Schuss. Von den Dorfbewohnern hält sie sich fern, ihr Alltag dreht sich um Tagträume, Radiosendungen und ausgiebige Waldspaziergänge mit ihrem geliebten Retrieverrüden Charlie. Auf einem solchen findet sie eines Tages schließlich eine kryptische Notiz. "Ihr Name war Magda. Niemand wird je erfahren, wer sie getötet hat. Hier ist ihre Leiche". Von besagter Leiche ist aber weit und breit nichts zu sehen und auch sonst gibt es keine Hinweise auf ein Verbrechen. Obwohl Vesta den Brief anfangs als belanglosen Streich abtun will, lassen ihr die mysteriösen Zeilen keine Ruhe. Ihre Recherchen beginnen bald eine düstere Eigendynamik zu entwickeln, bei der Realität und Fiktion miteinander verschwimmen. In "Der Tod in ihren Händen" geht es um Einsamkeit, Außenseitertum, geplatzte Träume und darum, wie wir uns selbst Geschichten erzählen, um unser Leben interessanter zu machen. Der Roman ist zweifelsohne genial - aber auch garantiert nicht jedermanns Geschmack. Die Geschichte wird in 7 Tableau-artigen Episoden erzählt. Wir folgen dem Geschehen anhand von Vestas Gedankenflüssen, die immer wieder in Erinnerungen oder Tagträume abdriften. Das ist gewöhnungsbedürftig und führt - insbesondere in der Mitte des Buchs - zu einem recht langsamen Vorankommen der eigentlichen Handlung. Wer sich davon nicht abschrecken lässt und dranbleibt wird mit einem Meisterwerk der Charakterstudie belohnt. Obwohl Vesta als Ich-Erzählerin agiert, bleibt die Figur vielschichtig und undurchschaubar. Ab einem gewissen Punkt ist es auch für den/die Leser*in schwierig zu unterscheiden, wo die Realität anfängt und Vestas Gedanken enden. Die surreale, sogartige Stimmung die insbesondere in der zweiten Hälfte des Romans aufkommt, könnte direkt einem Film von Roman Polanski entspringen.

Fiktion oder Realität?
von einer Kundin/einem Kunden am 14.04.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es liest sich wie ein Krimi, doch es ist keiner. Eine Notiz mit einem Hinweis auf einen Mord lässt Sie spekulieren und mit den nicht vorhandenen Indizien spielt Sie die Geschichte durch. Sie verliert sich, Sie vermischt Realität und Fantasie. Alles nur ein Hirngespinst?. Lassen Sie sich darauf ein. Wirklich gut geschrieben.

Einzigartig
von Sandra Falke aus Berlin am 31.03.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ottessa Moshfegh ist eine außergewöhnliche und ungewöhnliche Schriftstellerin. Die Romane „Eileen“ und „Mein Jahr der Ruhe und Entspannung“ forderten mit den Innenwelten ihrer weiblichen Protagonisten bereits die äußersten Rahmen und Grenzen konventioneller Denkmuster heraus. Diesmal dekonstruiert Moshfegh jedoch ein ganzes G... Ottessa Moshfegh ist eine außergewöhnliche und ungewöhnliche Schriftstellerin. Die Romane „Eileen“ und „Mein Jahr der Ruhe und Entspannung“ forderten mit den Innenwelten ihrer weiblichen Protagonisten bereits die äußersten Rahmen und Grenzen konventioneller Denkmuster heraus. Diesmal dekonstruiert Moshfegh jedoch ein ganzes Genre. Ihr neuer Krimiroman „Der Tod in ihren Händen“ behandelt sowohl die Rolle des Erzählers als auch die Methoden des Mysteriums auf eine erfrischend erfinderische Art. Sogleich kann das Buch als scharfe Kritik am Genre selbst interpretiert werden. In diesem Buch kommt zweifelsohne eine Mordgeschichte vor. Allerdings hat diese bei Weitem nicht den Ausgang, den man von ihr zu Beginn der Erzählung erwarten würde. Graduell zeigen sich die Umrisse einer Realität, die wesentlich verstörender ist. Zudem ist der Roman gefüllt mit unerwarteten Kehrtwendungen und verwischt andauernd die Grenzen zwischen Realität und Fantasie. Die Steuerung der Leseremotionen wird offen, gar selbstkritisch vorgenommen – und gelingt dennoch. „Der Tod in ihren Händen“ ist ein einzigartiger Roman, welcher dem reflektierten Leser so manches zum Verdauen hinterlässt. Allerdings werden weder ungeduldige noch schwach besaitete Leser an Moshfeghs Meisterstück Freude finden.

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