Ich bleibe hier

detebe Band 24610

Marco Balzano

(172)
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Beschreibung

Ein idyllisches Bergdorf in Südtirol – doch die Zeiten sind hart. Die Leute werden vor die Wahl gestellt: entweder nach Deutschland auszuwandern oder als Bürger zweiter Klasse in Italien zu bleiben. Trina entscheidet sich für ihr Dorf, ihr Zuhause. Als die Faschisten ihr verbieten, als Lehrerin tätig zu sein, unterrichtet sie heimlich. Und als ein Energiekonzern für einen Stausee Felder und Häuser überfluten will, leistet sie Widerstand – mit Leib und Seele.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 26.01.2022
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-24610-0
Verlag Diogenes
Maße (L/B) 18/11,3 cm
Originaltitel Resto qui
Auflage 1
Übersetzer Maja Pflug
Verkaufsrang 5943

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Buchhändler-Empfehlungen

Christel Cader, Thalia-Buchhandlung bonn

Balzano nimmt den Leser mit in die Zeit des faschistischen Südtirols der 30ziger Jahre. Die Lehrerin Trina entscheidet sich in ihrem Dorf zu bleiben, heimlich zu unterrichten und in den Wiederstand zu gehen. Veränderung der Menschen und Landschaft wird eindringlich beschrieben.

Inspirierend!

Elena Cousino, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Alles in allem ein sehr gutes Buch. Ich finde das Beste daran ist, dass es eine Geschichte hat. Es ist auch fast die komplette Lebensgeschichte der Protagonistin, was ich sehr liebe. Es fängt an mit ihrer Kindheit, was sie mag, was sie nicht mag. Wie sie sich mit ihrer Freundin trifft, aufwächst, Heiratet obwohl sie es eigentlich nicht wirklich selber entscheidet, den Krieg erlebt etc. Also echt ein gutes Buch, das in einer Ortschaft spielt, die wirklich existiert. Das Bild auf dem Cover ist echt. Und ich überlege wirklich, den Ort mal zu besuchen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
172 Bewertungen
Übersicht
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Eindringlich und einfühlsam
von einer Kundin/einem Kunden aus Nettersheim am 02.04.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Am Beispiel einer fiktiven Familie aus dem Vinschgau schildert der Autor ein Stück deutsch- italienische Geschichte vor dem Hintergrund düsterer Zeiten. Auf einer ersten Reise ins Vinschgau hat er den auf dem Cover abgebildeten versunkenen Turm von Graun entdeckt, der ganz im Focus all d... Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Am Beispiel einer fiktiven Familie aus dem Vinschgau schildert der Autor ein Stück deutsch- italienische Geschichte vor dem Hintergrund düsterer Zeiten. Auf einer ersten Reise ins Vinschgau hat er den auf dem Cover abgebildeten versunkenen Turm von Graun entdeckt, der ganz im Focus all der fotografierenden Touristen stand. Hier entstand seine Motivation, diesen Roman zu schreiben, über diesen Ort „ als Inbegriff dafür, wie brutal Geschichte sein“. Jahrelang hat er recherchiert, so dass viele reale historische Fakten diesem Roman Substanz geben. Die junge Trina ist Lehrerin geworden, darf aber nicht deutschsprachig unterrichten, da die Faschisten in Italien es verbieten, es darf nur noch italienisch gesprochen werden. Sie aber widersetzt sich und unterrichtet heimlich, was vom hiesigen Pfarrer organisiert wird. Aber es wird zunehmend gefährlich. Sie heiratet Erich und die beiden bekommen zwei Kinder. Sie leben unter ärmlichen Verhätnissen und dann muß Erich auch noch in den Krieg. Trine schlägt sich durch, wir lernen eindringlich und mit emphatischer Anteilnahme des Autors das Schicksal der Menschen in diesen Zeiten kennen. Die Menschen werden zwischen 1939 und 1943 vor die Wahl gestellt, ob sie bleiben wollen oder nach Deutschland gehen wollen. Trina entscheidet sich für das Dorf. Eine schmerzhafte Auswirkung dieser Zeit, ihre noch junge Tochter geht mit Verwandten nach Deutschland. Erich kommt verletzt nach Hause, ihr Sohn meldet sich freiwillig für den Krieg und die Nazis. Für ihre Tochter erzählt Trina ihre Geschichte. Die Schilderungen der folgenden Kriegsjahre sind drastisch, aber immer mit viel Empathie für die Menschen. Erich hat sich zur Lebensaufgabe gemacht, gegen den von den begonnen Staudamm zu protestieren, aber am Ende bleiben die Menschen dort die Verlierer und das sichtbare Zeichen all dieser rücksichtslosen Zerstörung ist der Kirchturm, der nach der Überflutung der Dörfer Reschen und Graun stehen bleibt. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, ein Stück Geschichte, dass sicher vielen noch unbekannt gewesen ist, das Marco Balzano auf eindringliche und einfühlsame Weise aufgeschrieben hat für die Nachwelt. Unbedingt empfehlenswert!

hat mich völlig hineingezogen
von einer Kundin/einem Kunden aus Richterswil am 11.01.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Sehr süffig geschrieben und man kann sich so richtig in die Personen hineindenken und sich vorstellen. Gute Geschichte die gleich noch geschichtliche Erkenntnisse liefert, um ein wenig die Zeit zu verstehen. Bis anhin kannte ich den Stausee nur vom vorbeifahren. Das bekommt jetzt eine ganz neue Dimension der Gefühle.

Unfassbar stoische Hauptfigur!
von LaberLili am 12.12.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Der aus dem Reschensee herausragende Kirchturm ist inzwischen längst zu einer Postkartenattraktion und einem Touristenmagneten Südtirols geworden, doch das Wieso-Weshalb-Warum dahinter ist weit weniger pittoresk, ist der Turm doch das einzige sichtbare Überbleibsel eines im Rahmen eines eigentlich sinnlosen Staudammprojektes wie... Der aus dem Reschensee herausragende Kirchturm ist inzwischen längst zu einer Postkartenattraktion und einem Touristenmagneten Südtirols geworden, doch das Wieso-Weshalb-Warum dahinter ist weit weniger pittoresk, ist der Turm doch das einzige sichtbare Überbleibsel eines im Rahmen eines eigentlich sinnlosen Staudammprojektes wie auch sein Nachbardorf nahezu vollständig gefluteten Dorfes. Im Sommer 2020 hat Netflix den Kirchturm international nun noch einmal etwas bekannter werden lassen und wieder ein wenig mehr in den Mittelpunkt gerückt, als der Anbieter die fiktive Kurzserie „Curon“ veröffentlichte, die sich um ein Mysterium, eine Legende, rund um die (nicht vorhandenen) Glocken jenes Turms drehte – Marco Balzano verfolgt in „Ich bleibe hier“ allerdings einen grundsätzlich anderen Ansatz: In seinem Roman erzählt die dort geborene Trina als Ich-Erzählerin ihrer Tochter, die ansonsten aus ihrem Leben zu verschwunden sein scheint, wie es bereits sehr früh durchklingt, die Geschichte ihres Lebens, das mit der Geschichte Grauns bzw. Südtirols eng verwoben ist. Die Erzählung ist dabei eher nüchtern, was überraschte und mich teils auch irritierte, da Trina quasi inmitten eines aufgewühlten Meeres leben musste und es kaum Ankerpunkte für sie gegeben haben zu schien; ich fand es sehr bewundernswert, wie stoisch sie häufig mit den sich teils sehr plötzlich verändernden Umständen umzugehen schaffte, wobei sie mir manchmal schon zu abgeklärt und unemotional erschien: Persönlich kann ich mir kaum vorstellen, wie man in ihrer Situation nicht irgendwann einfach nur kreuzunglücklich ist. Im deutschsprachigen Südtiroler Schatten des sich immer weiter ausbreitenden italienischen Faschismus aufgewachsen, der ihre beruflichen Pläne zunichtemacht, wird sie im jungen Erwachsenenleben prompt mit dem deutschen Nationalsozialismus konfrontiert, als windige Ingenieure längst planen, ihre Heimat zu fluten, in der sich die Bewohner ohnehin keiner Nationalität wirklich zugehörig fühlen können: Die Region wird von außen eher als Fremdkörper aufgefasst, eine verbindungslose Insel, die man ohne Rücksichtnahme für sich vereinnahmen kann. Trinas Widerstand ist dabei wohl ein wenig in ihrem Sturkopf begründet, aber vielmehr darin, dass ihr Ehemann sich von Anfang an beharrlich weigert, seine Heimat jemals aufzugeben geschweige denn zu verlassen: Meines Empfindens nach hat sie sich auch hier eher mit der Lage arrangiert und versucht einfach, das Beste daraus zu machen – und zu überleben, in der Hoffnung, dass der Krug letztlich vorübergehen möge, ohne zu zerbrechen. Ich fand „Ich bleibe hier“ eine ungemein interessante Erzählung, weil das, was nun unter dem Reschensee verborgen liegt, so deutlich beschrieben wurde, und musste auch ein paar Mal beim Lesen pausieren, weil ich Trinas „Erlebnisbericht“ teilweise einfach sehr bedrückend und belastend fand bzw. sie mitunter einfach wahnsinnig um ihre relative Abgeklärtheit beneidete (um ihr im nächsten Moment ihre Coolness aber doch nicht ganz so sehr abzukaufen). Die Lektüre empfehle ich zwar gerne weiter; man lernt so viel rund um die betroffene Region; würde aber nicht dazu raten, diesen Roman dann zu lesen, wenn man selbst grad persönlich etwas aufgewühlt oder deprimiert ist: Da wird Trina schnell zu einer Vorbildfigur, an der man gleich scheitert.


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