Nachtschicht in Neukölln

Eine Polizistin erzählt

Lana Atakisieva

(7)
Die Leseprobe wird geladen.
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
18,00
18,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

18,00 €

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

13,99 €

Accordion öffnen
  • Nachtschicht in Neukölln

    ePUB (Hanser)

    Sofort per Download lieferbar

    13,99 €

    ePUB (Hanser)

Beschreibung

Bewegend erzählt die Polizistin von ihrer Lebens- und Familiengeschichte, aber auch von dem, was Polizeiarbeit für sie persönlich bedeutet. Wie der Alltag auf Streife aussieht, warum der Zusammenhalt der Kolleginnen und Kollegen so wochtig ist und was es heißt, als eingewanderte Frau in Deutschland Fuß zu fassen.

Produktdetails

Verkaufsrang 9962
Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 23.08.2021
Verlag Hanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Seitenzahl 208
Maße (L/B/H) 21,1/13,7/2,5 cm
Gewicht 296 g
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-27114-2

Kundenbewertungen

Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
5
2
0
0
0

Super
von einer Kundin/einem Kunden am 17.09.2021
Bewertet: eBook (ePUB)

Diese Geschichte sollten ganz viele Menschen lesen und kennen! Sie ist das Musterbeispiel für eine gelungene Integration!

Vom schüchternen Mädchen zur toughen Polizistin
von claudi-1963 aus Schwaben am 15.09.2021

"In dieser Zeit dachte ich zum ersten Mal ernsthaft darüber nach, Polizistin zu werden. Ich hatte diesen Film gesehen, er hieß Angel Eyes und war zwar etwas kitschig, aber die Hauptfigur beeindruckte mich. Eine junge Polizistin in den USA, gespielt von Jennifer Lopez." (Buchauszug) Lana Atakisieva ist 15 Jahre alt, als sie zusa... "In dieser Zeit dachte ich zum ersten Mal ernsthaft darüber nach, Polizistin zu werden. Ich hatte diesen Film gesehen, er hieß Angel Eyes und war zwar etwas kitschig, aber die Hauptfigur beeindruckte mich. Eine junge Polizistin in den USA, gespielt von Jennifer Lopez." (Buchauszug) Lana Atakisieva ist 15 Jahre alt, als sie zusammen mit ihrer Mutter und Schwester Sevana von Aserbaidschan nach Deutschland reisen. Hauptsächlich in der Hoffnung das ihre kranke Mutter eine bessere Behandlung bekommt. Viel musste sie einstecken an Entbehrung, Mobbing in der Schule, doch sie kämpft sich durch und macht sogar das Abitur. Der Entschluss, Polizistin zu werden und sogar zu studieren, macht ihr zuerst Angst, ob sie es schaffen wird, doch selbst dieses schließt Lana mit Bravour ab. Im Bezirk Neukölln, den sie inzwischen wie ihre Westentasche kennt, arbeitet sie als Polizistin im Streifendienst. Mehr über ihre Lebensgeschichte, ihr Alltag, die Arbeit bei der Polizei und vom Umgang mit ihren Kollegen erfahren wir in diesem Buch. --- Meine Meinung: Das Cover von Lana in ihrer Polizeiuniform ist hier sehr eindrucksvoll. Der Schreibstil ist recht unkompliziert verfasst und interessant zu lesen. Der Inhalt des Buchs wechselt zwischen den Einsätzen, die Lana mit ihren verschiedenen Kollegen erleben durfte, und ihrer eigenen Lebensgeschichte, seit sie aus Baku nach Deutschland gekommen ist. Entsetzt hat mich besonders Lanas Familiengeschichte, weil ich es teils beschämend finde, wie ihre Familie in unserem Land behandelt wurde. Dass Kinder nicht gerade einfach sind und Schwächere gerne ärgern, das ist bekannt. Trotzdem fand ich es traurig, wie man Lana und ihre Schwester in der Schule gemobbt hat. Lana nimmt uns mit in ihr Innerstes, wie sie hin- und hergerissen ist zwischen den Kulturen ihrer Eltern und der unseres Landes. Das größte Problem am Anfang ist für die Familie jedoch die Sprachbarriere. Wie soll man in einer Schule gut sein, wenn man nicht einmal die Sprache beherrscht? Doch die beiden Schwestern sind geprägt von einer Erziehung aus Gehorsam, Disziplin und Fleiß. Und so ist es kein Wunder, das sie recht schnell die Sprache lernen und zu den besten in der Schule gehören. Jedoch immer wieder kommen neue Sorgen auf die Familie zu sei es, dass sie eine neue Wohnung brauchen, Geldsorgen, sie den Druck ihrer Familie nicht mehr aushält und heimlich auszieht und vieles mehr. Im anderen Handlungsstrang lerne ich Lana und ihre Kollegen bei den verschiedenen Einsätzen in Neukölln kennen. Neukölln, geprägt durch unterschiedliche Nationen, gehört eher zu den schwierigeren Stadtteilen Berlins. Viele von den Verbrechen sind hauptsächlich durch Drogenkonsum oder der Handel damit, Alkoholismus und daraus oft resultierende häusliche Gewalt oder Raubüberfälle. Der ausgezeichnete Zusammenhalt ihres Teams macht alles wieder wett, was Lana in ihrer Kindheit an Entbehrungen und Mobbing erleben musste. Gut ist außerdem, dass ihr Team verschiedene Sprachen beherrscht. Den immer wieder kommt es vor, dass sie einen Übersetzer brauchen. Doch mitunter können Einsätze durchaus auch mal gefährlich werden, dann ist es gut, dass man einen Partner an seiner Seite hat und bewaffnet ist. Lana Atakisieva ist nicht nur eine herausragende Polizistin, sondern auch eine tolle Tochter, die ihre Eltern unterstützt, wo es geht. Eine Lebens- und Erfahrungsbericht, der mir außerordentlich gut gefallen hat. Von ihren Einsätzen in Neukölln würde ich gerne noch mehr erfahren, besonders weil man dadurch einen ganz anderen Bezug zur Polizeiarbeit bekommt. Mir imponiert Lana, dieses zu Anfang schüchterne Mädchen hat sich inzwischen total integriert und ist ebenfalls zu einer genauso toughen Polizistin wie Jennifer Lopez in "Angel Eyes" geworden. Deshalb bekommt das Buch von mir eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

Empfehlenswerter Bericht über Migration und Polizeiarbeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 14.09.2021

Lana Atakisieva hat es geschafft, auf sehr gelungene Art und Weise einen spannenden Bericht über ihr Leben mit ihren Erfahrungen als Polizistin in Berlin zu verbinden und dadurch eine großartige Erzählung zu kreieren. Das Buch ist in sich abwechselnde Kapitel unterteilt, in den Lana Atakisieva über ihre Jugend und Einwander... Lana Atakisieva hat es geschafft, auf sehr gelungene Art und Weise einen spannenden Bericht über ihr Leben mit ihren Erfahrungen als Polizistin in Berlin zu verbinden und dadurch eine großartige Erzählung zu kreieren. Das Buch ist in sich abwechselnde Kapitel unterteilt, in den Lana Atakisieva über ihre Jugend und Einwanderung nach Deutschland erzählt und über Fälle der Berliner Polizei, bei der sie als Polizistin im gehobenen Dienst im Bezirk Neukölln arbeitet, berichtet. Lana Atakisievas Jugend war nicht einfach. Mit gerade einmal 15 Jahren wandert sie mit ihrer Schwester und Mutter nach Deutschland aus, der Vater bleibt in Aserbaidschan zurück, um dort weiter Geld für die Familie zu verdienen. Deutschland, das bedeutete für die Familie Hoffnung. Denn Lanas Mutter ist Diabetikerin und sie hoffen auf eine gute Behandlung der Krankheit in Deutschland. Doch Schikane und Mobbing werden Themen, mit denen Lana sich in Deutschland auseinandersetzen muss, zusätzlich zu Geldsorgen und dem Bangen um die Gesundheit der Mutter. Nach der Schule übernehmen die beiden Schwestern den Haushalt, helfen bei Bekannten aus und erledigen dann noch ihre Hausaufgaben. Doch der ungebrochene Ehrgeiz und Fleiß Lanas zahlen sich aus: sie absolviert ihr Abitur und bewirbt sich für ein Studium bei der Polizei. Die Einsätze, die die Autorin schildert, sind sehr facettenreich. Etliche sehr traurig, ein paar brutal und grausam, einige wenige skurril und alle auf ihre Art und Weise sehr ergreifend. Ich persönlich hätte mir ein paar Seiten mehr gewünscht, um die einzelnen Fälle im möglichen Rahmen etwas präziser zu beschreiben, denn passagenweise verhaspelte sich die Autorin etwas, da vereinzelt Fälle während ihrer Beschreibung durch Erzählungen anderer Einsätze unterbrochen wurden. Alles in allem ist es ein sehr persönlicher Bericht über das eigene Leben mit Abstechern in den Alltag einer Polizistin, der sehr abwechslungsreich ist. Während des Lesens wuchs meine Achtung vor dieser starken, jungen Frau sehr und ich hoffe, irgendwann noch einmal etwas von ihr lesen zu können.


  • artikelbild-0
  • artikelbild-1
  • artikelbild-2
  • artikelbild-3
  • artikelbild-4
  • artikelbild-5