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Exit Ghost

Roman

(5)
Nathan Zuckerman, Roths langjähriger Held und vielleicht sein Alter Ego, kehrt nach New York zurück, um dann für immer abzutreten. Er trifft in Manhattan ein junges Paar, das nach dem 11. September der Stadt entfliehen will, und bietet ihnen einen Wohnungstausch an - nicht ohne Hintergedanken. Ihn fasziniert Jamie, die junge Frau, und ihn überfallen Gefühle, die er längst überwunden glaubte. Durch sie lernt er einen Mann kennen, der die Biographie des vom jungen Zuckerman verehrten Schriftstellers Lonoff schreiben möchte. Auf einmal ist Zuckerman so involviert, wie er es nie mehr sein wollte. Liebe, Trauer, Begehren und Ressentiment, alles ist wieder da.
Portrait

1998 erhielt Philip Roth für Amerikanisches Idyll den Pulitzerpreis. 1998 wurde ihm im Weißen Haus die National Medal of Arts verliehen, und 2001 erhielt er die höchste Auszeichnung der American Academy of Arts and Letters, die Gold Medal, mit der unter anderem John Dos Passos, William Faulkner und Saul Bellow ausgezeichnet worden sind. Er hat zweimal den National Book Award und den National Book Critics Circle Award erhalten, dreimal den PEN/Faulkner Award und außerdem denPEN/Nabokov Award und den PEN/Saul Bellow Award. Philip Roth ist der einzige lebende Amerikaner, dessen Werk in einer umfassenden, maßgeblichen Gesamtausgabe von der Library of America herausgegeben wird. Bei Hanser erschienen zuletzt Der menschliche Makel (Roman, 2002), Das sterbende Tier (Roman, 2003), Shop Talk (Ein Schriftsteller, seine Kollegen und ihr Werk, 2004), Verschwörung gegen Amerika (Roman, 2005), Jedermann (Roman, 2006), Mein Leben als Mann (Roman, Neuausgabe 2007), Eigene und fremde Bücher, wiedergelesen (2007), Exit Ghost (Roman, 2008), Empörung (Roman, 2009), Portnoys Beschwerden (Neuübersetzung, 2009), Die Demütigung (2010) und Nemesis (2011).

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 09.02.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-23001-9
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 21,9/15/3,3 cm
Gewicht 521 g
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Dirk van Gunsteren
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Laura Schwartz, Thalia-Buchhandlung Landau

Besser als Roth geht fast nicht! Nathan Zuckermann ist zurück in New York und mit ihm die Liebe, der Verlust und die Hoffnung. Ein außergewöhnliches Werk, das lange nachwirkt. Besser als Roth geht fast nicht! Nathan Zuckermann ist zurück in New York und mit ihm die Liebe, der Verlust und die Hoffnung. Ein außergewöhnliches Werk, das lange nachwirkt.

„Exit Zuckerman & Exit Literatur“

Christian Schmitt, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Der den Lesern von Roths Werk bekannte Nathan Zuckerman, hält hier seinen Abschied. Der Titel Exit Ghost, ist als Shakespeare-Zitat deutbar, aus Hamlet. Dieser Exit oder Abschied ist nicht nur der von Nathan Zuckerman, der sich im Post-9/11-New-York für gänzlich fehlplaziert hält, sondern auch ein Abschied auf die „ernsthafte Beschäftigung“ mit Literatur. Zuckerman ist, sowie seine ebenfalls vom Krebs gezeichnete Bekannte von einst, Amy Belette, ein Relikt aus einer vergangenen Zeit. Gemeinsam wollen sie eine Skandalbiografie, über den einst von ihm verehrten, wohl nur wenigen bekannten Schriftsteller E.I. Lonoff verhindern. Selbst gezeichnet durch eine Prostata-Operation und deren schwerwiegende Folgen, namentlich Inkontinenz und Impotenz, steigt er noch einmal in den Ring des Daseins. Das Leben holt ihn ein, das Begehren nach einer viel jüngeren Frau, ein Begehren das keine Erhörung finden darf. So hat seine letzte Liebe nichts Körperliches mehr, sie ist den harten Gesetzen der Zeit und des Versagens seines Körpers ausgeliefert. Die endgültige Erkenntnis, das Leben führe ins Nichts, Tod und Vergessen, wird facettenreich und manchmal „nicht unkomisch“ von Roth dargestellt. Etwa wenn Zuckerman vom Tod eines Jugendfreundes hört. Dieser war so vital, lebenslustig und gewieft, dass Zuckerman dachte, er würde, wenn überhaupt sterben, dann doch nur vorübergehend, um in der „Sports Illustrated“ einen Bericht darüber zu schreiben.
Eine lohnenswerte Lektüre, trotz der düsteren Themen. Aber wer kann sich diesen Themen schon entziehen, oder wie lange?
Der den Lesern von Roths Werk bekannte Nathan Zuckerman, hält hier seinen Abschied. Der Titel Exit Ghost, ist als Shakespeare-Zitat deutbar, aus Hamlet. Dieser Exit oder Abschied ist nicht nur der von Nathan Zuckerman, der sich im Post-9/11-New-York für gänzlich fehlplaziert hält, sondern auch ein Abschied auf die „ernsthafte Beschäftigung“ mit Literatur. Zuckerman ist, sowie seine ebenfalls vom Krebs gezeichnete Bekannte von einst, Amy Belette, ein Relikt aus einer vergangenen Zeit. Gemeinsam wollen sie eine Skandalbiografie, über den einst von ihm verehrten, wohl nur wenigen bekannten Schriftsteller E.I. Lonoff verhindern. Selbst gezeichnet durch eine Prostata-Operation und deren schwerwiegende Folgen, namentlich Inkontinenz und Impotenz, steigt er noch einmal in den Ring des Daseins. Das Leben holt ihn ein, das Begehren nach einer viel jüngeren Frau, ein Begehren das keine Erhörung finden darf. So hat seine letzte Liebe nichts Körperliches mehr, sie ist den harten Gesetzen der Zeit und des Versagens seines Körpers ausgeliefert. Die endgültige Erkenntnis, das Leben führe ins Nichts, Tod und Vergessen, wird facettenreich und manchmal „nicht unkomisch“ von Roth dargestellt. Etwa wenn Zuckerman vom Tod eines Jugendfreundes hört. Dieser war so vital, lebenslustig und gewieft, dass Zuckerman dachte, er würde, wenn überhaupt sterben, dann doch nur vorübergehend, um in der „Sports Illustrated“ einen Bericht darüber zu schreiben.
Eine lohnenswerte Lektüre, trotz der düsteren Themen. Aber wer kann sich diesen Themen schon entziehen, oder wie lange?

Kundenbewertungen

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Ein Meisterwerk von Philip Roth
von einer Kundin/einem Kunden am 27.10.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Phlip Roth, der amerikanische Erfolgsautor lässt hier seinen Protagoisten und vermutlich Alter Ego zum wahrscheinlich letzten Mal in der Literatur in Erscheinung treten. Philip Roth`Schreibstil gefällt mir immer wunderbar. Er schreibt poetisch und melancholisch und regt immer wieder zum Denken an... "Das Ende ist so unermesslich, es hat seine eigene Poesie.... Phlip Roth, der amerikanische Erfolgsautor lässt hier seinen Protagoisten und vermutlich Alter Ego zum wahrscheinlich letzten Mal in der Literatur in Erscheinung treten. Philip Roth`Schreibstil gefällt mir immer wunderbar. Er schreibt poetisch und melancholisch und regt immer wieder zum Denken an... "Das Ende ist so unermesslich, es hat seine eigene Poesie. Es erfordert praktisch keine Rhetorik. Man muss es einfach nur benennen"...

Das letzte Aufbegehren
von Christian Hennig aus Hermsdorf am 12.09.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Auf einen alten bekannten dürfen sich die Leser des großen jüdisch-amerikanischen Autors Philip Roth in dessen Roman „Exit Ghost“ freuen. Vielleicht zum letzten Mal lässt Roth seinen langjährigen Protagonisten und vermutlich sein Alter Ego, Nathan Zuckeman, auf das literarische Spielfeld treten. Nach langer Abwesenheit kehrt Zuckeman im Jahr 2000 nach... Auf einen alten bekannten dürfen sich die Leser des großen jüdisch-amerikanischen Autors Philip Roth in dessen Roman „Exit Ghost“ freuen. Vielleicht zum letzten Mal lässt Roth seinen langjährigen Protagonisten und vermutlich sein Alter Ego, Nathan Zuckeman, auf das literarische Spielfeld treten. Nach langer Abwesenheit kehrt Zuckeman im Jahr 2000 nach New York zurück. Impotent und als „alternder Mann der seine Schlachten hinter sich hat“, hofft er mittels eines Urologen auf Linderung seiner Inkontinenz. Doch über den eigentlichen Zweck seiner Reise hinaus erzeugen die Begegnungen in der Stadt einen Aufruhr in seinem Leben, der ihn völlig unvorbereitet trifft. Zunächst ändert der Kontakt mit dem jungen Paar Jamie Logan und Billy Davidoff Zuckermans alters- und krankheitsbedingte Routine schlagartig. Denn Jamie entflammt in ihm eine Leidenschaft, die er längst erloschen glaubte. Des Weiteren sorgt Richard Kliman, der in einer Biografie das Geheimnis des fast vergessenen Schriftstellers E.I. Lonoff enthüllen will, für den für Zuckerman so typischen Zorn. „Exit Ghost“ besticht durch Roths literarische und intellektuelle Brillanz, die von seinen Kritikern fast immer mit Arroganz und Zynismus verwechselt wird. In Wahrheit beweist der Pulitzerpreisträger jedoch erneut, das er einer der größten amerikanischen Gegenwartsautoren ist. Seit Jahren gilt er als Anwärter auf den längst überfälligen Literaturnobelpreis. Bleibt zu hoffen dass das schwedische Nobelpreiskomitee nach John Updike nicht auch noch Philip Roth ohne diesen gehen lässt.

New York, New York
von Polar aus Aachen am 04.03.2008

Nathan Zuckermann tritt ab. Solche literarischen Begräbnisse beglücken uns wie im Fall von John Updikes Rabbits Ausscheiden, wenn wir ihrem beschriebenen Leben über die Jahrzehnte gefolgt sind und begierig sind, wie es weitergeht. Autoren fühlen sich nicht selten berufen, ihrem Alter Ego einen würdigen Abschied zu bescheiden, indem sie... Nathan Zuckermann tritt ab. Solche literarischen Begräbnisse beglücken uns wie im Fall von John Updikes Rabbits Ausscheiden, wenn wir ihrem beschriebenen Leben über die Jahrzehnte gefolgt sind und begierig sind, wie es weitergeht. Autoren fühlen sich nicht selten berufen, ihrem Alter Ego einen würdigen Abschied zu bescheiden, indem sie es nicht den Lesern überlassen, deren Verbleib weiterzuspinnen. Was bei John Updike geglückt ist, erscheint bei Philip Roth wie ein letztes Aufbäumen. Roths Held ist mit einmal zum teilnahmslosen Beobachter ergraut, dessen Liebeswallungen angesichts einer Prostataerkrankung im Keim erstickt zu sein scheint. Er ist brav geworden. Wenn man sich zum Vergleich die Dialogpassagen aus Täuschungen ansieht, wo auch Mann und Frau über Seitensprüngen, Sex, Betrug reden, bemerkt man den Zahn der Zeit, der hemmungslos an Nathan Zuckermann genagt hat. Selbst seine Ausfälle Bush gegenüber legt er lieber Jamie, der jungen Frau in den Mund, die Zuckermanns Beispiel folgen und mitsamt Ehemann aus New York fliehen will, um möglichst wenig von den nächsten Jahren mitzubekommen. Wie auf Freigang bewegt sich Zuckermann bei seiner Rückkehr durch eine ihm fremd gewordene Welt. Wenn ihn noch etwas erregen kann, dann die falsche biographische Darstellung eines verstorbenen Schriftstellerkollegen, den schon lange keiner mehr liest. Dass es dabei auch noch zu einem Generationskonflikt zweier Schriftsteller kommt, wäre vor zwanzig Jahren zu einem Drama angeschwollen. Dies alles ist literarisch auf gewohnt hohem Niveau wiedergegeben, doch fehlt der Biss, der unverfälschte Zorn der frühen Jahre, werden Roths Themen einmal mehr aufgegossen, ohne eine neue Seite zu zeigen. Etwas für Roth-Kenner. Nicht gerade für Einsteiger, die könnten danach womöglich seine Meisterwerke verschmähen.