Meine Filiale

Der Sandmann / Das Fräulein von Scuderi

Erzählungen

Fischer Klassik Band 90018

E.T.A. Hoffmann

(22)
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
7,00
7,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

ab 1,60 €

Accordion öffnen

gebundene Ausgabe

ab 3,95 €

Accordion öffnen

eBook

ab 0,46 €

Accordion öffnen

Hörbuch

ab 6,69 €

Accordion öffnen

Hörbuch-Download

ab 5,95 €

Accordion öffnen

Beschreibung

E.T.A. Hoffmanns Erzählung ›Der Sandmann‹ ist einer der ersten Psychothriller der Weltliteratur, der mit alptraumartigen Bildern wie dem vom Sandmann, der den Kindern nachts die Augen ausreißt, eine Brücke zu Filmregisseuren wie Alfred Hitchcock oder David Lynch schlägt. Das gesamte Genre wäre ohne Hoffmanns Erzählungen kaum denkbar, da er als einer der Ersten radikal die Grenze zwischen Einbildung und Wirklichkeit, Normalität und Wahnsinn aufgelöst hat. Nicht zufällig spielt ›Der Sandmann‹ denn auch bereits bei Sigmund Freud eine große Rolle: in dessen berühmtem Essay über ›Das Unheimliche‹.

Mit den Beiträgen zu beiden Werken aus Kindlers Literatur Lexikon.

Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

E.T.A. Hoffmann wurde am 24. Januar 1776 in Königsberg geboren. Von 1808 bis 1813 war Hoffmann Musikdirektor, Kapellmeister, Komponist und Theatermaler in Bamberg, 1813/1814 Kapellmeister in Dresden. Ab 1814 wirkte er als preußischer Beamter in Berlin. Hoffmann starb am 25. Juni 1822 in Berlin. Mit seinen tiefenpsychologisch geprägten Erzählungen hat er der deutschen Romantik Weltgeltung verschafft.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 03.03.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-90018-3
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19/12,6/1,5 cm
Gewicht 155 g
Auflage 2. Auflage

Weitere Bände von Fischer Klassik

Buchhändler-Empfehlungen

Der Klassiker - Schaurig schön

Philipp Röstel, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

"Der Sandmann" ist einer meiner Lieblingsklassiker. Schaurig und hintergründig ist das Kunstmärchen auch heute noch spannend und lesenswert. In dieser Ausgabe von Suhrkamp wird der Originaltext hervorragend durch anschauliche und aufschlussreiche Kommentare ergänzt. Fazit: Ein Klassiker, der nichts von seinem Reiz verloren hat.

Klassiker der Psychothriller

Maren Oberwelland, Thalia-Buchhandlung

Psychothriller – bei diesem Genre denkt man zuerst an Autoren wie Alfred Hitchcock, Dan Brown oder Steven King, weniger an den Romantiker E.T.A. Hoffmann. Dennoch zählt seine Erzählung „Der Sandmann“ zu einer der ersten Veröffentlichungen in dieser Gattung. Erzählt wird die Geschichte des Studenten Nathanael, dessen Kindheitstrauma, die Angst vor dem Sandmann, in Gestalt des Advokaten Coppelius, ihn bis in die Gegenwart verfolgt. Nathanael glaubt in dem Wetterglashändler Coppola die Schreckensgestalt von einst wiederzuerkennen. Dieser verkauft dem jungen Dichter ein Fernrohr, das ihn die Schönheit der, von Professor Spalanzani erschaffenen Puppe Olimpia erkennen lässt. Nathanael verfällt ihr geradezu. Als er jedoch begreift, dass das einzig Lebendige an Olimpia ihre Augen sind, erfasst ihn ein Anfall von Wahnsinn. Clara, seine Verlobte, kann ihn zwar zunächst gesund pflegen, doch als er bei einer Turmbesteigung Coppelius/Coppola entdeckt, packt ihn erneut der Wahnsinn. Hoffmann lässt Fantasie und Wirklichkeit in seiner Erzählung miteinander verschmelzen. Er zeigt, dass man nichts und niemandem trauen kann, nicht einmal dem, was man mit eigenen Augen sieht, nicht einmal sich selbst. Mit dieser Thematik reiht Hoffman sich ein in die Tradition der „Gothic Novel“ oder auch des „Schauerromans“. Charakteristisch für sie ist es, unheimliche Momente zu schaffen, indem sie das Irrationale für die Wirklichkeit ausgeben. So wie es Hoffmann mit dem Sandmann gemacht hat, der in der Nacht kommt, um den Kindern die Augen zu stehlen. Erstmals 1817 in „Nachtstücke“ erschienen, hat der S. Fischer Verlag diese verwirrend schaurige Erzählung nun im Zuge seiner Reihe „Fischer Klassik“ in einem Band mit E.T.A Hoffmans „Das Fräulein von Scuderi“ neu aufgelegt. „Idee des Programms ist es, die wichtigsten Autoren von der Antike bis zur Klassischen Moderne mit ihren bedeutendsten Werken zu umfassen und in schönen, hochwertigen, dabei preislich attraktiven Ausgaben zu präsentieren.“ Trotz dieser neuen Aufbereitung bleibt am Ende die Frage: Kann uns ein Psychothriller aus dem beginnenden 19. Jahrhundert heute noch schocken? Sind wir nicht viel zu abgestumpft durch zerstückelte Leichen, Geister, die ihren Tod rächen und von Rasierklingen zerschnittenen Augäpfeln? – Vielleicht. Doch wenn er uns nicht schockiert, dann verwirrt er uns; heute genauso wie vor knapp 200 Jahren. Die Abgründe der menschlichen Psyche und die Verwischung von Traum und Wirklichkeit sind nach wie vor aktuell. Und möglicherweise ist es das, was einen Klassiker ausmacht: Er büßt auch mehrere Generationen nach seiner Veröffentlichung nichts von seiner Wirkung ein.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
12
5
3
1
1

Tolles Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Florstadt am 11.11.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Schulliteratur. Das Buch ist gut geschrieben. Die Schrift könnte ein Tick größer sein. Der Text ist verständlich. Habe es gerne gelesen!

Super Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Ehingen am 01.07.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Habe das Buch für meinen Sohn gekauft. Er brauchte es für die Schule (Gym. Kl. 7 ). Er fand das Buch sehr spannend und gut.

Etwas antiquiert, aber spannend
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 02.06.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Botschaft des „Fräulein von Scuderi“ ist klar: Das Fräulein von Scuderi als Gegner des Strafverfolgers, Menschlichkeit gegen Grausamkeit, Gut gegen Böse. Die Personen kann man nicht einfach in Schubladen stecken, doch man kann es versuchen: Es gibt den Mörder, welcher aber Mitleid erregt, seinen Gehilfen, welcher aus Liebe d... Die Botschaft des „Fräulein von Scuderi“ ist klar: Das Fräulein von Scuderi als Gegner des Strafverfolgers, Menschlichkeit gegen Grausamkeit, Gut gegen Böse. Die Personen kann man nicht einfach in Schubladen stecken, doch man kann es versuchen: Es gibt den Mörder, welcher aber Mitleid erregt, seinen Gehilfen, welcher aus Liebe den Mörder deckt und des Mordes angeklagt wird, ein Mädchen, dass nie die Wahrheit erfährt und einen Polizisten, der zuerst mitleidlos wirkt, aber dann doch menschliche Züge zeigt. An den altertümlichen Sprachstil gewöhnt man sich allmählich. Dann wird das Buch, das in der Literaturkritik auch als der erste Kriminalroman überhaupt gehandelt wird, zur spannenden Lektüre, das als typischer Vertreter der sogenannten Schauerromantik gut zu unterhalten weiß.


  • Artikelbild-0