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Nebel im August

Die Lebensgeschichte des Ernst Lossa. Nominiert für den Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2009


Wer misst den Wert von Leben?

„Wenn ich ihn nicht euthanasiert hätte, dann wäre er halt in eine andere Anstalt gekommen.“

Dr. Valentin Faltlhauser, der Ernst Lossas Ermordung angeordnet hat, bei der Gerichtsverhandlung.

Deutschland, 1933: Ernst Lossa stammt aus einer Familie von „Jenischen“, Zigeuner, wie man damals sagte. Er gilt als schwieriges Kind, wird von Heim zu Heim geschoben, bis er schließlich – obgleich geistig völlig gesund – in die psychiatrische Anstalt in Kaufbeuren eingewiesen wird. Hier nimmt sein Leben die letzte, schreckliche Wendung: In der Nacht zum 9. August 1944 bekommt er die Todesspritze verabreicht. Ernst Lossa wird mit dem Stempel „asozialer Psychopath“ als unwertes Leben aus dem Weg geräumt.

Der Journalist Robert Domes erzählt aus der Perspektive des Jungen mit beeindruckender Intensität. Er macht die Denkstrukturen des nationalsozialistischen Regimes sichtbar und berichtet von der damit einhergehenden Ideologie der Euthanasie.

• Eine wahre Geschichte

• Gründlich recherchiert, einzigartig berührend erzählt

Portrait
Domes, Robert
Robert Domes, geboren 1961 im bayerischen Ichenhausen, studierte Politik und Kommunikationswissenschaften in München. Er arbeitete jahrelang als Redakteur bei der Allgäuer Zeitung, zuletzt als Leiter der Lokalredaktion in Kaufbeuren, bevor er sich 2002 als Journalist und Autor selbstständig machte. Für das vorliegende Buch, das inzwischen verfilmt wurde, hat er fünf Jahre lang recherchiert.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 349
Altersempfehlung 13 - 99
Erscheinungsdatum 27.02.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-570-30475-4
Verlag Cbt
Maße (L/B/H) 18,5/12,6/2,9 cm
Gewicht 296 g
Verkaufsrang 16.301
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Elke Schröder, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Eine betroffen und wütend machende wahre Geschichte zum Thema "Euthanasie" und "Unwertes Leben" im 3. Reich (Vorlage für den gleichnamigen Film). Für Jugendliche und Erwachsene. Eine betroffen und wütend machende wahre Geschichte zum Thema "Euthanasie" und "Unwertes Leben" im 3. Reich (Vorlage für den gleichnamigen Film). Für Jugendliche und Erwachsene.

Kundenbewertungen

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Sehr ergreifend
von einer Kundin/einem Kunden aus Rostock am 17.02.2019

Ich habe schon den Film gesehen und dann mir erst diese Buch geholt. Ich muss sagen es ist so ergreifend und zugleich auch erschreckend was Menschen anderen an tun können. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Wer sich für Euthanasie interessiert muss dieses Buch einfach lesen.

Lesenswert, jedoch mit einigen erzähltechnischen Makeln...
von Der Medienblogger am 27.12.2016

Da wir in genau dem Zeitraum, in dem ich „Nebel im August“ gelesen habe, den zweiten Weltkrieg und alles, was damit zusammenhängt, im Unterricht behandelt haben, war ich sehr interessiert an diesem Roman. Ich finde dieses geschichtliche Thema nämlich sehr spannend, aber auch erschreckend. Von Randomhouse habe ich freundlicherweise... Da wir in genau dem Zeitraum, in dem ich „Nebel im August“ gelesen habe, den zweiten Weltkrieg und alles, was damit zusammenhängt, im Unterricht behandelt haben, war ich sehr interessiert an diesem Roman. Ich finde dieses geschichtliche Thema nämlich sehr spannend, aber auch erschreckend. Von Randomhouse habe ich freundlicherweise diesen Roman gestellt bekommen, und da dieses Buch neu verfilmt wurde, kannte ich bereits den Trailer und einige Bilder. Man merkt dem Roman an, dass sich der Autor vorher wirklich gründlich informiert hat. Da das Geschehen dadurch sehr konstruiert ist, bleibt dem Autoren nur wenig Platz für eigene Kreativität übrig. „Nebel im August“ konnte mich mit seinem Schreibstil leider nicht fesseln, ich hatte zwar keine Lesepause zwischendrin, denn langweilig wird es nicht, aber man kam nur sehr schleppend voran. Zudem hat mich die gedankliche Fortentwicklung des Protagonisten verwirrt, mit einem zarten Alter von vier Jahren verhält er sich und denkt bereits wie ein Jugendlicher, mit fortschreitendem Alter werden seine Gedankengänge teilweise kindischer und plumper. Und der letzte und größte Kritikpunkt an „Nebel im August“ ist die sehr lückenhafte und vorhersehbare Storyline. Der Autor hat meiner Meinung nach die Importanz auf die falschen Aspekte gelegt. So wirken die Figuren sehr eindimensional, für das letztendliche Schicksal hat der zu wenige Worte übrig, sodass das Ende sehr gehetzt wirkt, aber für meiner Meinung nach unwichtiger und nicht zur Handlung beitragender Gesichtspunkte zu viele. Dazu ist der Spannungsbogen in „Nebel im August“ falsch gesetzt. Ja, wir haben es hier mit einem seriösen und möglichst wahrheitsnahen historischen Roman zu tun, aber der Klappentext hätte noch nicht so viel verraten sollen, denn wenn man diesen kennt, kennt man hier ungelogen den ganzen Roman. Ich möchte hier aber nicht nur negative Aspekte anführen, denn es gibt auch einige Dinge, die mir hier gut gefallen haben. Fachbegriffe, die dem Allgemeinvolk vielleicht nicht so präsent sind, sind im Glossar aufgeführt und in den Kapiteln mit einem Sternchen gekennzeichnet. Zudem möchte ich hier ein großes Lob für den Autor aussprechen, wie gut er hier recherchiert haben muss (fünf Jahre lange Arbeit, so heißt es). Denn das Ergebnis ist tatsächlich ein solider Roman, der gut über die Hitler-Zeit informiert und die Schrecklichkeit und Grausamkeit des Zweiten Weltkriegs. In erzählerischer Hinsicht macht er jedoch einige Fehler.   Fazit: „Nebel im August“ ist ein lesenswerter historischer Roman, der bei den vielen Büchern zu diesem Thema wahrscheinlich nicht heraussticht.

Ergreifend!
von einer Kundin/einem Kunden am 28.10.2016

Die wahre Geschichte des jenischen Jungen Ernst Lossa, der mit knapp fünfzehn Jahren den Nationalsozialisten zum Opfer fiel. Packend, bewegend und gründlich recherchiert!