Nebel im August

Die Lebensgeschichte des Ernst Lossa

Robert Domes

(6)
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Beschreibung


Wer misst den Wert von Leben?

„Wenn ich ihn nicht euthanasiert hätte, dann wäre er halt in eine andere Anstalt gekommen.“

Dr. Valentin Faltlhauser, der Ernst Lossas Ermordung angeordnet hat, bei der Gerichtsverhandlung.

Deutschland, 1933: Ernst Lossa stammt aus einer Familie von „Jenischen“, Zigeuner, wie man damals sagte. Er gilt als schwieriges Kind, wird von Heim zu Heim geschoben, bis er schließlich – obgleich geistig völlig gesund – in die psychiatrische Anstalt in Kaufbeuren eingewiesen wird. Hier nimmt sein Leben die letzte, schreckliche Wendung: In der Nacht zum 9. August 1944 bekommt er die Todesspritze verabreicht. Ernst Lossa wird mit dem Stempel „asozialer Psychopath“ als unwertes Leben aus dem Weg geräumt.

Der Journalist Robert Domes erzählt aus der Perspektive des Jungen mit beeindruckender Intensität. Er macht die Denkstrukturen des nationalsozialistischen Regimes sichtbar und berichtet von der damit einhergehenden Ideologie der Euthanasie.

• Eine wahre Geschichte

• Gründlich recherchiert, einzigartig berührend erzählt

"Domes' Buch schildert geradlinig und oft berührend Ernst Lossas Leiden, aber auch die Freuden und Eskapaden im kurzen Leben des Jungen."

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 349
Altersempfehlung 13 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 27.02.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-570-30475-4
Verlag Cbt
Maße (L/B/H) 18,5/12,6/2,9 cm
Gewicht 302 g
Verkaufsrang 17689

Buchhändler-Empfehlungen

Elke Schröder, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Eine betroffen und wütend machende wahre Geschichte zum Thema "Euthanasie" und "Unwertes Leben" im 3. Reich (Vorlage für den gleichnamigen Film). Für Jugendliche und Erwachsene.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Berührend und manchmal nur schwer auszuhalten
von einer Kundin/einem Kunden aus Lauffen am 28.11.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Worum geht es in dem Buch? Der Journalist und Autor Robert Domes (Jahrgang 1961) hat sich mit Krankenakten befasst, die ihm aus dem Bezirkskrankenhaus in Kaufbeuren zugänglich gemacht wurden. Er stieß dort auf unglaubliche Ereignisse, die während des Zweiten Weltkriegs in dieser Klinik passierten. Menschen wurden dort schikanie... Worum geht es in dem Buch? Der Journalist und Autor Robert Domes (Jahrgang 1961) hat sich mit Krankenakten befasst, die ihm aus dem Bezirkskrankenhaus in Kaufbeuren zugänglich gemacht wurden. Er stieß dort auf unglaubliche Ereignisse, die während des Zweiten Weltkriegs in dieser Klinik passierten. Menschen wurden dort schikaniert, gequält und umgebracht. Ein Schicksal hat es dem Autor besonders angetan – das Schicksal von Ernst Lossa. Mit vier Jahren kam Ernst in ein Heim. Er hatte seine Mutter verloren und der Vater konnte für ihn und seine zwei Schwestern nicht sorgen. Ernst Lossa war ein aufgeweckter Junge, der von anderen Kindern und auch Lehrern oft wegen seiner Herkunft gemobbt wurde. Er stammte aus einer Familie der Jenischen – das ist ein fahrendes Volk. Viele bezeichneten ihn als „Zigeuner“, was ihn kränkte. Als er sich gegen die Schikanen, die ihm andere Kinder und Erwachsene „angedeihen“ ließen, wehrte und, wenn er Gegenstände stahl, wurde er als „unerziehbar“ eingestuft. So wurde er von einem Heim in das nächste abgeschoben, bis er schließlich in einer Anstalt in Kaufbeuren-Irsee landete, in der schwerbehinderte Menschen lebten. Er versuchte, sich dort nützlich zu machen, er freundete sich mit einigen Bediensteten an. Dabei träumte er immer wieder, dass sein Vater ihn herausholt und mit ihm eines Tages nach Amerika reisen zu können… Meine Meinung zu diesem Buch: Das Buch hat mich gepackt und erschüttert. Robert Domes hat es nicht nur geschafft, Ernst Lossa eine Geschichte zu geben – er hat es auch geschafft, diesem Jungen eine Seele zu geben. Manche Passagen in diesem Buch waren für mich schwer zu ertragen. Oft dachte ich beim Lesen: „Schwer erziehbar war dieser Ernst doch nicht. Er war ein cleveres Bürschchen, der Dinge stahl.“ Aber er war nicht gewalttätig und er tat niemandem ein Leid an. Die Lektüre erschüttert, sie berührt, sie macht fassungslos. Auch wenn vieles nur schwer zu ertragen ist, empfehle ich das Buch unbedingt weiter. Es ist ein wichtiges Buch. Es behandelt einen Teil dunkler, deutscher Geschichte, den man nicht vergessen sollte. Von mir gibt es fünf Sterne für „Nebel im August“.

Sehr ergreifend
von einer Kundin/einem Kunden aus Rostock am 17.02.2019

Ich habe schon den Film gesehen und dann mir erst diese Buch geholt. Ich muss sagen es ist so ergreifend und zugleich auch erschreckend was Menschen anderen an tun können. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Wer sich für Euthanasie interessiert muss dieses Buch einfach lesen.

Lesenswert, jedoch mit einigen erzähltechnischen Makeln...
von Der Medienblogger am 27.12.2016

Da wir in genau dem Zeitraum, in dem ich „Nebel im August“ gelesen habe, den zweiten Weltkrieg und alles, was damit zusammenhängt, im Unterricht behandelt haben, war ich sehr interessiert an diesem Roman. Ich finde dieses geschichtliche Thema nämlich sehr spannend, aber auch erschreckend. Von Randomhouse habe ich freundlicherwei... Da wir in genau dem Zeitraum, in dem ich „Nebel im August“ gelesen habe, den zweiten Weltkrieg und alles, was damit zusammenhängt, im Unterricht behandelt haben, war ich sehr interessiert an diesem Roman. Ich finde dieses geschichtliche Thema nämlich sehr spannend, aber auch erschreckend. Von Randomhouse habe ich freundlicherweise diesen Roman gestellt bekommen, und da dieses Buch neu verfilmt wurde, kannte ich bereits den Trailer und einige Bilder. Man merkt dem Roman an, dass sich der Autor vorher wirklich gründlich informiert hat. Da das Geschehen dadurch sehr konstruiert ist, bleibt dem Autoren nur wenig Platz für eigene Kreativität übrig. „Nebel im August“ konnte mich mit seinem Schreibstil leider nicht fesseln, ich hatte zwar keine Lesepause zwischendrin, denn langweilig wird es nicht, aber man kam nur sehr schleppend voran. Zudem hat mich die gedankliche Fortentwicklung des Protagonisten verwirrt, mit einem zarten Alter von vier Jahren verhält er sich und denkt bereits wie ein Jugendlicher, mit fortschreitendem Alter werden seine Gedankengänge teilweise kindischer und plumper. Und der letzte und größte Kritikpunkt an „Nebel im August“ ist die sehr lückenhafte und vorhersehbare Storyline. Der Autor hat meiner Meinung nach die Importanz auf die falschen Aspekte gelegt. So wirken die Figuren sehr eindimensional, für das letztendliche Schicksal hat der zu wenige Worte übrig, sodass das Ende sehr gehetzt wirkt, aber für meiner Meinung nach unwichtiger und nicht zur Handlung beitragender Gesichtspunkte zu viele. Dazu ist der Spannungsbogen in „Nebel im August“ falsch gesetzt. Ja, wir haben es hier mit einem seriösen und möglichst wahrheitsnahen historischen Roman zu tun, aber der Klappentext hätte noch nicht so viel verraten sollen, denn wenn man diesen kennt, kennt man hier ungelogen den ganzen Roman. Ich möchte hier aber nicht nur negative Aspekte anführen, denn es gibt auch einige Dinge, die mir hier gut gefallen haben. Fachbegriffe, die dem Allgemeinvolk vielleicht nicht so präsent sind, sind im Glossar aufgeführt und in den Kapiteln mit einem Sternchen gekennzeichnet. Zudem möchte ich hier ein großes Lob für den Autor aussprechen, wie gut er hier recherchiert haben muss (fünf Jahre lange Arbeit, so heißt es). Denn das Ergebnis ist tatsächlich ein solider Roman, der gut über die Hitler-Zeit informiert und die Schrecklichkeit und Grausamkeit des Zweiten Weltkriegs. In erzählerischer Hinsicht macht er jedoch einige Fehler.   Fazit: „Nebel im August“ ist ein lesenswerter historischer Roman, der bei den vielen Büchern zu diesem Thema wahrscheinlich nicht heraussticht.


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