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Die Bücherdiebin

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2009

Markus Zusak

(180)
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Beschreibung


"Die Bücherdiebin" ist ein modernern Klassiker und Weltbestseller und wurde 2014 erfolgreich verfilmt.

Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet. Dann Äpfel, Kartoffeln und Zwiebeln. Das Herz von Rudi. Die Herzen von Hans und Rosa Hubermann. Das Herz von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz.

Eine unvergessliche Geschichte vom dunkelsten und doch brillantesten aller Erzähler: dem Tod. Tragisch und witzige, zugleich wütend und zutiefst lebensbejahend – ein Meisterwerk.

"Ein großes Buch." Deutschlandfunk / Ute Wegmann

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 587
Altersempfehlung 12 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 27.02.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-570-13274-6
Verlag Cbt
Maße (L/B/H) 23,3/16,1/5 cm
Gewicht 933 g
Originaltitel The Book Thief
Übersetzer Alexandra Ernst
Verkaufsrang 15153

Buchhändler-Empfehlungen

Celine Harting, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Die Bücherdiebin ist ein sehr berührender Roman, welcher mit zwischendruch auch zum weinen gebracht hat. Man braucht aber schon etwas starke Nerven beim Lesen, es ist nicht für jederman etwas. Jedoch wachsen die Charaktere einen schnell ans Herz und man fühlt mit ihnen.

Zeitlos lesenswert!

Judith-Lea Mönch, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

Wenn ich einen sechsten Stern vergeben könnte, so würde er für mich an Zusaks "Die Bücherdiebin" gehen. In diesem Meisterwerk der Weltliteratur begleiten wir das junge Mädchen Liesel Meminger auf ihrem Lebensweg im nationalsozialistischen Deutschland. Das Besondere an Zusaks Roman ist, dass die Geschehnisse aus der Perspektive des Todes erzählt werden. An mehreren Stationen ihres Lebens kommt Liesel in Berührung mit dem Tod und mit jeder weiteren Begegnung gewinnt dieser sie ein Stückchen mehr lieb. Diese außergewöhnliche Erzählperspektive macht Liesels Geschichte zu einem überaus einzigartigen Leseerlebnis und hebt Zusaks literarisches Talent unbestritten hervor. Obwohl der Tod allwissend und zeitlos ist, kommt der Roman fast gänzlich ohne harte Fakten aus und überzeugt auf diese Weise sehr viel mehr durch seine ergreifende Emotionalität, die liebevolle Charaktergestaltung und eine dennoch nicht geschönte Realitätsbeschreibung. Für mich gehört dieser Roman ohne Zweifel zum Kanon der Bücher, die jeder mindestens 1x im Leben gelesen haben muss.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
180 Bewertungen
Übersicht
156
21
3
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 01.02.2020
Bewertet: anderes Format

Wenn der Tod die Geschichte eines jungen Mädchens in der Zeit von Hitler erzählt: Und zwar nicht wie vom Tod erwartet düster sondern tragisch, lustig und sprachlich sehr überraschend. Ein Buch bei dem man lacht, weint und das einem noch lange in Erinnerung bleibt. SEHR lesenswert

Die Bücherdiebin hat mein Herz gestohlen
von einer Kundin/einem Kunden am 28.09.2019

Einer der ersten Romane die ich als Jugendliche gelesen habe. Seitdem hat mich "Die Bücherdiebin" nicht mehr losgelassen. Der Tod als Erzähler ist einzigartig und die Geschichte so schön, dass ich ich nicht anders kann, als diesen Roman von Zeit zu Zeit aus dem Regal zu holen und abermals zu lesen. Markus Zusak weiß, den Leser z... Einer der ersten Romane die ich als Jugendliche gelesen habe. Seitdem hat mich "Die Bücherdiebin" nicht mehr losgelassen. Der Tod als Erzähler ist einzigartig und die Geschichte so schön, dass ich ich nicht anders kann, als diesen Roman von Zeit zu Zeit aus dem Regal zu holen und abermals zu lesen. Markus Zusak weiß, den Leser zu verzaubern.

Eine sehr berührende Geschichte
von margaret k. am 24.08.2019

In dem Buch geht es um Liesel, die während des zweiten Weltkrieges zu einer Pflegefamilie kommt. Das einzige, das sie an ihre echte Familie erinnert, ist ein Buch, welches sie geklaut hat. Doch sie kann es noch nicht lesen, da es ihr schwer fällt. Doch nach und nach wächst ihre Liebe zu Büchern und damit auch die Beziehungen zu ... In dem Buch geht es um Liesel, die während des zweiten Weltkrieges zu einer Pflegefamilie kommt. Das einzige, das sie an ihre echte Familie erinnert, ist ein Buch, welches sie geklaut hat. Doch sie kann es noch nicht lesen, da es ihr schwer fällt. Doch nach und nach wächst ihre Liebe zu Büchern und damit auch die Beziehungen zu ihren Eltern, zu ihrem besten Freund Rudi und noch vielen anderen Menschen. Die Geschichte wird aus der Sicht des Todes erzählt, was erst einmal sehr ungewöhnlich klingt aber sehr poetisch und schön wirkt. Allgemein habe ich mich in diesen Schreibstil verliebt. Es gibt selten Autoren, die Dinge so locker erzählen und dabei die einfachsten Sachen lebendig werden lassen. Dadurch fühlt man manche Momente richtig mit beim lesen, weil sie so außergewöhnlich schön beschrieben werden. Und auch die Personen konnten mich richtig überzeugen. Man lernt sie langsam kennen und dabei erfährt man immer mehr über sie. Nicht nur über ihr Leben, sondern auch wie sie denken, was ihnen wichtig ist und wie sie fühlen. Jeder wird auf seine Art unf Weise beschrieben, sodass man wirklich das Gefühl bekommt den Menschen dahinter kennenzulernen. Ich habe so gut wie jeden Charakter nach ein paar Seiten ins Herz geschlossen. Sie wirken so lebendig und liebevoll durchdacht. Und besonders die wachsenden Beziehungen untereinander waren so herzerwärmend und berührend. Dadurch konnte ich sowohl die lustigen, als auch die traurigen Momente hautnah mitfühlen, als ob ich mit dabei wäre. Allgemein kann man sich die Handlung wie einen Film vorstellen beim Lesen, auch wenn manchmal etwas dazwischengeschoben oder vorweggenommen wird, aber genau das sorgt für Spannung. Die fast 600 Seiten sind nur so an mir vorbeigerast, weil ich garnicht genug davon bekommen konnte und ich hätte das Buch sogar noch länger lesen können. Bei all dem lernt man viel über den Alltag im zweiten Weltkrieg kennen. Wie alles immer schlimmer wurde und wie die Leute versucht haben das beste aus allem zu machen, mit der ständign Angst vor dem Krieg und den Nazis im Nacken. Es wird alles sehr autentisch und realistisch geschildert, sodass man ein wirklich gutes Bild von allem bekommt. Letztendlich kann ich dieses Buch jedem nur ans Herz legen. Es ist wirklich berührend und wundervoll geschrieben. Und dabei genauso kreativ wie herzerwärmend und traurig. Für mich gehört es zu einem der besten Geschichten über den zweiten Weltkrieg.


  • Artikelbild-0
  • Tod und Schokolade

    Zuerst die Farben. Dann die Menschen. So sehe ich die Welt normalerweise. Ich versuche es zumindest.

    Eine kurze Bemerkung am Rande
    Ihr werdet sterben.

    Ich bin nach Kr en bem ht, dieser ganzen Angelegenheit eine fr hliche Seite zu verleihen, aber die meisten Menschen haben einen tief sitzenden Widerwillen, der es ihnen unm glich macht, mir zu glauben, so sehr ich auch versuche, sie davon zu berzeugen. Bitte glaubt mir: Ich kann wirklich fr hlich sein. Ich kann angenehm sein. Am sant. Achtsam. And tig. Und das sind nur die Eigenschaften mit dem Buchstaben A . Nur bitte verlangt nicht von mir, nett zu sein. Nett zu sein ist mir v llig fremd.

    Reaktionen auf die oben genannte Tatsache

    Mache ich euch Angst? Ich bitte euch inst ig - keine Sorge. Man kann mir alles nachsagen, nur nicht, dass ich ungerecht bin.

    Was fehlt?
    Nat rlich - eine Bekanntmachung. Ein Beginn.
    Wo ist nur mein gutes Benehmen geblieben?
    Ich k nnte mich ganz f rmlich vorstellen, aber das ist gar nicht n tig. Ihr werdet mich schon bald recht gut kennen; wie bald - das h t von einer Reihe von Umst en ab. Nur so viel sei gesagt: Irgendwann einmal werde ich ber euch allen stehen, so freundlich, wie es mir m glich ist. Eure Seelen werden in meinen Armen liegen. Auf meiner Schulter wird eine Farbe ruhen. Sanft werde ich euch davontragen.
    Ihr werdet vor mir liegen. (Es passiert nur selten, dass ich Menschen stehend antreffe.) Ihr werdet in der Kruste eurer eigenen K rper gefangen sein. Vielleicht gibt es ein Erkennen; ein Schrei tr pfelt zu Boden. Die einzigen Ger che, die ich danach h ren werde, sind mein eigener Atem und der Klang des Geruchs, meine eigenen Schritte.
    Die Frage ist, welche Farbe die Welt angenommen haben wird, wenn ich euch holen komme. Was wird der Himmel uns erz en?
    Ich pers nlich mag einen schokoladenfarbenen Himmel. Dunkle Bitterschokolade. Die Leute behaupten, das passt zu mir. Ich versuche trotzdem, mich an jeder Farbe zu erfreuen, die ich sehe, an dem ganzen Spektrum. Etwa eine Milliarde Schattierungen, keine wie die andere, und ein Himmel, der sie langsam in sich aufsaugt. Das nimmt dem Stress die Sch e. Und es hilft mir, mich zu entspannen.

    Eine kurze Zwischenbemerkung

    Die Menschen beachten die Farben eines Tages lediglich an seinem Anfang und an seinem Ende. Dabei wandert ein Tag durch eine Vielzahl von Farbt nen und Schattierungen, und zwar in jedem Augenblick. Eine einzige Stunde kann aus Tausenden von unterschiedlichen Farben bestehen. Wachsgelb, regenbespr htes Blau. Schlammige Dunkelheit. In meinem Gesch habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, darauf zu achten.

    Wie schon angedeutet, ist Ablenkung meine einzige Rettung. Sie allein hilft mir, bei Verstand zu bleiben. Sie hilft mir, mit meiner Arbeit klarzukommen, was nicht so einfach ist, wenn man bedenkt, wie lange ich diese T gkeit schon aus be. Das Problem ist: Wer k nnte mich ersetzen? Wer k nnte f r mich einspringen, w end ich in einem Vier-Sterne-Hotel irgendwo am Meer Urlaub mache oder in den Bergen Ski fahre? Die Antwort ist: Niemand. Genau dieser Umstand hat mich dazu veranlasst, die Ablenkung zu meiner Erholung zu machen, mich damit zu zerstreuen. Also mache ich Urlaub in Farben, in Schattierungen.
    Dennoch fragt ihr euch m glicherweise, warum ich berhaupt Urlaub brauche. Ihr wollt wissen, wovon ich mich ablenken muss?
    Was mich zum n sten Punkt bringt.
    Es sind die brig gebliebenen Menschen.
    Die erlebenden.
    Sie sind es, deren Anblick ich nicht ertrage, und in meinem Bem hen, sie nicht anzusehen, versage ich h ig. Ich konzentriere mich absichtlich auf die Farben, um die erlebenden aus meinen Gedanken zu verbannen, aber hin und wieder werde ich Zeuge, wie die Zur ckbleibenden zwischen den Puzzlest cken der Erkenntnis, erraschung und Verzweiflung zusammenbrechen. Sie haben zerstochene Herzen. Sie haben