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  • Tanz auf Europas Pulverfass

Tanz auf Europas Pulverfass

Roman über Bosnien

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Inhalt und Details

Vildana und Amar wachsen in einer Stadt auf, die in der Zeit ihrer Jugend viele kosmopolitische Merkmale aufweist. In ihrem Zentrum befinden sich die Čaršija – das Altstadtzentrum aus der Zeit der türkischen Besatzung, drei Gotteshäuser – eine katholische und eine orthodoxe Kirche sowie eine Moschee. Besim und Edina, die Eltern dieses motivierten Geschwisterpaars, pflegen zwar einige Bräuche, die von ihren islamischen Wurzeln herrühren, aber sie leben und erziehen ihre Kinder im Sinne der sozialistischen Multikulturalität. In ihrem Haus heißen sie Menschen aus vielen Nationalitäten willkommen, so auch die frommen Kommilitonen ihres Sohnes, Rashida und Isa Daraj aus Palästina, mit denen Amar Medizin in Sarajevo studiert.
Es hat den Anschein, als lebten sie in einer heilen Welt, wo jeder seine Träume und seine Begabungen verwirklichen kann. Vildana ist eine leidenschaftliche Tänzerin und tritt, zusammen mit ihren Freundinnen, in Tanz-Performances auf den Stadtbühnen auf. Trotz ihres zeitraubenden Hobbys gelingt es ihr, ihre berufliche Ambition zu verwirklichen und eine Zukunft als Modemacherin und Unternehmerin aufzubauen. Ihr Bruder Amar schafft den Sprung zum angesehenen Chirurgen im lokalen Krankenhaus.
Doch diese heile Welt bröselt allmählich und entpuppt sich nach und nach als große Illusion. In der Gesellschaft entsteht eine Propagandamaschinerie, die durch das Schüren des Hasses zwischen den Nationalitäten langsam aber sicher alle Ideale des Zusammenlebens zerstört und die kosmopolitischen Merkmale, sowohl in ihrer Stadt als auch im ganzen Land, zunichtemacht. Safeta Obhodjas ist 1951 in einer bosnisch-muslimischen Familie in Pale, nahe Sarajevo, geboren. Hier publiziert sie ihre ersten Hörspiele, Erzählungen, Novellen. Sie schildert moderne Frauen Bosniens in ihrer Zerrissenheit zwischen Moderne und der Tradition einer patriarchalischen Gesellschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg glauben die dort lebenden Völker, ihren demokratischen Weg im Sozialismus zu finden. Die Autorin ist Zeitzeugin der Diskrepanz zwischen Ideologie und Realität. Ihre slawische Herkunft und ihre muslimischen Wurzeln bringen sie in ein doppeltes Dilemma der Zugehörigkeit. Ende 1992 flieht sie aus ihrer Heimat, um der von serbischen Politikern gesteuerten "ethnischen Säuberung" zu entgehen. Seither lebt sie in Wuppertal, wo sie mittlerweile selbst auf Deutsch schreibt.
  • Einband

    Taschenbuch

  • Seitenzahl

    420

  • Altersempfehlung

    18 - 99 Jahr(e)

  • Erscheinungsdatum

    11.06.2021

  • Sprache

    Deutsch

Beschreibung & Medien

Vildana und Amar wachsen in einer Stadt auf, die in der Zeit ihrer Jugend viele kosmopolitische Merkmale aufweist. In ihrem Zentrum befinden sich die Čaršija – das Altstadtzentrum aus der Zeit der türkischen Besatzung, drei Gotteshäuser – eine katholische und eine orthodoxe Kirche sowie eine Moschee. Besim und Edina, die Eltern dieses motivierten Geschwisterpaars, pflegen zwar einige Bräuche, die von ihren islamischen Wurzeln herrühren, aber sie leben und erziehen ihre Kinder im Sinne der sozialistischen Multikulturalität. In ihrem Haus heißen sie Menschen aus vielen Nationalitäten willkommen, so auch die frommen Kommilitonen ihres Sohnes, Rashida und Isa Daraj aus Palästina, mit denen Amar Medizin in Sarajevo studiert.
Es hat den Anschein, als lebten sie in einer heilen Welt, wo jeder seine Träume und seine Begabungen verwirklichen kann. Vildana ist eine leidenschaftliche Tänzerin und tritt, zusammen mit ihren Freundinnen, in Tanz-Performances auf den Stadtbühnen auf. Trotz ihres zeitraubenden Hobbys gelingt es ihr, ihre berufliche Ambition zu verwirklichen und eine Zukunft als Modemacherin und Unternehmerin aufzubauen. Ihr Bruder Amar schafft den Sprung zum angesehenen Chirurgen im lokalen Krankenhaus.
Doch diese heile Welt bröselt allmählich und entpuppt sich nach und nach als große Illusion. In der Gesellschaft entsteht eine Propagandamaschinerie, die durch das Schüren des Hasses zwischen den Nationalitäten langsam aber sicher alle Ideale des Zusammenlebens zerstört und die kosmopolitischen Merkmale, sowohl in ihrer Stadt als auch im ganzen Land, zunichtemacht. Safeta Obhodjas ist 1951 in einer bosnisch-muslimischen Familie in Pale, nahe Sarajevo, geboren. Hier publiziert sie ihre ersten Hörspiele, Erzählungen, Novellen. Sie schildert moderne Frauen Bosniens in ihrer Zerrissenheit zwischen Moderne und der Tradition einer patriarchalischen Gesellschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg glauben die dort lebenden Völker, ihren demokratischen Weg im Sozialismus zu finden. Die Autorin ist Zeitzeugin der Diskrepanz zwischen Ideologie und Realität. Ihre slawische Herkunft und ihre muslimischen Wurzeln bringen sie in ein doppeltes Dilemma der Zugehörigkeit. Ende 1992 flieht sie aus ihrer Heimat, um der von serbischen Politikern gesteuerten "ethnischen Säuberung" zu entgehen. Seither lebt sie in Wuppertal, wo sie mittlerweile selbst auf Deutsch schreibt.

Artikeldetails

  • Einband

    Taschenbuch

  • Seitenzahl

    420

  • Altersempfehlung

    18 - 99 Jahr(e)

  • Erscheinungsdatum

    11.06.2021

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-7541-3163-3

  • Verlag Epubli
  • Maße (L/B/H)

    21/14,8/2,4 cm

  • Gewicht

    636 g

  • Auflage

    1

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