Mut. Machen. Liebe

Hansjörg Nessensohn

(23)
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Beschreibung

Wie viel Mut braucht es zu fühlen? Wie viel Kraft, um zu bewahren? Und wie viel Liebe, um zu verzeihen?
Paul will beim Wandern durch die italienische Pampa einiges vergessen - vor allem Jonas, seinen ehemals besten Freund. Jonas, der ihn heimlich durch ein Video geoutet hat. Wenigstens lenkt ihn seine 80-jährige Begleiterin mit einer Geschichte ab ... 
Sommer 1957: Helmut und Enzo lernen sich kennen - und lieben. Einen Sommer kämpft Helmut, der eigentlich verlobt ist, mit diesen schrecklich-schönen Gefühlen. Dann endet alles mit einer Katastrophe: Verhaftungen nach dem
175 und einem Fehler, den Helmut sich nicht verzeihen kann ...
 
Zwei Sommer,vier Leben, ein Herzschlag! Erlebe eine Geschichte über Liebe, die dich packt und nicht mehr loslässt!

Produktdetails

Format ePUB 3 i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 352 (Printausgabe)
Altersempfehlung ab 14 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 19.07.2021
Sprache Deutsch
EAN 9783764192907
Verlag Ueberreuter Verlag
Dateigröße 2373 KB
Verkaufsrang 12734

Kundenbewertungen

Durchschnitt
23 Bewertungen
Übersicht
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Unbedingt lesen!
von einer Kundin/einem Kunden aus Schenefeld am 31.07.2021
Bewertet: gebundene Ausgabe

Bevor ich näher auf das Buch eingehe, muss ich unbedingt eine große Leseempfehlung aussprechen und es euch wärmstens ans Herz legen. Hansjörg Nessensohn ist es mit seinem Roman hervorragend gelungen, Lebensfreude und Leichtigkeit mit großen Gefühlen und zentralen Themen wie Selbstakzeptanz, Lebenslügen, Selbstfindung und Homopho... Bevor ich näher auf das Buch eingehe, muss ich unbedingt eine große Leseempfehlung aussprechen und es euch wärmstens ans Herz legen. Hansjörg Nessensohn ist es mit seinem Roman hervorragend gelungen, Lebensfreude und Leichtigkeit mit großen Gefühlen und zentralen Themen wie Selbstakzeptanz, Lebenslügen, Selbstfindung und Homophobie zu verbinden. Dabei verwebt er geschickt zwei Zeitebenen miteinander und macht damit deutlich, was sich in der LGBTQ-Bewegung seit den 1950er-Jahren schon alles zum Positiven geändert hat, aber auch, dass es heute wichtiger denn je ist, weiterhin für die Rechte, Freiheiten und Gleichstellung jedes Einzelnen zu kämpfen. Mit viel Authentizität und Einfühlungsvermögen gelingt es Nessensohn, eine besondere Dynamik zwischen dem 19-Jährigen Paul und der über 80 Jahre alten Liz zu schaffen – voller Witz, Schlagabtausch, Tiefe und Gefühl. Ihr Zusammenspiel miteinander ist mindestens ebenso fesselnd und mitreißend wie die Rückblicke in die 50er-Jahre. Diese sind zutiefst bewegend und tiefgreifend, machten mich fassungslos und zeigen einmal mehr, auf welch dünnem Eis manche Rechte und Freiheiten heute noch stehen. Denn schließlich Stand der § 175, der sexuelle Handlungen zwischen Männern verbot, noch bis 1994 im Strafgesetzbuch. Ein Buch, das zutiefst bewegt und nachdenklich macht und aktueller ist denn je. Ein Plädoyer für die Liebe und die Freiheit!

Vom Lieben und lieben lassen
von einer Kundin/einem Kunden aus Crimmitschau am 28.07.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Aktueller denn je kommt dieses Buch mit seinen Regenbogenfarben auf dem Cover daher und hüllt den Leser ein in eine Geschichte rund um Toleranz, LGBTQ-Bewegung und Neuanfänge. Paul trifft während einer Wanderreise zur Selbstfindung in Italien auf die junggebliebene Seniorin Liz. Trotz anfänglicher Skepsis entwickelt sich zwisch... Aktueller denn je kommt dieses Buch mit seinen Regenbogenfarben auf dem Cover daher und hüllt den Leser ein in eine Geschichte rund um Toleranz, LGBTQ-Bewegung und Neuanfänge. Paul trifft während einer Wanderreise zur Selbstfindung in Italien auf die junggebliebene Seniorin Liz. Trotz anfänglicher Skepsis entwickelt sich zwischen den beiden eine Freundschaft, welche dadurch gestützt wird, dass Liz eine wunderbare Geschichtenerzählerin ist. In ihrer Erzählung geht es um die Liebesbeziehung zwischen Helmut und Enzo in den 1950er Jahren, welche noch durch weitaus weniger Toleranz geprägt ist, als das heute der Fall wäre. Paul hängt vor allem deshalb an Liz' Lippen, da auch er auf Männer steht, jedoch unfreiwillig geoutet wurde. Als Leser schließt man alle Charaktere schnell ins Herz. Besonders Liz, die mit ihrem Witz und Charme, gepaart mit Stärke und Mut durch die Geschichte führt, ist auf Anhieb sympathisch. Der Schreibstil ist angenehm unterhaltsam, mit vielen Emotionen verknüpft und wird aufgelockert durch in Chatform geschriebene Social Media Nachrichten. Auch der Einwurf von italienischen Sätzen schafft Abwechslung. Durch überraschende Wendungen wird immer wieder Spannung aufgebaut sodass man selbst mitfiebert und auf ein gutes Ende hofft. Natürlich steckt auch ein bisschen Klischee und Vorhersehbarkeit in diesem Roman aber im großen und ganzen ist es eine runde Sache und die Geschichte wirkt in sich schlüssig. Gern hätte ich etwas mehr über Pauls Geschichte erfahren, aber vielleicht erscheint irgendwann eine Fortsetzung des Buches. Empfehlen würde ich dieses Buch all jenen, die eine unterhaltsame Sommergeschichte lesen möchten und eine locker leichte Ablenkung vom Alltag gebrauchen können.

So schön und so traurig zugleich - Eine Wanderung die was bewegt
von Andersleser am 27.07.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Unglaublich schön. Unglaublich traurig. Das Buch macht etwas mit einem, da bin ich mir sicher. Es ist mehr als die Geschichten der Menschen in dem Buch. Es geht um mehr als um diese vier Leben. Denn auch wenn es zwei Handlungsstränge sind, der im Jetzt und der 1957, es geht einfach um mehr. Um mehr Menschen und um viel mehr Gef... Unglaublich schön. Unglaublich traurig. Das Buch macht etwas mit einem, da bin ich mir sicher. Es ist mehr als die Geschichten der Menschen in dem Buch. Es geht um mehr als um diese vier Leben. Denn auch wenn es zwei Handlungsstränge sind, der im Jetzt und der 1957, es geht einfach um mehr. Um mehr Menschen und um viel mehr Gefühle. Und um einen langen Weg, der nicht unbedingt immer ein Ziel hat, der oft für sich schon Ziel genug ist und manchmal einfach gegangen werden muss. Einen Weg, der nicht immer stur gerade aus geht, den man erst für sich entdecken muss. Vielleicht klingt das alles nun komisch oder konfus, aber ich kann nicht anders ausdrücken was ich dazu denke oder fühle. Natürlich könnte ich ganz viel über diese Schande des Paragraphen 175 sagen, mich aufregen, wütend sein und alles verfluchen, obwohl ich bis vor nicht so langer Zeit nichtmal wusste, dass es diesen Paragraphen eigentlich gab. Dass dieser erst so spät endgültig abgeschafft wurde. Aber so wichtig es auch ist, dass das Thema angesprochen wird, dass die Leute wissen was war - so viel mehr bietet diese Geschichte zugleich. Auf der einen Seite erlebt man mit Paul seinen Weg auf der Suche nach sich selbst, man erlebt eine ungewöhnliche Freundschaft und Begegnungen, die das Leben nachhaltig berühren und verändern. Auf der anderen bekommt man immer wieder diesen Blick in die Vergangenheit. Auf glückliche und schöne Momente, aber auch auf ganz viel Trauer, Angst, Mut und Hass. Es ist einfach so viel was in diesem Buch rüber kommt, dass es mich gefühlt überlaufen lässt. Dass es mich auf eine Art einfach sprachlos macht. Nur ohne mich zu überfordern. Geballte Emotionen und gleichzeitig eine so schön eingewobene Geschichte, die einem etwas geschichtliches lehrt, ohne belehrend zu sein. Es ist komisch und schön, wenn man ein Buch beendet hat und sofort sagen kann, dass es so schön und zugleich so unendlich traurig sein kann und dennoch diese Hoffnung transportiert. Ich weiß nicht wie der Autor das gemacht hat, aber ich finde es bewundernswert genau da zu treffen wo es etwas bewegt. Da wo es weh tut und schön ist und alles zugleich. Wo die Worte ankommen müssen. Und genau dabei belasse ich es. Lest dieses Buch selbst. Überzeugt euch und lasst euch auf diese Wanderung mitnehmen. Lasst euch darauf ein, lasst euch fallen - vielleicht kommt auch ihr damit irgendwo an.


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