Niemand hat Angst vor Leuten, die lächeln

Véronique Ovaldé

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Beschreibung

An einem Junitag packt Gloria eilig die Koffer, dazu ein paar Plüschtiere und die Beretta ihrer großen Liebe, holt ihre Töchter, die fünfzehnjährige Stella und die sechsjährige Loulou, von der Schule ab und verlässt das sonnige Städtchen an der Côte d'Azur. Der überstürzte Aufbruch - getarnt als Reise zum Ferienhaus der Familie im Elsass, ein einsames Idyll inmitten von Wäldern und Seen - ist nichts anderes als eine lang vorbereitete Flucht. Gloria ist überzeugt: Um sich und ihre Töchter zu schützen, muss sie jede Verbindung zu ihrer Vergangenheit kappen. Wie weit wird sie gehen, um ihre Töchter vor der Bedrohung zu retten?
Véronique Ovaldé verbindet eine thrillerhafte Handlung und knisternde Atmosphäre zu einem spannungsgeladenen Frauenporträt, das mit zahlreichen Volten und Wendungen überrascht. Die französische Erfolgsautorin erweist sich einmal mehr als brillante Stilistin und virtuose Fallenstellerin.

Produktdetails

Verkaufsrang 81696
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 18.02.2021
Verlag Frankfurter Verlagsanstalt
Seitenzahl 224 (Printausgabe)
Dateigröße 942 KB
Übersetzer Sina De Malafosse
Sprache Deutsch
EAN 9783627022938

Buchhändler-Empfehlungen

A. Ferreira, Thalia-Buchhandlung Essen

Eine etwas andere Protagonistin, die erst im Laufe des Buches ihre Schatten aufzeigt... Amüsant geschrieben und mit der Bemühung sympathisch die Hauptfigur zu tragen... Das Ende hat mich überrascht, aber nicht zum Fan der Hauptfigur gemacht. Ihre Gedankengänge fand ich fragwürdig

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Fesselndes, wendungsreiches Frauenporträt mit Thrillerpotential
von Lesendes Federvieh aus München am 23.05.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses spannende, komplexe und hochinteressante Frauenporträt übte auf mich eine ganz besondere, einzigartige Faszination aus. Man lernt zunächst Gloria, die Hauptfigur, an einer Weggabelung ihres Lebens kennen, in der sie versucht sich und ihre Kinder zu schützen, das Warum wird noch offen gelassen. Auch über die Person Gloria ... Dieses spannende, komplexe und hochinteressante Frauenporträt übte auf mich eine ganz besondere, einzigartige Faszination aus. Man lernt zunächst Gloria, die Hauptfigur, an einer Weggabelung ihres Lebens kennen, in der sie versucht sich und ihre Kinder zu schützen, das Warum wird noch offen gelassen. Auch über die Person Gloria selbst lässt die Autorin den Leser zunächst im Dunkeln. Stück für Stück taucht man mit Hilfe der Rückblicke in Glorias Werdegang, tief in ihr Denken, ihr Fühlen und in ihr Handeln ein, aus der zunächst schwach scheinenden Frau entpuppt sich immer stärker ihr wahres Wesen. Gloria war für mich von Anfang an keine richtige Sympathieträgerin, sie blieb unnahbar, sie ist nicht greifbar, aber genau diese Charaktermerkmale lösen sich immer mehr auf und man blickt in ihre Seele und ihre Gedankenstrukturen, auch wenn man ihre Handlungsweise nicht verstehen kann, nachvollziehbar ist sie unter ihrem kruden Blickwinkel durchaus. So entwickelt sich leise eine Geschichte, die von Seite zu Seite immer dichter gesponnen wird und so eine unglaubliche Sogwirkung entfaltet. Gerade im zweiten Teil des Buches entsteht durch unvorhersehbare brillante Wendungen eine solch emotional aufgeladene Atmosphäre, die wirkliches Thrillerpotential aufweist. Auch der Schluss hat es in sich, denn erst nach der letzten Seite hatte ich die wirkliche Gloria vor Augen. Neben dieser interessant und fesselnd gestalteten Handlung spielt der Schreibstil, der diesem Roman eine ganz spezielle Note verleiht, ebenso eine große Rolle. Wie sich bereits im ersten Satz des Buches erkennen lässt, hegt die Autorin ein Faible für lange Sätze. Aus diesem Grund sollte man sich Zeit für diese Lektüre nehmen, um alle Feinheiten, Einschübe und die eingestreuten Bemerkungen eines imaginären Erzählers genießen zu können. Es lohnt sich. Ich habe diesen vielschichtigen Roman sehr gerne gelesen, denn ich konnte immer wieder Neues in der Geschichte entdecken. Dieses Porträt einer freiheitsliebenden Frau ist eine absolut gelungene Kombination von psychologischen Elementen, knisternder Spannung und starken Gefühlen.

Wie weit geht sie, um sich und ihre Töchter zu retten?
von einer Kundin/einem Kunden am 22.03.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Atemlos, spannend und überraschend bis zum Schluss. Ein wunderbares Porträt einer freiheitsliebenden Frau im wahrsten Sinn des Wortes. Sprachlich ein Genuss, die Übersetzung aus dem Französischen. Unbedingt lesen.

Für Lange-Schachtelsätze-Liebhaber zu empfehlen ;)
von Lia48 am 24.02.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

INHALT: Unter dem Vorwand, es gäbe einen familiären Notfall, holt Gloria ihre Kinder vorzeitig von der Schule ab. Während die 6-jährige Loulou fröhlich plappernd keine Fragen nach dem Warum stellt, wird die jugendliche Stella doch unruhig, als die Mutter ihr plötzlich das Handy abnimmt, ihr verbietet, zu jemandem Kontakt aufzun... INHALT: Unter dem Vorwand, es gäbe einen familiären Notfall, holt Gloria ihre Kinder vorzeitig von der Schule ab. Während die 6-jährige Loulou fröhlich plappernd keine Fragen nach dem Warum stellt, wird die jugendliche Stella doch unruhig, als die Mutter ihr plötzlich das Handy abnimmt, ihr verbietet, zu jemandem Kontakt aufzunehmen, und mit ihnen und ein wenig Gepäck, schließlich auf und davon fährt. Weg vom Meer. „Sie fahren nach Norden. Die Natur wandelt sich. Sie wird dichter und grüner, aber auch trister und eintöniger.“ Es ist ein einsames Ferienhaus im Elsass, zwischen Wäldern und Seen, in dem Gloria als Kind regelmäßig ihre Ferien verbracht hat. Hier werden sie nun leben und hoffentlich in Sicherheit sein. Denn Gloria muss sie beschützen… MEINUNG: Ja, der kurze Klappentext hat mich recht neugierig gemacht. Warum macht sich eine Mutter mit ihren beiden Kindern so plötzlich aus dem Staub? Wovor flüchtet sie? Was ist passiert? Allzu viel möchte ich über den Inhalt gar nicht verraten – hier ist weniger sicherlich mehr. Der Gegenwartsstrang der Geschichte, der sich um den plötzlichen Aufbruch und um die ersten Tage in ihrem neuen Zuhause dreht, hat mir gut gefallen. Hier habe ich die Ereignisse um Gloria und ihre Kinder mit großem Interesse verfolgt und konnte eine Verbindung zu ihnen aufbauen. Leider war dieser Teil ziemlich knapp gehalten. Erst am Ende, als diese Szenen länger waren, hat die Geschichte für mich richtig Fahrt aufgenommen und ich habe sie gerne gelesen. Der größte Teil des Buches beschäftigt sich allerdings mit der Vergangenheit von Gloria, ihren Eltern und Großeltern. Dadurch bekommt man ganz langsam einen guten Eindruck davon, was in Glorias Vergangenheit alles geschehen ist und wie sie zu dem Menschen wurde, der sie heute ist. Zwar verwendet der Erzähler immer wieder eine schöne, außergewöhnliche, manchmal auch altertümliche Wortwahl, doch seine langen Schachtelsätze machten das Lesen für mich mit der Zeit immer mühsamer. Meistens musste ich die Sätze mehrmals lesen und da zusätzlich in der Vergangenheitserzählung lange nichts Spannendes passierte, ließen mich diese Passagen eher müde werden. Diese Erzählweise eines Außenstehenden, baute für mich relativ viel Distanz zum Geschehen und zu den Figuren auf, was ich sehr schade fand. Dadurch wurde mein Interesse leider nur an den Stellen zu Beginn und am Ende der Geschichte, während dem Gegenwartsstrang, aufrechterhalten. Ziemlich geärgert habe ich mich außerdem über eine rassistische Äußerung des Erzählers. Wenn diese von einer Figur mit rassistischen Ansichten gekommen wäre, oder es um die Meinung des Erzählers gegangen wäre, hätte ich das noch nachvollziehen können. Aber von dem allwissenden Erzähler erfährt man sonst nichts, außer dass er viel über die Protagonistin zu wissen scheint. Für mich war daher die herabwürdigende Ausdrucksweise, mit der er auf S. 75 (in der Printausgabe) einen Italiener bezeichnet, einfach unnötig und in der heutigen, hoffentlich mehr aufgeklärten Zeit, für mich auch nicht mehr akzeptabel! FAZIT: Inhaltlich hätte es ein wunderbares Buch für mich werden können, vor allem am Ende fand ich die Entwicklung und Auflösung sehr gelungen. Und auch die Thriller-Elemente haben mir gut gefallen. Mit der Umsetzung hatte ich jedoch meine Schwierigkeiten, was vor allem an der ausufernden Erzählweise des Vergangenheitsstrangs lag. Wer mit langen, unaufgeregten Schachtelsätzen gut zurechtkommt, wird sich mit dem Buch möglicherweise gut unterhalten fühlen. Die (einmalige) rassistische Äußerung des Erzählers hätte ich trotzdem gerne aus dem Buch gestrichen...

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