Das verfallene Haus des Islam

Die religiösen Ursachen von Unfreiheit, Stagnation und Gewalt

Beck Paperback Band 6406

Ruud Koopmans

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Beschreibung

"EINES DER WICHTIGSTEN DEUTSCHSPRACHIGEN BÜCHER, DIE IN DEN LETZTEN JAHREN ÜBER DEN ISLAM GESCHRIEBEN WURDEN." -MARTIN BEGLINGER, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

Das "Haus des Islam" ist vielerorts zum Haus von Krieg, Terror, wirtschaftlicher Stagnation und Diktatur geworden. In seiner bahnbrechenden Analyse dieser desolaten Lage setzt der renommierte Sozialwissenschaftler Ruud Koopmans harte Fakten gegen islamkritische Pauschalurteile und eine modische Selbstkritik des Westens. Er zeigt, wie der Fundamentalismus den Islam weltweit in den Würgegriff nimmt, und fragt, welche Wege aus dieser Sackgasse führen.

  • "Ein im besten Sinne aufklärerisches Buch." - Cem Özdemir
  • Aktualisierte Neuausgabe jetzt als Taschenbuch
  • Der fundamentalistische Islam und seine Folgen - ein Soziologe zieht Bilanz
  • Warum Krieg und Krisen in der islamischen Welt nicht aufhören
  • Warum die Integration so schwer gelingt
  • Was gegen den Verfall getan werden kann

Produktdetails

Verkaufsrang 42915
Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 26.08.2021
Verlag C. H. Beck
Seitenzahl 314 (Printausgabe)
Dateigröße 2115 KB
Sprache Deutsch
EAN 9783406779473

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Kundenbewertungen

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Unbequem
von einer Kundin/einem Kunden aus Obergösgen am 09.08.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Eine unbequeme Lektüre. Vor allem wer um die Glanzlichter islamischer Kultur und Geschichte weiss, wird vermissen, dass da noch herrliche Räume im Haus des Islams auszumachen wären. Allein: Schauen wir heute hin, und schauen wir genau hin, lädt der Autor ein. Und da ist das Bild in der tat trist. Keine Lösung, immer wieder zu be... Eine unbequeme Lektüre. Vor allem wer um die Glanzlichter islamischer Kultur und Geschichte weiss, wird vermissen, dass da noch herrliche Räume im Haus des Islams auszumachen wären. Allein: Schauen wir heute hin, und schauen wir genau hin, lädt der Autor ein. Und da ist das Bild in der tat trist. Keine Lösung, immer wieder zu betonen, dass der Islam das Problem nicht ist. So er denn schlichtweg ein Problem hat. Und da tut hinschauen Not - auch wenn man selber nicht alles gleich sieht. Gerade für Engagierte im interreligioösen Dialog eine Einladung, mal die staubigen Ecken des Hauses in Augenschein zu nehmen. Nicht schönzureden. (Wieder) mehr Ambiguitätstoleranz wäre hilfreich - eben auch ehrlich nachzuforschen, was sind Ausflüchte, was wird vorgeschützt, um die Problemanzeige nicht in ihrer ganzen Unbequemtheit wahrnehmen zu müssen...

Verständliche und umfangreiche Erklärung der problematischen Wege des Islam
von einer Kundin/einem Kunden am 02.01.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Autor erklärt sehr umfangreich, mit vielen Statistik Daten belegt, in die Probleme, die die muslimische Welt aktuell plagen. Er widerlegt den Opfermythos, dem sich viele Muslime gerne hingeben. Die Analyse ist sehr genau, wo muslimische Dogmatik mit den Anforderungen der heutigen Welt in Widerspruch steht. Etwas mehr hätte ... Der Autor erklärt sehr umfangreich, mit vielen Statistik Daten belegt, in die Probleme, die die muslimische Welt aktuell plagen. Er widerlegt den Opfermythos, dem sich viele Muslime gerne hingeben. Die Analyse ist sehr genau, wo muslimische Dogmatik mit den Anforderungen der heutigen Welt in Widerspruch steht. Etwas mehr hätte ich mir zum geschichtlichen Hintergrund erwartet: War doch die islamische Wissenschaft bis etwa 1100 n. Chr. führend und hat dann langsam gegen Europa verloren. Was ist da passiert? Ein gutes Buch, um die aktuelle Lage und auch die Probleme, die wir Europäer mit muslimischen Zuwanderern haben, zu verstehen.

Verfall kann viele Ursachen haben
von S.A.W aus Salzburg am 26.03.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch habe ich mit großen Erwartungen in die Hand genommen und mit sehr zwiespältigen Empfindungen gelesen. Zunächst zum Positiven: Koopmans analysiert die fundamentalistische Entwicklung des weltweiten Islam seit 1979 und zeichnet ein äußerst finsteres Bild einer Rückentwicklung in ein mittelalterliches patriarchalisches... Dieses Buch habe ich mit großen Erwartungen in die Hand genommen und mit sehr zwiespältigen Empfindungen gelesen. Zunächst zum Positiven: Koopmans analysiert die fundamentalistische Entwicklung des weltweiten Islam seit 1979 und zeichnet ein äußerst finsteres Bild einer Rückentwicklung in ein mittelalterliches patriarchalisches und demokratiefeindliches religiöses System. Sein Buch hat die Chance, zur neuen Bibel der rechten Islamhasser in Deutschland zu werden, denn es bestätigt alle ihre Vorurteile, warum Mohammedaner in Europa nichts verloren haben und in westlichen Gesellschaften nicht integrierbar sind. Schuld an dieser Rückständigkeit ist laut Koopmans der Islam selbst, auf Grund seiner Bildungs- Frauen- und Demokratiefeindlichkeit. Dies belegt er mit Statistiken aus den letzten 40 Jahren, in denen die islamischen Länder gegenüber Europa und Asien immer weiter zurückgefallen sind. Soweit die aktuellen Zahlen, sie sind erschreckend und darum erscheint die harte Analyse zunächst richtig. Nun zum Negativen: Ich halte die Methodik und Analytik des Autors für falsch und daher für die Analyse des Islamproblems wenig hilfreich. Weder fragt der Autor nach den Ursachen dieser Entwicklung, noch lässt er die Hypothesen anderer Autoren gelten, noch hat er irgendwelche Lösungen anzubieten. Er bastelt sich aus Statistiken bestätigendes Material für seine Meinung zusammen und zeigt eine erschreckende Unkenntnis historischer Prozesse. Sein Verständnis geht nicht über Samuel Huntington hinaus und auch aus dessen „Kampf der Kulturen“ sucht er sich nur den aggressiven Islam heraus, als einzigen Punkt, wo Huntington recht hat. Koopmans leugnet jede Verantwortung der Kolonialmächte an der Situation im Nahen Osten, was Engländer und Amerikaner wohl sehr freuen wird, lässt dabei aber völlig außer Acht, dass der Nahe Osten jetzt noch die letzte Halb-Kolonie des amerikanisch-industriellen Komplexes ist, während Asien sich vor spätestens 60 Jahren aus der kolonialen Abhängigkeit lösen konnte. So kann er nicht erkennen, dass die fortgesetzte bis heute andauernde westliche Unterdrückung und Einmischung durch Kriege, Besetzung, Unterstützung von Diktatoren, CIA-Putsche, Drohnen und Ausbeutung der Bodenschätze die Ursache für die Radikalisierung des Islam ist. Ihm fehlt jedes Verständnis für die koloniale und neo-koloniale Ausbeutung der letzten 500 Jahre, so fällt es ihm leicht, alle dialektischen Thesen als irrelevant abzutun – er hat schlicht und einfach keine Ahnung davon. Nun zum grundlegenden Fehler seiner „vergleichenden Analyse“. Seine Vergleiche beziehen sich lediglich auf Datenmaterial der letzten 50 Jahre, diese Daten-Begrenzung ist für seine Analyse irreführend. Denn dabei kommt eine Tautologie heraus. Jeder sieht und weiß, dass der gegenwärtige Islam in einem desaströsen Zustand ist. Dies jedoch auf den religiösen Kern des Islam zurückzuführen ist so falsch wie entmutigend, denn es nimmt jede Hoffnung auf einen säkularen, westlichen Islam, den es aber längst gibt. Es blendet auch völlig aus, dass und warum der Islam 1000 Jahre lang wesentlich liberaler war als der extrem-fundamentalistische Katholizismus. Mit demselben Recht könnte man für das Christentum das Papsttum des 16. Jhdt. als Maßstab nehmen, das noch viel radikaler, gewalttätiger und destruktiver war als der Islam heute und erst durch eine 500 Jahre andauernde europäische Protestbewegung gezähmt werden konnte. Wenn die fehlende Frauenemanzipation als Wurzel der islamischen Rückständigkeit genannt wird, darf daran erinnert werden, dass bis 1914 europäische Frauen in gleichem Maße unterdrückt waren und niemand mit der kommenden Emanzipation rechnen konnte, die ebenfalls erst 50 Jahre alt ist. Es zahlt sich aus, das Buch zu lesen, weil das Datenmaterial aktuell ist und einen Weckruf darstellt, das Problem ernst zu nehmen. Der Autor hat Recht mit dem Befund, dass unsere demokratische Gesellschaft sich vor der Scharia und vor Dschihadisten schützen muss. Um Lösungen zu finden, braucht es aber bessere historisch-soziologische Theorien, denn ahistorische Datensammlungen unter Ausklammerung von systemischen und historischen Prozessen und interkulturellen Wechselwirkungen liefern nur scheinbar eine objektive Wahrheit. Rüdiger Opelt, Autor von "Die geheime Geschichte des Glaubens" https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID147626043.html


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