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Easter Parade

Roman

(5)
Die literarische Wiederentdeckung der letzten Jahre!

Sarah und Emily Grimes wachsen in den USA der 30er Jahre auf. Beide haben unter den Launen ihrer rastlosen, exzentrischen Mutter zu leiden, die sich nach gesellschaftlichem Aufstieg sehnt. Über die Jahre entwickeln sich die Schwestern unterschiedlich: Sarah heiratet früh und bekommt drei Söhne, Emily macht Karriere und stürzt sich von einer Affäre in die nächste. Beide scheinen das Leben zu führen, das sie immer wollten. Doch Sarahs Ehe ist nicht so glücklich, wie alle glauben, und Emily wird bewusst, was ihr im Leben fehlt …

Portrait
Richard Yates wurde 1926 in Yonkers, New York, geboren und lebte bis zu seinem Tod 1992 in Alabama. Obwohl seine Werke zu Lebzeiten kaum Beachtung fanden, gehören sie heute zum Wichtigsten, was die amerikanische Literatur des 20. Jahrhunderts zu bieten hat. Wie Ernest Hemingway prägte Richard Yates eine Generation von Schriftstellern. Die DVA publiziert Yates’ Gesamtwerk auf Deutsch, zuletzt erschien der Roman "Eine strahlende Zukunft". Das Debüt "Zeiten des Aufruhrs" wurde 2009 mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in den Hauptrollen von Regisseur Sam Mendes verfilmt. „Cold Spring Harbor“, zuerst veröffentlicht 1986, ist Yates‘ letzter vollendeter Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 296
Erscheinungsdatum 01.12.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-73874-8
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,8/11,9/2,4 cm
Gewicht 276 g
Originaltitel The Easter Parade
Übersetzer Anette Grube
Buch (Taschenbuch)
9,00
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Buchhändler-Empfehlungen

„Wunderschön und tieftraurig zugleich“

Jasmin Jungiereck, Thalia-Buchhandlung Kiel

Richard Yates zeigt in Easter Parade das Scheitern zweier von grundauf verschiedenen Schwestern am Leben. Die eine heiratet früh und entscheidet sich fürs Hausfrauendasein. Die andere geht den komplett anderen Weg als Karrierefrau. Beide aufgewachsen in den USA in den 30er Jahren müssen erkennen, dass ihrer beider Leben bei weitem nicht so glücklich ist wie es scheint... Ein erschreckendes und sehr aktuelles Buch! Richard Yates zeigt in Easter Parade das Scheitern zweier von grundauf verschiedenen Schwestern am Leben. Die eine heiratet früh und entscheidet sich fürs Hausfrauendasein. Die andere geht den komplett anderen Weg als Karrierefrau. Beide aufgewachsen in den USA in den 30er Jahren müssen erkennen, dass ihrer beider Leben bei weitem nicht so glücklich ist wie es scheint... Ein erschreckendes und sehr aktuelles Buch!

„der beste Yates von allen“

Britta Zellin, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Richard Yates, der neben John Updike und Philip Roth zu den großen amerikanischen Chronisten des 20. Jahrhunderts zählt, variiert in diesem brillanten Roman das Thema all seiner Prosa: Das Scheitern des Einzelnen an Gesellschaft und eigenem Lebensentwurf. Hier sind es die Schwestern Emily und Sarah, die ganz unterschiedliche Lebenswege gehen und doch beide nie ans Ziel ihrer Wünsche gelangen. Meisterhaft erzählt und zutiefst bewegend entwirft Yates das Porträt einer ganzen Generation. Der beste Yates von allen! Richard Yates, der neben John Updike und Philip Roth zu den großen amerikanischen Chronisten des 20. Jahrhunderts zählt, variiert in diesem brillanten Roman das Thema all seiner Prosa: Das Scheitern des Einzelnen an Gesellschaft und eigenem Lebensentwurf. Hier sind es die Schwestern Emily und Sarah, die ganz unterschiedliche Lebenswege gehen und doch beide nie ans Ziel ihrer Wünsche gelangen. Meisterhaft erzählt und zutiefst bewegend entwirft Yates das Porträt einer ganzen Generation. Der beste Yates von allen!

Kundenbewertungen

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Eine vergessene Schönheit
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 01.04.2012

Eine Parade ist das Buch in musikalischem Sinne nicht, sondern ein schwermütiger Blues, der sich, wie ein stetiges Gefühl der Traurigkeit, über die ganze Länge dieses Romans zieht und den langsamen Niedergang einer Familie atmosphärisch untermalt. Das Buch gleicht dabei einer Fahrt mit der Titanic, da man weiß, dass... Eine Parade ist das Buch in musikalischem Sinne nicht, sondern ein schwermütiger Blues, der sich, wie ein stetiges Gefühl der Traurigkeit, über die ganze Länge dieses Romans zieht und den langsamen Niedergang einer Familie atmosphärisch untermalt. Das Buch gleicht dabei einer Fahrt mit der Titanic, da man weiß, dass ein guter Ausgang unmöglich ist, sich die Tragik hinter dieser Fassade irgendwann unweigerlich entladen muss. Yates Botschaft, dass das Leben ein Schweres ist, trifft den Leser, da sich nicht wirklich viel verändert hat. Auch haben die Menschen oftmals am meisten Angst vor dem Gesichtsverlust, lassen sie sich auf Lebensbedingungen ein, die ihnen widerstreben. Der Kampf gegen die nie akzeptierte Mittelmäßigkeit bietet zwar stets die Aussicht auf Erfolg, hält aber eben auch genauso viele Fallstricke bereit. In gewisser Weise zerstört Yates damit diesen amerikanischen Mythos, dass in den USA jeder Tellerwäscher Millionär werde kann, denn die Ausgangslage zählt. Und die ist für die Grimes-Schwestern von Beginn an denkbar schlecht. Gleich im ersten Satz, wo von der Scheidung der Eltern die Rede ist, findet sich die Ursprungskatastrophe, über die Ehefrau und Töchter ihr Leben lang nie richtig hinwegkommen werden. Jeder Versuch, Liebe zu finden, scheitert. Fast schon systematisch wird jeder Schritt dem Untergang entgegengesetzt, während sich die Figuren nicht zu wehren vermögen, ihr Schicksal nicht gestalten können. Umso lobenswerter Yates Leistung, dies in einer Art und Weise darzustellen, welche den Figuren ihre Würde lässt. Niemand wird lächerlich gemacht oder gar denunziert. Yates zeigt Menschen in einem Bestreben, die letztlich scheitern. Nicht mehr, nicht weniger. In kurzer, scharfer, kraftvoller, aber dafür umso prägnanterer Prosa ohne Schnörkel berichtet der Autor emotionslos über die zwei Schwestern, dessen Leben er in Szenen skizziert, welche äußerst präzise das Wesentliche erfassen, entlarven und den Leser somit am wunden Punkt treffen. Dabei schreibt er in Sätzen, die stets etwas im Raum stehen lassen oder nur andeuten. Die Interpretationen aber überlässt er dem Beobachter, der verstört zurückbleibt und sich eines gewissen Mitgefühls in all der Tragik einfach nicht erwehren kann. Das Buch endet schließlich plötzlich und scheinbar mittendrin. So schwarz und düster es ist, zeigt es doch auch die Möglichkeit des Glücks, denn während die zwei Schwestern und ihre Mutter am Leben gescheitert sind, hat der Sohn Sarahs den Absprung geschafft, der besonders Emily verwehrt geblieben ist. „Ich bin fast fünfzig Jahre alt, und ich habe noch nie im Leben irgend etwas verstanden.“ Insgesamt ist „Easter Parade“ ein entdeckenswertes, literarisches Kleinod über das Scheitern von Glücksbestrebungen und den nicht erfüllten amerikanischen Traum, das nüchtern, ohne großes Pathos, aber dadurch umso eindringlicher vom großartigen Erzähler Yates auf Papier gebracht worden ist. Ein Buch das so leicht zu lesen ist wie es geschrieben zu sein scheint, nebenbei unheimlich berührt und trotz allem nie deprimierend daherkommt, da der Autor stets ein Gespür für die Komik hinter der Tragik hat. Mit Sicherheit nicht mein letzter Roman von Richard Yates!

Flüssig zu lesen und sehr interessant
von Bernhard Watermann aus Singen (Hohentwiel) am 13.07.2007
Bewertet: Buch (gebunden)

Eine beeindruckende Schilderung des Lebens der beiden doch recht verschiedenen Schwestern im Amerika des 20. Jahrhunderts. Es ist ausgesprochen kurzweilig, teilweise ironisch in der Diktion, und im positiven Sinne "volksnah".

süffisantes Buch über das Scheitern zweier Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 08.05.2007
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

die ersten 30 Seiten waren ein wenig mühsam zu lesen, aber dann lässt das Buch einem nicht mehr los...zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können, jede ihren eigenen Weg sucht, aber kläglich daran scheitern. Ein kurzweiliger Lesespaß!