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Nachtzug nach Lissabon

Roman


Das Besondere Taschenbuch – Große Romane im besonderen Taschen-Format

Die Geschenkausgabe mit der abgerundeten Ecke: anspruchsvolle Haptik, hochwertiges Papier, mit Lesebändchen, kleines Format.

Mitten im Unterricht verlässt ein Lehrer seine Schule und macht sich auf den Weg nach Lissabon, um den Spuren eines geheimnisvollen Autors zu folgen. Immer tiefer zieht es ihn in dessen Aufzeichnungen und Reflexionen, immer mehr Menschen lernt er kennen, die von diesem Mann, den ein dunkles Geheimnis umgibt, zutiefst beeindruckt waren. Eine wundervolle Reise – die vergeblich sein muss und deren Bedrohungen der Reisende nicht gewachsen ist. Endlich kann er wieder fühlen, endlich hat er von seinem Leben zwischen Büchern aufgeblickt – aber was er sieht, könnte ihn das Leben kosten …

Ausstattung: mit Lesebändchen

Portrait
Pascal Mercier, geboren 1944 in Bern, heißt im richtigen Leben Peter Bieri und ist Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin.
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  • Der Tag, nach dem im Leben von Raimund Gregorius nichts mehr sein sollte wie zuvor, begann wie zahllose andere Tage. Er kam um Viertel vor acht von der Bundesterrasse und betrat die Kirchenfeldbrücke, die vom Stadtkern hinüber zum Gymnasium führt. Das tat er an jedem Werktag der Schulzeit, und es war immer Viertel vor acht. Als die Brücke einmal gesperrt war, machte er nachher im Griechischunterricht einen Fehler. Das war vorher nie vorgekommen, und es kam auch nachher nie mehr vor. Die ganze Schule sprach tagelang nur von diesem Fehler. Je länger die Diskussion darüber dauerte, desto zahlreicher wurden diejenigen, die ihn für einen Hörfehler hielten. Schließlich gewann diese Überzeugung auch bei den Schülern, die dabeigewesen waren, die Oberhand. Es war einfach nicht denkbar, daß Mundus, wie alle ihn nannten, im Griechischen, Lateinischen oder Hebräischen einen Fehler machte.
    Gregorius blickte nach vorn zu den spitzen Türmen des Historischen Museums der Stadt Bern, hinauf zum Gurten und hinunter zur Aare mit ihrem gletschergrünen Wasser. Ein böiger Wind trieb tiefliegende Wolken über ihn hinweg, drehte seinen Schirm um und peitschte ihm den Regen ins Gesicht. Jetzt bemerkte er die Frau mitten auf der Brücke. Sie hatte die Ellbogen auf das Geländer gestützt und las im strömenden Regen, was wie ein Brief aussah. Sie mußte das Blatt mit beiden Händen festhalten. Als Gregorius näher kam, zerknüllte sie das Papier plötzlich, knetete es zu einer Kugel und warf die Kugel mit einer heftigen Bewegung in den Raum hinaus. Unwillkürlich war Gregorius schneller gegangen und war jetzt nur noch wenige Schritte von ihr entfernt. Er sah die Wut in ihrem bleichen, regennassen Gesicht. Es war keine Wut, die sich in lauten Worten würde entladen können, um dann zu verrauchen. Es war eine verbissene, nach innen gewandte Wut, die schon lange in ihr glimmen mußte. Jetzt stützte sich die Frau mit gestreckten Armen auf das Geländer, und ihre Fersen glitten aus den Schuhen. Gleich springt sie. Gregorius überließ den Schirm einem Windstoß, der ihn übers Brückengeländer hinaustrieb, warf seine Tasche voller Schulhefte zu Boden und stieß eine Reihe von lauten Flüchen aus, die nicht zu seinem gewohnten Wortschatz gehörten. Die Tasche ging auf, und die Hefte glitten auf den nassen Asphalt. Die Frau drehte sich um. Für einige Augenblicke sah sie reglos zu, wie die Hefte vom Wasser dunkler wurden. Dann zog sie einen Filzstift aus der Manteltasche, machte zwei Schritte, bückte sich zu Gregorius hinunter und schrieb ihm eine Folge von Zahlen auf die Stirn.
    »Entschuldigen Sie«, sagte sie auf französisch, atemlos und mit fremdländischem Akzent, »aber ich darf diese Telefonnummer nicht vergessen und habe kein Papier bei mir.«
    Jetzt blickte sie auf ihre Hände, als sähe sie sie zum erstenmal. »Ich hätte natürlich auch ...«, und nun schrieb sie, zwischen Gregorius' Stirn und der Hand hin und her blickend, die Nummer auf den Handrücken. »Ich . „ ich wollte sie nicht behalten, ich wollte alles vergessen, aber als ich den Brief dann fallen sah ... „ ich mußte sie festhalten.«
    Der Regen auf den dicken Brillengläsern trübte Gregorius die Sicht, und er tastete ungeschickt nach den nassen Heften. Wiederum, so schien ihm, glitt die Spitze des Filzstifts über seine Stirn. Doch dann merkte er, daß es jetzt der Finger der Frau war, die mit einem Taschentuch die Zahlen wegzuwischen versuchte.
    »Es ist eine Zumutung, ich weiß ...«, und nun begann sie, Gregorius beim Aufsammeln der Hefte zu helfen. Er berührte ihre Hand und streifte ihr Knie, und als sie sich beide nach dem letzten Heft streckten, stießen sie mit dem Kopf zusammen.
    »Vielen Dank«, sagte er, als sie sich gegenüberstanden. Er deutete auf ihren Kopf. »Tut es sehr weh?«
    Abwesend, mit gesenktem Blick, schüttelte sie den Kopf. Der Regen prasselte auf ihr Haar und lief ihr übers Gesicht.
    »Kann ich ein paar Schritte mit Ihnen gehen?«
    »Äh ... ja, sicher«, stotterte Gregorius.
    Schweigend gingen sie zusammen bis zum Ende der Brücke und weiter in Richtung Schule. Das Zeitgefühl sagte Gregorius, daß es nach acht war und die erste Stunde bereits begonnen hatte. Wie weit war »ein paar Schritte«? Die Frau hatte sich seinem Gang angepaßt und trottete neben ihm her, als ginge es den ganzen Tag so weiter. Sie hatte den breiten Kragen des Mantels so weit aufgestellt, daß Gregorius von der Seite nur ihre Stirn sah.
    »Ich muß dort hinein, ins Gymnasium«, sagte er und blieb stehen. »Ich bin Lehrer.«
    »Kann ich mitkommen?« fragte sie leise.
    Gregorius zögerte und fuhr sich mit dem Ärmel über die nasse Brille. »Jedenfalls ist es dort trocken«, sagte er schließlich. Sie gingen die Stufen hoch, Gregorius hielt ihr die Tür auf, und dann standen sie in der Halle, die besonders leer und still erschien, wenn die Stunden begonnen hatten. Ihre Mäntel tropften.
    »Warten Sie hier«, sagte Gregorius und ging zur Toilette, um ein Handtuch zu holen.
    Vor dem Spiegel trocknete er die Brille und wischte sich das Gesicht ab. Die Zahlen auf der Stirn waren noch immer zu erkennen. Er hielt einen Zipfel des Handtuchs unter das warme Wasser und wollte gerade zu reiben beginnen, als er mitten in der Bewegung innehielt. Das war der Augenblick, der alles entschied, dachte er, als er sich das Geschehen Stunden später in Erinnerung rief. Mit einem mal nämlich war ihm klar, daß er die Spur seiner Begegnung mit der rätselhaften Frau gar nicht auswischen wollte.
    Er stellte sich vor, wie er nachher mit einer Telefonnummer im Gesicht vor die Klasse treten würde, er, Mundus, der verläßlichste und berechenbarste Mensch in diesem Gebäude und vermutlich in der gesamten Geschichte der Schule, seit mehr als dreißig Jahren hier tätig, ohne Fehl und Tadel in seinem Beruf, eine Säule der Institution, ein bißchen langweilig vielleicht, aber geachtet und sogar drüben an der Hochschule gefürchtet wegen seines stupenden Wissens in den alten Sprachen, liebevoll verspottet von seinen Schülern, die ihn in jedem Jahrgang von neuem auf die Probe stellten, indem sie ihn mitten in der Nacht anriefen und nach der Konjektur für eine entlegene Stelle in einem alten Text fragten, nur um jedesmal aus dem Kopf eine ebenso trockene wie erschöpfende Auskunft zu bekommen, die einen kritischen Kommentar zu anderen möglichen Meinungen mit einschloß, alles aus einem Guß und mit einer Ruhe vorgetragen, die nicht die Spur von Ärger über die Störung erkennen ließ - Mundus eben, ein Mann mit einem unmöglich altmodischen, geradezu altertümlichen Vornamen, den man einfach abkürzen mußte und nicht anders als so abkürzen konnte, eine Abkürzung, die überdies das Wesen dieses Mannes ans Licht hob, wie kein anderes Wort es gekonnt hätte, denn was er als Philologe in sich herumtrug, war in der Tat nichts weniger als eine ganze Welt, oder vielmehr mehrere ganze Welten, da er neben jeder lateinischen und griechischen Textstelle auch jede hebräische im Kopf hatte, womit er schon manchen Lehrstuhlinhaber für das Alte Testament in Erstaunen versetzt hatte. Wenn ihr einen wahren Gelehrten sehen wollt, pflegte der Rektor zu sagen, wenn er ihn einer neuen Klasse vorstellte: Hier ist er.
    Und dieser Gelehrte, dachte Gregorius jetzt, dieser trockene Mann, der einigen nur aus toten Wörtern zu bestehen schien und der von Kollegen, die ihm seine Beliebtheit neideten, gehässig der Papyrus genannt wurde - dieser Gelehrte würde mit einer Telefonnummer den Raum betreten, die ihm eine verzweifelte, offenbar zwischen Wut und Liebe hin- und hergerissene Frau auf die Stirn gemalt hatte, eine Frau in einem roten Ledermantel und mit einem märchenhaft weichen, südländischen
    Tonfall, der wie ein endlos in die Länge gezogenes Flüstern klang, das einen schon durch das bloße Anhören zum Komplizen machte.
    Als Gregorius ihr das Handtuch gebracht hatte, klemmte die Frau einen Kamm zwischen die Zähne und frottierte mit dem Tuch das lange schwarze Haar, das in dem Mantelkragen lag wie in einer Schale.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 695
Erscheinungsdatum 29.09.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-73888-5
Verlag btb
Maße (L/B/H) 14,4/9,5/3,5 cm
Gewicht 293 g
Verkaufsrang 83699
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Midlifecrisis oder eine philosophische Entdeckung des Lebens?

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Als das Buch „Nachtzug nach Lissabon“ von Pascal Mercier 2006 als Taschenbuch erschienen ist, habe ich es versucht zu lesen, bin aber daran gescheitert. Auf Bitte eines Freundes, der meine Meinung zu diesem Buch wissen wollte, habe ich es jetzt noch einmal gewagt und habe es diesmal auf einen Rutsch geschafft. Es hat mich einfach gefangengenommen! Anscheinend habe ich in diesen fünf Jahre meine Lesegewohnheit deutlich verändert und war jetzt für dieses Buch bereit. Ist es ein Buch über den Altphilologen Raimund Gregorius, der mit 57 Jahren plötzlich aus seinem bisherigen Leben ausbricht, um sich selbst zu finden? Oder ist es die Geschichte von Amadeu Inacio de Almeida Prado, einem adeligen Portugiesen, der Arzt und Widerstandskämpfer gegen Salazar war? Auf jeden Fall ist es kein Krimi, wie einige Leser und Rezensenten anscheinend an Hand des Klappentextes vermutet haben, sondern ein hochphilosophisches Buch über dem Menschen. Bisher war Raimund Gregorius mit seinem Leben als Lehrer für Latein, Griechisch und Hebräisch an einem Berner Gymnasium sehr zufrieden. Ok, seine Ehe war gescheitert und bei den Schülern und Kollegen galt er als Sonderling, aber sie mochten ihn, und er war mit seinen Sprachen und seinen Büchern sehr glücklich. Doch eines Morgens begegnet ihm eine geheimnisvolle Portugiesin, die sein bisheriges Leben auf den Kopf stellt. Als er dann auch noch in einer spanischen Buchhandlung das kleine Büchlein „Ein Goldschmied der Worte“ von Amadeu Inacio de Almeida Prado findet und der Buchhändler es ihm schenkt, gerät sein Leben vollends aus den Fugen. Dieses Büchlein ist auf Portugiesisch, aber Raimund Gregorius ist ja ein Sprachgenie und so macht er sich mit Wörterbuch und Sprachkurs bewaffnet an das Werk dieses Buch zu übersetzen. Es ist eine wahre Fundgrube für Freunde der Philosophie, denn Amadeu Inacio de Almeida Prado hat sich tief in die menschliche Psyche hineingewagt. Diese Texte faszinieren Raimund Gregorius so sehr, dass er seine Arbeit einfach hinwirft und mit der Bahn nach Lissabon aufbricht. Er muss einfach mehr über diesen Autoren erfahren. Und so landet Raimund Gregorius in Lissabon und macht sich auf die Spurensuche. Dabei erfährt er nach und nach immer mehr über diesen adeligen Arzt, der im Widerstand gegen Salazar tätig gewesen ist. Für dieses Buch braucht man eine gewisse Reife, denn es ist nicht leicht zu lesen. Immer wieder fügt der Autor ganze Aufsätze aus dem Buch des Portugiesen mit sehr vielen philosophischen Gedanken ein. Vor einigen Jahren wäre ich für dieses Buch noch nicht bereit gewesen. Da wäre mir die Geschichte zu ruhig und kompliziert geschrieben gewesen. Da musste die Handlung am besten zügig und stringent vorangehen. Sicher hätte man einen Teil dieser Geschichte auch so schreiben können, aber dann wäre etwas ganz anderes daraus geworden. So ist es ein sprachlich brillantes Buch geworden, aus dem man sehr viel Lebensweisheit ziehen kann. Und in der Zwischenzeit kann ich verstehen, warum viele Kunden so von diesem Buch schwärmen.

Ein sehr bewegendes Meisterwerk

Kai Reinhard, Thalia-Buchhandlung Zweibrücken

Raimund Gregorius hatte bisher ein sehr stabiles und nicht abwechslungsreiches Leben geführt. Er ist Lehrer an einem Berner Gymnasium und eigentlich ganz glücklich. Bis eines Tages ein Ereignis passiert, das in aus seiner sicheren Welt und seinem Alltag herausreist. Dies ist der Anfang einer interessanten Suche. In einer unglaublich wunderschönen poetischen Sprache schildert uns der Autor verschiedene philosophische Ansichten und die Suche nach dem Eigenen Ich. Wer sich für philosophische Themen interessiert, wird von diesem Roman gefesselt sein und sich zwangsläufig die eine oder andere Frage selbst stellen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
41 Bewertungen
Übersicht
22
7
3
4
5

Nachtzug nach Lissabon
von einer Kundin/einem Kunden aus Domdidier am 28.02.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Spannend! Da wir unsere Ausgabe unserer Tochter verschenkt haben fehlte das Buch in unserer Bibliothek. Das geht doch nicht, so ein tolles Buch! Lissabon ist unbedingt eine Reise wert.

Eine faszinierende Reise - nicht nur nach Lissabon
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 27.08.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

„Kann es einen Ernst geben, der ernster ist als der poetische Ernst?“ (S. 473) Uff. Ich bin platt. Geplättet von 495 Seiten eines der schwierigsten Bücher auf der einen und einem der bewegensten Bücher auf der anderen Seite. Pascal Mercier´s „Nachtzug nach Lissabon“ ist wie eine (Irr-)Fahrt durch das tiefste Innere eines Ber... „Kann es einen Ernst geben, der ernster ist als der poetische Ernst?“ (S. 473) Uff. Ich bin platt. Geplättet von 495 Seiten eines der schwierigsten Bücher auf der einen und einem der bewegensten Bücher auf der anderen Seite. Pascal Mercier´s „Nachtzug nach Lissabon“ ist wie eine (Irr-)Fahrt durch das tiefste Innere eines Berges – man weiß nicht, wo der Ausgang ist und was einen auf der anderen Seite erwartet. Manchmal kommt man auch in eine Sackgasse und muss wieder zurück, um den richtigen Weg zu finden. Doch irgendwann sieht man einen winzigen Lichtpunkt, der immer größer, immer heller wird und einem den Weg leitet durch eines der faszinierendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Pascal Mercier macht es dem Leser wahrlich nicht leicht. Rund um die Person des Lateinlehrers Raimund Gregorius strickt er eine Geschichte, die nachdenklicher nicht stimmen könnte. Was veranlasst einen alleinstehenden, allseits beliebten Lehrer mitten im Unterricht aufzustehen und sein bisheriges Leben für einige Zeit aufzugeben und einem portugiesischen Arzt und Widerstands-kämpfer nachzuspüren, der ein Buch über sein eigenes, tiefstes Inneres geschrieben hat? Wir lernen den Autor dieses Buches nach und nach aus der Sicht verschiedener Personen kennen: seiner Schwester, seines ehemals besten Freundes, seiner „Vertrauten“, die mehr über ihn weiß als alle anderen zusammen. All die Passagen, in denen die genannten Personen etwas erzählen, garniert mit passenden Zitaten aus dem Buch (ein Buch im Buch sozusagen – großartig!!!) ergeben das Bild eines nachdenklichen, intelligenten und weisen Mannes, der (nicht nur) unter einer schwierigen Vater-/Sohn-Beziehung leidet. Die Faszination von Amadeu Prado springt auf Raimund Gregorius über und er fängt an, kleine Dinge in seinem Leben zu ändern und sein bisheriges Leben zu hinterfragen. Überhaupt ist das Buch sehr philosophisch und man kommt gar nicht darum herum, sich die ein oder andere Frage wie „Bin ich mit mir und meinem (bisherigen) Leben zufrieden?“ selbst zu stellen und zu reflektieren. Letzten Endes ist der „Nachtzug nach Lissabon“ eine Reise zu uns selbst, die sich immer wieder lohnt, anzutreten. Ich bin jedenfalls mächtig beeindruckt von diesem Roman und zähle ihn von nun an zu einem meiner Lieblingsbücher! „Das Leben ist nicht das, was wir leben; es ist das, was wir uns vorstellen zu leben.“ (S. 495)

Wunderbar entspannend
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 08.07.2014
Bewertet: Medium: H?rbuch (CD)

Das Zuhören macht genausoviel Freude wie das lesen des Buches. Jeder kann sich durch die gute Beschreibung alles wunderbar vorstellen.