Meine Filiale

Elf ist freundlich und Fünf ist laut

Ein genialer Autist erklärt seine Welt

Daniel Tammet

(6)
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
9,99
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

9,99 €

Accordion öffnen
  • Elf ist freundlich und Fünf ist laut

    Heyne

    Sofort lieferbar

    9,99 €

    Heyne

eBook (ePUB)

9,99 €

Accordion öffnen

Beschreibung


Eine einzigartige Innenansicht des Autismus und zugleich ein faszinierender Einblick in die Kraft des menschlichen Geistes

Daniel Tammet ist ein Genie: Er rechnet schneller als jeder Computer dieser Welt und spricht zehn Sprachen. Zahlen nimmt er als Formen, Farben und Charaktere wahr. Für Hirnforscher ist er ein besonderer Fall: Seine erstaunlichen mentalen Fähigkeiten sind auf das Savant-Syndrom und eine gemäßigte Form des Autismus zurückzuführen. In seiner Autobiografie gibt der 29-Jährige Einblick in seine Wahrnehmung der äußeren Welt, seine Suche nach innerer Ruhe und die kurzen Momente des Glücks.

Daniel Tammet, 1979 in London geboren, arbeitete nach seiner Schulausbildung zunächst als ehrenamtlicher Englischlehrer in Litauen. In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern versucht er, seine Krankheit zu erforschen und besser zu verstehen. Er lebt heute in Kent und leitet ein Online-Unternehmen, das Sprachkurse anbietet.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 283
Erscheinungsdatum 06.10.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-64040-5
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 18,5/11,8/2,2 cm
Gewicht 236 g
Originaltitel Born on a Blue Day. A Memoir of Asperger's and an Extraordinary Mind
Auflage 9. Auflage
Übersetzer Maren Klostermann
Verkaufsrang 103732

Buchhändler-Empfehlungen

Sabine Wolf, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Es ist selten, dass ein Autist so eindrucksvoll und verständlich von seinen Erfahrungen berichten kann. Tammet ist eine Inspiration für alle, die ihren eigenen Weg finden wollen.

Elena Cousino, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Der ungewöhnliche Bericht eines Autisten, der uns zeigt wie faszinierend das menschliche Gehirn sein kann. Ein sehr spannendes Thema.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
5
0
1
0
0

Eine Biografie als Fachliteratur!
von einer Kundin/einem Kunden aus Linz am 24.07.2015

Daniel Tammet lädt ein in seine Welt. Er beschreibt sein Leben und seine Welt, wie auch Schwierigkeiten. Ein MUSS für jeden Menschen der mit Autisten arbeitet. Man kann sich ein Stück mehr in die Welt der Menschen mit ASS hineinversetzen.

Vielen Dank!
von einer Kundin/einem Kunden aus Salzburg am 03.02.2015

Ich gratuliere Daniel zu diesem Buch. Es sind die Beschreibungen aus seinem Alltag, die das "Savant" plausibel machen. Sein Mut darüber zu schreiben und mit Menschen zu teilen, kann ich nur befürworten. Es enthält viele interessante Informationen, die zu einem besseren Verständnis von Savants beitragen und eine gewisse Scheu... Ich gratuliere Daniel zu diesem Buch. Es sind die Beschreibungen aus seinem Alltag, die das "Savant" plausibel machen. Sein Mut darüber zu schreiben und mit Menschen zu teilen, kann ich nur befürworten. Es enthält viele interessante Informationen, die zu einem besseren Verständnis von Savants beitragen und eine gewisse Scheu vor dieser Erkrankung nimmt. Es gibt nicht viele Menschen, die davon betroffen sind. Beachtenswert ist die Fähigkeit von Daniel über sich selbst so offen zu schreiben, was meiner Meinung nach zeigt, dass er sich viel damit beschäftigt hat und auch sehr gut damit umgeht. In seinem bisherigen Leben hat er bereits einiges auf den Weg gebracht. Ich kann jedem empfehlen dieses Buch zu lesen.

Insiderbericht eines Autisten
von einer Kundin/einem Kunden aus Ulm am 22.10.2011

Interressanter Insiderbericht eines Autisten. Seine Liebe zu den Zahlen konnte ich zwar nicht so gut nachvollziehen, aber es ist erstaunlich, was er in seinem Leben alles gemeistert hat, trotz "Anderssein". Besonders fasziniert hat mich seine Bereitschaft, sich aus der vertrauten Umgebung rauszuwagen und sich im Ausland mit eine... Interressanter Insiderbericht eines Autisten. Seine Liebe zu den Zahlen konnte ich zwar nicht so gut nachvollziehen, aber es ist erstaunlich, was er in seinem Leben alles gemeistert hat, trotz "Anderssein". Besonders fasziniert hat mich seine Bereitschaft, sich aus der vertrauten Umgebung rauszuwagen und sich im Ausland mit einem fremden Leben, fremder Sprache, fremder Kultur und vor allem sich selbst zu konfrontieren.

  • Artikelbild-0
  • Blaue Neunen und rote W rter

    Ich wurde am 31. Januar 1979 geboren - einem Mittwoch. Ich wei es war ein Mittwoch, denn in meiner Vorstellung ist der Tag blau, und Mittwoch ist immer blau - wie die Zahl Neun oder der Klang lauter, streitender Stimmen. Mir gef t mein Geburtsdatum, weil ich die meisten Zahlen darin als glatte, runde Formen vor mir sehen kann - so wie Kieselsteine an einem Strand. Das liegt daran, dass es Primzahlen sind: 31, 19, 197, 97, 79 und 1979 lassen sich alle nur durch sich selbst und durch eins teilen. Ich kann jede Primzahl bis 9973 an ihrer kieselsteinartigen Beschaffenheit erkennen. So arbeitet mein Gehirn.
    Ich habe eine seltene Krankheit, das sogenannte Savant-Syndrom, das wenig bekannt war, bis es 1988 von dem Schauspieler Dustin Hoffman in dem Oscar-pr erten Film Rain Man dargestellt wurde. Wie die von Hoffman verk rperte Gestalt des Raymond Babbitt habe ich ein fast zwanghaftes Bed rfnis nach Ordnung und Routine, das praktisch jeden Bereich meines Lebens beeinflusst. So esse ich zum Beispiel jeden Morgen exakt 45 Gramm Porridge zum Fr hst ck; ich wiege die Sch ssel mit einer elektronischen Waage, um ganz sicher zu sein. Dann z e ich die Anzahl der Kleidungsst cke, die ich trage, bevor ich das Haus verlasse. Ich werde unruhig, wenn ich meinen Tee nicht jeden Tag um die gleiche Zeit trinken kann. Immer wenn ich unter zu starken Stress gerate und nicht ordentlich atmen kann, schlie ich die Augen und z e. An Zahlen zu denken hilft mir, mich wieder zu beruhigen.
    Zahlen sind meine Freunde und sie sind st ig um mich. Jede ist einzigartig und hat ihre ganz eigene Pers nlichkeit . Elf ist freundlich und F nf ist laut, w end Vier still und sch chtern ist - sie ist meine Lieblingszahl, vielleicht weil sie mich an mich selbst erinnert. Einige Zahlen sind gro wie 23, 667, 1179, andere klein, wie 6, 13, 581. Einige sind sch n, wie 333, und einige h lich, wie 289. F r mich ist jede Zahl etwas Besonderes.
    Ganz gleich, wohin ich gehe oder was ich tue, Zahlen sind in meinem Denken immer sehr pr nt. Bei einem Interview mit dem Talkshow-Moderator David Letterman in New York sagte ich David, er sehe aus wie die Zahl 117 - gro und schlaksig. Als ich sp r drau n auf dem Times Square stand und zu den hoch aufragenden Wolkenkratzern hinaufsah, f hlte ich mich wie von lauter Neunen umgeben - die Zahl, die ich am st sten mit dem Eindruck von Gr verbinde.
    Die Wissenschaft bezeichnet meine visuell-emotionale Wahrnehmung von Zahlen als Syn hesie, eine seltene neurologische Vermischung der Sinne, die in den meisten F en zu der F gkeit f hrt, dass man die Buchstaben des Alphabets und/oder Zahlen in Farbe sieht. Bei mir ist die Syn hesie so ungew hnlich und komplex ausgepr , dass ich Zahlen als Formen, Farben, Stoffe und Bewegungen wahrnehme. Die Zahl Eins zum Beispiel ist ein strahlend helles Wei als ob mir jemand mit einer Taschenlampe direkt in die Augen leuchten w rde. F nf ist ein Donnerschlag oder der Klang von Wellen, die gegen Felsen branden. Siebenunddrei g ist klumpig wie Porridge, w end mich Neunundachtzig an fallenden Schnee erinnert.

    Der wahrscheinlich ber hmteste Fall von Syn hesie war der eines Journalisten namens Schereschewski, der ber ein ph menales Ged tnis verf gte. Seine Geschichte wurde ab den 1920er-Jahren von dem russischen Psychologen A. R. Lurija ber einen Zeitraum von drei g Jahren beobachtet und aufgezeichnet. S , wie Lurija ihn in seinem Portr eines gro n Ged tnisses nennt, hatte ein ausgepr es visuelles Ged tnis, das ihm erm glichte, Worte und Zahlen in unterschiedlichen Formen und Farben zu sehen . S konnte eine Tabelle mit 50 Zahlen erinnern, nachdem er sie drei Minuten lang betrachtet hatte - nicht nur sofort im Anschluss an den Test, sondern auch noch viele Jahre sp r. Lurija hielt Schereschewskis syn hetische Wahrnehmung f r die Grundlage seines erstaunlichen Kurz- und Langzeitged tnisses.
    Ich selbst nutze meine syn hetischen Erfahr