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Qual

Roman

Stephen King, Richard Bachman

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Beschreibung


Grausam, packend, anrührend – Wenn die Toten zu flüstern beginnen …

Ein großer Coup soll den geistig zurückgebliebenen Blaze aller Sorgen entledigen. Er entführt das Baby einer reichen Familie. Was wird er dem Kleinen antun? Während alle Welt ihn jagt, um den Horror zu beenden, geht in Blaze eine Verwandlung vor. Das Lösegeld interessiert ihn längst nicht mehr ...

Die Kindheit des jungen Blaze ist schrecklich: Die Mutter ist gestorben, und sein Vater, ein Trinker, verprügelt ihn ständig und wirft ihn so oft die Treppe hinunter, bis das Kind einen bleibenden Schaden davonträgt. Der leicht behinderte Junge kommt in ein Kinderheim, wo sich die kommenden Jahre jedoch erst recht qualvoll gestalten. Als Jugendlicher begeht er mit seinem Kumpel George harmlose Straftaten, bis dieser bei einer Stecherei umkommt. Aber George meldet sich aus dem Totenreich und flüstert Blaze ein, einen größeren Coup zu starten. Um an wirklich viel Geld zu kommen, entführt Blaze schließlich das Baby einer reichen Familie. Allein mit dem kleinen Bündel Leben, erwacht in ihm eine ungeahnte Fürsorge. Die Flucht vor dem gigantischen Polizeiaufgebot führt in eine Katastrophe ...

"Unwiderstehlicher Gangstergroove! Und schon in diesem frühen Roman findet sich jene vibrierende Energie, mit der Kings Helden Kräfte bekämpfen, gegen die sie eigentlich keine Chance haben."

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag..
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Nach seinen ersten großen Erfolgsromanen veröffentlichte er auch unter dem Pseudonym Richard Bachman mehrere Bücher. Stephen King hat das Originalmanuskript von Qual (Originaltitel: "Blaze") aus dem Jahr 1973 nun beträchtlich erweitert und mit einem Nachwort versehen. Bei Heyne erschien zuletzt sein Bestseller "Love".

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 382
Erscheinungsdatum 03.02.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-40612-4
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 19/11,8/3,2 cm
Gewicht 328 g
Originaltitel Blaze
Übersetzer Jürgen Bürger
Verkaufsrang 30219

Buchhändler-Empfehlungen

Qual

S. Lamberty, Thalia-Buchhandlung Köln

Blaze ist etwas langsamer als andere, seit sein Vater ihn als Kind die Treppe hinunter prügelte. Trotzdem schlägt er sich zusammen mit seinem Kumpel George als kleiner Ganove ganz passabel durchs Leben. Als George jedoch bei einer sinnlosen Messerstecherei ums Leben kommt, ist Blaze ganz auf sich gestellt. Doch Blaze kommt es so vor, als hätte George ihn nicht wirklich verlassen, noch immer hört er seine Stimme. Diese Stimme schlägt ihm einen letzten großen Coup vor: Blaze soll das Baby einer reichen Familie entführen und Lösegeld erpressen. Blaze befolgt den "Ratschlag". Anfangs ist er von dem schreienden, kleinen Bündel überfordert, doch während er Windeln wechselt, Einschlaflieder summt und Fläschchen gibt, passiert etwas mit ihm: Zum ersten mal in seinem Leben fühlt Blaze sich gebraucht, ja sogar geliebt, er ist fast glücklich. Doch die Polizei ist ihm schon hart auf den Fersen und will den vermeintlich skrupellosen Entführer zur Strecke bringen! Doch Blaze geht es längst nicht mehr um das Geld..."Qual" ist ein spannender und einfühlsamer Thriller, den King in den siebziger Jahren als Richard Bachmann schrieb. Weit weg von einem profanen Horrorschmöker, wird hier eine bewegende Geschichte erzählt, mit einem Ende das zu Tränen rührt!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
2
5
1
1
0

von einer Kundin/einem Kunden am 16.05.2020
Bewertet: anderes Format

In diesem Roman findet sich jene vibrierende Energie, mit der KIng's Helden Kräfte bekämpfen, gegen die sie eigentlich keine Chance haben. "Blaze" wird ein lebenlang gegen diese "Energie" ankämpfen aber wird Er auch die Ausdauer und Kraft zu siegen haben. Lesenswert.

Qualvolles Meisterwerk
von NiWa am 16.08.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Blaze will ein ganz großes Ding drehen, weil dann hat er - der Meinung seines Freunds George nach - ausgesorgt. Wie geplant, entführt er das Baby einer reichen Familie. Doch wie geht es nach der Entführung weiter? Denn der geistig zurückgebliebene Blaze ist seit Georges Tod auf sich allein gestellt. Außer, wenn ihm George ersche... Blaze will ein ganz großes Ding drehen, weil dann hat er - der Meinung seines Freunds George nach - ausgesorgt. Wie geplant, entführt er das Baby einer reichen Familie. Doch wie geht es nach der Entführung weiter? Denn der geistig zurückgebliebene Blaze ist seit Georges Tod auf sich allein gestellt. Außer, wenn ihm George erscheint und zu ihm spricht. Ich greife regelmäßig zu den Büchern von Stephen King und habe daher schon viele seiner Geschichten entdeckt. "Qual" ist erstmals unter dem Namen Richard Bachman erschienen, und zeigt erneut, dass der Meister viele Gesichter hat. Dieser Roman ist kein Horror, er ist nicht einmal leichte Gruselkost. Trotzdem stellt es dem Leser die Gänsehaut auf, weil diese Geschichte absolut tragisch ist. Selten ist mir ein Buch derart unter die Haut gekrochen. Zwischendrin musste ich sogar pausieren, weil mir Blazes Leben fast eine Spur zu nahe ging. "Qual" - im Original "Blaze" - erzählt vom geistig beeinträchtigten Blaze, der das Baby reicher Eltern entführt. Mit dem Lösegeld will er sich ein neues Leben aufbauen, weil er dann ausgesorgt hat. Anfangs liest es sich widerwärtig, wenn man an diese Tat denkt. Ich hatte das Bild eines grobschlächtigen, dummen Mannes vor Augen, der zum Inbegriff des Bösen wird. Allerdings wäre es nicht King, wenn er nicht mit den Facetten des Verbrechens, der Figur Blaze, und der Tragik der Geschichte an sich spielt. Auch ein Verbrecher wie Blaze hat Gefühle, ist emotional, und ist als unschuldiges Kind geboren worden: "Es war eine schmutzige Welt, und je länger man lebte, desto dreckiger wurde man." (S. 213) Daher geht der Autor Blazes Geschichte von zwei Seiten an. In der Gegenwart lernt man diesen überaus kräftigen Burschen mit der Delle im Schädel kennen, den man trotz seines einschüchternden Auftretens rasch lieb gewinnt. Denn hinter dem Verbrecher, dem Kidnapper, diesem betrügerischen Ganoven am Rande der Debilität, steht ein gutmütiger Mann mit einem goldenen Herz, der es einfach nicht besser weiß. Zudem taucht man ständig in Blazes Erinnerung ab. In vergangenen Passagen erfährt man, warum Blaze an diesen Punkt gekommen ist, wie seine Kindheit und Jugend verlaufen sind, und, weshalb er mit George - dem Geisterfreund - spricht. Mich hat Blazes Geschichte berührt. King hat mich damit mitten ins Herz getroffen, mir die Augen für die Grauschattierungen der Welt geöffnet, und mir ein weiteres Mal gezeigt, dass das Leben mehr als gute und böse Menschen zu bieten hat. Thematisch greift der Autor damit soziale Milieus auf, die oft von vornherein zum Scheitern verurteilt sind. King zeigt, dass manche Menschen niemals eine Chance im Leben haben, egal, wie sie sich bemühen. Obwohl „Qual“ in Kings ruhigen Stil gehalten ist, holt einen die Atmosphäre sofort in die Geschichte rein, während man an Blazes Seite ein Kind entführt, und sich das tragische Schicksal dieser Figur langsam vor einen ausbreitet. Es wird spannend und gewohnt dicht erzählt, was diesem Buch unentrinnbare Eindringlichkeit verleiht. Im Endeffekt ist „Qual“ eine dramatische Geschichte, die veranschaulicht, wie ein Leben unter dem Butterbrot verläuft, wenn das Schicksal seine Zähne reinschlägt. Empfehlenswert.

Schöner Krimi von Stephen King der gut ohne Horror auskommt
von Bücherwelten am 29.10.2018

Der geistig zurückgebliebene Clayton "Blaze" Blaisdell nimmt uns mit in seine Welt. Geprägt durch das, was der Kleinganove George ihm beigebracht hat möchte Blaze zusammen mit ihm noch ein ganz großes Ding drehen. Das Problem hierbei ist nur, dass George bereits tot ist, er für Blaze aber noch immer existiert. Blaze entführt das... Der geistig zurückgebliebene Clayton "Blaze" Blaisdell nimmt uns mit in seine Welt. Geprägt durch das, was der Kleinganove George ihm beigebracht hat möchte Blaze zusammen mit ihm noch ein ganz großes Ding drehen. Das Problem hierbei ist nur, dass George bereits tot ist, er für Blaze aber noch immer existiert. Blaze entführt das Baby einer reichen Familie und entdeckt hierbei eine völlig neue und liebevolle Seite an sich. Plötzlich macht er sich Gedanken und entwickelt Gefühle, die er so nie kannte. Stephen King hat hier einen spannenden Entführungskrimi geschrieben. Er zeigt, dass böse Menschen nicht immer böse sind, sondern durch ihre Kindheit geprägt einfach schnell auf die falsche Bahn geraten können. Sicher nicht das Beste Buch von ihm, aber trotzdem ein sehr gelungener und spannender Krimi. Von mir gibt es für dieses Buch 3 Sterne, da es mich nicht komplett überzeugt hat. Aber als Buch, das man nebenbei mal liest, ist es zu empfehlen.


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  • George war irgendwo im Dunkeln. Blaze konnte ihn nicht sehen, aber seine Stimme war laut und deutlich zu hören, rau und ein wenig heiser. George hörte sich immer irgendwie erkältet an. Als Kind hatte er mal einen Unfall gehabt. Er sprach nie darüber, was passiert war. Jedenfalls hatte er eine ziemlich große Narbe auf dem Adamsapfel.
    »Der doch nicht, Dummkopf, der ist doch total mit Aufklebern zugepflastert. Nimm einen Chevy oder einen Ford. Dunkelblau oder grün. Zwei Jahre alt. Nicht älter, nicht jünger. An die erinnert sich kein Mensch. Und keine Sticker.«
    Blaze ging an dem kleinen Auto mit den Aufklebern vorbei. Das schwache Dröhnen des Basses erreichte ihn sogar hier am anderen Ende des Parkplatzes, der zu der Kneipe gehörte. Es war Samstagabend, und der Laden war voll. Die Luft war bitterkalt. Er war in die Stadt getrampt, aber jetzt stand er schon seit vierzig Minuten im Freien, und seine Ohren waren wie abgestorben. Er hatte seine Mütze vergessen. irgendwas vergaß er immer. Er hatte schon die Hände aus den Jackentaschen nehmen und auf seine Ohren legen wollen, aber George hielt ihn davon ab. George sagte, die Ohren könnten ruhig kalt werden, nur nicht die Hände. Zum Kurzschließen eines Autos brauche man die Ohren nicht. Es war sechzehn Grad unter null.
    »Da«, sagte George. »Rechts von dir.«
    Blaze drehte den Kopf und sah einen Saab. Mit einem Aufkleber. Sah überhaupt nicht wie das richtige Auto aus.
    »Das ist links, du Dummkopf«, sagte George. »Rechts von dir, hab ich gesagt. Die Hand, mit der du in der Nase bohrst.«
    »'tschuldigung, George.«
    Ja, er stellte sich schon wieder wie ein Idiot an. Er konnte beidhändig in der Nase bohren, aber seine rechte Hand kannte er, die Hand, mit der man auch schreibt. Er dachte an diese Hand und schaute auf die entsprechende Seite. Dort stand ein dunkelgrüner Ford.
    Blaze schlenderte betont lässig zu dem Ford hinüber. Er warf einen Blick über die Schulter. Die Kaschemme war eine College-Kneipe namens The Bag. Das war ein blöder Name, weil, wenn man Sack sagte, meinte man doch eigentlich seine Eier. Zum Eingang musste man ein paar Stufen runtergehen. Freitags und samstags abends spielte eine Band. Drinnen würde es voll und warm sein, eine Menge wie verrückt tanzender kleiner Mädchen in kurzen Röcken. Wäre nett, reinzugehen, sich nur mal umzuschauen ...
    »Was sollst du jetzt machen?«, fragte George. »Etwa auf der Commonwealth Avenue rumlatschen? Du könntest nicht mal meiner alten blinden Oma was vormachen. Tu's einfach, kapiert?«
    »Okay, ich hab ja nur ...«
    »Jaja, ich weiß schon, was du nur hast. Konzentrier dich auf den Job.« »Okay.«
    »Was bist du, Blaze?«
    Er senkte den Kopf und zog Rotz hoch. »Ich bin ein Dummkopf.«
    George sagte immer, das wäre überhaupt keine Schande, aber es wäre eben eine Tatsache, der man ins Auge sehen müsse. Man könnte keinem vormachen, man wäre clever. Die schauten einen an und sahen die Wahrheit: Das Licht brannte, aber es war niemand zu Hause. Wenn man ein Dummkopf war, dann musste man einfach losziehen und seinen Kram machen. Und wenn man erwischt wurde, dann gestand man eben alles, außer mit wem man zusammen gewesen war, denn am Ende würden sie ja sowieso alles andere aus einem herausbekommen. George sagte, Dummköpfe könnten nicht für fünf Cent lügen.
    Blaze nahm die Hände aus den Taschen und ballte sie zweimal kurz zu Fäusten. Die Knöchel knackten laut in der kalten, stillen Luft.
    »Bist du so weit, Großer?«, fragte George.
    »Ja.«
    »Dann geh ich mir jetzt ein Bier besorgen. Und du kümmerst dich um die Sache.«
    Blaze spürte Panik in sich aufsteigen. Sie schnürte ihm den Hals zu. »He, nein, ich hab so was noch nie gemacht. Ich hab dir doch immer nur zugesehen.«
    »Tja, diesmal wirst du mehr tun als nur zusehen.«
    »Aber ...«
    Er sprach nicht weiter. Es hatte keinen Sinn, weiterzureden, es sei denn, er wollte laut brüllen. Er konnte das harte Knirschen des Schnees hören, als George zu der Kneipe hinüberging. Schon bald wurden seine Schritte vom pulsierenden Wummern des Basses übertönt.
    »Himmel«, sagte Blaze. »O Herr im Himmel.«
    Und seine Finger wurden kalt. Bei dieser Temperatur würden sie nur ungefähr fünf Minuten zu irgendwas zu gebrauchen sein. Vielleicht noch nicht mal so lange. Er ging zur Fahrerseite hinüber und dachte, wahrscheinlich ist abgeschlossen. Falls die Tür abgeschlossen war, taugte dieser Wagen nichts, er hatte den Slim Jim nämlich nicht dabei, den hatte George. Aber die Tür war nicht abgeschlossen. Er öffnete sie, griff hinein, fand den Hebel für die Motorhaube und zog daran. Dann ging er nach vorn, tastete nach der zweiten Verriegelung, fand auch die und hob die Haube hoch.
    In seiner Tasche steckte eine kleine Stifttaschenlampe. Er nahm sie heraus, knipste sie an und richtete den Strahl auf den Motorblock.
    Finde das Zündkabel.
    Aber es war der reinste Spaghettihaufen. Batteriekabel, Schläuche, Zündkerzenkabel, die Benzinleitung ...
    Der Schweiß lief ihm über Stirn und Schläfen und gefror auf seinen Wangen. Das hier würde nicht hinhauen. Niemals. Auf einmal hatte er jedoch eine Idee. Es war vielleicht keine besonders gute Idee, aber er hatte nicht viele, und wenn er mal eine hatte, dann musste er dranbleiben. Er kehrte zur Fahrerseite zurück und öffnete wieder die Tür. Die Innenbeleuchtung ging an, aber dagegen konnte er nichts machen. Wenn irgendwer ihn hier herumfummeln sah, würde der bestimmt denken, er hätte Startschwierigkeiten. Klar, in so einer kalten Nacht konnte das doch sein, oder? Nicht mal George könnte ihm deshalb Ärger machen. Zumindest nicht viel.
    Er klappte die Sonnenblende über dem Lenkrad runter, hoffte wider alle Vernunft, dass vielleicht ein Reserveschlüssel runterfiel, weil die Leute da manchmal ihren Ersatzschlüssel aufbewahrten, aber außer einem alten Eiskratzer war da nichts. Der fiel dann runter. Als Nächstes versuchte er es mit dem Handschuhfach. Vollgestopft mit Papieren. Er räumte alles raus, auf den Boden, kniete sich dazu auf den Sitz, sein Atem stieg in Wölkchen auf. Jede Menge Papiere, eine Schachtel Pfefferminzbonbons, aber keine Schlüssel.
    Na siehste, du gottverdammter Idiot, hörte er George sagen, bist du jetzt zufrieden? Bist du jetzt vielleicht so weit, wenigstens mal zu versuchen, die Karre kurzzuschließen?
    Ja, er war wohl so weit. Er könnte zumindest mal ein paar von den Drähten losreißen und sie aneinanderhalten, so wie George es immer tat, und mal sehen, was dann passierte. Er schloss die Tür und kehrte mit gesenktem Kopf zurück nach vorn zum Kühler des Fords. Dann blieb er stehen. Ihm war eine neue Idee gekommen. Er ging zurück, öffnete die Tür, bückte sich, hob die Fußmatte an - und da war er. Auf dem Schlüssel stand nicht FORD, da stand überhaupt nichts, denn es war ein Dupli, aber er hatte auf jeden Fall den rechteckigen Kopf und alles.
    Blaze hob ihn auf und küsste das kalte Metall.
    Unverschlossenes Auto, dachte er. Dann dachte er: Unverschlossenes Auto und Schlüssel unter der Fußmatte. Dann dachte er: Ich bin hier heute Abend nicht der größte Idiot, George.