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Vampirherz / Black Dagger Bd.8

Roman. Deutsche Erstausgabe

Black Dagger Band 8

Düster, erotisch, unwiderstehlich ? die letzten Vampire kämpfen um das Schicksal der Welt Sie sind eine der geheimnisvollsten Bruderschaften, die je gegründet wurden: die Gemeinschaft der BLACK DAGGER. Und sie schweben in tödlicher Gefahr: Denn die BLACK DAGGER sind die letzten Vampire auf Erden, und nach jahrhundertelanger Jagd sind ihnen ihre Feinde gefährlich nahe gekommen. Doch Wrath, der ruhelose, attraktive Anführer der BLACK DAGGER, weiß sich mit allen Mitteln zu wehren ?
Portrait
J. R. Ward ist in den USA eine der erfolgreichsten Bestseller-Autorinnen für die Mischung aus Mystery und Romance. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften war sie zunächst im Gesundheitswesen tätig, wo sie unter anderem die Personalabteilung einer der renommiertesten Kliniken des Landes leitete. Ihre "Black Dagger"-Romane haben in kürzester Zeit die internationalen Bestsellerlisten erobert. J. R. Ward lebt mit ihrem Mann im Süden der USA.
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  • Marissa materialisierte sich auf der Terrasse vor Rehvenges Penthouse und kollabierte fast. Als sie auf die Schiebetür zutaumelte, riss er sie von innen weit auf.
    »Gütige Jungfrau der Schrift. Marissa.« Hastig legte er den Arm um sie und zog sie hinein.
    Von Blutlust übermannt umklammerte sie seinen Bizeps. Der Durst in ihr war so stark, dass sie kurz davor stand, ihn hier auf der Stelle und im Stehen zu beißen. Um sich davon abzuhalten, ihm die Kehle aufzureißen, entwand sie sich seinem Griff. Doch er fing sie wieder ein und wirbelte sie herum.
    »Komm sofort hierher!« Er schleuderte sie beinahe auf die Couch. »Du wirst noch zusammenklappen.«
    Erschöpft sank sie auf den Polstern zusammen, sie wusste, dass er recht hatte. Ihr Körper war völlig aus dem Gleichgewicht, in ihrem Kopf drehte sich alles, Hände und Füße waren taub. Ihr Magen war nur mehr ein hohles, knirschendes Loch, die Fänge pochten, die Kehle war so trocken wie der Winter, so heiß wie der August.
    Doch als er hektisch seine Krawatte löste und die Knöpfe an seinem Hemd aufmachte, murmelte sie: »Nicht an deinem Hals. Das ertrage ich nicht ... nicht dein ...«
    »Für das Handgelenk bist du schon zu entkräftet. Du könntest nicht genug heraussaugen, und uns bleibt nicht mehr viel Zeit.«
    Wie auf dieses Stichwort hin trübte sich ihre Sicht, und ihr schwanden langsam die Sinne. Sie hörte ihn noch fluchen, dann zog er sie auf sich, drückte ihr Gesicht an seinen Hals und ...
    Die Biologie übernahm das Kommando. Sie biss ihn so heftig, dass sie seinen Körper zucken fühlte, und der pure Instinkt ließ sie saugen. Mit einem donnernden Brüllen strömte seine Kraft in ihre Eingeweide, breitete sich in ihren Gliedmaßen aus und ließ das Leben in ihren Körper zurückkehren.
    Während sie verzweifelt schluckte, flossen ihre Tränen so heiß wie sein Blut.

    Rehvenge hielt Marissa nur locker fest. Er war erschüttert, wie ausgehungert sie war. Dabei war sie so ein zerbrechliches, zartes Wesen.
    Sie sollte niemals so leiden müssen. Er strich ihr mit der Hand beruhigend über den schlanken Rücken. Innerlich wurde er immer wütender. Verdammt, was war nur mit dem Kerl los, auf den sie so stand? Wie konnte er sie zwingen, zu einem anderen zu gehen?
    Zehn Minuten spät er hob sie den Kopf. Auf ihrer Unterlippe war ein schmal er Blutstreifen zu sehen, und Rehv musste sich mit der Hand an der Sofalehne festklammern, um ihn nicht abzulecken.
    Endlich gesättigt, aber mit tränennassem Gesicht lehnte sich Marissa anmutig gegen die ledernen Polster am anderen Ende der Couch und schlang die schmal en Arme um sich. Sie schloss die Augen, und er beobachtete, wie die Farbe in ihre feuchten Wangen zurückkehrte.
    Schon ihr Haar all ein. So samtig. So üppig. So vollkommen. Er wollte nackt und ohne Medikamente und hart wie Stein sein, und diese blonde Pracht überall auf seinem Körper ausgebreitet fühlen. Und wenn er all das nicht haben konnte, dann wollte er sie wenigstens küssen. Und zwar sofort.
    Doch er streckte nur den Arm nach seinem Anzugsakko aus, holte ein Taschentuch heraus und beugte sich zu ihr herüber. Sie zuckte zusammen, als er ihre Tränen abtupfte und nahm ihm rasch das Stück Leinen aus der Hand.
    Sofort rutschte er zurück in seine Sofaecke. »Marissa, zieh doch zu mir. Ich möchte für dich sorgen.«
    In der folgenden Stille dachte er an den Ort, an dem sie derzeit untergeschlüpft war - und kam zu dem Schluss, dass der Mann, den sie begehrte, sich auf dem Anwesen der Bruderschaft befinden musste. »Du liebst Wrath noch immer, habe ich recht?«
    Ihre Augenlider schnellten nach oben. »Was?«
    »Du hast gesagt, du könntest dich nicht bei dem Mann, den du liebst, nähren. Wrath hat jetzt eine Partnerin .«
    »Es ist nicht Wrath.«
    »Dann Phury? Da er im Zölibat lebt ...«
    »Nein. Und ich - ich kann jetzt nicht darüber sprechen, tut mir leid.« Sie senkte den Blick auf sein Tatchentuch. »Rehvenge, ich hätte jetzt wirklich sehr gern ein wenig Zeit für mich. Darf ich hier ein bisschen sitzen bleiben? Allein?«
    Auch wenn er nicht gewöhnt war, fortgeschickt zu werden - schon gar nicht aus seiner eigenen Wohnung -, war er ihr gegenüber zu jeder Form von Nachsicht bereit. »Bleib, so lange du möchtest, Tahlly. Schließ einfach nur die Tür hinter dir, wenn du gehst. Ich aktiviere die Alarmanlage dann per Fernbedienung.«
    Er zog die Anzugjacke über, ließ aber die Krawatte gelockert und den Hemdkragen geöffnet, denn die Bisswunden an seinem Hals waren zu empfindlich, um sie zu bedecken. Nicht, dass ihm das auch nur das Geringste ausgemacht hätte.
    »Du bist so gut zu mir«, sagte sie, den Blick starr auf seine Schuhe gerichtet.
    »Nein, das bin ich nicht.«
    »Wie kannst du so etwas sagen? Niemals bittest du mich um eine Gegenleistung .«
    »Marissa, sieh mich an. Sieh mich an.« Gütige Jungfrau im Schleier, sie war so wunderschön. Besonders mit seinem Blut in ihren Adern. »Mach dir doch nichts vor. Ich möchte dich als meine Shellan. Ich möchte dich nackt in meinem Bett haben. Ich möchte deinen Leib mit meinem Kind anschwellen sehen. Ich möchte von dir ... das volle Programm. Ich tue das alles nicht, um nett zu dir zu sein, sondern um dir nahezukommen. Ich tue es, weil ich hoffe, dass ich dich irgendwann, irgendwie dahin bringen kann, wo ich dich haben will.«
    Als ihre Augen sich weiteten, behielt er den Rest lieber für sich. Es war besser, nicht damit herauszurücken, dass der Symphath in ihm in ihrem Kopf herumwühlen und jede Emotion besitzen wollte, die sie jemals empfunden hatte. Oder ihr anzuvertrauen, dass Sex mit ihm ... kompliziert wäre.
    Ach ja, die Freuden seiner Veranlagung. Und seiner Anomalie.
    »Aber auf eines kannst du dich unbedingt verlassen, Marissa. Ich werde niemals die Grenze überschreiten, wenn du es nicht willst.«
    Außerdem hatte Xhex vermutlich recht. Mischlinge wie er blieben besser solo. Selbst wenn Symphathen nicht diskriminiert würden und leben und lieben dürften wie Normale, sollten sie niemals mit jemandem zusammen sein, der gegenüber ihrer dunklen Seite wehrlos war.
    Er zog seinen bodenlangen Zobelmantel an. »Dein Mann ... sollte besser mal langsam die Kurve kriegen. Verdammt schade um eine so wertvolle Frau wie dich.« Rehv schnappte sich seinen Stock und ging zur Tür. »Wenn du mich brauchst, ruf mich.«

    Butch marschierte ins Zero-Sum, ging nach hinten zum Stammtisch der Bruderschaft und zog seinen Aquascutum-Regenmantel aus. Er hatte vor, ein Weilchen zu bleiben. Was nicht gerade sensationell neu war. Am besten sollte er hier sein Zelte aufschlagen und gleich einziehen.
    Als die Kellnerin mit einem Scotch kam, fragte er: »Wäre es unter Umständen möglich, einfach eine Flasche zu bekommen?«
    »Das geht leider nicht.«
    »Na gut, dann komm mal her.« Er krümmte den Zeigefinger. Als sie sich nach unten beugte, legte er ihr einen Hunderter auf das Tablett. »Das ist für dich. Pass schön auf, dass mein Glas immer voll ist.«
    »Geht klar.«
    Wieder allein am Tisch betastete Butch die kreisrunden Bisswunden an seinem Hals. Er versuchte, sich nicht vorzustellen, was Marissa jetzt in diesem Augenblick mit einem anderen tat.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 302
Erscheinungsdatum 06.10.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-53292-2
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 18,5/12/2,7 cm
Gewicht 265 g
Originaltitel Lover Revealed (Part 2)
Übersetzer Astrid Finke
Verkaufsrang 41579
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Vera Theus, Thalia-Buchhandlung Solingen

Wohl einer der emotionalsten Bände der Reihe. Wundervoll.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
23 Bewertungen
Übersicht
22
1
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Es bleibt spannend
von einer Kundin/einem Kunden aus Delitzsch am 01.09.2019

Marissa kann sich von Butch nicht nähren, weil er ein Mensch ist. Doch Vishious findet heraus, dass es sein könnte, dass Butch doch ein Vampir seien könnte. Der Bulle begibt sich auf einen langen gefährlichen Pfad, um seiner Marissa so nahe wie nur möglich zu sein. Um sich von den ganzen Strapazen abzulenken, eröffnet Marissa ei... Marissa kann sich von Butch nicht nähren, weil er ein Mensch ist. Doch Vishious findet heraus, dass es sein könnte, dass Butch doch ein Vampir seien könnte. Der Bulle begibt sich auf einen langen gefährlichen Pfad, um seiner Marissa so nahe wie nur möglich zu sein. Um sich von den ganzen Strapazen abzulenken, eröffnet Marissa ein Refugium für misshandelte Vampirinnen und deren Kinder. Diese müssen geschützt werden, solange die Bannung noch nicht verhangen wurde. Der zentrale Konflikt besteht darin, dass Marissa den Weg, welchen Butch einschlagen möchte, nicht tolerieren möchte und Butch sich liebend gern der Bruderschaft anschließen würde. In diesem Buch legt die Autorin sehr viel Wert auf detailreiche Beschreibungen, damit der Leser den Schmerz und die körperlichen Qualen nachvollziehen kann. Ein schöner Abschluss für diese Etappe im Leben des liebgewonnenen Bullen aus Boston. Es wird allerdings nicht verraten, mit welchem der Brüder es im nächsten Buch weiter geht. Es bleibt spannend.

Butch, der neue Kriegsheld?
von Stephanie Ertli am 03.08.2018

Inhaltsangabe: Als Butch, der Mensch, sich im Kampf für einen Vampir opfert, bleibt er zunächst tot liegen. Die Bruderschaft der BLACK DAGGER bittet Marissa um Hilfe. Doch ist ihre Liebe stark genug, um Butch zurückzuholen? Das Cover ist im typischen Black Dagger Styl: fliegende Fledermäuse (für Vampire) und diesmal eine Eul... Inhaltsangabe: Als Butch, der Mensch, sich im Kampf für einen Vampir opfert, bleibt er zunächst tot liegen. Die Bruderschaft der BLACK DAGGER bittet Marissa um Hilfe. Doch ist ihre Liebe stark genug, um Butch zurückzuholen? Das Cover ist im typischen Black Dagger Styl: fliegende Fledermäuse (für Vampire) und diesmal eine Eule bei Nacht (Zeichen der Jungfrau der Schrift). Das dunkle blau erinnert einen wirklich an einen Nächtlichen Himmel und passt sehr gut. In diesem 8. Band der Reihe geht es mit Butch und Marissa weiter. Hier gibt es einige Wendungen mit dennen ich nicht gerechnet habe und das Netz des Krieges weitet sich neu aus. Dadurch steigt auch wieder der Action und Spannungsteil in der Reihe immens an und ich bin echt gespannt was da noch kommt. Doch auch der Mix aus Liebe und Erotik kam nicht zu kurz. Butch und Marissa's Liebesgeschichte ist eher ein Kampf mit sich selber. Beide müssen über ihren Schatten springen und sich dem anderen bedinungslos öffnen. Jedoch freue ich mich für die beiden und hoffe doch das jedes neue weibliche Mitglied in den Reihen so aufgenommen wird. Die verschiedenen Sichtweisen der Bruderschaft und der Lesser war wiedermal echt gut getacktet und auf beiden Seiten tauchen immer mehr Fragezeichen auf aber auch gerne mal neue Antworten. Vor allem Butch's Vergangenheit hält einige überraschungen bereit und ich hoffe doch das man noch mehr erfährt. WIe ihr merkt, ich bin süchtig nach der Reihe und kann es kaum erwarten Band 9 in die Finger zu bekommen! <3

Black Dagger
von einer Kundin/einem Kunden am 11.12.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die Black Dagger Serie von J R. Ward ist sehr gut geschrieben. Einmal angefangen zu lesen hört man kaum wieder auf. Wenn ich alle Bände gelesen habe, lese ich Black Dagger Legacy. Weiter so - Super -