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Divisadero

Roman. Ausgezeichnet mit dem Governor General's Literary Awards 2007

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Ein neuer Höhepunkt in Ondaatjes literarischem Schaffen.

Am Anfang sind sie immer zu dritt: Anna, Claire und Cooper. Waisen sind sie allesamt, Waisen, die aufwachsen wie Geschwister, bis Copper, inzwischen zwanzig, "sich nach etwas so Fundamentalem wie einem gemeinsamen Lachen oder einer Berührung" verzehrt, und Anna sich in ihn verliebt. Als der Vater die beiden ertappt, schlägt er den Ziehsohn halb tot. Und die Familie zerbricht so plötzlich wie sie Jahrzehnte zuvor zusammengefunden hatte.

"Es gibt keine Unschuld. Nicht in der Liebe, nicht im Leben, nicht in der Familie." Michael Ondaatje liebt den Jazz und stürzt sich mit seinem neuen Solo, dem Roman 'Divisadero', in ein furioses Abenteuer. - Eine Geschichte, nein, viele Geschichten von mythischer Kraft und Farbigkeit.

Portrait
Michael Ondaatje, von holländisch-tamilisch-singhalesischer Abstammung, wurde am 10. September 1943 in Sri Lanka geboren. Nach seiner Schulausbildung in England übersiedelte er 1962 nach Kanada, wo er heute noch lebt. Internationalen Ruhm erlangte Ondaatje mit seinem Roman ›Der englische Patient‹, für den er 1992 den Booker Prize sowie 2018 den Golden Man Booker Prize erhielt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 01.03.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-13743-0
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,3/1,5 cm
Gewicht 240 g
Übersetzer Melanie Aus d. Amerikanischen Walz
Buch (Taschenbuch)
9,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Zu Teilen zerfallen
von Polar aus Aachen am 12.11.2007
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Manchmal kann es ein Fluch sein, ein guter Autor zu sein. Man wird an seinen früheren Büchern gemessen, und jede Neuerscheinung unter dem Gesichtspunkt gelesen, ob der Autor das Niveau noch einmal erreicht. Doch selbst ohne diese Vorgabe ist Divisadero eher dürftig. Wer Der Englische Patient oder Anil's Geist... Manchmal kann es ein Fluch sein, ein guter Autor zu sein. Man wird an seinen früheren Büchern gemessen, und jede Neuerscheinung unter dem Gesichtspunkt gelesen, ob der Autor das Niveau noch einmal erreicht. Doch selbst ohne diese Vorgabe ist Divisadero eher dürftig. Wer Der Englische Patient oder Anil's Geist schätzen gelernt hat, wird von Ondaatjes neuem Roman enttäuscht sein. Zwar spielt sich auch in ihm eine komplexe Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen ab, doch fehlt die große zeitgeschichtliche Klammer, die Ondaatjes Romane ausmacht. Dort wirken seine Protagonisten wie von der Zeit durchgerüttelt, in der sie leben, und ihre Schicksale spiegeln sich an der Unausweichlichkeit der Ereignisse, die von außen in ihr Leben drängen. Anders die Dreiecksgeschichte in Divisadero. Sie bricht in ein Davor und Danach auseinander, wird mutwillig gekappt. Kaum ist sie in Schwung gekommen und schon verlieren sich Claire, Anna und Cooper wieder, um reichlich konstruiert noch einmal zusammen zu finden. Natürlich vermag Ondaatje auch in diesem Roman betörend schöne Erzählpassagen zu schreiben, doch zerfasert seine Geschichte. An dem von Anna nacherzähltem Lebenslauf des Schriftstellers Lucien Seguras ist man angesichts der Tatsache nicht wirklich interessiert, daß man gerne mehr über die anderen Drei erfahren hätte. Zumal Seguras Geschichte vor dem Hintergrund des Krieges gelegentlich ins Klischee abdriftet. So bleiben wir als Leser erwartungsfroh, diesmal verdrossen zurück und hoffen auf den nächsten Roman.