Hüter der Erinnerung

Roman

Lois Lowry

(16)
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Beschreibung


»Stark und provokativ!« New York Times

Jonas lebt in einer Welt ohne Not, Schmerz und Risiko. Alles ist perfekt organisiert, niemand muss sich über irgendetwas Sorgen machen, sogar die Berufe werden zugeteilt. Als Jonas Nachfolger des »Hüters der Erinnerung« werden soll, beginnt er eine Ausbildung beim alten Hüter. Und hier erfährt er, welch hohen Preis sie alle für dieses scheinbar problemlose Leben zu zahlen haben. Jonas' Bild von der Gesellschaft, in der er lebt, bekommt immer mehr Risse, bis ihm klar wird, dass er seinen kleinen Pflegebruder Gabriel diesem unmenschlichen System keinesfalls ausliefern möchte. Es bleibt ihm nur die Flucht - ein lebensgefährliches Unterfangen ...

"Eine weitere, spannend und engagiert geschriebene Dystopie, von denen unsere Gesellschaft nie genug haben kann."
nahaufnahmen.ch 21.07.2008

Lois Lowry wurde 1937 in Honolulu, Hawaii, geboren. Sie hat u.a. in Pennsylvania und Japan gelebt und wohnt heute in Cambridge, Massachusetts. Lois Lowry ist verheiratet und hat mittlerweile vier erwachsene Kinder. Ihre Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der Newbery Medal. Bekannt gemacht haben sie vor allem ihre spritzigen Alltagsgeschichten um das Mädchen Anastasia Krupnik, aber auch ihre psychologisch durchdachten und meisterhaft geschriebenen Jugendbücher, wie z.B. ›Hüter der Erinnerung‹.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 249
Altersempfehlung 12 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 01.10.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-78225-8
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,1/2,2 cm
Gewicht 219 g
Originaltitel The Giver
Übersetzer Anne Braun

Buchhändler-Empfehlungen

Eine offenbar perfekte Welt, deren Fassade beginnt zu bröckeln: Lieblingsbuch zum Nachdenken!

Franziska Japke, Thalia-Buchhandlung Berlin

Keine Kriege, keine Armut, keine Gewalt - Klingt zunächst nach der perfekten Welt, in der der sechzehnjährige Jonas lebt, doch dieser Frieden hat einen gewaltigen Haken: Eine Droge, die den Menschen jeden Tag auf's Neue verabreicht wird,verhindert, dass sie tiefere Emotionen fühlen sowie Farben sehen können. Ein Leben in Grau-Tönen, ein Leben in Gleichheit. Und dennoch ist Jonas glücklich, obwohl ... Die immer und immer wieder vorkommenden Geschehnisse beunruhigen ihn allmählich, denn im Gegensatz zu den anderen besitzt Jonas strahlende Augen und ab und zu kann er sogar Gegenstände in seiner Umgebung in ihren Farben sehen. Bei der Zeremonie, in der die jungen Männer und Frauen ihre zukünftigen Berufe erfahren, wird Jonas zum neuen 'Hüter der Erinnerung' ausgewählt, dem Wächter des gesamten Wissens der Menschheit. Nur der Hüter kann sich an die Vergangenheit der Menschen erinnern, samt den Gräueltaten, der Unvollkommenheit und den schlechten Emotionen wie Hass und Wut, aber auch an die Liebe und den Zusammenhalt der Menschen. Durch seine Ausbildung zum neuen Hüter lernt Jonas eine vollkommen neue Welt kennen und reißt sich immer mehr los von seiner alten. Er hört auf die Droge zu nehmen, sieht immer mehr Farben und empfindet immer mehr Emotionen. Zusammen mit dem ehemaligen Hüter findet er heraus, dass sein ganzes Leben, das Systeme, in dem er groß wurde, einzig und allein auf Lügen und Verbrechen basiert, weswegen sie beschließen es zu stürzen ... Eine nervenaufreibende Geschichte, die zum Nachdenken, zum Fühlen und zum Erinnern aufruft. Eine Geschichte, die einen fesselt und mitfiebern lässt, die einen wütend und traurig und glücklich zugleich macht. Eine Geschichte, die normale Dinge wie Geburtstage und Musik zu einem der größten Schätzen, die wir besitzen, verwandelt. Eine Geschichte, die uns sagt, dass es gut ist, wie wir sind, nämlich einzigartig und individuell. Lois Lowry schuf mit dem Hüter der Erinnerungen ein Buch, dass bis in alle Ewigkeiten einen Platz in meinem Herz haben wird. Mein absolutes Lieblingsbuch zum Nachdenken, Grübeln, Lachen und Weinen!

All time Favorite!

Saskia Papen, Thalia-Buchhandlung Kleve

Jonas lebt in einer Welt ohne Not, Schmerz und Risiko, aber auch ohne Musik, Gefühle und Farben. Sein ganzes Leben ist perfekt organisiert und verplant. Doch das ändert sich ganz schnell denn er soll der nächste Hüter der Erinnerung seiner Gesellschaft werden, als Hüter der Erinnerung nimmt man all das auf was für die anderen ausgelöscht wurde.. Krieg, Schnee, Familienfeste, Hochzeiten, Musik... die schönen und schlechten Seiten des Lebens. Jonas merkt schnell, dass sein Leben nie wieder so sein wird wie vorher und das er sich gegen das unmenschliche System auflehnen muss... Ich habe das Buch zum ersten mal im Abitur, freiwillig in Englisch gelesen und muss sagen es war die beste Entscheidung! Dank meinem Englisch Lehrer wurde ich ein Fan von ‚The Giver‘ und auch ein Fan von Lois Lowry!!! Was mir besonders halt gefällt ist, dass es eine wunderbare Dystopie ist und dazu noch ein allein stehendes Buch für sich, man kann es sehr gut lesen und die Spannung bleibt bis zur letzten Seite! In Wahrheit hat sie aber in dieser perfekten Welt noch drei andere Dystopische Romane geschrieben jedoch wurden diese nie übersetzt was sehr schade ist!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
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4
1
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1

Ein spannender Jugendroman mit dystopischem Worldbuilding!
von Malka Draper aus Frankenthal am 11.11.2020

Jonas wird ein Zwölfer und damit steht für ihn eine besondere Zeremonie an: In diesem Jahr erhält er von der Gemeinschaft seinen Beruf. Entscheidungen wie das Zusammenbringen von Ehepartnern, die Namensgebung, die Zuteilung der Säuglinge und der zukünftige Berufe wurden stets lange und gewissenhaft vom Komitee der Ältesten ... Jonas wird ein Zwölfer und damit steht für ihn eine besondere Zeremonie an: In diesem Jahr erhält er von der Gemeinschaft seinen Beruf. Entscheidungen wie das Zusammenbringen von Ehepartnern, die Namensgebung, die Zuteilung der Säuglinge und der zukünftige Berufe wurden stets lange und gewissenhaft vom Komitee der Ältesten diskutiert. S. 70-71 Obwohl er bei vielen seiner Mitschüler*innen bereits erahnen kann, welchen Beruf sie zugeteilt bekommen, weiß er selbst nicht, welche Aufgabe er gerne übernehmen würde. Als es dann so weit ist, wird er zum Hüter der Erinnerungen erwählt und muss schnell erkennen, dass sich für ihn vieles verändern wird. Zukünftig wird er die Ältesten beraten, weil er alleinigen Zugang zu den kollektiven Erinnerungen der Gemeinschaft und der früheren Generationen erhält. Was das bedeutet merkt er früher als ihm lieb ist… Das Worldbuilding gefällt mir richtig gut und hat mich stark an „Die Auswahl“ erinnert, das ich kürzlich beendet habe. Die Idee einer angepassten Gesellschaft, in der alle in einer harmonischen Gemeinschaft leben, fand ich interessant. Einige Informationen wurden mir zum Teil etwas spät eingebracht, sodass man das mentale Modell der Welt noch einmal über den Haufen werfen musste. Jonas wirkte sehr reif und umsichtig für sein Alter. Er macht eine starke Charakterentwicklung durch, die sehr beeindruckend, aber authentisch ist. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch liest sich in wenigen Stunden. Die Kürze ist fast schade, man würde gerne noch mehr über die beschriebene Welt, ihre Geschichte und Entstehung wissen. Gar nicht gefallen hat mir leider das Ende. Viel zu viele Fragen sind offen und das Ende lässt definitiv zu viel Interpretationsraum. Ich habe gesehen, dass es weitere Bände gibt, diese spielen zwar in einer ähnlichen dystopischen Welt, aber mit anderen Geschichten und Protagonisten. Ich würde mir so sehr einen weiteren Band zu Jonas wünschen! Deshalb hat das Buch letztendlich nur 4 Sterne von mir bekommen. Dennoch hat mir die Lektüre sehr gut gefallen und ich hatte Spaß mit dem Roman. Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen und habe es innerhalb von einem Tag durchgelesen. Ich weiß, dass es zu dem Buch auch einen Film gibt. Viele Szenen aus dem Buch waren mir schon sehr bekannt, ich habe den Film also wahrscheinlich schon einmal vor einigen Jahren gesehen. Ich denke aber, ich werde ihn mir jetzt noch einmal anschauen.

Lesenswert
von Cora Lein aus Berlin am 22.05.2016
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Inhalt: Jonas lebt in einem System, welches erschaffen wurde um die menschlichen Unterschiede auszumerzen. Es wird alles kontrolliert, von der Erziehung der Kinder bis zum Klima; nichts wird dem Zufall überlassen. Die Gemeinschaft der Gleichheit kennt nichts anderes und als Jonas nach der 12er-Zeremonie zum Nachfolger des Hüter... Inhalt: Jonas lebt in einem System, welches erschaffen wurde um die menschlichen Unterschiede auszumerzen. Es wird alles kontrolliert, von der Erziehung der Kinder bis zum Klima; nichts wird dem Zufall überlassen. Die Gemeinschaft der Gleichheit kennt nichts anderes und als Jonas nach der 12er-Zeremonie zum Nachfolger des Hüters der Erinnerungen benannt wird, gleicht dies einem Schock. Alles Wissen über die Menschheit schlägt auf ihn nieder und er erkennt, wie wichtig Individualität ist … Schreibstil: Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzulesen. Die Sätze sind kurz und einfach gehalten und ich dachte an ein Kinder- statt an ein Jugendbuch. Nach einiger Zeit wurde die Geschichte aber recht spannend und die Zerrissenheit in Jonas wurde sehr deutlich dargestellt. Wie schlimm ist es, etwas zu wissen, was andere nicht wissen? Und wie schlimm ist es, seiner Identität beraubt worden zu sein um gleich zu sein? Diese Thematik war unglaublich gut geschildert und berührt mich auch jetzt noch sehr. Allerdings hört dann die Geschichte auf, gerade da als ich dachte nun wird es ja richtig spannend … Was ist passiert?! Meiner Recherche nach gibt es noch drei weitere Bände um „The Giver“, wie die Reihe im Englischen heißt, allerdings nicht alle auf Deutsch und vom Inhalt her nicht wirklich zu Jonas Geschichte passend, was ich sehr schade finde. Charaktere: Jonas hat mir sehr gefallen, auch der Sprung vom Kind zum reifen Mitglied der Gemeinschaft war glaubhaft sowie seine Entwicklung. Der Geber, der alte Hüter der Erinnerungen, machte mir zu Beginn etwas Angst, aber er scheint ein herzensguter Mensch zu sein, dem nur das Wohle seiner Mitmenschen am Herzen liegt. Trotz der Gleichheit, waren die Charaktere auf minimale Art doch unterschiedlich, was ich auf eine Art interessant, aber auch etwas widersprüchlich fand. Cover: Das Cover wirkt leider nur, wenn man die Geschichte kennt. Im nachhinein finde ich es sehr gut gewählt, vor dem Lesen konnte ich damit nur wenig anfangen. Fazit: Eine sehr spannende und erschreckende Dystopie, welche ich schon fast als Pflichtlektüre ansehe – gerade in der heutigen Zeit wo doch aus Protest wieder mal rechts gewählt wird; Kriege ausgetragen werden, weil die Waffenlobby auf dem Rücken der Bevölkerung Geld machen will; Machtgierige Menschen sich über Gesetze stellen und so weiter und so fort. Ggf. sollten diesen Menschen mal Erinnerungen von früher eingetrichtert werden, damit sie aus Fehlern lernen und nicht glauben daraus profitieren zu können. Mir hat das Buch, trotz des eigenartigen Endes, gut gefallen, daher vergebe ich 4 Sterne.

Nicht nur für Kinder
von einer Kundin/einem Kunden aus Heiligenhaus am 07.12.2014

"Hüter der Erinnerung" ist ein Klassiker und nicht umsonst ein Bestseller der sogar verfilmt wurde. Die Geschichte ist sehr bewegend, auch wenn sie nicht lang und intensiv ist. Das Buch reizt uns alle an jeden Tag die Freiheit zu genießen und vor allem dankbar zu sein. Und gerade wegen dieser Lehre ist das Buch nicht nur für K... "Hüter der Erinnerung" ist ein Klassiker und nicht umsonst ein Bestseller der sogar verfilmt wurde. Die Geschichte ist sehr bewegend, auch wenn sie nicht lang und intensiv ist. Das Buch reizt uns alle an jeden Tag die Freiheit zu genießen und vor allem dankbar zu sein. Und gerade wegen dieser Lehre ist das Buch nicht nur für Kinder, sondern für Menschen jedes alters geeignet. Ein "must-have" für jeden Bücherwurm


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