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Das Bücherzimmer

Roman. Ein bewegendes Frauenschicksal

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Taschenbuch

Ein anrührendes und überzeugendes Frauenbild vor dem Hintergrund einer widrigen Zeit.

Einem unehelichen Kind stehen nicht alle Türen offen in der österreichischen Provinz. Die vierzehnjährige Marie muss froh sein, dass sie Dienstmädchen in der großen Stadt Linz werden darf. Aber am leichten Leben der Stadtmenschen, die ihre Tage mit Zeitunglesen, Tennisspielen und Reisen zubringen, darf das Mädchen nicht teilhaben.

Ihr Leben ist von harter Arbeit und strengen Regeln geprägt, die von der betagten Haushälterin eisern durchgesetzt werden. Nur ganz allmählich eröffnen sich Freiräume, nur ganz allmählich zeigen die »gnädige Frau« und der »gnädige Herr« auch einmal menschliche Züge.

Und dann beginnt sich der Franz für das junge Mädchen zu interessieren, ein fescher Bursche, der Sohn eines gutverdienenden Bäckers, der sogar ein Motorrad besitzt. Nach zähem Ringen mit den Eltern wird Marie seine Frau. Die Hochzeitsreise führt nach Wien, und nun könnte eigentlich alles gut werden, wenn da nicht die Politik wäre.

Man schreibt das Jahr 1938, Österreich ist annektiert worden, in Linz wird ein riesiges Stahlwerk gebaut und alle, die den neuen Herren im Weg stehen, werden beseitigt. Da wird dann auch manche private Rechnung beglichen ...

Portrait
Rosemarie Marschner, geboren in Wels (Oberösterreich), lebt als freie Journalistin und Schriftstellerin in Düsseldorf. Sie hat mehrere Romane veröffentlicht, darunter ›Das Bücherzimmer‹, das von Lesern und Kritikern gleichermaßen begeistert aufgenommen wurde.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 01.11.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-21099-7
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12/2,7 cm
Gewicht 297 g
Auflage 7. Auflage
Verkaufsrang 143498
Buch (Taschenbuch)
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Anja Cordes, Thalia-Buchhandlung Neuss

Ein interessantes Portrait der Gesellschaft, die in den 20er und 30er lebt und es noch strikte Verhaltensregeln gibt und noch strengere Moralvorstellungen.

Kundenbewertungen

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Als Linzerin muss man es gelesen haben!
von einer Kundin/einem Kunden am 22.05.2019

Nicht nur das man Marie Zweisam einfach mögen muss, man muss auch während des Lesens darüber nachdenken welcher der Läden am Linzer Hauptplatz war denn eigentlich diese Bäckerei?! Die Geschichte der kleinen Marie vom Land hat mich von der ersten Seite an berührt und ich kann das Buch - auch für Nicht-Linzer - nur empfehlen!

Ein wahrer Lesegenuss
von Gabriele Bessen am 15.03.2016

In einem kleinen Dorf bei Linz wächst Marie Zweisam bei ihrer Mutter auf. Schon früh lernt sie, was es bedeutet, ausgestoßen und verachtet zu werden, denn sie ist unehelich. Mit 14 Jahren tritt sie ihre Dienste im Haushalt einer reichen Linzer Familie an, damit sie es später mal besser habe. Arbeit von früh bis spät prägen ihren... In einem kleinen Dorf bei Linz wächst Marie Zweisam bei ihrer Mutter auf. Schon früh lernt sie, was es bedeutet, ausgestoßen und verachtet zu werden, denn sie ist unehelich. Mit 14 Jahren tritt sie ihre Dienste im Haushalt einer reichen Linzer Familie an, damit sie es später mal besser habe. Arbeit von früh bis spät prägen ihren Alltag und auch hier erlebt sie intensiv das Gefühl, außen vor zu stehen. Nur die tägliche Stunde in der Bibliothek des alten Herrn Notar, in der sie ihm aus den diversen Zeitungen vorlesen darf, sind ein Kraftquell für sie. Marie ist intelligent, wissbegierig und sehr hübsch. Ihr Aufenthalt in der Villa Horbach jedoch endet jäh, als Maries Mutter lebensbedrohlich krank wird und ihre Hilfe braucht. Der Bäckersohn Franz Janus verliebt sich in sie und in ihrer grenzenlosen Einsamkeit gibt sie ihm ihr Ja-Wort. Die kurze Blütezeit ihrer Ehe ist schnell vorüber und Marie leidet unter ihrer kalten Schwiegermutter, die sie als billige, aber tüchtige Arbeitskraft missbraucht und unter ihrem Ehemann, der sich hinter seine Mutter stellt und Konflikten gern aus dem Weg geht. Das Portrait einer jungen Frau, die durch ihre Intelligenz die Zusammenhänge sehr wohl durchschaut, als Hitler Österreich annektiert und die beginnende Freude der Österreicher mit all ihren Hoffnungen auf Arbeit, Sicherheit und Wohlstand schnell in Angst und Unmut umschlagen. Marie bekommt mit, wie Juden spurlos verschwinden, abgeholt werden oder sich das Leben nehmen. Ihre Schwiegermutter ist nicht ganz unschuldig an dem Verschwinden der Familie von Maries Jugendfreunden. Als sie von ihr auch noch des Volksverrates angezeigt wird, braucht Marie einen wahren Engel, der sie vor dem drohenden KZ rettet... Lange habe ich kein so gute Buch gelesen. Marie, die Protagonistin, wird klar und facettenreich mit all ihren Gedanken und Gefühlen gezeichnet, dass sich der Leser ein so intensives Bild von ihr machen kann, dass er sie am liebsten begleiten, warnen oder ihr zuraten möchte, bei allem, was Marie tut. Die Einbettung in die Geschichte Österreichs, die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg macht gerade in unserer momentanen Lage in Deutschland hellhörig und Parallelen, wie schnell sich Menschen begeistern und mitreißen lassen, wenn ihnen etwas nicht gefällt oder ihr Lebensstil und Wohlstand, gemessen an anderen, bedroht scheinen, drängen sich förmlich auf...

Das Leben eines Dienstmädchens in der Zwischenkriegszeit in Linz
von Gertie G. aus Wien am 06.04.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die Autorin erzählt das Leben einer jungen Frau zwischen den beiden Weltkriegen. Marie, obwohl die begabteste Schülerin der Dorfschule, muss mit 14 Jahren eine Stelle als Dienstmädchen in Linz antreten. Sie ist unehelicher Geburt und katholisch. Das passt in der kleinen ländlichen Welt nicht zusammen. Während ihrer Dienstzeit... Die Autorin erzählt das Leben einer jungen Frau zwischen den beiden Weltkriegen. Marie, obwohl die begabteste Schülerin der Dorfschule, muss mit 14 Jahren eine Stelle als Dienstmädchen in Linz antreten. Sie ist unehelicher Geburt und katholisch. Das passt in der kleinen ländlichen Welt nicht zusammen. Während ihrer Dienstzeit entwickelt sie sich zu einer belesenen jungen Frau. Es ist ihr in der kargen Freizeit gestattet, das Bücherzimmer des Hausherrn zu betreten und dem alten Notar vorzulesen. Außerdem leiht sie sich in der Stadtbücherei Lesestoff aus. Der Tod ihrer Mutter und die damit verbunden Erbstreitigkeiten mit Onkel und Tante, lassen sie in die Ehe mit einem Bäckersohn schlittern. Die Schwiegermutter, ehrgeizig und intrigant, profitiert vom aufkommenden Nationalsozialismus. Sie geht soweit, ihre Schwiegertochter zu denunzieren. Als Marie verhaftet wird, entsinnt sie sich ihres Vaters. Der holt sie, stets im Verborgenen bleibend, aus den Klauen der Machthaber. Marie bleibt trotz der Anfeindungen eine aufrechte, freundliche und liebenswerte Person Die Autorin verwendet eine einfache, klare Sprache, die beinahe schon karg zu nennen ist. Überflüssige Schnörksel fehlen. Sie schildert das Leben rund um Linz in der Zeit zwischen 1934 und 1938. Mit starken Szenen und einfühlsamen Worten bringt sie uns die damalige Zeit nahe. Ein großartiges Buch!