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Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten

Roman. Ausgezeichnet mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar 2009

(13)
Der Krieg der Schweizer
Nach Faserland und 1979 der lange erwartete neue Roman von Christian Kracht: Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten ist die literarische Erfindung eines alternativen Verlaufs der Weltgeschichte seit dem 1. Weltkrieg. Eine spannende Reise ans Ende der Nacht …
Es ist das Jahr 1917. Lenin besteigt  n i c h t  den plombierten Waggon von Zürich nach St. Petersburg. Die russische Revolution findet  n i c h t  statt. Stattdessen erlebt die Schweiz einen kommunistischen Umsturz, und die Geschichte des 20. Jahrhunderts entwickelt sich völlig anders als wir sie heute kennen.
Christian Kracht beginnt sein neues Werk mit der präzisen Sprache eines Kriegsberichts, doch allmählich schleichen sich Elemente des Unwirklichen ein, und die uns bekannten Parameter verschieben sich mehr und mehr.
So erzählt dieser zunächst historisch anmutende Roman die Geschichte eines Schweizer Politkommissars, der einen Mord aufklären soll und zur Réduit, zur großen Schweizer Bergfestung, in das Herz der Finsternis reist.
Der poetische Zauber, mit dem sich Christian Krachts düster-schillernder Zukunftsentwurf in fast filmischen Bildern wie ein – durch einen alten Projektor ratternder – Dokumentarfilm auf die Netzhaut des Lesers projiziert, liegt vor allem darin, dass er zwar innerhalb uns bekannter Koordinaten, jedoch in einer uns vollkommen fremden Welt spielt. Einer Welt, in der die Schweiz ein sozialistisches Imperium ist, eine Kolonialmacht, die sich im immerwährenden Krieg befindet.
Zugleich Polit-Thriller, Science-Fiction und historischer Roman, führt uns Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten in eine betörend fremde Welt, an dessen Ende nur die Kraft der Liebe steht.
Portrait
Christian Kracht, 1966 in der Schweiz geboren, zählt zu den modernen deutschsprachigen Schriftstellern. Seine Romane 'Faserland', '1979', 'Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten' und 'Imperium' sind in 30 Sprachen übersetzt. 2012 erhielt Christian Kracht den Wilhelm-Raabe-Preis, 2016 den Schweizer Buchpreis und den Hermann Hesse Literaturpreis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 148
Erscheinungsdatum 16.09.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04041-8
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 19,7/12,3/2,2 cm
Gewicht 257 g
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Mit diesem Buch ist Christian Kracht ein Meisterwerk gelungen !“

Sabrina Küpper, Thalia-Buchhandlung Neu-Ulm

Unsere Welt mal anders. Die Schweiz wird zum Drahtzieher einer neuen Weltordung. Eine ganz schräge Welt in einer wundervollen Sprache.
Zwar ist auch mir der Schluss nicht ganz klar, was diesem Buch aber in keinster Weise schadet. Ganz im Gegenteil, es lässt unglaublich Raum für die eigene Fantasie.
Unsere Welt mal anders. Die Schweiz wird zum Drahtzieher einer neuen Weltordung. Eine ganz schräge Welt in einer wundervollen Sprache.
Zwar ist auch mir der Schluss nicht ganz klar, was diesem Buch aber in keinster Weise schadet. Ganz im Gegenteil, es lässt unglaublich Raum für die eigene Fantasie.

„was wäre wenn....“

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Ettlingen

Was wäre wenn ... nicht Russland sondern die Schweiz kommunistisch geworden wäre nach dem ersten Weltkrieg.
Christian Kracht lässt seiner Fantasie freien Lauf und die Schweiz wird zum Schauplatz einer kommunistischen Führung, es läuft nicht alles nach Plan.
Ein Buch für alle die Lust haben sich auf ein etwas schräges Buch mit überraschendem Schluss einzulassen.
Was wäre wenn ... nicht Russland sondern die Schweiz kommunistisch geworden wäre nach dem ersten Weltkrieg.
Christian Kracht lässt seiner Fantasie freien Lauf und die Schweiz wird zum Schauplatz einer kommunistischen Führung, es läuft nicht alles nach Plan.
Ein Buch für alle die Lust haben sich auf ein etwas schräges Buch mit überraschendem Schluss einzulassen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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3
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Was wäre wenn...
von Conny Hannesschläger aus Pasching am 14.03.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Christian Kracht ist ein Meister seines Fachs. In diesem Roman erzählt er die utopische Version einer Welt nach dem 1. Weltkrieg. Die Schweiz wird zum Drahtzieher der neuen Weltordnung und absolute Kolonialmacht auf einer Erde, die vom immerwährenden Krieg bestimmt wird. Poetisch und philosophisch wird uns dieses alternative Leben nähergebracht und... Christian Kracht ist ein Meister seines Fachs. In diesem Roman erzählt er die utopische Version einer Welt nach dem 1. Weltkrieg. Die Schweiz wird zum Drahtzieher der neuen Weltordnung und absolute Kolonialmacht auf einer Erde, die vom immerwährenden Krieg bestimmt wird. Poetisch und philosophisch wird uns dieses alternative Leben nähergebracht und düster und unheilvoll sind die Seiten dieses Buchs...eine wunderbare, anregende Lektüre

Eine parallele Vergangenheit
von Susanne Pichler aus Linz Lentia am 27.12.2010

Was wäre wenn? Mit kaum einer anderen Fragestellung lassen sich spannendere Geschichten entwickeln als mit dieser. Auch Christian Kracht hat sich dieser Möglichkeit bedient. Er geht von folgendem Szenario aus: Lenin ist 1917 nicht nach Russland zurückgekehrt, sondern in der Schweiz geblieben und hat eben dort die "Schweizer Sowjetrepublik" gegründet. Der... Was wäre wenn? Mit kaum einer anderen Fragestellung lassen sich spannendere Geschichten entwickeln als mit dieser. Auch Christian Kracht hat sich dieser Möglichkeit bedient. Er geht von folgendem Szenario aus: Lenin ist 1917 nicht nach Russland zurückgekehrt, sondern in der Schweiz geblieben und hat eben dort die "Schweizer Sowjetrepublik" gegründet. Der Roman spielt 96 Jahre später. Die Welt befindet sich seit 96 Jahren im Krieg. Die Schweiz hat Ostafrika kolonialisiert und züchtet dort den dringend benötigten Nachwuchs an Soldaten heran; tief in den Alpen liegt das Machtzentrum der Schweiz, eine Festung tief im Fels vergraben; Deutschland und England, beide werden von Faschisten regiert, Korea, ein asiatischer Machtblock und das Großaustralische Reich sind die Hauptfeinde der Schweiz. Der gesamte amerikanische Kontinent hat seine Grenzen nach außen verschlossen, dahinter tobt ein erbitterter Bürgerkrieg. Technisch hat es im vergangenen Jahrhundert kaum eine Weiterentwicklung gegeben; noch immer gibt es Luftschiffe, Lesen und Schreiben werden nur noch von den wenigsten beherrscht. Es gibt keine lebende Seele, die im Frieden geboren wurde und genauso wenig erwartet sich noch irgendjemand, im Frieden zu sterben. Es ist eine kalte, wahnsinnige und zerstörte Welt, die man betritt. Es ist irritierend, wie vertraute Parameter einen plötzlich ins Unbekannte, Fremde führen. Der Leser erfährt nicht viel aus den vergangenen 96 Jahren. Christian Kracht bietet ein grobes Gerüst an, auf dem man sich mühsam vorwärts bewegen muss. Nicht alles wird erklärt, vieles bleibt unklar, liebend gerne hätte ich oft mehr erfahren. Oft kann man sich ein subjektives Urteil bilden, das richtig oder falsch sein kann. Manche Passagen, besonders gegen Endes des Buches, sind geradezu prädestiniert für die wildesten Spekulationen. Es wäre vermessen zu sagen: Ich habe alles verstanden. Ein Buch, das verstört und den Leser mit gewalt in eine Welt stößt, die man eigentlich gar nicht kennen will, aber die dennoch fasziniert. Fasziniert, weil sie sich jeder vertrauten Entwicklung verschließt und eben dieses "Was wäre wenn" einen nicht mehr loslässt. Ein ideales Buch für jeden, der einmal ganz etwas anderes lesen möchte.

Kracht, Ich werde hier sein im Sonnenschein...
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 29.10.2010

Auch dieser Kracht-Roman über eine "sozialistische" Schweiz, über jahrzehntelangen Krieg, über das "Reduit" hat mich wieder sehr angezogen und gefesselt! Nein, den Schluß verstehe ich wie so viele andere LeserInnen auch nicht. Entweder erschließt er sich mir noch beim Wiederlesen. Oder er bleibt als beunruhigender, manchmal nagender Zweifel in... Auch dieser Kracht-Roman über eine "sozialistische" Schweiz, über jahrzehntelangen Krieg, über das "Reduit" hat mich wieder sehr angezogen und gefesselt! Nein, den Schluß verstehe ich wie so viele andere LeserInnen auch nicht. Entweder erschließt er sich mir noch beim Wiederlesen. Oder er bleibt als beunruhigender, manchmal nagender Zweifel in meinem Büchergedächtnis. Nicht der schlechteste Platz für einen gelesenen Roman! Kracht gehört jedenfalls, so "schräg" und mich zum Widerspruch reizend ich ihn auch oft finde, zu den Autoren, deren nächstes Buch ich ungeduldigst erwarte!