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Kassandra

Erzählung

In Kassandra greift Christa Wolf auf einen Mythos des abendländischen Patriarchats zurück, den Trojanischen Krieg. Während Kassandra, die Seherin, auf dem Beutewagen des Agamemnon sitzt, überdenkt sie noch einmal ihr Leben. Mit ihrem Ringen um Autonomie legt sie Zeugnis ab von weiblicher Erfahrung in der Geschichte.
Portrait
Christa Wolf, geboren 1929 in Landsberg/Warthe (Gorzów Wielkopolski), lebte in Berlin und Woserin, Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Georg-Büchner-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Uwe-Johnson-Preis, ausgezeichnet. Sie verstarb am 1. Dezember 2011 in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 178
Erscheinungsdatum 18.08.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46052-8
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 17,9/11/1,5 cm
Gewicht 120 g
Auflage 6. Auflage
Verkaufsrang 35392
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Gefühls-Gedächtnis, Angst-Gedächtnis

Barbara Mahlkemper, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Kassandra spricht ihren Monolog, eine Außenseiterin, mit einer besonderen Gabe gesegnet, verflucht. Christ Wolf schreibt in starker Sprache über griechische Geschichte, den Untergang Troias. Alles erfährt der Leser aus dem inneren Erleben der Seherin, die die Zukunft vorhersagt, ohne sie ändern zu können, da sie die Menschen nicht ändern kann. Und die sich gleichzeitig als Chronistin, als Gedächtnis der Menschheit begreift. Sehr poetisch. Sehr klar. Bewusstsein bis zum Ende: "Das Letzte wird ein Bild sein, kein Wort. Vor den Bildern sterben die Wörter."

Kundenbewertungen

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"Kassandra"
von einer Kundin/einem Kunden aus Weimar am 09.09.2010

"Zwölfmal hatte das glühende Eisen in uns jene Stelle ausgebrannt, aus der Schmerz, Liebe, Leben, Träume kommen können. Das namenlose Weiche, das den Menschen zum Menschen macht." Als wir damals im Zuge des Deutschunterrichts anfingen "Kassandra" zu lesen, hätte ich nie gedacht das es eines jener Bücher ist, die einen nie wie... "Zwölfmal hatte das glühende Eisen in uns jene Stelle ausgebrannt, aus der Schmerz, Liebe, Leben, Träume kommen können. Das namenlose Weiche, das den Menschen zum Menschen macht." Als wir damals im Zuge des Deutschunterrichts anfingen "Kassandra" zu lesen, hätte ich nie gedacht das es eines jener Bücher ist, die einen nie wieder loslassen. Der Charakter der Kassandra, so vielseitig, erschreckend und ehrlich hat mich faziniert und ihre Gedanken ließen mich nicht mehr los. Obwohl der Roman zur zeit der Trojanischen Kriege angesetzt ist, das Thema ist aktueller denn je. Christa Wolf gehört für mich einfach zu den Autoren, die man gelesen haben sollte.

Faszinierende und vielschichtige Erzählung!
von Nicole Laquai-Hammam aus Limburg am 16.08.2010

Diese 1983 erstmals veröffentlichte Erzählung zählt zu den wichtigsten Werken Christa Wolfs, die zu den bedeutendsten Autorinnen der Gegenwart zählt. Ich habe diesen Text gelesen, weil meine Bereichsleitung neugierig war, wie Frauen ihn in der heutigen Zeit verstehen. Gerne gehe ich da mit ihr und selbstverständlich auch mit I... Diese 1983 erstmals veröffentlichte Erzählung zählt zu den wichtigsten Werken Christa Wolfs, die zu den bedeutendsten Autorinnen der Gegenwart zählt. Ich habe diesen Text gelesen, weil meine Bereichsleitung neugierig war, wie Frauen ihn in der heutigen Zeit verstehen. Gerne gehe ich da mit ihr und selbstverständlich auch mit Ihnen in die Diskussion. Dieses Buch hat einen hoch komplexen Inhalt und verwendet eine Sprache, bei der sich hinter jedem, oftmals Stakkato ähnlichem Satzgebilde eine Interpretation geradezu aufdrängt, zu deren Verständnis man aber auch etwas über die Biographie der Autorin wissen muss. Es geht um Politik, um Macht und auch immer um das Selbstbild der Frau. Und dies war für mich die eigentlich spannende Frage: Wie hat sich die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft im Laufe von rund 30 Jahren verändert? Die Beantwortung dieser Frage ist sehr vielschichtig und nicht eindeutig. Ebenso ist entscheidend, welche Rolle Sie sich selbst zugedacht haben und nach was Sie Streben, denn dann können Sie die Reflexion Kassandras nachvollziehen oder reagieren mit Unverständnis. Für mich war die Lektüre zum einen eine Herausforderung und zum anderen eine Bereicherung - daher an dieser Stelle vielen Dank für den Tipp und ich freue mich über einen regen Austausch von Meinungen!

Schwerer Stoff
von einer Kundin/einem Kunden aus Dortmund am 24.08.2009

Wir haben dieses Buch in der Schule besprochen, was jedoch bei den hier anzutreffenden sprachlichen Gebilden manchmal gar nicht mal so leicht war. Dieses Buch lässt jedoch mal einen ganz nüchternen Blick auf den Mythos um Troja zu, der parabolisch auf viele gegenwärtige Umstände zugreift. Ungeübtere Leser sollten hier jedoch auf... Wir haben dieses Buch in der Schule besprochen, was jedoch bei den hier anzutreffenden sprachlichen Gebilden manchmal gar nicht mal so leicht war. Dieses Buch lässt jedoch mal einen ganz nüchternen Blick auf den Mythos um Troja zu, der parabolisch auf viele gegenwärtige Umstände zugreift. Ungeübtere Leser sollten hier jedoch auf Sekundariteratur zurückgreifen.