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Vom Neandertal in die Philharmonie

Warum der Mensch ohne Musik nicht leben kann

Eckart Altenmüller

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Beschreibung


Warum haben wir Menschen Musik? 

Wie entfaltet Musik ihre Wirkung? Was geht dabei in unserem Gehirn vor? Fördert Musik die Intelligenz? Dient sie dem Gruppenzusammenhalt? Teilt Musik Emotionen mit? Dieses Buch erklärt die zahlreichen Wirkungen von Musik auf Fühlen und Denken, auf die Organisation von Gruppen sowie auf unsere körperliche und geistige Gesundheit. Im ersten Teil des Werkes werden die evolutionären Grundlagen der Musikwahrnehmung und des Musizierens dargestellt. Die faszinierenden neuen Erkenntnisse zu den positiven, aber auch den negativen Auswirkungen intensiven Musizierens auf das Nervensystem werden in den folgenden Kapiteln geschildert. Glücklicherweise macht Musik nur selten krank – viel wichtiger sind die bislang noch gar nicht ausgeschöpften heilenden Potenziale und die große Macht der positiven Emotionen, die durch Musik ausgelöst werden. Mit diesen erfreulichen und zukunftsweisenden Aspekten schließt das Buch, das jeden ansprechen wird, der eine Liebe zur Musik empfindet, sei es als Musizierender oder als Hörer. 

Produktdetails

Einband Set mit diversen Artikeln
Seitenzahl 511
Erscheinungsdatum 30.03.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8274-1681-0
Verlag Springer Berlin
Maße (L/B/H) 19,3/13,6/4,1 cm
Gewicht 676 g
Abbildungen 2010. mit 10 schwarzweissen und 16 Farbabbildungen 210 mm
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 135404

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Die Musik des Lebens
von S.A.W aus Salzburg am 07.09.2018

Der Gesang der Vögel, das Froschkonzert, die Musik der Wale – Tiere machen Musik und mögen sie auch (Kühe geben bei Mozartsymphonien mehr Milch, was allerdings nicht signifikant bewiesen ist). Vögel und Wale nutzen ihre Gesänge vor allem, um die Weibchen zu beeindrucken, wobei die kreativsten Wale die größten Chancen haben. Mus... Der Gesang der Vögel, das Froschkonzert, die Musik der Wale – Tiere machen Musik und mögen sie auch (Kühe geben bei Mozartsymphonien mehr Milch, was allerdings nicht signifikant bewiesen ist). Vögel und Wale nutzen ihre Gesänge vor allem, um die Weibchen zu beeindrucken, wobei die kreativsten Wale die größten Chancen haben. Musik ist beim Menschen universal verbreitet, es gibt Musik-Gene und Musik-Areale im Gehirn. Sie hat vor allem soziale Funktionen (Brautwerbung, Demonstration von Gesundheit und Wohlstand, sozialer Zusammenhalt, Mutter-Kind-Bindung durch Wiegenlieder, Nationalhymnen als Zeichen der nationalen Zugehörigkeit, rhythmische Arbeitslieder zur Koordination von Arbeitsgruppen z.B. Ho-ruck, Gruppenbindung durch gemeinsames Tanzen bei religiösen Ritualen). In sozialen Verbänden lebende Säugetiere verwenden akustisch emotionale Signale, z.B. die Pant-hoods bei Schimpansen. Vor 2 Mill J teilte sich diese Signale in Musik (emotionaler Zusammenhalt) und Sprache (Information) auf. Im Gesang von Liedern und Arien verbinden sich die beiden Kanäle wieder zu einem Ganzen, was Liedern eine doppelte emotionale Angriffigkeit verleiht. Akustische Warnsignale wie bei Murmeltieren lösen Schutzverhalten aus und sichern somit das Überleben. Die Gruppengesänge der Menschen lösten eine Trance aus, die schwere körperliche Arbeit erleichterte und Schmerzen verminderte. Über Gesten entwickelte sich die begriffliche Sprache, die Musik wurde als zweites Kommunikationssystem beibehalten, um Glücksgefühle zu vermitteln. Emotional berührende Musik löst Gänsehaut aus. Dabei wird der autonome Sympathicus-Nerv aktiviert, die Haarwurzeln ziehen sich zusammen, die Haare stellen sich auf, ein kühler Schauer läuft über die Haut. Chills sind Aktivierungen im Belohnungszentrum des limbischen System und gehen mit Erhöhung von Blutdruck und Herzfrequenz einher. Mittelhirn, orbitofrontaler Cortex und nucleus accumbens werden aktiviert, die Amygdala gebremst. Das Belohnungs- u Motivationshormon Dopamin und Endorphine werden ausgeschüttet. Musikhören entwickelt Emotionen in der Zeit, durch Spannung, Entspannung und Höhepunkte besonders schöner Melodien. Als Apollos Fluch wird die Musikerdystonie von Instrumentalisten bezeichnet, von der 2% der Berufsmusiker betroffen sind, die dann meist den Beruf wechseln müssen. Besonders Ehrgeiz und Leistungsdruck in Richtung Perfektion scheinen dafür verantwortlich zu sein. Später Übungsbeginn und zwanghaften Üben in stereotypen Wiederholungen gefährden vor allem Gitarristen, Pianisten, Flötisten und Blechbläser, die alle bis zu 6 Stunden am Tag üben, was die Verkrampfung begünstigt. Durch exzessives Üben vergrößern sich die Fingerareale im sensumotorischen Kortex, überlagern sich und verschwimmen schließlich, bis es zu Fehlsteuerungen kommt. Es besteht eine positive Korrelation zwischen Intelligenz und Musikalität. Sehr interessantes Buch mit detaillierten Informationen. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Zaubere dein Leben. Erfülle dir alle Träume und erreiche jedes Ziel.“


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  • Widmung.- Dank.- Vorwort.- 1. Vom Wesen der Musik.- Was ist Musik? Machen Tiere Musik? Mögen Tiere Musik? Musik in frühen Kulturen: Wie klang es im Neandertal? Musik als soziale Kunst - zur evolutionären Bedeutung von Musik für den Menschen.- 2. Musik hören: Musik entsteht im Kopf.- Musik als zusammengesetzte akustische Gestalt. Anatomische und neurophysiologische Grundlagen der Musikwahrnehmung. Gehörbildung formt neuronale Netzwerke. Langjähriges Hörtraining formt das Gehirn. Besondere Hörfertigkeiten: das Absolute Gehör. Neurobiologie der Plastizität des Musikhörens.- 3. Musik machen.- Was Musiker können müssen: Hand- und Mundfertigkeiten. Anatomische und neurophysiologische Grundlagen der Musiker-Sensomotorik. Wie Üben: zur Neurodidaktik des Übens. Musiker-Gehirne sind besonders. Apollos Fluch: Verlust der Feinmotorik.- 4. Musik als Therapie.- Die heilende Kraft der Schamanen. Musik als Hilfe bei psychiatrischen Erkrankungen. Musikunterstütztes Training in der Rehabilitation von Bewegungsstörungen. Störungen der Musikwahrnehmung: die Amusien. Melodic Intonation Therapie bei Aphasikern.- 5. Musik als emotionale Kommunikation.- Was sind Emotionen und wie werden musikalische Emotionen verarbeitet? Welche Musik löst bei wem welche Emotionen aus? Extase und Flow: Starke Erlebnisse beim Musizieren und beim Musikhören. Zum Verhältnis von Musik und Sprache. Die Musik der Zukunft: Wohin gehen wir?.- 6 Coda.- Glossar.- Index.