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Sehnsucht

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Rezension
Dampfhammer-Rock und martialische Texte - Das Sextett aus der Bundeshauptstadt etablierte sich innerhalb von zwei Jahren als eine der führenden Rock-Formationen Deutschlands. Mit "Sehnsucht" setzt die Band ihre musikalische Reise durch eine Welt voller Gewalt, Erotik und Liebe kompromißlos fort. Die Gruppe um Sänger Till Lindemann weicht auch auf ihrem zweiten Album keinen Fußbreit vom Erfolgs-Sound ab. Mit ungebrochener Spielfreude kreierte Rammstein unter der bewährten Regie von Produzent Jacob Hellner elf packende Songs mit furiosen Metal-Riffs, treibenden Rhythmen und düsteren, schwermütigen Texten. Diese einzigartige Mischung machte bereits das Debütalbum "Herzeleid", von dem bis heute über 400.000 Einheiten verkauft wurden, zu einer der erfolgreichsten CDs einer deutschsprachigen Rockband in den 90er Jahren. Im Opener und Titelsong "Sehnsucht" verfeinert Rammstein das Konzept mit eigenwilligen Sprach-Samples und gekonnt eingebauten elektronischen Elementen. Auch in den übrigen Songs, darunter die zusammen mit Sängerin Bobo eingespielte Single "Engel", setzt Rammstein auf eine perfekte Mischung aus gewohnt harten, martialisch angehauchten Texten, schneidenden Hardcore-Sounds und modernen Klängen. Bestes Beispiel hierfür ist der Track "Tier", in dem die Band mit treibenden Gitarren-Riffs, bombastischen Synthesizer-Fanfaren und bedrohlichen Worten eine apokalyptische Stimmung erzeugt. Rammstein spielt in den Texten auf virtuose, ungewohnt offene und zweideutige Weise mit den populären Mythen des 20. Jahrhunderts - von Sadomasochismus über die neue Lust am Okkulten bis hin zur zerstörerischen Gewalt der postindustriellen Gesellschaft - ohne dabei eindeutig Stellung zu beziehen. Mit Songs wie dem gnadenlos rockenden "Eifersucht" und der mit einer romantischen Piano-Melodie verzierten Bombast-Ballade "Klavier", in der Till Lindemann als moderner, gebeutelter Minnesänger auftritt, wird Rammstein die Fan-Basis weiter ausbauen. Keiner Band in Deutschland gelingt der gewagte Spagat zwischen gewolltem Tabubruch und teutonischer Musik-Brachialität derzeit besser als diesem Sextett aus Berlin. (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 25.08.1997
Sprache Deutsch
EAN 0731453730427
Genre Deutschrock/Progressiv
Hersteller Universal Music Vertrieb - A Division of Universal Music GmbH
Spieldauer 44 Minuten
Komponist Rammstein
Verkaufsrang 3.272
Musik (CD)
17,99
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
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Der Sprung in eine höhere Liga
von Thomas Zörner aus Lentia am 09.06.2008

Nach wehmütigem "Herzeleid" folgt nun peinigende "Sehnsucht". Rammsteins Albentitel klingen fast zu lieblich für die Musik, die die Berliner produzieren. Reflektiert auf Lindemanns Texte, machen sie aber wieder vollkommen Sinn. "Sehnsucht" beginnt mit dem Namensgeber und der macht sofort klar was hier gespielt wird. Industrial Metal mit großer Lyrik. Die... Nach wehmütigem "Herzeleid" folgt nun peinigende "Sehnsucht". Rammsteins Albentitel klingen fast zu lieblich für die Musik, die die Berliner produzieren. Reflektiert auf Lindemanns Texte, machen sie aber wieder vollkommen Sinn. "Sehnsucht" beginnt mit dem Namensgeber und der macht sofort klar was hier gespielt wird. Industrial Metal mit großer Lyrik. Die Gitarren sind auf "Brachial" gestellt und Lindemanns Organ auf Bedrohlichkeit. Er rollt das R so markant wie eh und je. Mit "Engel" feierten Rammstein ihren bis dato wohl größten Erfolg, was kommerzielles betrifft. Ist aber auch verständlich, der Song ist toll und das Video mit seiner "From Dusk till Dawn" Ästhetik ein Klassiker. Mir persönlich gefällt der Folgetrack "Tier" aber fast noch eine Spur besser. Da darf die Rübe kreisen und der Text ist so aufrührend wie man es erwartet. "Bestrafe mich" erinnert noch am meisten an "Herzeleid", das Tempo ist um einiges gemäßigter und der Text träge, wems gefällt. "Du hasr" gehört ebenfalls ganz klar, zu den großen Rammsteinklassikern und das nicht ohne Grund, der Song ist Wahnsinn. Rein aus der musikalischen Sicht ist alles klar, aber wenn man dann noch Lindemanns fantastischen, metaphorischen Text dazuaddiert kommt dabei ganz großes Kino heraus. "Bück dich" war dann von der Thematik her sowas wie das erste "Mann gegen Mann". "Spiel mit mir" kann das Niveau nicht ganz halten, auch wenn es extem atmosphärisch ist. "Klavier" schlägt ruhigere Töne an, macht dabei alles richtig und setzt gekonnt Melancholie ein. "Eifersucht" wartet mit einem grotesken Text auf ("Dann iss mich ganz auf/und leck den Teller ab") und sagt insofern wohl jedem Fan zu. Rammstein katapultierten sich mit "Sehnsucht" in eine höhere Liga und konnten bei ihren Wahnsinnsliveshows auf noch brachialere Titel zurückgreifen, insofern verfeinerten sie diese noch, wie zB auf der "Live in Berlin" DVD zu sehen ist.