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  • Nussknacker und Mausekönig
  • Leseprobe

Nussknacker und Mausekönig

Aus: "Die Serapionsbrüder"

Buch (Taschenbuch)
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Klassiker aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, , - Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Am vierundzwanzigsten Dezember durften die Kinder des Medizinalrats Stahlbaum den ganzen Tag über durchaus nicht in die Mittelstube hinein, viel weniger in das daranstoßende Prunkzimmer. In einem Winkel des Hinterstübchens zusammengekauert, saßen Fritz und Marie, die tiefe Abenddämmerung war eingebrochen, und es wurde ihnen recht schaurig zumute, als man, wie es gewöhnlich an dem Tage geschah, kein Licht hereinbrachte. Fritz entdeckte ganz insgeheim wispernd der jüngern Schwester (sie war eben erst sieben Jahr alt worden), wie er schon seit frühmorgens es habe in den verschlossenen Stuben rauschen und rasseln und leise pochen hören. Auch sei nicht längst ein kleiner dunkler Mann mit einem großen Kasten unter dem Arm über den Flur geschlichen, er wisse aber wohl, daß es niemand anders gewesen als Pate Droßelmeier. Da schlug Marie die kleinen Händchen vor Freude zusammen und rief:
»Ach, was wird nur Pate Droßelmeier für uns Schönes gemacht haben.« Der Obergerichtsrat Droßelmeier war gar kein hübscher Mann, nur klein und mager, hatte viele Runzeln im Gesicht, statt des rechten Auges ein großes schwarzes Pflaster und auch gar keine Haare, weshalb er eine sehr schöne weiße Perücke trug, die war aber von Glas und ein künstliches Stück Arbeit. Überhaupt war der Pate selbst auch ein sehr künstlicher Mann, der sich sogar auf Uhren verstand und selbst welche machen konnte. Wenn daher eine von den schönen Uhren in Stahlbaums Hause krank war und nicht singen konnte, dann kam Pate Droßelmeier, nahm die Glasperücke ab, zog sein gelbes Röckchen aus, band eine blaue Schürze um und stach mit spitzigen Instrumenten in die Uhr hinein, so daß es der kleinen Marie ordentlich wehe tat, aber es verursachte der Uhr gar keinen Schaden, sondern sie wurde vielmehr wieder lebendig und fing gleich an recht lustig zu schnurren, zu schlagen und zu singen, worüber denn alles große Freude hatte.
Portrait
E. T. A. (Ernst Theodor Amadeus) Hoffmann kam am 24. Januar 1776 als Sohn eines Hofgerichtsadvokaten in Königsberg zur Welt. Nach der Scheidung seiner Eltern blieb der Junge bei der Mutter und besuchte die Burgschule in Königsberg. Als er das Jurastudium beendet hatte, heiratete er die Polin Maria Thekla Michaelina Rorer, mit der er später seine Tochter Cäzilia bekam. Der Jurist und Richter war ein künstlerisches Multitalent: Er arbeitete unter anderem als Komponist und Kapellmeister, Zeichner und Literat. Hoffmann starb am 25. Juni 1822 an einer schweren Krankheit in Berlin.
E. T. A. Hoffmann hat mit seinen tiefenpsychologisch geprägten Erzählungen der deutschen Romantik Weltgeltung verschafft.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 68
Erscheinungsdatum 06.10.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-640-18036-3
Verlag GRIN
Maße (L/B/H) 21/14,8/0,5 cm
Gewicht 111 g
Auflage 3. Auflage
  • Artikelbild-0
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Buchhändler-Empfehlungen

Tolle Bilder

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

„Nussknacker und Mausekönig“ ist eine der am weitesten verbreiteten Weihnachtsgeschichten der westlichen Welt und in vielen verschiedenen Medien rezipierbar. In dieser schönen Bilderbuch-Ausgabe vom Neugebauer Verlag hat die russische Künstlerin Yana Sedova in Blau-und Goldtönen die phantastische Story vom kleinen Mädchen, dass den Nussknacker rettet,in manchmal fast surrealen Bildern stimmungsvoll illustriert. Motive wie Kronen(Mausekönig),Kreise und Zahnräder tauchen immer wieder auf,in Uhren,Christbaumkugeln und anderem ,Mitternachts-Blau und Tannenbaum-Grün changieren miteinander und erst als Mädchen und Nussknacker nach gelungener „Schlacht“ in die Zuckerwelt gelangen, hellen sich die Farben der Bilderbuch-Seiten auf in Richtung weiss und hellblau. Dann ist auch aus dem Nussknacker ein "fescher" :-) junger Mann geworden - was er und Marie allerdings noch für Abenteuer auf der Insel im Rosensee erleben, muss sich der Betrachter dieses Buches selber ausdenken,da bricht die Geschichte leider ab. Wer es genauer wissen oder seinen Kindern vorlesen möchte, sollte zum Original Hoffmanns oder ein ausführlicheren (Kinderbuch-)Variante dieser klassischen weihnachtlichen Geschichte greifen. Dafür fehlen ihm dann aber die ausdrucksstarken Illustrationen Yana Sedovas…. P.S.Sie hat übrigens auch noch Andersens „Schneekönigin“ wunderbar bebildert !

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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sehr empfehlenswert
von einer Kundin/einem Kunden am 04.12.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Eine gelungene Weihnachtsgeschichte von ETA Hoffmann. Die Geschichte über verwunschene Prinzessinnen und Nussknacker, die am Weihnachtsabend begann. Der kindlichen Phantasie wird keine Grenze gesetzt. Lesenswert

Absolut gelungenes Hausbuch vom Jacoby&Stuart Verlag
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 24.11.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Nussknacker und Mausekönig“ ist eines DER märchenhaften Bücher, die gerade in der Weihnachtszeit gerne hervorgeholt werden. Etliche Künstler - Musiker wie Illustratoren- haben sich dabei von Hoffmanns zauberhafter Geschichte inspirieren lassen – hier finden Sie nun ein weiteres Kleinod für den Hausgebrauch . Ursprünglich inner... „Nussknacker und Mausekönig“ ist eines DER märchenhaften Bücher, die gerade in der Weihnachtszeit gerne hervorgeholt werden. Etliche Künstler - Musiker wie Illustratoren- haben sich dabei von Hoffmanns zauberhafter Geschichte inspirieren lassen – hier finden Sie nun ein weiteres Kleinod für den Hausgebrauch . Ursprünglich innerhalb der „Serapionsbrüder“-Geschichtensammlung veröffentlicht, gibt es viele gekürzte „Nussknacker“-Einzelausgaben für Kinder . In diesem schön gestaltetem Band vom Verlag Jacoby&Stuart hat die erfahrene Autorin Sybil Gräfin Schönfeldt kurz Rahmenhandlung und Märchendichtung miteinander verwoben und dann einfühlsam nacherzählt. Und die ebenso (märchen-)erfahrene Illustratorin Sabine Friedrichsen hat die spannend-phantastischen Abenteuer des Mädchens Marie mit ihrem Nussknacker ausdrucksvoll und stimmig begleitet.In teils dramatischen Anschnitten holt sie den Betrachter in die Spielzeugwelt des damaligen Biedermeiers und lässt ihn quasi aus der Kinderperspektive teilhaben. Und E.T.A.Hoffmann gibt der Geschichte, auch, wenn Marie letztendlich das Ganze vielleicht nur in ihren Fieberträumen erlebt haben könnte, gibt ein (damals wie heute) gelungenes Happy-End – etwas, was Kinder lieben und diverse Große dito :-) SCHÖN…..

Titania Special - 6. Nussknacker und Mausekönig
von Poldis Hörspielseite am 13.11.2010
Bewertet: Medium: H?rbuch (CD)

Erster Eindruck: Märchenhaftes zu Weihnachten Die verträumte Marie bekommt zu Weihnachten von ihrem Patenonkel Drosselmeier zu Weihnachten einen Nussknacker geschenkt. Doch noch am selben Abend bricht ihr Burder Fritz versehentlich die Zähne ab, sodass der Nussknacker ins Lazarett muss. Und ab dort startet dann eine abenteuer... Erster Eindruck: Märchenhaftes zu Weihnachten Die verträumte Marie bekommt zu Weihnachten von ihrem Patenonkel Drosselmeier zu Weihnachten einen Nussknacker geschenkt. Doch noch am selben Abend bricht ihr Burder Fritz versehentlich die Zähne ab, sodass der Nussknacker ins Lazarett muss. Und ab dort startet dann eine abenteuerliche Reise für Marie... E.T.A. Hoffmann ist vorrangig für seine gruseligen Geschichten bekannt, doch auch sein märchenhaftes "Nussknacker und Mausekönig" ist zu großer Beliebtheit gelangt. Anscheinend auch bei Stephan Bosenius und Marc Gruppe, die für ihre Reihe "Titania Special" nur ganz besondere Geschichten vertonen. Diese Folge glänzt durch ihre große Kreativität und ihre kleinen, phantastischen Elemente. Die abenteuerliche Geschichte, die Marie mit ihren vielen Spielzeugen erlebt, besticht besonders durch die Darstellungsweise der verschiedenen Charaktere und deren Zusammespiel. Ob der kämpferische Nussknacker, die sanfte Puppe Mamsell Klärchen oder der gemeine und hinterhältige Mäusekönig, jedes Element bereichert die Geschichte und fügt sich zu einer phantastischen Geschichte zusammen. Das läd zum Träumen ein und entführt für gute 70 Minuten in eine fremde Welt voller Abenteuer, aber auch voller heimeliger oder anrührender Momente. Wahrhaft ein Hörspiel für die ganze Familie, denn während die Kinder vorrangig die spannende Geschichte sehen, während Erwachsene einen tieferen Sinn in dem Zusammenspiel der Figuren erkennen können. Einfach bezaubernd! Viele hervorragende Sprecher sind zu hören, und alle leisten Großartiges und verstehen ihr Fach. Gabrielle Pietermann ist beispielsweise als Marie zu hören und kann das phantasievolle junge Mädchen mit einer gewissen Hingabe zu Träumereien versehen. Ihr Puppe Mamsell Klärchen bekommt ihre Stimme von Regina Lemnitz geliehen, deren sanfter, rauer Klang einen markanten Punkt in der Geschichte bildet. Erzähler Roland Hemmo sorgt mit seiner heiteren, freundlichen Art für wunderbare Szenenübergänge und Einführungen. Weitere Sprecher sind Otto Mellies, Norbert Langer und Maximilian Artajo. Auch hier kommt die wunderbare Atmosphäre, die so nur von Titania Medien erzeugt wird, voll zum Tragen und unterstützt die Geschichte gekonnt in ihrer Wirkung. Neben meist sanften, ruhigen Klängen tauchen auch schon mal drängendere Melodien nach vorne und prägen so ein sehr dynamisches Bild, das sich dicht um die Handlung legt. Natürlich sind die namengebenden Hauptfiguren der Geschichte auf vordergründig auf dem Cover zu sehen, in kämpferischer Pose. Doch im Hintergrund wird auf die weihnachtliche Szenerie angespielt, sodass das Cover einen leicht nostalgischen Hauch erhält. Neben den üblichen Daten ist auf der Rückseite noch ein Foto von Sprecherin Susanne Uhlen zu finden. Fazit: Eine zauberhafte Erzählung, sehr feinsinnig und atmosphärisch umgesetzt, dabei sehr nahe am Original gehalten. Wunderbare Familienunterhaltung.