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Rescue Dawn

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1965 wird der Pilot Dieter Dengler auf einer streng geheimen Bombenmission über Laos abgeschossen. Nach einem qualvollen Fußmarsch landet er schließlich in einem höllischen Gefangenenlager tief im undurchdringlichen Dschungel Vietnams. Um dem sicheren Tod zu entgehen, bereitet der furchtlose Deutsch-Amerikaner akribisch einen Fluchtplan vor und avanciert so zum Hoffnungsträger für seine Mitgefangenen. Nach dem gelungenen Ausbruch beginnt jedoch eine wahre Odyssee für die Männer. Unter tragischen Umständen verliert Dieter Dengler seine Begleiter und gelangt bald an seine körperlichen und mentalen Grenzen. Nach Wochen wird er völlig ausgehungert von US-Soldaten gerettet und zum gefeierten amerikanischen Kriegshelden.
Portrait
Werner Herzog wurde als Werner H. Stipetic am 5. Septbember 1942 in München geboren und wuchs in einem abgelegenen Dorf in Bayern auf. Als Kind kannte er weder Film, Fernsehen oder ein Telefon. Mit 14 begann er zu Reisen und telefonierte zum ersten Mal mit 17. Während des Studiums arbeitete er Nachtschichten als Schweißer, um seinen ersten Film zu produzieren, was ihm 1961 mit 19 gelang. Seitdem hat er mehr als 40 Filme gedreht, produziert oder in ihnen mitgespielt. Daneben inszenierte er Opern und veröffentlichte mehr als 12 Bücher.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 15.01.2009
Regisseur Werner Herzog
Sprache Deutsch, Englisch, Türkisch (Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch)
EAN 4030521602717
Genre Kriegsfilm/Action
Studio Sony Pictures Home Entertainment
Spieldauer 120 Minuten
Bildformat 16:9 (1,85:1), Widescreen
Tonformat Deutsch: DD 5.1, Englisch: DD 5.1
Produktionsjahr 2006
Film (DVD)
8,99
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Intensiver, authentischer Trip durch den Dschungel
von André Kossors aus Garrel am 15.02.2011

Werner Herzog nimmt sich mit „Rescue Dawn“ bereits ein zweites Mal die Geschichte von Dieter Dengler, einem deutsch-stämmigen Amerikaner, an. Zuvor hatte er im Jahr 1997 die äußerst interessante Doku „Little Dieter needs to fly“ realisiert. Wenn man sich bisherige Werke vom Ausnahmeregisseur ansieht könnte man vermuten „Rescue Dawn“... Werner Herzog nimmt sich mit „Rescue Dawn“ bereits ein zweites Mal die Geschichte von Dieter Dengler, einem deutsch-stämmigen Amerikaner, an. Zuvor hatte er im Jahr 1997 die äußerst interessante Doku „Little Dieter needs to fly“ realisiert. Wenn man sich bisherige Werke vom Ausnahmeregisseur ansieht könnte man vermuten „Rescue Dawn“ sei ein Film, der etwas mehr auf die breite Masse zugeschnitten ist – das mag auf den ersten Blick stimmen, aber so findet man doch reichlich Herzogsche Gewohnheiten wieder, wie beispielsweise der allgemeine Hang zum Extremen oder die unglaublichen Naturaufnahmen. Bale gibt in diesem Film eine klasse Performance ab, nicht bloß weil er, wie schon des öfteren, körperlich sehr weit geht und seine Grenzen auslotet um eine gute und authentische Darbietung abliefern zu können, sondern auch schauspielerisch. Meiner Meinung nach stellt dies eine seiner bisher besten Leistungen dar. Weiterhin ist anzumerken, dass er in diversen Szenen, in denen er widerwärtiges Krabelzeug und Ähnliches vertilgen musste, nicht allein dastand. Ein interessanter Fakt diesbezüglich ist der, dass Werner Herzog der Ansicht war, zumindest teilweise das gleiche Leid teilen zu müssen wie sein Hauptdarsteller - so hat er es sich bei den ganzen Leckereien, die Bale verdrücken musste, nicht nehmen lassen kurzerhand mitzuspeisen. Die Nebendarsteller können hingegen ebenfalls überzeugen. So stellt Jeremy Davies den fast immer neben sich bstehenden, verzweifelten und psychisch kaputten Gefangenen perfekt dar, was man ihm ebenfalls körperlich stark ansieht – er macht hier zumindest einen noch abgemagerten Eindruck als Christian Bale in „The Machinist“. Weiterhin wird von ihm die Verzweiflung und das Resignieren im Film verkörpert, so hat er nie das richtige Vertrauen und bemängelt immer diverse Aktionen. Von Bale wird hier das Gegenteil rübergebracht – die nie endende Hoffnung auf Flucht und Rettung bzw. der menschliche Überlebenswille in Extremsituationen. Steve Zahn reiht sich perfekt in das Trio ein und hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck. Der Rest des Casts macht seine Sache gut, muss aber nicht zwingend detailiertere Erwähnung finden. Storytechnisch kann der Film auch komplett überzeugen. Alles wirkt sehr authentisch. So weißt der Film keinerlei Längen auf und die Spannung bleibt einem stetig erhalten. Besonders im letzten Drittel fiebert man wirklich mit den zwei Hauptcharakteren mit. Der Score steuert in diesem Fall einen nicht unwesentlichen Teil bei, so unterstreicht er in gewissen Momenten die aussichtslose Situation immens, wodurch noch mehr Atmosphäre aufkommt. Gegen Ende kann man dem Film etwas an Pathos nicht wirklich negativ anrechnen, da man bedenken sollte, dass es sich immer noch um eine wahre Begebenheit handelt. Visuell überzeugt der Film durch die Bank dank Herzog's Stammkameramann Peter Zeitlinger. Man kommt in den Genuss von fulminanten Landschaftsaufnahmen und der Eindringlichkeit des Dschungels, was für den Zuschauer beim Begleiten der Hauptakteure von Vorteil ist. Alles in allem erhält man hier einen ausgezeichnetes, mitreißendes Kriegsdrama, dass gut in Erinnerung bleibet und seinen Platz, trotz des verhältnismäßig geringen Budgets von 10 Million US-Dollar, neben den großen Werken des Genres verdient hat, wenn es auch ein eher "kleinerer" Film ist. Zur DVD: Interessante/r Dokus + Audiokommentar - wie immer von Herzog!