Schachnovelle

Ungekürzte Lesung

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Auf einem Passagierdampfer, der von New York nach Buenos Aires unterwegs ist, fordert ein Millionär gegen Honorar den mit einer Art mechanischer Präzision spielenden Schachweltmeister Mirko Czentovic zu einer Partie heraus. Der mitreisende Dr. B., ein österreichischer Emigrant, greift beratend ein und erreicht so ein Remis für den Herausforderer. Er hat sich, von der Gestapo, die ihn verhaftete, in ein Hotelzimmer gesperrt und von der Außenwelt hermetisch abgeschlossen, monatelang mit dem blinden Spiel von 150 Partien beschäftigt, um sich so seine intellektuelle Widerstandskraft zu erhalten. Durch diese einseitige geistige Anstrengung ergriff ihn ein Nervenfieber, dessentwegen man ihn entließ. Jetzt spielt Dr. B. zum ersten Mal wieder gegen einen tatsächlichen, freilich roboterhaft reagierenden Gegner. Es geht ihm bei dieser Partie lediglich darum, festzustellen, ob sein Tun damals während seiner Haft noch Spiel oder bereits Wahnsinn gewesen ist. Er schlägt den Weltmeister in der ersten Partie souverän, läßt sich aber, eigentlich gegen seinen Willen, auf eine Revanche ein. Während dieser zweiten Partie ergreift ihn wieder das Nervenfieber: er bricht die Partie ab und wird nie wieder ein Schachbrett berühren.
Portrait
Christoph Maria Herbst, geboren 1966 in Wuppertal, verkörpert u. a. die Titelfigur in der Serie und im Kinofilm ›Stromberg‹ und erhielt dafür den Deutschen Fernsehpreis, den Grimme-Preis, den Bayerischen Fernsehpreis und sechsmal den Deutschen Comedypreis. Neben diversen Engagements am Theater und als Synchronsprecher (›Willkommen bei den Sch'tis‹, ›Ritter Rost‹) spielte er in TV-Filmen (›Kreutzer kommt‹) sowie in Kinoproduktionen (›Der Wixxer‹, ›Hui Buh‹, ›Hände weg von Mississippi‹, ›300 Worte Deutsch‹). Als Hörbuchsprecher hat Christoph Maria Herbst u.a. die Bestseller von Tommy Jaud, Ralf Husmann und Timur Vermes' ›Er ist wieder da‹ eingelesen sowie Klassiker wie Stefan Zweigs ›Schachnovelle‹ und das BGB.
Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren. Noch während des Studiums veröffentlichte er 1901 seinen ersten Gedichtband. Nach der Promotion unternahm er Reisen durch nahezu die ganze Welt. Zum Militärdienst untauglich, arbeitete er im Kriegsarchiv, bis er als Kriegsgegner 1917 nach Zürich gehen konnte. Von 1919 bis 1934 lebte er zumeist in Salzburg. Seit 1935 zog er sich gelegentlich nach London zurück, wohin er 1938 emigrierte. Zunehmend ruheloser, ging er 1940 für einige Monate nach New York und übersiedelte im August 1941 nach Brasilien. Seine Autobiographie ›Die Welt von Gestern‹ und die ›Schachnovelle‹ vollendete er noch, die Biographie Balzacs blieb Fragment, als er am 23. Februar 1942 zusammen mit seiner Frau »aus freiem Willen und mit klaren Sinnen« aus dem Leben schied.
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    1. Schachnovelle
    2. Eines Winterabends ...
    3. Die Mitteilung ...
    4. Nach einem halben Jahr ...
    5. Und nun ...
    6. Am nächsten Tag ...
    7. Auch die zweite Partie ...
    8. Einen Augenblick ...
    9. Er hatte auf dem Deckchair ...
    10. Ich kann mich ...
    11. Das dauerte vierzehn Tage ...
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    • In dieser äußersten Not ...
    1. In dieser äußersten Not ...
    2. Ein Buch! ...
    3. Ich verwirrte mich ...
    4. Diese meine Glückszeit ...
    5. Von dem Augenblick an ...
    6. Die Besessenheit ...
    7. Zwei Tage später ...
    8. Ich beeilte mich ...
    9. Beim zweiundvierzigsten Zuge ...
    10. Czentovic blickte kühl auf ...
    11. Wir blickten in der Erwartung ...
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Beschreibung

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Christoph Maria Herbst
Anzahl 2
Sprache Deutsch
EAN 9783866105348
Verlag Argon
Originaltitel Stefan Zweig, Schachnovelle
Auflage 5. Auflage
Spieldauer 146 Minuten
Hörbuch (CD)
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14,39
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
23 Bewertungen
Übersicht
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6
1
1
1

Man fängt zu lesen an und kann nicht mehr aufhören!
von einer Kundin/einem Kunden aus Graz am 03.03.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Mich hat dieses Buch begeistert und ich kann es nur weiter empfehlen.

Schlechter Ton
von einer Kundin/einem Kunden am 12.01.2019
Bewertet: Medium: H?rbuch-Download

Die Sprechstimme klingt wie eine Computergesprochene Stimme. Keinerlei Stimmlagen, Höhen und Tiefen. das Buch wird einfach heruntergeleiert und ist unangenehm zum zuhören

Schlägt Bild Text? Oder stellt sich diese Frage gar nicht?
von Dr. M. am 04.07.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Angeblich liefert das Kino den Beweis für die Überlegenheit von Bildern. Aber Verfilmungen wirken gelegentlich auch irritierend auf Menschen, die das verfilmte Werk vorher gelesen haben. Die eigene Phantasie hatte sich die Geschichte ganz anders vorgestellt als die Verfilmung sie nun zeigt. In den letzten Jahren ergriff nun so e... Angeblich liefert das Kino den Beweis für die Überlegenheit von Bildern. Aber Verfilmungen wirken gelegentlich auch irritierend auf Menschen, die das verfilmte Werk vorher gelesen haben. Die eigene Phantasie hatte sich die Geschichte ganz anders vorgestellt als die Verfilmung sie nun zeigt. In den letzten Jahren ergriff nun so eine Art Mittelding zwischen einem literarischen Werk und seiner Verfilmung Platz: die sogenannte Graphic Novel - Weltliteratur als Comic. Schon an dieser Wortschöpfung kann man erkennen, dass diese Kunstform nicht im deutschsprachigen Raum entstand. Thomas Humenau zeichnet in diesem Band die "Schachnovelle" von (oder besser nach) Stefan Zweig als Comic. Man kann sich natürlich auf den Standpunkt stellen, dies sei ein Sakrileg. Beruhigender wäre allerdings der Standpunkt, es würde sich bei dieser Graphic Novel um eine eigenständiges Kunstwerk handeln, das nicht die Schachnovelle ersetzen oder sie illustrieren möchte. Vielmehr erzählt Humenau diese Geschichte auf seine ganz eigene grafische Weise. Wenn man es so betrachtet, kann man damit seinen Frieden schließen, sollte dies überhaupt notwendig sein. Natürlich ersetzt auch diese Graphic Novel nicht das ursprüngliche Werk Zweigs. Es erzählt die Geschichte stattdessen mit einer ganz anderen Ausdrucksform und sicher auch für eine ganz andere Zielgruppe. Humenau macht das sehr gut. Wenn man die Geschichte kennt und offen für neue Kunstformen ist, dann wird man seine Freude an dieser neuen Form haben. Kennt man Zweigs Novelle hingegen nicht, dann wird sich vielleicht der eine oder andere Betrachter dieses Bandes das Original besorgen, was schließlich auch ein Erfolg wäre. Ich empfand die Umsetzung der Novelle in diese Form als sehr gut gelungen, würde das Original allerdings immer vorziehen.