So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!

Tagebuch einer Krebserkrankung

Christoph Schlingensief

(18)
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Beschreibung

Ich habe lernen müssen, auf dem Sofa zu liegen und nichts anderes zu tun, als Gedanken zu denken.

Wie weiterleben, wenn man von einem Moment auf den anderen aus der Lebensbahn geworfen wird, wenn der Tod plötzlich nahe rückt? Mit seinem Tagebuch einer Krebserkrankung lässt uns Christoph Schlingensief teilhaben an seiner eindringlichen Suche nach sich selbst, nach Gott, nach der Liebe zum Leben.

Im Januar 2008 wird bei dem bekannten Film-, Theater- und Opernregisseur, Aktions- und Installationskünstler Christoph Schlingensief Lungenkrebs diagnostiziert. Ein Lungenflügel wird entfernt, Chemotherapie und Bestrahlungen folgen, die Prognose ist ungewiss – ein Albtraum der Freiheitsberaubung, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint.

Doch schon einige Tage nach der Diagnose beginnt Christoph Schlingensief zu sprechen, mit sich selbst, mit Freunden, mit seinem toten Vater, mit Gott – fast immer eingeschaltet: ein Diktiergerät, das diese Gespräche aufzeichnet. Mal wütend und trotzig, mal traurig und verzweifelt, aber immer mit berührender Poesie und Wärme umkreist er die Fragen, die ihm die Krankheit aufzwingen: Wer ist man gewesen? Was kann man noch werden? Wie weiterarbeiten, wenn das Tempo der Welt plötzlich zu schnell geworden ist? Wie lernen, sich in der Krankheit einzurichten? Wie sterben, wenn sich die Dinge zum Schlechten wenden? Und wo ist eigentlich Gott?

Dieses bewegende Protokoll einer Selbstbefragung ist ein Geschenk an uns alle, an Kranke wie Gesunde, denen allzu oft die Worte fehlen, wenn Krankheit und Tod in das Leben einbrechen. Eine Kur der Worte gegen das Verstummen – und nicht zuletzt eine Liebeserklärung an diese Welt.

»Schlingensief spricht und schreibt derart offensiv [...] es haut einem die Beine weg.«

Christoph Schlingensief, geboren 1960 in Oberhausen, gestorben 21.8.2010, begann im Alter von 12 Jahren mit Schmalfilmen zu experimentieren. Studium in München, als Assistenz von Werner Nekes erste Kurzfilme. Ab 1993 Theaterarbeiten, u.a. an der Volksbühne Berlin. Teilnahme an der documenta X (»Mein Filz, mein Fett, mein Hase«) und posthum 2011 an der Biennale in Venedig, Deutscher Pavillon (kuratiert von Susanne Gaensheimer, in Zusammenarbeit mit Aino Laberenz). Bücher bei Kiepenheuer & Witsch: »Chance 2000 – wähle Dich selbst« (mit Carl Hegemann, 1998), »Rosebud« (2002), »So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein. Tagebuch eines Krebskranken« (2009), »Ich weiß, ich war’s« (mit Aino Laberenz, 2012).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 254
Erscheinungsdatum 20.04.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04111-8
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 20,9/13,4/2,7 cm
Gewicht 380 g
Auflage 10. Auflage

Buchhändler-Empfehlungen

Bewegend und berührend offen...

Ulrike Ackermann, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Ich habe ihn schon immer gemocht, diesen bösen Buben Schlingensief - der bewußt provozierte! So nicht ganz einfach wie er sich im Leben gegeben hat, so verletzlich war er doch! Er beschreibt sehr direkt seine Wut und Trauer, ist witzig und mutlos und doch voller Hoffnung. Die ganze Bandbreite der emotionalen Gegensätze die in ihm toben legt er in seinem Buch schonungslos offen dar. Er hoffte und kämpfte bis zu letzt - leider hat er verloren... Ein Buch, vielleicht nicht nur für Menschen die ihn mochten!

Schonungslos offen und berührend

Ulrike Seine, Thalia-Buchhandlung Lingen

Christoph Schliengensief läßt in dem Tagebuch seiner Lungenkrebserkrankung alle Gefühle zu, er schreit sie förmlich heraus. Seine Angst und Wut, seine Hoffnung und seinen Glauben, seine Tränen und die Trauer, seine Liebe und den Schmerz, alles spürt man mit. Ein berührendes Buch, weil mir auch deutlich wurde, wie selbstverständlich das Leben für mich oft ist. Ist es aber nicht!

Kundenbewertungen

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Ein Buch, dass motiviert zu "leben"
von einer Kundin/einem Kunden aus Lüsslingen am 04.07.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt. Abolut empfehlenswert! Ein MUSS. Das Spannungsfeld zwischen Verzweiflung und Optimismus ist unglaublich.

Persönlich, offen und sehr interessant!
von einer Kundin/einem Kunden am 28.06.2018

Hier schildert der Künstler Christoph Schlingensief seinen ganz persönlichen Umgang mit und Kampf gegen seinen Lungenkrebs. Offen und ehrlich, sehr direkt und dadurch auch sehr bewegend.

Kaufen!
von Stefanie Klever am 30.01.2015
Bewertet: Taschenbuch

Christoph Schlingensief´s "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein" ist wohl das ehrlichste Buch, dass ich jemals gelesen habe. Große Bewunderung für so viel Authentizität, für den Mut zur Angst, und die Wahrhaftigkeit der Erkenntnis des eigenen Lebens und Sterbens. Ich ziehe meinen Hut!


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