Schilf

Roman

Juli Zeh

(9)
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Beschreibung


Ein liebender Kommissar, ein tödliches Missverständnis und die verflixte Beschaffenheit der Welt.

Sebastian kann mit seinem Leben mehr als zufrieden sein. Vielleicht hat er ein bisschen zu viel von seinem physikalischen Talent zugunsten seiner Familie aufgegeben. Sein alter Freund Oskar, auch er ein Genie der theoretischen Physik, erinnert ihn zuweilen daran. Als Sebastian seinen Sohn in ein Ferienlager fahren will, findet er sich unversehens in einem Alptraum wieder. Der Sohn wird entführt, und er bekommt ihn erst wieder, wenn er einen Mord begeht …

„Man hält das Buch in den Händen wie ein kostbares Kleinod, so prall gefüllt ist es mit überraschenden Erkenntnissen, schönen Sätzen, poetischen Bildern und kunstvollen Dialogen. Kein Zweifel: Juli Zeh schreibt ganz wunderbar.“

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 380
Erscheinungsdatum 06.04.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-73806-9
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,8/11,9/2,7 cm
Gewicht 309 g
Verkaufsrang 12217

Buchhändler-Empfehlungen

Physik... davon verstehe ich nichts.

I. D., Thalia-Buchhandlung Recklinghausen

Ein Roman mit kriminalistischen Mitteln, angereichert mit philosophischen und physikalischen Fragen – so würde ich Juli Zehs „Schilf“ beschreiben. So richtig warmgeworden bin ich bis zur letzten Seite nicht mit diesem Buch. Zwei junge Männer verbindet eine Freundschaft, die sich auf die Liebe zur Physik gründet. Angeregt können Oskar und Sebastian stundenlang über dieses Thema unterhalten und ihre verschiedenen Ansichten diskutieren. Diese unterschiedlichen Ansichten sind es allerdings auch, welche die Freundschaft irgendwann trüben. Für Oskar waren zwei Dinge im Leben das Wichtigste: Sebastian und die Physik. Sebastian hätte diese Frage andersherum genauso beantworten können, bis er eine Frau traf, heiratete und seither Familienvater ist. Mit Oskar ist er aber auch weiterhin befreundet, der die Familie in Freiburg häufig aus Genf besucht. Nach dem letzten Besuch Oskars passiert bei Sebastian etwas Merkwürdiges und Verstörendes: Sein Sohn Liam wird entführt. An einer Raststätte hat er Halt gemacht auf dem Weg, das Kind ins Pfadfinderlager zu bringen. Als er den Rasthof wieder verlässt, ist sein Auto mitsamt dem darin schlafenden Sohn verschwunden. Er erhält einen Anruf mit der Aufforderung jemanden zu töten. Bis hierher war das Buch so einigermaßen unterhaltsam, aber die Geschichte hat mich ein wenig in den vielen Erläuterungen zu physikalischen und esoterischen Theorien verloren. Für mich wirkte es ein wenig, als hat die Autorin sich für ein Thema interessiert und wollte es in einer Geschichte verwursten. Leider ist es dann so ein Mischmasch geworden, in dem ich mich nur schwer zurechtgefunden habe.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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3
0
2
0

Menschliche Tragödie als naturwissenschaftlicher Beweis
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 24.08.2016

Schon irre, die Story. Da wird der Sohn gekidnappt - und dann auch wieder nicht... Verbunden mit der (vermeintlichen) Freilassung des Sohnes ist ein Telefonanruf, der zu einem dramatischen Missverständnis führt. Spannend und sprachlich allemal sehr gut gemacht. Nicht nur für Freiburg-Liebhaber!

Nichts für mich
von Alexia am 15.05.2012

Sebastian und Oskar – Oskar und Sebastian. Eine Symbiose. Kennen- und lieben gelernt beim Physikstudium gehen sie ein gutes Stück ihres Lebens gemeinsam. Doch dann triften die beiden auseinander und Sebastian gründet mit Meike eine Familie. Oskar spielt immer noch eine wichtige Rolle in Sebastians Leben und einmal im Monat kommt... Sebastian und Oskar – Oskar und Sebastian. Eine Symbiose. Kennen- und lieben gelernt beim Physikstudium gehen sie ein gutes Stück ihres Lebens gemeinsam. Doch dann triften die beiden auseinander und Sebastian gründet mit Meike eine Familie. Oskar spielt immer noch eine wichtige Rolle in Sebastians Leben und einmal im Monat kommt er aus der Schweiz nach Freiburg zum „Familientreffen“. Doch die Spannungen steigen zunehmend und nach dem letzten Treffen ist Sebastian klar, dass es das von seiner Seite aus war. Aber dann kommt alles anders. Liam, Sebastians und Meikes Sohn, wird entführt. Die Bedingung des Entführers ist, dass Sebastian einen Mord begeht, um Liam zurückzubekommen. Eine ausweglose Situation, die Sebastian völlig überfordert und ihn das schier Undenkbare tun lässt. Sebastian wird zum Mörder. „Schilf“ hat mir am Anfang richtig gut gefallen. Aber leider hielt das nicht lange an. Sprachgewaltig – nun ja, das mag schon sein. Nur war es mir nicht möglich, dieser Sprachgewalt zu folgen. Was will der kranke Kommissar mir sagen? Was will mir das Vogelei in seinem Kopf sagen? Was sollen diese Viele-Welten-Theorien oder wie oder wer oder was auch immer??? Keine Ahnung. Wer einen solide gemachten, spannenden Kriminalroman erwartet, sollte von „Schilf“ die Hände lassen. Wer gerne Sätze mehrmals liest und denn Sinn unseres Daseins, gleich in welcher Form ergründen möchte, kann „Schilf“ mit einem guten Gefühl lesen. Und mit vielleicht mehr Kompetenz als ich es getan habe.

Schilf
von einer Kundin/einem Kunden am 07.11.2010

Ganz schön verzwickt, wenn man moralische Dilemmata mit Hilfe der Quantenphysik begründen und lösen will. Ganz real merkt dies der Protagonist, dem das "einfache Leben" auf einmal doch verlockend erscheint. Außerdem erschafft Frau Zeh den interessantesten Kommissar seit langem. Ein wirklich gutes Buch! C.Graf


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