Schilf

Roman

(14)
Ein liebender Kommissar, ein tödliches Missverständnis und die verflixte Beschaffenheit der Welt.

Sebastian kann mit seinem Leben mehr als zufrieden sein. Vielleicht hat er ein bisschen zu viel von seinem physikalischen Talent zugunsten seiner Familie aufgegeben. Sein alter Freund Oskar, auch er ein Genie der theoretischen Physik, erinnert ihn zuweilen daran. Als Sebastian seinen Sohn in ein Ferienlager fahren will, findet er sich unversehens in einem Alptraum wieder. Der Sohn wird entführt, und er bekommt ihn erst wieder, wenn er einen Mord begeht …

Portrait
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Bundesverdienstkreuz (2018).
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 380
Erscheinungsdatum 06.04.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-73806-9
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,8/11,9/2,7 cm
Gewicht 311 g
Verkaufsrang 22.710
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Anne Feldhaus, Thalia-Buchhandlung Bremen

Eine Entführung, ein Toter und ein Kommissar, doch dieser Roman ist weit mehr als ein Krimi: er umspannt Macht & Moral, Physik & Philosophie.
Unvergleichlich und atemberaubend!
Eine Entführung, ein Toter und ein Kommissar, doch dieser Roman ist weit mehr als ein Krimi: er umspannt Macht & Moral, Physik & Philosophie.
Unvergleichlich und atemberaubend!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Ein intelligenter Krimi, der Quantenphysik und moralische Dilenmmata, Spannung und das Verliebtsein gekonnt verknüpft. Mal ein ganz anderer Krimi in wunderschöner Sprache erzählt. Ein intelligenter Krimi, der Quantenphysik und moralische Dilenmmata, Spannung und das Verliebtsein gekonnt verknüpft. Mal ein ganz anderer Krimi in wunderschöner Sprache erzählt.

Nina Aselmann, Thalia-Buchhandlung Hagen

Ein verliebter Kommissar ermittelt nicht immer gut, aber umso aufregender. Der etwas andere Krimi, der einfach toll ist zu lesen. Ein verliebter Kommissar ermittelt nicht immer gut, aber umso aufregender. Der etwas andere Krimi, der einfach toll ist zu lesen.

„Schilf“

Christine Fehlhaber, Thalia-Buchhandlung Dresden

Ganz schön verzwickt, wenn man moralische Dilemmata mit Hilfe der Quantenphysik begründen und lösen will. Ganz real merkt dies der Protagonist, dem das "einfache Leben" auf einmal doch verlockend erscheint. Außerdem erschafft Frau Zeh den interessantesten Kommissar seit langem. Ein wirklich gutes Buch!
C.Graf
Ganz schön verzwickt, wenn man moralische Dilemmata mit Hilfe der Quantenphysik begründen und lösen will. Ganz real merkt dies der Protagonist, dem das "einfache Leben" auf einmal doch verlockend erscheint. Außerdem erschafft Frau Zeh den interessantesten Kommissar seit langem. Ein wirklich gutes Buch!
C.Graf

Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
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Mit "Nullzeit" und insbes. mit "Unterleuten" hat die Autorin bewiesen, dass sie zu viel Besserem befähigt ist.
von Eberhard Landes am 25.07.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Nach dem Gesamtkunstwerk "Unterleuten" und nach "Nullzeit" nun mein drittes Juli Zeh-Buch. Leider das am wenigsten Gelungene. Wenn schon die physikalisch-philosophischen Fachsimpeleien zwischen den beiden befreundeten Physikern (Oskar und Sebastian) weder überzeugen noch begeistern, so tut es die Tatsache, dass der schräge, zum Extremen neigende, Kriminalkommisar... Nach dem Gesamtkunstwerk "Unterleuten" und nach "Nullzeit" nun mein drittes Juli Zeh-Buch. Leider das am wenigsten Gelungene. Wenn schon die physikalisch-philosophischen Fachsimpeleien zwischen den beiden befreundeten Physikern (Oskar und Sebastian) weder überzeugen noch begeistern, so tut es die Tatsache, dass der schräge, zum Extremen neigende, Kriminalkommisar (Titelfigur Schilf) sich daran auch beteiligen muss, umso weniger. In der Summe wird das Buch zunehmend unglaubwürdiger, zu skurril, grotesk. Die Story zwischen Quantenphysik und Hirntumor wird zunehmend anstrengender, die Charaktere werden zunehmend grotesker; das Lesevergnügen leidet. Leider können die gelungene Sprache, die wunderbaren Sätze, die poetischen Bilder, mit denen Juli Zeh Geschehendes in malerische Worte und Zusammenhänge setzt , ihre herrlichen Beschreibungen von Landschaften und alltäglichen, natürlichen Ereignisse sowie die vielen gelungenen Metaphern, denen sie sich gekonnt bedient, das Vorgenannte nicht kompensieren. Schade. Ich weiß aus den eingangs genannten Werken, dass die Autorin zu viel Besserem befähigt ist.

Menschliche Tragödie als naturwissenschaftlicher Beweis
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 24.08.2016

Schon irre, die Story. Da wird der Sohn gekidnappt - und dann auch wieder nicht... Verbunden mit der (vermeintlichen) Freilassung des Sohnes ist ein Telefonanruf, der zu einem dramatischen Missverständnis führt. Spannend und sprachlich allemal sehr gut gemacht. Nicht nur für Freiburg-Liebhaber!

Nichts für mich
von Alexia am 15.05.2012

Sebastian und Oskar – Oskar und Sebastian. Eine Symbiose. Kennen- und lieben gelernt beim Physikstudium gehen sie ein gutes Stück ihres Lebens gemeinsam. Doch dann triften die beiden auseinander und Sebastian gründet mit Meike eine Familie. Oskar spielt immer noch eine wichtige Rolle in Sebastians Leben und einmal im... Sebastian und Oskar – Oskar und Sebastian. Eine Symbiose. Kennen- und lieben gelernt beim Physikstudium gehen sie ein gutes Stück ihres Lebens gemeinsam. Doch dann triften die beiden auseinander und Sebastian gründet mit Meike eine Familie. Oskar spielt immer noch eine wichtige Rolle in Sebastians Leben und einmal im Monat kommt er aus der Schweiz nach Freiburg zum „Familientreffen“. Doch die Spannungen steigen zunehmend und nach dem letzten Treffen ist Sebastian klar, dass es das von seiner Seite aus war. Aber dann kommt alles anders. Liam, Sebastians und Meikes Sohn, wird entführt. Die Bedingung des Entführers ist, dass Sebastian einen Mord begeht, um Liam zurückzubekommen. Eine ausweglose Situation, die Sebastian völlig überfordert und ihn das schier Undenkbare tun lässt. Sebastian wird zum Mörder. „Schilf“ hat mir am Anfang richtig gut gefallen. Aber leider hielt das nicht lange an. Sprachgewaltig – nun ja, das mag schon sein. Nur war es mir nicht möglich, dieser Sprachgewalt zu folgen. Was will der kranke Kommissar mir sagen? Was will mir das Vogelei in seinem Kopf sagen? Was sollen diese Viele-Welten-Theorien oder wie oder wer oder was auch immer??? Keine Ahnung. Wer einen solide gemachten, spannenden Kriminalroman erwartet, sollte von „Schilf“ die Hände lassen. Wer gerne Sätze mehrmals liest und denn Sinn unseres Daseins, gleich in welcher Form ergründen möchte, kann „Schilf“ mit einem guten Gefühl lesen. Und mit vielleicht mehr Kompetenz als ich es getan habe.