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Der Baader Meinhof Komplex

(3)
Deutschland in den 70er Jahren. Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader, der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin, kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: die US-amerikanische Politik in Vietnam, dem Nahen Osten und in der Dritten Welt, die von führenden Köpfen in der Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird. Die von Baader, Meinhof und Ensslin gegründete Rote Armee Fraktion hat der Bundesrepublik Deutschland den Krieg erklärt. Es gibt Tote und Verletzte, die Situation eskaliert, und die noch junge Demokratie wird in ihren Grundfesten erschüttert. Der Mann, der die Taten der Terroristen zwar nicht billigt, aber dennoch zu verstehen versucht, ist auch ihr Jäger: der Leiter des Bundeskriminalamts Horst Herold. Obwohl er große Fahndungserfolge verbuchen kann, ist er sich bewusst, dass die Polizei allein die Spirale der Gewalt nicht aufhalten kann.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 05.03.2009
Regisseur Uli Edel
Sprache Deutsch
EAN 4011976853688
Genre Drama
Studio Constantin Film AG
Originaltitel (2008)
Spieldauer 143 Minuten
Bildformat 16:9 (1,85:1)
Tonformat Deutsch: DD 5.1, Deutsch: DTS 5.1
Verkaufsrang 2.009
Verpackung DVD Softbox Standard
Film (DVD)
5,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Ganz großes Kino!“

Demian Stock, Thalia-Buchhandlung Düren

Die Ereignisse rund um die Rote Armee Fraktion im späten 19. Jahrhundert sollten niemandem mehr ein Geheimnis sein. Dennoch schafft dieser Film es (wie zuvor auch das Buch) zu schockieren und die Geschehnisse beeindruckend detailgetreu zu schildern. Von der Kulisse bis hin zu den Äußerungen der Hauptpersonen - es hat alles Hand und Fuß und kann geprüft werden. Mit viel Liebe zum Detail wurde hier ein Film erschaffen, der nicht nur unglaublich unterhält - sondern der auch zum Nachdenken anregt. Die Figuren haben ein unglaubliche Tiefe bekommen und dennoch nichts von ihrem Wahnsinn verloren. Nicht nur Geschichtsinteressierte werden hier auf ihre Kosten kommen. Ein cineastischer Genuss!
Die Kameraarbeit ist sehr hochwertig und auch der Cast kann auf ganzer Linie überzeugen. Besonders hervorzuheben ist Moritz Bleibtreu in der Rolle des Andres Baader. Ein völlig verdrehtes Paradigma trifft auf ein interessantes Innenleben. Es kommt nicht oft vor, aber das ist ein deutscher Film der ohne Probleme mit amerikanischen Blockbustern mithalten kann!
Die Ereignisse rund um die Rote Armee Fraktion im späten 19. Jahrhundert sollten niemandem mehr ein Geheimnis sein. Dennoch schafft dieser Film es (wie zuvor auch das Buch) zu schockieren und die Geschehnisse beeindruckend detailgetreu zu schildern. Von der Kulisse bis hin zu den Äußerungen der Hauptpersonen - es hat alles Hand und Fuß und kann geprüft werden. Mit viel Liebe zum Detail wurde hier ein Film erschaffen, der nicht nur unglaublich unterhält - sondern der auch zum Nachdenken anregt. Die Figuren haben ein unglaubliche Tiefe bekommen und dennoch nichts von ihrem Wahnsinn verloren. Nicht nur Geschichtsinteressierte werden hier auf ihre Kosten kommen. Ein cineastischer Genuss!
Die Kameraarbeit ist sehr hochwertig und auch der Cast kann auf ganzer Linie überzeugen. Besonders hervorzuheben ist Moritz Bleibtreu in der Rolle des Andres Baader. Ein völlig verdrehtes Paradigma trifft auf ein interessantes Innenleben. Es kommt nicht oft vor, aber das ist ein deutscher Film der ohne Probleme mit amerikanischen Blockbustern mithalten kann!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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Und natürlich kann geschossen werden
von Thomas Zörner aus Lentia am 29.08.2011
Bewertet: Medium: DVD

Die 70er. Freie Liebe. Gute Musik. Bombenanschläge. Polizeistaat. Passt nicht zusammen? Die deutsche Geschichte zeigt etwas anderes. Denn es war in den 70ern als Andreas Baader, Gudrun Ensslin, und Ulrike Meinhoff sich radikal gegen das System stellten, Verbündete sammelten, und mittels Brandstiftungen, Flugblättern, und schließlich Bombenattentaten und gezielten Morden... Die 70er. Freie Liebe. Gute Musik. Bombenanschläge. Polizeistaat. Passt nicht zusammen? Die deutsche Geschichte zeigt etwas anderes. Denn es war in den 70ern als Andreas Baader, Gudrun Ensslin, und Ulrike Meinhoff sich radikal gegen das System stellten, Verbündete sammelten, und mittels Brandstiftungen, Flugblättern, und schließlich Bombenattentaten und gezielten Morden gegen die deutsche Regierung, und besonders das Rechtssystem, rebellierten. Uli Edel macht sich an die Mammutaufgabe die Geschichte der RAF, Rote Armee Fraktion, in einem 2,5stündigen Film zu erwählen. Ein Unternehmen, das eigentlich nur scheitern kann? Mitnichten, denn Edel macht sich ein interessantes Stilmittel zunutze. Er nennt es Fetzendramaturgie. Hierbei wird das Geschehen, oft ohne direkten Zusammenhang, vorangetrieben. Es treten Figuren auf, und treten unerklärt, oder gar unbenannt, wieder ab, obwohl sie in der Historie wichtige Rollen spielten. Natürlich täuscht auch diese Stilisierung des Films nicht darüber hinweg, dass Edel einfach zu viel Geschichte in das Projekt packt, auch wenn er das Gezeigte schon auf eine Art RAF Best Of reduziert. So erlebt man die Anti Schah Demo, eine der besten Szenen des Films, in der die Härte und Gewalt dieser Momente erschreckend gut festgehalten wurden, die diversen Bombenanschläge, wie z.B. auf den Springerverlag, oder natürlich die Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer. Die Fetzendramaturgie funktioniert zwar teils richtig gut, wenn man denn als Zuseher gewillt ist mitzudenken, lässt aber auch vieles offen, und unerklärt, was Menschen, die mit der Materie noch überhaupt nicht bewandert sind, überfordern wird. Die Motive Baaders und Co bleiben ebenfalls großteils im Dunkeln, und werden nur angerissen, ihre Wut über das System bringt im Endeffekt nur Johann Wokalek als Gudrun Ensslin gut rüber. Moritz Bleibtreu als Andreas Baader versteht sich selbst als modernen Robin Hood, der den Reichen nimmt, um den Armen zu helfen. Ulrike Meinhof fungiert als die intellektuelle Radikale, deren Mitwirken am Treiben der RAF aber als recht passiv gezeigt wird. Dennoch beweist der Film eine sehr hohe historische Akuratesse. Die Schauplätze sind perfekt gewählt, die Gefängniszellen wurden teils bis ins letzte Detail nachgebaut, und selbst die Anzahl der abgegebenen Schüsse wurde exakt nachgestellt. Dennoch darf man kaum eine Geschichtslehrstunde erwarten, dafür wird, wie gesagt, zu gehetzt erzählt. Wobei erzählt wahrscheinlich das Falsche Wort ist, denn eine emotionale Komponente, wie sie zum Erwählen wohl gehört, spart sich „Der Baader Meinhof Komplex“. Damit läuft der Film aber auch nicht Gefahr Partei für eine Seite zu ergreifen, hier bleibt der Film, ähnlich wie Steven Spielbergs „München“, angenehm neutral. „Der Baader Meinhof Komplex“ ist grob gesagt ein Actionfilm, der sehr unterhaltsam wäre, wäre seine Hintergründe nicht oft so tragisch. Trotz seiner Mängel ist der Film aber auf jeden Fall sehenswert.

Bombastisch
von Kantenecke aus Frankenthal (Pfalz) am 30.01.2009
Bewertet: Medium: DVD

Zuerst musste ich mich überwinden, bevor ich dann schließlich nachgegeben habe und doch mit ins Kino gegangen bin! Ich habe es nie bereut denn "Der Baader Meinhof Komplex" ist einer der besten historischen Filme, die ich jemals gesehen habe! Er bringt einem Geschichte näher! So macht Geschichtunterricht Spaß!