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Der Kreuzritter - Verbannung

Roman

Der Kreuzritter Band 2

Jan Guillou

(8)
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Beschreibung


Ein Ritter im Heiligen Land – eine Frau im kalten Norden – ein Krieg, der sie trennt

Im Heiligen Land stehen sich die Kreuzritter und die Getreuen Saladins gegenüber. Der Tempelritter Arn Magnusson führt einen scheinbar aussichtslosen Kampf gegen das übermächtige gegnerische Heer. Längst hat er die keineswegs so edlen Beweggründe seiner christlichen Mitstreiter durchschaut, die sie ins Heilige Land führten. Währenddessen wartet Cecilia im fernen Götaland auf die Heimkehr ihres geliebten Arn und ahnt nicht, dass sich dieser in Saladins Gefangenschaft befindet.

Ein historisches Epos, das das Mittelalter im Norden Europas von seiner grausamsten und gleichzeitig romantischsten Seite zeigt.

"Spannend und lehrreich, blutig und romantisch. Eine durch und durch gelungene Saga."

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 558
Erscheinungsdatum 02.03.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-47095-8
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 18,7/11,8/4,5 cm
Gewicht 448 g
Originaltitel Tempelriddaren
Übersetzer Holger Wolandt
Verkaufsrang 110607

Weitere Bände von Der Kreuzritter

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
5
1
1
0
1

Etwas langatmig.
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 03.12.2020

Nach dem ersten Teil ging ich voller Erwartung in den zweiten. In langen Abschnitten wird abwechselnd das Schicksal der beiden örtlich getrennten Hauptakteure beleuchtet. Es ist aber eine Erzählung ohne große Höhepunkte. Spannung baut sich keine auf. Der Protagonist handelt stellenweise etwas unlogisch und so gar nicht christlic... Nach dem ersten Teil ging ich voller Erwartung in den zweiten. In langen Abschnitten wird abwechselnd das Schicksal der beiden örtlich getrennten Hauptakteure beleuchtet. Es ist aber eine Erzählung ohne große Höhepunkte. Spannung baut sich keine auf. Der Protagonist handelt stellenweise etwas unlogisch und so gar nicht christlich. Mein Fazit: Wenn man die ganze Serie lesen möchte, muss man da durch. Es ist zum Aushalten, aber eher eine Lektüre für die seichte Unterhaltung.

Spannend erzählt
von einer Kundin/einem Kunden aus Kabelsketal am 13.10.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Man kann sich gut in die Geschichte des jungen Arn hinein versetzen. Sie zeigt, daß der Wille da sein muss, um was zu erreichen.

Kreuzritter
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 02.05.2017

Jan Guillon hat einen einmaligen Schreibstil,welcher die Spannung niemals abreißen lässt.Gut recherchiert schreibt er über die Zeit der Kreuzzüge.Früher eine Triologie,jetzt 4 Bände voll atemloser Spannung.Geschichte und Liebesgeschichte wunderbar verbunden.


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  • In der Nacht kam Gottes Erzengel Gabriel zu Mohammed, nahm ihn bei der Hand und führte ihn zur heiligen Moschee Kaaba. Dort wartete Al Buraq, der Geflügelte, um sie dorthin zu führen, wohin Gott wollte.
    Und Al Buraq, der mit einem Schritt von Horizont zu Horizont gelangen konnte, breitete seine weißen Flügel aus, stieg hoch in den sternklaren Weltraum und führte Mohammed, Friede sei seinem Namen, und seine Gefolgsleute in die Heilige Stadt Jerusalem und an den Platz, auf dem Salomos Tempel einmal gestanden hatte. Dort lag an der westlichen Mauer der fernste Gebetsplatz. Und der Erzengel Gabriel führte den Boten Gottes an der Hand zu denen, die ihm vorausgegangen waren, zu Moses, zu Yahia, den die Ungläubigen Johannes den Täufer nennen, zu Abraham, einem großen Mann mit lockigem, schwarzem Haar und dem Aussehen eines Propheten, Friede über ihn, und zu Jesus, der ein kleinerer Mann mit braunem Haar und Sommersprossen war.
    Die Propheten und der Erzengel Gabriel luden nun den Abgesandten Gottes ein, ein Getränk zu wählen, und als er die Auswahl zwischen Milch und Wein hatte, entschied er sich für Milch. Da sagte der Erzengel Gabriel, dass dies eine gute Wahl sei und hinfort alle Gläubigen dieser Wahl folgen sollten.
    Dann führte der Erzengel Gabriel den Abgesandten Gottes zu dem Felsen, auf dem einmal Abraham seinen Sohn hatte opfern wollen, und an diesem Felsen lehnte eine Leiter, die durch die sieben Himmel zu Gott führte. Und Mohammed, der
    Friede sei mit ihm, stieg durch die sieben Himmel zu Gottes Thron und schaute auf dem Weg, wie der Engel Malik das Tor der Hölle öffnete, in der die Verlorenen, die Lippen gespalten wie bei den Kamelen, in unendlichen Qualen glühende Kohle essen müssen, die immer noch in Flammen steht, wenn sie hinten wieder herauskommt.
    Doch als er in den Himmel hinaufstieg, schaute auch sein Abgesandter das Paradies mit blühenden Gärten, in denen frisches Wasser fließt oder solcher Wein, der den Sinn nicht verwirrt.

    Als Mohammed nach seiner Himmelfahrt nach Mekka zurückkehrte, hatte er von Gott die Anweisung erhalten, den Menschen das Wort zu bringen, und damit begann die Niederschrift des Koran. Ein Menschenalter später fegten der neue Glaube und seine Krieger wie ein Sturmwind aus den Wüsten Arabiens heran, und ein neues Imperium entstand.
    Der Nachfolger des Propheten, der omaijadische Kalif Abdelmalik ibn Marwan, ließ zwischen Anno Domini 685 und Anno Domini 691 zunächst eine Moschee beim fernsten Gebetsplatz - das ist die Bedeutung des Namens Al-Aqsa - und später dann eine über dem Felsen erbauen, auf dem Abraham seinen Sohn opfern wollte und Mohammed zum Himmel aufstieg, die Qubbet es-Sakhra, den Felsendom.
    Im Jahr des Heils 1099 wurden die drittheiligste Stadt der Rechtgläubigen und ihr drittwichtigster Gebetsplatz von einer Katastrophe heimgesucht. Die Franken eroberten die Stadt und entweihten sie auf die fürchterlichste Art und Weise. Sie mordeten alles Lebende mit Schwert und Spieß, mit Ausnahme der Juden, die sie in der Synagoge verbrannten. Das Blut floss in den Straßen so reichlich, dass es zeitweilig bis über die Knöchel reichte. Nie wieder hat dieser von Kriegen heimgesuchte Teil der Welt ein derartiges Massaker gesehen.
    Den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee verwandelten die Franken in ihre eigenen Gebetstempel. Und nach kurzer Zeit überließ der christliche König von Jerusalem, Balduin II., die Al-Aqsa-Moschee den fürchterlichsten Feinden der Rechtgläubigen, den Templern, als Quartier und Stall.
    Da schwor ein Mann den heiligen Eid, dass er El Quds, die heilige Stadt, zurückerobern würde, die die Ungläubigen Jerusalem nennen. In der christlichen Welt und in unserer Sprache ist dieser Mann unter dem Namen Saladin bekannt.
    Jm heiligen Trauermonat Moharram, der im Jahre 575 nach Hijra, das die Ungläubigen Anno Domini 1177 nannten, in die heißeste Zeit des Sommers fiel, sandte Gott seine höchst merkwürdige Rettung demjenigen seiner Gläubigen, den er am meisten liebte.
    Jussuf und sein Bruder Fahkr ritten um ihr Leben, und schräg hinter ihnen kam als Schutz vor den feindlichen Pfeilen der Emir Moussa. Die Verfolger, sechs an der Zahl, näherten sich stetig, und Jussuf verfluchte seinen Hochmut, der ihn hatte glauben lassen, dass so etwas nie eintreffen könnte, da er und seine Gefolgsleute die schnellsten Pferde hätten. Aber die Landschaft hier im Tal des Todes und der Dürre direkt westlich des Toten Meeres war ebenso ungastlich trocken wie steinig. Deswegen war es gefährlich, zu schnell zu reiten, doch es hatte den Anschein, als hätten die Verfolger damit überhaupt keine Mühe. Wäre einer von ihnen zu Fall gekommen, wäre das auch nicht so verhängnisvoll gewesen, als wäre dies einem der Verfolgten zugestoßen.
    Jussuf entschied sich plötzlich, im rechten Winkel nach Westen auszuweichen, auf die Berge zu, wo er Schutz zu finden hoffte. Bald ritten die drei verfolgten Reiter ein Wadi steil bergauf. Doch das trockene Flussbett wurde schmaler und tiefer, sodass sie bald in einer tiefen Kluft dahinritten, als hätte sie Gott auf ihrer Flucht gefangen und würde sie nun in eine bestimmte Richtung führen.
    Jetzt gab es nur noch einen Weg, und dieser führte immer steiler hinauf und machte es den Reitern schwerer, das Tempo zu halten. Die Verfolger kamen immer näher und sie waren bald in Reichweite ihrer Pfeile. Die Verfolgten hatten sich bereits ihre runden, eisenbeschlagenen Schilde auf den Rücken geschnallt.
    Jussuf war es nicht gewohnt, um sein Leben zu bitten. Aber jetzt, da er zwischen den verräterischen Felsblöcken auf dem Grund des Wadi immer langsamer reiten musste, kamen ihm einige Worte Gottes in den Sinn, die er atemlos und mit trockenen Lippen vor sich hin sprach: »Er, der Leben und Tod geschaffen hat, um euch auf die Probe zu stellen und euch durch eure Handlungen beweisen zu lassen, wer von euch der Beste ist. Er ist der Allmächtige. Der, der stets vergibt.«
    Und in der Tat stellte Gott seinen geliebten Jussuf auf die Probe und zeigte ihm - erst als Erscheinung im Gegenlicht der untergehenden Sonne, dann mit fürchterlicher Klarheit - das Schrecklichste, was ein Rechtgläubiger in dieser schweren und bedrängten Lage sehen konnte.
    Aus der Gegenrichtung kamen von oben im Wadi ein Templer mit gesenkter Lanze und hinter ihm sein Knappe. Diese beiden Feinde allen Lebens und alles dessen, was gut ist, ritten so schnell, dass ihre Umhänge wie große Drachenschwingen hinter ihnen herflatterten. Sie kamen wie die Dschinn der Wüste.
    Jussuf brachte sein Pferd eilig zum Stehen und griff nach seinem Schild, den er jetzt vom Rücken nach vorne nehmen musste, um der Lanze des Ungläubigen zu begegnen. Er empfand keine Angst, sondern nur die kalte Erregung der Todesnähe, und er lenkte sein Pferd auf die steile Wand des Wadis zu, damit ihn die Lanze des Feindes nicht voll von vorn treffen, sondern ihn vielleicht nur streifen würde.