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Bouvard und Pécuchet

Roman. Mit d. Werkbeitrag aus d. Neuen Kindlers Literatur Lexikon

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Kann man alles wissen? Bouvard und Pécuchet haben es sich vorgenommen, mit Eifer stürzen sie sich in die Wissensgebiete von A bis Z – denn: Für die Archäologie muss man etwas von Geschichte verstehen … Und so nimmt der Teufelskreis seinen Lauf. In seiner Parodie auf den Wissensoptimismus des 19. Jahrhunderts räumt Flaubert gleichermaßen mit romantischen wie mit bürgerlichen Lebensträumen auf und demonstriert eindrücklich: Unser ausdifferenziertes Wissen zwingt uns in den Dilettantismus.

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon.

Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.
Portrait
Gustave Flaubert wurde 1821 in Rouen (Normandie) geboren; sein Vater war Chefarzt des städtischen Krankenhauses. Schon seit seiner Jugend schrieb Flaubert unermüdlich. Aufgrund seiner hohen Ansprüche an sich selbst veröffentlichte er jedoch keines seiner Manuskripte. Sein erstes publiziertes Werk wurde der Roman ›Madame Bovary‹, der 1856 im Feuilleton der Revue de Paris erschien und der ihm einen Prozess wegen Verstoßes gegen die Sitten eintrug. Weniger erfolgreich, aber noch einflussreicher auf die Entwicklung des europäischen Romans war Flaubert mit ›Die Erziehung der Gefühle‹, erschienen 1869. Gustave Flaubert ist einer der besten Stilisten der französischen Literatur und ein Klassiker des Romans; zusammen mit Stendhal und Balzac bildet er das Dreigestirn der großen Erzähler Frankreichs. Er starb 1880 im Alter von 59 Jahren in Croisset.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 432
Erscheinungsdatum 01.09.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-90199-9
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18,8/12,6/3,5 cm
Gewicht 422 g
Originaltitel Bouvard et Pécuchet
Auflage 1
Übersetzer Caroline Vollmann
Buch (Taschenbuch)
9,50
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Bildungsidiotie
von Daniel Buess aus Basel am 12.10.2010
Bewertet: Buch (gebunden)

Eine gute Gelegenheit, wieder einmal Flaubert zu lesen. Diese Neuausgabe aus dem Hause Insel ist nicht nur schön aufgemacht, sondern besticht auch durch die fadengrade Übersetzung von Erich Wolfgang Skwara. (Seinerseits Autor, und ein guter noch dazu). Zur Rekapitulation: "Bouvard et Pécuchet" handelt von zwei älteren Herren, die sich... Eine gute Gelegenheit, wieder einmal Flaubert zu lesen. Diese Neuausgabe aus dem Hause Insel ist nicht nur schön aufgemacht, sondern besticht auch durch die fadengrade Übersetzung von Erich Wolfgang Skwara. (Seinerseits Autor, und ein guter noch dazu). Zur Rekapitulation: "Bouvard et Pécuchet" handelt von zwei älteren Herren, die sich nach ihrer Frühpensionierung (so könnte man es nennen) emsig weiterbilden, um eine sinnvolle und erfüllende Beschäftigung zu finden. Dabei verzetteln sie sich in allerlei absurden Studien und produzieren am Laufmeter Missgeschicke. Flaubert, der Meister der Haarspalterei, demontiert buchstäblich alles und jeden; mit einer genialen Genauigkeit, die immer auch etwas Stupides hat, beschreibt er Leerläufe und Pannen, Reinfälle und Desillusionierungen. Das kennt man schon von "Madame Bovary", wird hier jedoch erbarmungslos und mit einer seltsam schwerfälligen Komik auf die Spitze getrieben. Es erscheint fast logisch, dass der Roman unvollendet geblieben ist. Beim Schreiben ist es Flaubert ähnlich ergangen wie seinen Figuren: die Sache ist ihm über den Kopf gewachsen.

Super, aber: Vorsicht bei schwächelndem Optimismus
von einer Kundin/einem Kunden aus Meinerzhagen am 26.01.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Man stelle sich eine Bibliothek, sortiert nach Gefühlen vor. Wo hätte dieses Buch seinen Platz? Irgendwo zwischen Salingers "The Catcher in the Rye" und den "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" - obwohl man bei der Lektüre herzlich über Bouvard und Pecuchet lachen kann, bleibt man nach Lektüre keinesfalls mit einem... Man stelle sich eine Bibliothek, sortiert nach Gefühlen vor. Wo hätte dieses Buch seinen Platz? Irgendwo zwischen Salingers "The Catcher in the Rye" und den "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" - obwohl man bei der Lektüre herzlich über Bouvard und Pecuchet lachen kann, bleibt man nach Lektüre keinesfalls mit einem optimistischeren Blick auf die Welt zurück.