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Die letzte Nacht der alten Zeit

Roman

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gebundene Ausgabe

Auf dem Thuner See treffen im März 1798 drei Menschen zusammen, die sich – nach dem Einmarsch der französischen Truppen und dem Zusammenbruch des Ancien Régime – in einer gefährlichen Lage befinden: Einer von ihnen, der mächtigste Mann der Schweiz, wurde einen Tag zuvor zum Rücktritt aus seinem Amt gezwungen. An seiner Seite ein junger Korporal, der zwischen Angst und Loyalität schwankt, und eine junge Frau, die einen Franzosen erschlug. Lukas Hartmann erzählt das Schicksal der drei als dramatische Verdichtung eines Epochenumbruchs.

»Auf packende Art lässt dieser Roman die große Geschichte lebendig werden.« Berner Zeitung

Portrait
Hartmann, Lukas
Lukas Hartmann, 1944 geboren, lebt als freier Schriftsteller und Journalist in Bern. Für seine Romane - wie für seine Kinder- und Jugendbücher - wurde er mehrfach ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 280
Erscheinungsdatum 01.05.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-18238-1
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19/12,3/2,5 cm
Gewicht 322 g
Auflage 3. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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Ein Geschichtsroman für Feinschmecker

Thomas K., Thalia-Buchhandlung Neunkirchen

März 1798. Erst wenige Tage zuvor haben die schier unbesiegbaren Armeen Frankreichs unter Napoleon Bonaparte die ehedem so stolze Berner Republik hinweggefegt. Und so kommt es, dass in einer kalten Nacht am Ufer des Thuner Sees drei Menschen einander begegnen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: da ist der gerade erst von der Macht verjagte alte Schultheiß Nikolaus von Steiger, der sowohl vor dem Zorn der französischen Soldateska als auch vor dem Aufruhr des Berner Volkes fliehen muss. Ihn begleitet als sein Adjutant der tapfere Korporal Dubi, der hin- und hergerissen ist zwischen der Treue zum todessüchtigen alten Steiger und der Sorge um seine in Bern zurückgebliebene Familie. Und schließlich ist da noch die junge Magd Maria, die in Notwehr einen französischen Soldaten getötet hat und sich nun Zuflucht in den Armen einer weit entfernten flüchtigen Liebschaft erhofft. Während sie alle buchstäblich im gleichen Boot sitzen halten die Fliehenden Rückschau auf ihr Leben und erinnern sich, wie es soweit hat kommen können, dass sie bei Nacht und Nebel alles zurücklassen mussten in dieser letzten Nacht der alten Zeit. Hartmann gelingt die atmosphärisch dichte Schilderung eines Epochenumbruchs und er schafft es, die Lebenswirklichkeit vergangener Zeiten glaubhaft und lebendig vor Augen zu führen. Obwohl sich der Autor eng an die geschichtlichen Fakten hält – Steiger und Dubi sind historisch verbürgte Persönlichkeiten – verkommt sein Roman nie zur öden Geschichtsstunde sondern gerät stattdessen zu einem großen Historiendrama. Ein Geschichtsroman für Feinschmecker.

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Drei Lebensgeschichten und die Zeit eines Epochenumbruchs
von wortspiel aus Luzern am 08.05.2019

Die Französische Revolution von 1789 bis 1799 führte mit den einhergehenden „Befreiungsfeldzügen“ Napoleons in Europa zu fundamentalen gesellschaftlichen und politischen Umwälzungen, auf deren Auswirkungen und Errungenschaften das heutige Staatswesen noch weitgehend beruht. Auch in der Schweiz, die enge wirtschaftliche und kultu... Die Französische Revolution von 1789 bis 1799 führte mit den einhergehenden „Befreiungsfeldzügen“ Napoleons in Europa zu fundamentalen gesellschaftlichen und politischen Umwälzungen, auf deren Auswirkungen und Errungenschaften das heutige Staatswesen noch weitgehend beruht. Auch in der Schweiz, die enge wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen zu Frankreich pflegte, verbreitete sich das ideologische Gedankengut von Recht und Freiheit für alle und stellten die von Adel und Klerus dominierte Ständegesellschaft wieder zunehmend infrage. Das Land bestand damals aus einem lockeren Bündnisgefüge souveräner, von Patrizierfamilien und Zünften beherrschter Kantone. Weite Teile der Bevölkerung hatten praktisch keine Rechte, die Untertanen galten noch immer als Leibeigene der gnädigen Herren. Mit dem Einfall der Franzosen in die alte Eidgenossenschaft (womit Frankreich den Vertrag zum Ewigen Frieden von 1516 aufkündigte) brach im Januar 1798 die Helvetische Revolution aus. Am 5. März erreichten die Franzosen Bern, das den Kampf gegen den übermächtigen Gegner praktisch alleine aufnehmen musste und folglich schnell kapitulierte. In „der letzten Nacht der alten Zeit“ setzt Lukas Hartmanns teils fiktiver, teils auf Fakten basierender historischer Roman unmittelbar nach diesem Ereignis auf. Drei Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten treffen als Schiffspassagiere auf der Flucht über den Thunersee zusammen: Niklaus Friedrich von Steiger, der entthronte Schultheiß von Bern auf dem Weg ins Exil, sein Begleiter Ex-Korporal Christian Dubi, auf dessen Protokollwiedergaben die realen Ereignisse des Romans im Wesentlichen beruhen, und Magd Maria, die auf einem Hof in Neuenegg aus Notwehr einen französischen Soldaten tötete, entkam und dem einheimischen Deserteur Johann ins Oberland nachfolgte. In einer Reihe von Rückblenden in die Vergangenheit der Hauptfiguren ergibt sich ein zunehmend geschärftes Bild von drei Lebensgeschichten, den gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen der damaligen Zeit und der Grausamkeit der alles überschattenden kriegerischen Auseinandersetzungen. Lukas Hartmann erzählt in seinem Buch exemplarisch, einfühlsam und mit Liebe zum Detail aus einem bedeutsamen Kapitel Schweizer Geschichte und verzaubert es sprachlich und inhaltlich zu einem großartigen, emotionalen Leseerlebnis.

Spannendes Zeitzeugnis in Romanform
von einer Kundin/einem Kunden am 25.10.2011

Lukas Hartmann nimmt uns mit auf eine Reise in die alte Geschichte Berns. Es ist die Nacht, in der das Ancien Régime nach dem Einmarsch der französischen Truppen zusammenbricht. Die Menschen sind erschüttert und entfesselt zugleich - mit einem Mal herrscht eine Stimmung, in der alles erlaubt scheint. Es ist genau der Wendepunkt... Lukas Hartmann nimmt uns mit auf eine Reise in die alte Geschichte Berns. Es ist die Nacht, in der das Ancien Régime nach dem Einmarsch der französischen Truppen zusammenbricht. Die Menschen sind erschüttert und entfesselt zugleich - mit einem Mal herrscht eine Stimmung, in der alles erlaubt scheint. Es ist genau der Wendepunkt, an dem das alte System kippt und die neu Ordnung noch nicht gilt. In dieser gefährlichen Lage treffen drei Flüchtlinge aufeinander: der entmachtete Regierungschef, sein Lebensretter und eine junge Mörderin. Eindringlich erzählt uns Lukas Hartmann ihre Geschichte als Ausdruck einer Zeitenwende...

Niveauvolles Zeitzeugnis
von Fugu am 16.10.2011

Lukas Hartmann hat hier ein vertieftes, genau ausgearbeitetes schweizer Zeitzeugnis vorgelegt, über die Übernahme Berns durch die Franzosen, unter Napoleons Führung. Der Einblick in diese 2 Tage, die die Geschichte verändert haben, ist spannend und interessant aufgebaut. Nämlich aus der Sichtweise von drei Personen. Das macht di... Lukas Hartmann hat hier ein vertieftes, genau ausgearbeitetes schweizer Zeitzeugnis vorgelegt, über die Übernahme Berns durch die Franzosen, unter Napoleons Führung. Der Einblick in diese 2 Tage, die die Geschichte verändert haben, ist spannend und interessant aufgebaut. Nämlich aus der Sichtweise von drei Personen. Das macht die Geschichte sehr eindrücklich. Die Geschichte ist etwas für Feinschmecker, die historische Geschichten auf hohem Niveau bevorzugen. Sie war für mich weder packend noch mitreissend, aber sehr fundiert und sehr gut geschrieben.