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Monster

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Rezension
Im Spannungsfeld zwischen Rock und Elektro macht Oomph! so schnell keiner was vor. Denn seit 15 Jahren mischt das Trio an vordester Düsterfront kräftig mit. Das zehnte Studioalbum macht seinem Titel alle Ehre: "Monster" (Gun/Sony BMG). Hier übertreffen sich Oomph! sozusagen selbst. Auch diesmal wieder sparte sich das Trio einen Produzenten und kümmerte sich lieber selbst darum, dass die zehn neuen Songs möglichst perfekt klingen. "Wir sind Kontrollfreaks", erklärt Sänger, Songwriter und Schlagzeuger Dero, "aber wir haben natürlich auch den Anspruch, uns zwischen zwei Alben menschlich und musikalisch weiterzuentwickeln. Deshalb lassen wir uns in der Regel so um die zwei Jahre Zeit." Oomph! konnten also ihr neues Studioalbum, "Monster", in aller Ruhe vorbereiten und dabei einen vielschichtigen Sound entwickeln, der einerseits Anklänge an ihre Frühzeit enthält, was man bei dem mit EBM-Anleihen ausgestatteten Song "Revolution" hört, der aber neue Elemente zulässt wie in der mit Piano- und Streicherklängen verzierten Ballade "Auf Kurs". "Bis jetzt hat sich noch nie jemand von der Plattenfirma bei uns wegen der musikalischen Ausrichtung beschwert. Wir haben einen Bandübernahmevertrag und sind deshalb vom ersten Akkord unserer Kompositionen bis zum letzten Reglerzug der Produktion in unserer Handlungsweise autark." Alle drei Mitglieder der Band - neben Dero zählen noch die beiden Gitarristen und Keyboarder Crap und Flux zum Trio - sind am Entstehungsprozess der Songs beteiligt, was manchmal zu langwierigen Diskussionen führt: "Wir sind sehr unterschiedliche Charaktere und oft verschiedener Meinung, was die Arbeit erschwert. Da brauchen wir dann mal einen Externen, der sich zu uns setzt und die Situation klärt. Sonst würde es wahrscheinlich sieben Jahre dauern, bis wir eine Platte fertig haben." Und das scheint zu klappen: Die drei Musiker sind mit "Monster" jedenfalls rechtzeitig und gemütlich in zwei Jahren fertig geworden. Und sie liefern mit dem neuen Longplayer das bisher vielschichtigste Album ihrer Karriere ab, denn sie schlagen darauf von den gewohnt mächtigen Gitarrenriffs bis hin zu den oft tanzbaren Beats einen weiten musikalischen Bogen. "Für uns ist es ganz komfortabel, dass wir alle drei komponieren, denn jeder hat einmal eine Phase, in der ihm nicht so viel einfällt, und das fängt dann meistens ein anderer auf", erklärt Dero. "Wir haben uns nie gescheut, neue Wege zu gehen und neue Türen zu öffnen." Auf "Monster" wagt sich das Trio mit dem Song "In den Hüften" sogar erfolgreich an einen Tango, den es aber im typischen "Oomph!-Stil" umsetzt. (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 06.03.2009
EAN 0886974614326
Genre Rock
Hersteller Sony Music Entertainment
Komponist Oomph!
Musik (CD)
7,99
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
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Endlich wieder mehr Abwechslung
von einer Kundin/einem Kunden aus Langenau am 27.08.2008
Bewertet: CD

Ich bin nun OOMPH!-Fan seit 1995, kenne damit alle (offiziellen) Songs und Alben. Mit diesem Album haben OOMPH! wirklich ein Monsteralbum erschaffen. Nachdem die Alben „Wahrheit oder Pflicht“ und „GlaubeLiebeTod“ wie aus einem Guss hervorgehen sollten (und damit für mich eine der unspektakuläreren Alben sind) ist in diesem Monster endlich... Ich bin nun OOMPH!-Fan seit 1995, kenne damit alle (offiziellen) Songs und Alben. Mit diesem Album haben OOMPH! wirklich ein Monsteralbum erschaffen. Nachdem die Alben „Wahrheit oder Pflicht“ und „GlaubeLiebeTod“ wie aus einem Guss hervorgehen sollten (und damit für mich eine der unspektakuläreren Alben sind) ist in diesem Monster endlich wieder das zu erkennen, was OOMPH! bei „Wunschkind“ und „Unrein“ hervorragend einbrachten: Abwechslungsreichtum und Vielseitigkeit. Der Achterbahnfahrt zwischen schnellen, tanzbaren oder harten und langsamen, ruhigen Stücken kommen unterschiedliche Stile hinzu. Diesen Stilen jedoch drücken OOMPH! jeweils ihre eigene Marke auf, sodass sich zum Beispiel das Blues-Stück „Geboren zu sterben“ immer noch nach OOMPH! anhört. Das ist m.E. eine Kunst, die kaum anderweitige Musiker mit derartiger Qualität umzusetzen verstehen. Dieses Album ist wieder experimentierfreudiger und macht auch aus diesem Grunde Spaß anzuhören. Als gestandener Fan muss ich aber leider auch zugeben, dass ich ein wenig den wahnsinnig energiegeladenen, brachialen Gesang vermisse, der eine unbeschreibliche Kraft und Dynamik in die Musik bringt. (Am besten geht dies im Vergleich zwischen „Gekreuzigt“ und „Gekreuzigt 2006“ hervor; wie ausdrucksschwach würde „Come and kick me“ aus dem Album „Defekt“ ohne brachialem Gesang klingen und wirken?!) Nichtsdestotrotz ist auch der Gesang auf Monster sehr vielfältig und sogar auch neuartig, noch nie da gewesen. Thematisch muss hier auf ein Konzept verzichtet werden, da sich die Themen sehr unterscheiden. Es geht um Selbsterkennung und Selbstfindung, AIDS, Tod und Obduktion, Ideale, Politik und Gesellschafts- oder Wirtschaftsopfer, Schönheitswahn, usw.. Wie immer sind die Texte relativ offen und können mehrdimensional interpretiert werden. Es dürfte für jeden etwas dabei sein, das er in seinem aktuellen Lebensabschnitt für sich verstehen und gewinnen kann.