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Tintenherz

(6)
Meggies Vater hat eine besondere Gabe: Er kann Dinge und Menschen aus Büchern herauslesen. Schon bald entdeckt Meggie, dass auch sie über diese Fähigkeit verfügt. Als Capricorn, den Mo vor vielen Jahren aus dem Buch "Tintenherz" herausgelesen hat, Meggie und ihre Freunde in seine Gewalt bekommt, muss sie alles daransetzen, sich und die anderen zu retten. Aber hat ein zwölfjähriges Mädchen gegen Capricorn und den gefährlich Schatten überhaupt eine Chance?
RezensionBild
Die Bildqualität der unverständlicherweise nur in 1,78:1 vorliegenden Version von TINTENHERZ bewegt sich leider nur im Mittelfeld. Der allgemeine Schärfegrad könnte durchweg besser sein, Kontrast, Schwarzwert und Farbwiedergabe bewegen sich im akzeptablen Rahmen, bieten jedoch noch genügend Spielraum nach oben. So vermittelt das Bild die meiste Zeit einen etwas \"soften\" Eindruck, Details werden nicht allzu gut herausgearbeitet. Dies gilt für Nahaufnahmen wie auch Einstellungen in der Totalen. Gerade bei hellen Totalen enttäuscht das Bild jedoch etwas. Durch den Einsatz eines Erdgelb- bzw. Sepiafilters wird die bereits nur mittelmäßige Farbwiedergabe noch ein Stück weiter ins blasse gerückt, so dass das Bild dann in entsprechenden Szenen doch stark an Plastizität einbüßt. Ein gutes Beispiel hierfür ist sicherlich das gemeinsame Kaffeetrinken am See beim Besuch der Großtante.

Ansonsten gibt es nichts Gravierendes auszusetzen. Das Hintergrundrauschen befindet sich einheitlich auf einem nicht als störend empfundenen Niveau und auch die Kompression hält sich bedeckt. Analoge Verunreinigungen oder eine sichtbare Artefaktbildung konnte der Rezensent nicht ausmachen.

Gesondert sollte jedoch noch auf die Angabe bezüglich des Bildformats auf der Hülle hingewiesen werden. Das Bildformat wird fälschlicherweise mit 2,35:1 angegeben. Hier muss Warner ein Fehler unterlaufen sein, da sich auf der Disk, wie bereits erwähnt, nur eine Bildspur in 1,78:1 finden lässt. Die Wahl des Formats an sich sowie die falsche Angabe auf der Hülle sind ärgerlich und fließen negativ in die Wertung mit ein.
RezensionTon
Die beiden vorhandenen Tonspuren (Deutsch DD5.1, Englisch DD5.1) befinden sich ähnlich wie die gebotene Bildqualität im durchschnittlichen Bereich. Das allgemeine Klangbild wirkt in sich recht geschlossen und vermittelt wenig Räumlichkeit, was unter anderem auch an den spärlich über die Rearspeaker eingesetzten Split- und Umgebungseffekten liegt. Entschädigend dafür erscheint die Front jedoch recht gut strukturiert und auch die Sprachwiedergabe bietet über den gesamten Filmverlauf keinen Grund zur Beschwerde, wobei hier die englische Spur besser gefällt. Im Deutschen wirkt der Sprachbereich etwas höhenlastig, was eine leichte Schärfe und unnatürliche Betonung diverser S-Laute zur Folge hat.

Damit der Film tonal auch dem jüngeren Publikum entspricht, wurde offensichtlich der Dynamikbereich etwas zurück gefahren. Der dargebotene Maximalpegel bleibt selbst in den actionreichsten Szenen noch relativ nachbarschaftsfreundlich. Insgesamt wirkt der Sound jedoch recht ausgewogen.
RezensionBonus
Leider hat Warner hier deutlich gespart. Neben den beiden Tonspuren sowie deutschen (normal und für Hörgeschädigte) und englischen Untertiteln befinden sich leider nur zwei Bonusfeatures auf der Disk. Hierbei handelt es sich einmal um \"Eliza liest uns etwas vor\" und dem amerikanischen Kinotrailer. Zwar wurden beide Features in einer guten Bild- und Tonqualität auf die Scheibe gepackt, aber in der Summe ist das einfach zu wenig. Zumindest ein animiertes Menü hätte man noch spendieren können.
Zitat
Fantasy-Roman-Adaptionen werden spätestens seit DER HERR DER RINGE und vor allem HARRY POTTER in Hollywood regelrecht gemolken – jeder möchte etwas vom Kuchen abhaben. Aus genialen Romanen entstehen somit in regelmäßigen Abständen Rohrkrepierer wie etwa ERAGON oder auch TINTENHERZ.

Man kann nur vermuten wie sich Cornelia Funke gefühlt haben muss als sie zum ersten Mal die Verfilmung ihres Romans zu sehen bekam – eigentlich kann es nur das blanke Entsetzten gewesen sein. Aus dem enorm erfolgreichen und ausgezeichneten Jugend-Werk machte Regisseur Iain Softley ein mit guten Effekten ausgestattetes Schauspiel, das man so (bis auf die Effekte) sicherlich auch auf der \'Alemannischen Bühne\' hätte realisieren können. Die Darsteller, allen voran Brendan Fraser spielen einfach unterirdisch. In vielen Szenen wirkt TINTENHERZ nicht wie ein Hollywood-Film sondern vielmehr wie Schmierentheater mit Laien-Darstellern. Szenen wie der Überfall der Fantasyfiguren in der Bibliothek ziemlich zu Beginn des Filmes, lassen dem geneigten Cineasten ob der geballten inszenatorischen und schauspielerischen Unfähigkeit die Schamesröte ins Gesicht schießen. Einzig Paul Bettany schafft es sich aus dem Moloch von vor sich hin stolpernder Möchtegern-Darstellern hervorzuheben und ein Mindestmaß an Talent in die Produktion zu bringen.

TINTENHERZ ist eine herbe Enttäuschung. Nicht nur dass die Geschichte bis fast zu Unkenntlichkeit zerfleddert wurde, auch die Darsteller sind bis auf wenige Ausnahmen diesem Berufsstand eigentlich unwürdig. Warum Iain Softley, der zuvor eigentlich für durchaus anspruchsvolle und erfolgreiche Filme wie etwa K-PAX verantwortlich war, einen solchen Griff ins Klo landen konnte, fragt man sich auch noch lange nachdem der letzte Schriftzug des Abspannes von der Leinwand verschwand. Fans des Buches sollten einen Bogen um die Produktion machen, alle anderen am besten die Erwartungen weit nach unten schrauben.

Auch technisch vermag die DVD definitiv keine Begeisterungsstürme auszulösen. Bild und Ton bewegen sich gleichermaßen im Mittelfeld, stellen aber im Großen und Ganzen zufrieden, ganz im Gegenteil zu dem äußerst spärlich ausgefallenen Bonusmaterial. Abgesehen davon sollte sich zumindest der ambitionierte Heimkino-Fan von dieser Version aufgrund des „beschnittenen“ Bildformats distanzieren und zur Blu-Ray greifen. Schade, hier ist man von Warner eigentlich Besseres gewöhnt.

Subjektive Filmwertung: 3 von 10 - herbe Enttäuschungen
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Beschreibung

Produktdetails


Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 17.04.2009
Regisseur Lain Softley
Sprache Deutsch, Englisch (Untertitel: Deutsch)
EAN 7321925017632
Genre Fantasy/Abenteuer/Familie
Studio Warner Bros. Entertainment
Originaltitel Inkheart
Spieldauer 102 Minuten
Bildformat 16:9 (2,35:1)
Tonformat Deutsch: DD 5.1, Englisch: DD 5.1
Verkaufsrang 747
Verpackung DVD Softbox Standard
Film (DVD)
6,99
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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Tintenherz - Der Film
von Daniela P. am 28.05.2014

Mo ist glücklicher Ehemann und Vater - und er besitzt eine seltene Gabe: Wenn er ein Buch vorliest, entspringen die Figuren ihrer Geschichte und befinden sich in der Realität. Doch dabei gibt es ein Problem: Jedes Mal, wenn eine Figur aus dem Buch herauskommt, verschwindet eine andere Person dafür... Mo ist glücklicher Ehemann und Vater - und er besitzt eine seltene Gabe: Wenn er ein Buch vorliest, entspringen die Figuren ihrer Geschichte und befinden sich in der Realität. Doch dabei gibt es ein Problem: Jedes Mal, wenn eine Figur aus dem Buch herauskommt, verschwindet eine andere Person dafür in das Buch. So auch geschehen mit Mos Frau. 12 Jahre später macht sich Mo zusammen mit seiner Tochter Meggie auf die Suche nach seiner Frau. Doch zunächst muss er das Buch "Tintenherz" finden, aus welchem er damals vorgelesen hat. Doch den Figuren aus "Tintenherz" passt das so gar nicht. "Tintenherz" ist die gelungene Verfilmung nach Cornelia Funkes gleichnamigem Bestseller. Spannend und detailgetreu gestaltet, sehenswert!

Ansammlung an Märchendarstellern
von Teller of Movies aus Köln am 21.10.2011

Mortimer erlebt mit seiner Tochter Meggie allerlei Begegnungen mit Personen aus dem Märchen Tintenherz. Er versucht vor Staubfinger zu fliehen. Aber dieser holt Verstärkung und so werden die beiden zusammen mit einer Großtante in ein Schloß entführt und im Kerker eingesperrt. Dort gibt es allerlei Fabelwesen zu sehen, die... Mortimer erlebt mit seiner Tochter Meggie allerlei Begegnungen mit Personen aus dem Märchen Tintenherz. Er versucht vor Staubfinger zu fliehen. Aber dieser holt Verstärkung und so werden die beiden zusammen mit einer Großtante in ein Schloß entführt und im Kerker eingesperrt. Dort gibt es allerlei Fabelwesen zu sehen, die alle eingesperrt worden sind. Diese entstammen aus den Büchern, die Mortimer einst alle laut vorgelesen hat. Sie finden dort auch die verschwundene Frau von Mortimer wieder. Die Geschichte der Befreiung der Frau und der Rückkehr von der Märchenwelt in die Wirklichkeit geht unter den vielen Charakteren aus verschiedenen Märchen ziemlich unter. Mortimer und später auch seine Tochter lesen verschiedene Märchenbücher laut vor. Und jedes Mal gibt es ein Kommen und Gehen der Personen aus diesen Märchen. Es dreht sich dann nur noch darum, dass zunächst Mortimer und später seine Tochter gefangen genommen werden und zum Vorlesen aus den Büchern gezwungen werden. Jedes der Märchen wird ein wenig angerissen, es erscheinen neue Schurken und Ungeheuer. Aber bald verschwinden sie schon wieder. Die Personen aus den Märchen machen sich die Errungenschaften der Neuzeit zunutze. So tragen sie Pistolen und Maschinengewehre und verwenden Klebebänder, um ihren Opfern damit den Mund zuzukleben. Aber das Umschalten zwischen den verschiedenen Märchen zerstört den Ablauf der Hauptgeschichte. Und einmal verwenden sie Personen Waffen und üben Gewalt aus. Danach aber lauschen sie nur gespannt den vorgelesenen Geschichten und wirken harmlos und reagieren ängstlich. Es bleibt unklar, warum sie die Tochter Meggie dennoch weiterlesen lassen, obwohl sich bereits ein riesiges Ungeheuer aus Rauch lautstark und mit blitzenden Augen bemerkbar macht. Die verschiedenen Fabelwesen bleiben alle weggesperrt und können nie näher betrachtet werden. Es gibt keinen roten Faden durch die Geschichte. Es wirkt alles ziemlich blass und das Zusehen wird schnell mühsam. Es gibt zu viele Szenenwechsel zwischen mehreren verschiedenen Märchen und der Wirklichkeit. Hier hat man wohl versucht, ein langes Buch in einen kurzen Film irgendwie hineinzudrücken. Wer gerne Märchenfilme sieht, der sollte besser zu etwas anderem greifen.

Toller Film..
von einer Kundin/einem Kunden aus kiel am 06.07.2010

Also ich habe bisher nur den Film gesehn und muss sagen, dass mich die Story und die Charaktere sehr gefesselt haben. Auch hat er mich neugierig auf das Buch gemacht..und wenn dieses sogar NOCH besser ist als der Film..hat es sich doch schon gelohnt ;o)