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Tintenherz

Meggies Vater hat eine besondere Gabe: Er kann Dinge und Menschen aus Büchern herauslesen. Schon bald entdeckt Meggie, dass auch sie über diese Fähigkeit verfügt. Als Capricorn, den Mo vor vielen Jahren aus dem Buch "Tintenherz" herausgelesen hat, Meggie und ihre Freunde in seine Gewalt bekommt, muss sie alles daransetzen, sich und die anderen zu retten. Aber hat ein zwölfjähriges Mädchen gegen Capricorn und den gefährlich Schatten überhaupt eine Chance?
RezensionBild
Warner bietet einen insgesamt wirklich tollen 1080p / VC-1 Transfer im Seitenverhältnis von 2.40:1, der in nahezu jeder Disziplin gute Werte erzielt. Das Bild zeigt über die gesamte Spielzeit hohe Schärfewerte und einen meist ausgewogenen Kontrast. Das Bild ist gerade in Nahaufnahmen sehr detailreich und bietet höchstes HD-Feeling. Leider sind es gerade die teilweise massiv mit CGI bearbeiteten Sequenzen die qualitativ etwas aus der Reihe tanzen. Reale Bildelemente und Computergrafiken verschmelzen oftmals nur unzureichend, so dass ein sehr artifizieller Eindruck zurückbleibt. Auch wirken diese Szenen leicht verwaschen und nicht ganz so plastisch wie etwa die gelungenen Tageslichtsequenzen.

Die Farben wurden stark ins Braune verschoben, so dass vor allem Rot- und Grüntöne ziemlich blass und erdig erscheinen. Schwarzwert und Kontrast können sich sehen lassen – störend ist jedoch das ständig leichte Überstrahlen von hellen Bildsegmenten. Der VC-1-Codec vollbringt sein Bestes und hinterlässt auch in sehr detailreichen Szenen keinerlei Rückstände in Form von digitalen Artefakten oder Framedrops. Analoge Defekte gibt es bis auf das minimale Filmkorn auch keine.
RezensionTon
Wie in letzter Zeit öfters vorgekommen, müssen die deutschen Käufer auch dieses mal auf eine hochauflösende deutsche Lokalisierung verzichten. Es befindet sich neben der Dolby TrueHD-Tonspur in englischer Sprache nämlich nur ein Dolby Digital 5.1-Track der Synchronisation mit auf der Disk.

Auch die Soundqualität ist für einen solch hoch-budgetierten Film eher mittelprächtig. Dies liegt weniger an der Qualität der Kodierung als am mäßigen Sounddesign des Filmes. Gerade in diesem Genre lebt ein Werk vom guten Score, doch im Falle von TINTENHERZ werden die von genialen Soundtracks der letzten Zeit verwöhnten Ohren auf eine harte Belastungsprobe gestellt. Die Komposition wirkt aufgesetzt, stereotyp und völlig am Thema vorbei komponiert. Dazu kommt, dass die Abmischung des größtenteils orchestralen Sounds keinerlei Räumlichkeit aufkommen lässt. Die vereinzelt auftretenden, durchaus gut gelungenen Surroundeffekte vermögen an diesem Umstand auch kaum etwas zu ändern. Einzig die Schlusssequenz bietet Filmsound in Blu-ray-würdiger Qualität.

Beide Tracks sowohl die TrueHD- als auch Dolby Digital 5.1-Tonspur zeigen sich nur in wenigen Momenten als richtig dynamisch. Der Subwoofer kommt selten zum Einsatz und verhält sich auch dann eher zurückhalten. Die Dialoge sind in beiden Varianten stets gut verständlich und auflösend. Lediglich in den Actionsequenzen kann der TrueHD-Track seinen Vorsprung etwas ausbauen.
RezensionBonus
Sind die Bild- und Tonqualität insgesamt noch absolut im Rahmen enttäuscht das Bonusmaterial auf ganzer Strecke. Nicht nur sind kaum Features enthalten, selbst die sich auf der Blu-ray Disk befindlichen Beiträge treiben dem Zuschauer geradezu das Gähnen ins Gesicht. Man findet in der Bonussektion zunächst „14 Entfernte Szenen“ die bis auf den alternativen Beginn des Filmes allesamt uninteressant sind und zu Recht aus dem Endprodukt verbannt wurden. Völlig am Thema der filmischen Hintergrunderläuterung vorbei ist der Beitrag „Eine Geschichte der Darsteller & der Crew“, in welchem jedes Team-Mitglied ein paar Zeilen zu einer frei erfundenen Geschichte hinzufügt und so eine individuelle Story geschaffen wird. Ein Fünkchen Interesse blitzt auf, wenn Cornelia Funke im Feature „Von der Fantasie zum Buch: Wie Autoren arbeiten“ auf ihren Roman eingeht. Als letztes findet man „Eliza liest uns etwas vor“, hier liest Hauptdarstellerin Eliza Hope Bennett ihren Lieblingspart aus dem Buch vor. Personen die das Buch bisher nicht kannten und zuvor den Film gesehen haben, dürften sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fragen, was zum Teufel die Gute denn hier gerade vorliest – aufgrund der Massiven Storyänderungen und Kürzungen sind die Schilderungen des Buches nicht nachzuvollziehen.
Portrait
Cornelia Funke wurde 1958 in Dorsten/Westfalen geboren, zog nach dem Abitur nach Hamburg und absolvierte eine Ausbildung als Diplompädagogin. Drei Jahre lang arbeitete sie als Erzieherin auf einem Bauspielplatz und studierte parallel dazu Buchillustration an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg.
Nach Abschluss des Studiums war Cornelia Funke zunächst ausschließlich als Illustratorin für Kinderbücher tätig - eine Arbeit, die sie dazu anregte, selbst Geschichten für junge Leserinnen und Leser zu schreiben. So wurde sie mit 28 Jahren freischaffende Autorin und Illustratorin.
Ihre freie Zeit verbringt Cornelia Funke am liebsten mit ihrer Familie. Außerdem ist sie ein großer Filmfan, reist gern und liest, so viel sie kann.
Seit Mai 2005 wohnt Cornelia Funke mit ihrer Familie in Los Angeles; zuvor lebte sie am Stadtrand von Hamburg.
2008 erhielt sie den "Roswitha-Preis" der Stadt Bad Gandersheim, den Medienpreis "Bambi", 2009 den "Jacob-Grimm-Preis" und 2015 den "Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis" sowie den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten.
Zitat
Fantasy-Roman-Adaptionen werden spätestens seit DER HERR DER RINGE und vor allem HARRY POTTER in Hollywood regelrecht gemolken – jeder möchte etwas vom Kuchen abhaben. Aus genialen Romanen entstehen somit in regelmäßigen Abständen Rohrkrepierer wie etwa ERAGON oder auch TINTENHERZ.

Man kann nur vermuten wie sich Cornelia Funke gefühlt haben muss, als sie zum ersten Mal die Verfilmung ihres Romans zu sehen bekam – eigentlich kann es nur das blanke Entsetzten gewesen sein. Aus dem enorm erfolgreichen und ausgezeichneten Jugend-Werk machte Regisseur Iain Softley ein mit guten Effekten ausgestattetes Schauspiel, das man so (bis auf die Effekte) sicherlich auch auf der \'Alemannischen Bühne\' hätte realisieren können. Die Darsteller, allen voran Brendan Fraser spielen einfach unterirdisch. In vielen Szenen wirkt TINTENHERZ nicht wie ein Hollywood-Film sondern vielmehr wie Schmierentheater mit Laien-Darstellern. Szenen wie der Überfall der Fantasyfiguren in der Bibliothek ziemlich zu Beginn des Filmes, lassen dem geneigten Cineasten ob der geballten inszenatorischen und schauspielerischen Unfähigkeit die Schamesröte ins Gesicht schießen. Einzig Paul Bettany schafft es sich aus dem Moloch von vor sich hin stolpernder Möchtegern-Darstellern hervorzuheben und ein Mindestmaß an Talent in die Produktion zu bringen.

TINTENHERZ ist eine herbe Enttäuschung. Nicht nur dass die Geschichte fast bis zur Unkenntlichkeit zerfleddert wurde, auch die Darsteller sind bis auf wenige Ausnahmen diesem Berufsstand eigentlich unwürdig. Warum Iain Softley, der zuvor eigentlich für durchaus anspruchsvolle und erfolgreiche Filme wie etwa K-PAX verantwortlich war, einen solchen Griff ins Klo landen konnte, fragt man sich auch noch lange nachdem der letzte Schriftzug des Abspannes von der Leinwand verschwand. Fans des Buches sollten einen Bogen um die Produktion machen, alle anderen am besten die Erwartungen weit nach unten schrauben.

Technisch ist die Blu-ray Disk bei Weitem kein solches Desaster geworden wie der filmische Inhalt. Die Bildqualität kann im Großen und Ganzen überzeugen und auch der Sound bewegt sich im guten Mittelfeld. Das Bonusmaterial ist langweilig und knapp ausgefallen – einerseits aber auch verständlich, denn sicherlich möchte man den Mantel des Schweigens über dieser Produktion ausbreiten.

Subjektive Filmwertung: 2 von 10 herbe Enttäuschungen
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Beschreibung

Produktdetails


Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 17.04.2009
Regisseur Iain Softley
Sprache Deutsch, Englisch, Spanisch (Untertitel: Deutsch, Spanisch, Englisch)
EAN 5051890003508
Genre Fantasy/Abenteuer/Familie
Studio Warner Bros. Entertainment
Originaltitel Inkheart
Spieldauer 106 Minuten
Bildformat 16:9 (2,40:1), HD (1080p)
Tonformat Deutsch: DD 5.1, Englisch: DD 5.1, Englisch: Dolby TrueHD 5.1
Verkaufsrang 106
Verpackung Blu-ray Softbox Standard
Film (Blu-ray)
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11,99
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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Tintenherz - Der Film
von Daniela P. am 28.05.2014
Bewertet: Medium: DVD

Mo ist glücklicher Ehemann und Vater - und er besitzt eine seltene Gabe: Wenn er ein Buch vorliest, entspringen die Figuren ihrer Geschichte und befinden sich in der Realität. Doch dabei gibt es ein Problem: Jedes Mal, wenn eine Figur aus dem Buch herauskommt, verschwindet eine andere Person dafür... Mo ist glücklicher Ehemann und Vater - und er besitzt eine seltene Gabe: Wenn er ein Buch vorliest, entspringen die Figuren ihrer Geschichte und befinden sich in der Realität. Doch dabei gibt es ein Problem: Jedes Mal, wenn eine Figur aus dem Buch herauskommt, verschwindet eine andere Person dafür in das Buch. So auch geschehen mit Mos Frau. 12 Jahre später macht sich Mo zusammen mit seiner Tochter Meggie auf die Suche nach seiner Frau. Doch zunächst muss er das Buch "Tintenherz" finden, aus welchem er damals vorgelesen hat. Doch den Figuren aus "Tintenherz" passt das so gar nicht. "Tintenherz" ist die gelungene Verfilmung nach Cornelia Funkes gleichnamigem Bestseller. Spannend und detailgetreu gestaltet, sehenswert!

Ansammlung an Märchendarstellern
von Teller of Movies aus Köln am 21.10.2011
Bewertet: DVD

Mortimer erlebt mit seiner Tochter Meggie allerlei Begegnungen mit Personen aus dem Märchen Tintenherz. Er versucht vor Staubfinger zu fliehen. Aber dieser holt Verstärkung und so werden die beiden zusammen mit einer Großtante in ein Schloß entführt und im Kerker eingesperrt. Dort gibt es allerlei Fabelwesen zu sehen, die... Mortimer erlebt mit seiner Tochter Meggie allerlei Begegnungen mit Personen aus dem Märchen Tintenherz. Er versucht vor Staubfinger zu fliehen. Aber dieser holt Verstärkung und so werden die beiden zusammen mit einer Großtante in ein Schloß entführt und im Kerker eingesperrt. Dort gibt es allerlei Fabelwesen zu sehen, die alle eingesperrt worden sind. Diese entstammen aus den Büchern, die Mortimer einst alle laut vorgelesen hat. Sie finden dort auch die verschwundene Frau von Mortimer wieder. Die Geschichte der Befreiung der Frau und der Rückkehr von der Märchenwelt in die Wirklichkeit geht unter den vielen Charakteren aus verschiedenen Märchen ziemlich unter. Mortimer und später auch seine Tochter lesen verschiedene Märchenbücher laut vor. Und jedes Mal gibt es ein Kommen und Gehen der Personen aus diesen Märchen. Es dreht sich dann nur noch darum, dass zunächst Mortimer und später seine Tochter gefangen genommen werden und zum Vorlesen aus den Büchern gezwungen werden. Jedes der Märchen wird ein wenig angerissen, es erscheinen neue Schurken und Ungeheuer. Aber bald verschwinden sie schon wieder. Die Personen aus den Märchen machen sich die Errungenschaften der Neuzeit zunutze. So tragen sie Pistolen und Maschinengewehre und verwenden Klebebänder, um ihren Opfern damit den Mund zuzukleben. Aber das Umschalten zwischen den verschiedenen Märchen zerstört den Ablauf der Hauptgeschichte. Und einmal verwenden sie Personen Waffen und üben Gewalt aus. Danach aber lauschen sie nur gespannt den vorgelesenen Geschichten und wirken harmlos und reagieren ängstlich. Es bleibt unklar, warum sie die Tochter Meggie dennoch weiterlesen lassen, obwohl sich bereits ein riesiges Ungeheuer aus Rauch lautstark und mit blitzenden Augen bemerkbar macht. Die verschiedenen Fabelwesen bleiben alle weggesperrt und können nie näher betrachtet werden. Es gibt keinen roten Faden durch die Geschichte. Es wirkt alles ziemlich blass und das Zusehen wird schnell mühsam. Es gibt zu viele Szenenwechsel zwischen mehreren verschiedenen Märchen und der Wirklichkeit. Hier hat man wohl versucht, ein langes Buch in einen kurzen Film irgendwie hineinzudrücken. Wer gerne Märchenfilme sieht, der sollte besser zu etwas anderem greifen.

Toller Film..
von einer Kundin/einem Kunden aus kiel am 06.07.2010
Bewertet: Medium: DVD

Also ich habe bisher nur den Film gesehn und muss sagen, dass mich die Story und die Charaktere sehr gefesselt haben. Auch hat er mich neugierig auf das Buch gemacht..und wenn dieses sogar NOCH besser ist als der Film..hat es sich doch schon gelohnt ;o)