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Das erzählerische Werk 11. Stine

Roman

Theodor Fontane

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Beschreibung

Bei einer ausgelassenen Fete begegnen sich Stine, das einfache Mädchen aus der Invalidenstraße, und der junge Graf von Haldern. Stines natürliches, stilles Wesen wirkt auf den kränklichen Waldemar so stark, daß er mit ihr Familie und Heimat verlassen will. Doch Stine weiß es besser.

In der Invalidenstraße 98e steigt wieder mal eine Fete. Der alte Graf und Lebemann hat sich bei der temperamentvollen jungen Witwe Pauline Pittelkow, seinem "Verhältnis", zu einer vergnüglichen Sause angesagt und an diesem Abend seinen Neffen Waldemar mitgebracht. Während es auf berlinische Weise hoch hergeht, die Trinksprüche immer gewagter, die szenischen Einlagen einer urkomischen Vorstadttragödin immer ausgelassener werden, fühlt sich der junge Graf von Haldern von Stines stillem Wesen angezogen. Sie, die gegensätzliche Schwester Paulines, wirkt mit ihrer Natürlichkeit so stark auf den kränklichen Waldemar, daß dieser alle Kraft zusammennimmt und Stine einen Antrag macht. Seine Familie will er verlassen, die Heimat aufgeben und in Amerika eine unabhängige Existenz gründen. Doch das Mädchen weiß, daß es keine Stine von Haldern geben wird. Ihr Nein nimmt dem jungen Mann allen Mut, auch den zum Leben.

»Stine ist eine höchst moderne Person: mit nüchternster Einsicht in die Macht des Alltäglichen und des Banalen über alles Große und Besondere.« Burkhard Spinnen

Herausgegeben von Christine Hehle

Theodor Fontane wurde am 30. Dezember 1819 im märkischen Neuruppin geboren. Nach vierjähriger Lehre arbeitete er in verschiedenen Städten als Apothekergehilfe und erwarb 1847 die Zulassung als »Apotheker erster Klasse«. 1849 gab er den Beruf auf, etablierte sich als Journalist und freier Schriftsteller und heiratete 1850 Emilie Rouanet-Kummer. 1855 bis Anfang 1858 hielt er sich in London auf, u. a. als »Presseagent« des preußischen Gesandten. Zwischen 1862 und 1882 kamen die »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« heraus. Neben seiner umfangreichen Tätigkeit als Kriegsberichterstatter und Reiseschriftsteller war Fontane zwei Jahrzehnte Theaterkritiker der »Vossischen Zeitung«. In seinem 60. Lebensjahr trat er als Romancier an die Öffentlichkeit. Dem ersten Roman »Vor dem Sturm« (1878) folgten in kurzen Abständen seine berühmt gewordenen Romane und Erzählungen sowie die beiden Erinnerungsbücher »Meine Kinderjahre« und »Von Zwanzig bis Dreißig«. Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Christine Hehle
Seitenzahl 216
Erscheinungsdatum 01.03.2000
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03123-7
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 21/13,2/2,2 cm
Gewicht 344 g
Auflage 1. Auflage

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Es lebe Fontane!
von einer Kundin/einem Kunden aus Jena am 12.10.2006
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein weiteres Mal entscheidet die Ständeordnung über Leben oder Tod einer jungen gutgläubigen Liebe, die sich in den Rechtmäßigkeiten damaliger Verhältnisse verirrt und im traurigen Schicksal ihr Ende findet. Und auch wenn hierbei nicht der vermögende und gutbürgerliche Waldemar die standesgesetzlich untergeordnete Stine ablehnt,... Ein weiteres Mal entscheidet die Ständeordnung über Leben oder Tod einer jungen gutgläubigen Liebe, die sich in den Rechtmäßigkeiten damaliger Verhältnisse verirrt und im traurigen Schicksal ihr Ende findet. Und auch wenn hierbei nicht der vermögende und gutbürgerliche Waldemar die standesgesetzlich untergeordnete Stine ablehnt, sondern das junge Fräulein die weitsichtige und ängstliche Rolle einnimmt, so ist der Tod des mutigen W. von Haldern und das Zerbrechen ihrer gemeinsamen Zukunft auf gesellschaftliches Stagnationsdenken zurückzuführen. Ein trauriges, dramatisches und vor allem anschauliches Meisterwerk voller Poesie!


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