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Das erzählerische Werk 15. Effi Briest

Roman. Das erzählerische Werk, Band 15. Große Brandenburger Ausgabe

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Vordere Klappe Mit ihrer Hochzeit verläßt Effi Briest den umhegten Raum der Kindheit in Hohen-Cremmen. Ihr Einzug in Kessin, wo Baron von Innstetten Landrat ist, steht im Zeichen des Fremden, ja Exotischen, das sie fasziniert, aber auch ängstigt und verwirrt. In einer Atmosphäre der Verunsicherung und Isolierung, sozusagen auf schwankendem Boden, gibt Effi der Verführung des "Damenmannes" Crampas nach. Ein erneuter Aufbruch, diesmal nach Berlin, scheint das Leben in gesicherte Bahnen zu lenken und allen quälenden Zwiespalt zu lösen. Schließlich ist es ein Zufall, in dessen Gefolge sich alles wendet: Leben in Tod, Gemeinschaft in Ausgrenzung, Hoffnung in Resignation. Als der Roman erschien, fand er eine unerwartete Resonanz, so daß Fontane das Jahr 1895 im Tagebuch mit dem befriedigten Resümee abschloß: "Im Herbst erscheint ,Effi Briest' als Buch und bringt es in weniger als Jahresfrist zu fünf Auflagen, - der erste wirkliche Erfolg, den ich mit einem Romane habe." In ihrem umfassenden Kommentar schildert Christine Hehle u.a. den dramatischen Entstehungsprozeß des Romans, der mit Fontanes Grenzerfahrung einer schweren gesundheitlichen Krise verbunden ist, und erhellt das hochartifizielle Spiel mit Motiven und Zitaten. Grundlage dieser neuen Edition ist die erste Buchausgabe, deren Text buchstaben- und zeichengetreu wiedergegeben wird. Hintere Klappe Theodor Fontane Große Brandenburger Ausgabe (AV-Signet) Das erzählerische Werk *bereits erschienen 1/2 Vor dem Sturm 3 Grete Minde* 4 L'Adultera* 5 Ellernklipp 6 Schach von Wuthenow* 7 Graf Petöfy 8 Unterm Birnbaum* 9 Cécile 10 Irrungen, Wirrungen* 11 Stine 12 Quitt 13 Unwiederbinglich 14 Frau Jenny Treibel 15 Effi Briest* 16 Die Poggenpuhls 17 Der Stechlin 18 Mathilde Möhring 19 Von, vor und nach der Reise 20 Frühe Erzählungen/Späte Fragmente Rückseite: Blauweißgestreiftes Leinenkleid, bronzefarbener Ledergürtel und Matrosenkragen sind die Attribute, mit denen Effi voller Heiterkeit, ja Ausgelassenheit in den Roman eintritt. Als Siebzehnjährige heiratet sie den einundzwanzig Jahre älteren Baron von Innstetten. Nach sieben Jahren setzt der Zufall ein Geschehen in Gang, das Effi schließlich die Luft zum Atmen nimmt. "Eine Romanbibliothek der rigorosesten Auswahl, und beschränkte man sie auf ein Dutzend Bände, auf zehn, auf sechs - sie dürfte ,Effi Briest' nicht vermissen lassen." Thomas Mann
Portrait
Theodor Fontane wurde am 30. Dezember 1819 im märkischen Neuruppin geboren. Er erlernte den Apothekerberuf, den er 1849 aufgab, um sich als Journalist und freier Schriftsteller zu etablieren. Ein Jahr später heiratete er Emilie Rouanet-Kummer. Nach seiner Rückkehr von einem mehrjährigen England-Aufenthalt galt sein Hauptinteresse den "Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Neben der umfangreichen Tätigkeit als Kriegsberichterstatter, Reiseschriftsteller und Theaterkritiker schuf er seine berühmt gewordenen Romane und Erzählungen sowie die beiden Erinnerungsbücher "Meine Kinderjahre" und "Von Zwanzig bis Dreißig". Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Christine Hehle
Seitenzahl 536
Erscheinungsdatum 01.08.1998
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03127-5
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 20,5/12,3/3,5 cm
Gewicht 610 g
Auflage 2. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Leider nur Durchschnitt...
von einer Kundin/einem Kunden am 27.04.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Nach einigen, bisher sehr eindrucksvollen Romanen von Theodor Fontane konnte mich „Irrungen, Wirrungen“, 1888 erschienen, irgendwie nicht erreichen. Die Figuren haben wenig exemplarisches, wenig von der Fontane sonst so eigenen Ironie, Frische und Individualität. Alles erscheint hölzern, die Handlung schleppt sich, hat wenig Reiz. Zentral ist allerdings einmal mehr... Nach einigen, bisher sehr eindrucksvollen Romanen von Theodor Fontane konnte mich „Irrungen, Wirrungen“, 1888 erschienen, irgendwie nicht erreichen. Die Figuren haben wenig exemplarisches, wenig von der Fontane sonst so eigenen Ironie, Frische und Individualität. Alles erscheint hölzern, die Handlung schleppt sich, hat wenig Reiz. Zentral ist allerdings einmal mehr die unstandesgemäße Liebe; Protagonisten sind Botho, aus reicher Familie kommend, und Lene, Bürgerliche. Man verliebt sich, will schließlich heiraten. Als Botho allerdings von der prekären finanziellen Lage seiner Familie hört und die eigene Mutter ihn bedrängt, die finanziell gutsituierte Cousine Käthe zu ehelichen, gibt Botho klein bei und die Beziehung wird aufgelöst. Damit erlangt Botho zwar eine sichere, aber wenig emotionale Be-ziehung. Lene hingegen lernt im Laufe des Romans schließlich Gideon kennen, der sie später bittet ihn zu heiraten. Um reinen Tisch zu machen, erzählt sie Gideon von ihren vorangegangenen Beziehungen, insbesondere jedoch von derjenigen mit Botho. Beide Männer treffen sich und Botho muss sich am Ende eingestehen, dass Gideon der bessere Mann für Lene ist. Bekannt ist, dass der Roman von Zeitgenossen – er erschien als Fortsetzungsroman in der Vossischen Zeitung – als zu freizügig empfunden wurde; eine Charakterisierung, die heute nicht mehr nachvollzogen werden kann. Für mich leider einer der weniger „runden“ Fontane-Romane. Nicht zu vergleichen bspw. mit „Unterm Birnbaum“, wo die Handlung eine wunderbar düstere, spannungsvolle Aura heraufbeschwört. Und die „Jenny Treibel“ sprüht vor Witz, Ironie und herrlichen Charakteren, deren Doppeldeutigkeit dem Leser förmlich ins Auge sprang. Hiervon ist „Irrungen, Wirrungen“ weit entfernt.

ein klassiker
von einer Kundin/einem Kunden am 19.10.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

die geschichte eines ehebruchs mit den damals (ende 19. jahrhundert)noch üblichen konsequenzen.die lebensfrohe effi briest, beengt durch die frühe ehe und die herrschende gesellschaft, begeht den ehebruch und zerbricht letztendlich an ihrer schuld. keine sehr spannende aber eine schöne geschichte, welche man einfach gelesen haben muß.

mitreißender Zeitvertreib
von Kösti aus Flieden am 08.06.2007
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich musste "Effi Briest" zwar aufgrund einer Deutschklausur lesen, allerdings störte mich diese Tatsache nicht, da die Lektüre durchaus seinen Reiz hat. Der im ganzen Buch vorherrschende Determinismus der jungen Effi lässt den Leser mitfühlen, vorallem, weil Effi eigentlich eine liebenswerte Persönlichkeit ist. Deshalb wendet sich Fontanes Werk eher an... Ich musste "Effi Briest" zwar aufgrund einer Deutschklausur lesen, allerdings störte mich diese Tatsache nicht, da die Lektüre durchaus seinen Reiz hat. Der im ganzen Buch vorherrschende Determinismus der jungen Effi lässt den Leser mitfühlen, vorallem, weil Effi eigentlich eine liebenswerte Persönlichkeit ist. Deshalb wendet sich Fontanes Werk eher an die emotionalen Aspekte beim Lesen. Die Handlung ist kurz gefasst. Nichtsdestotrotz ist "Effi Briest" eine spannende und herzerweichende Geschichte über das Leben einer jungen Dame aus der Epoche des Bürgerlichen Realismus.