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Drei Zeichen sind ein Wort

Band 1

(1)
Die Saga der Laskers: fulminanter Auftakt der Geschichte einer jüdischen Familie

In den französischen Pyrenäen erfährt die Berlinerin Leonie Lasker 1923 erstmals von ihrer jüdischen Herkunft und wird mit einer eigentümlichen Mission betraut: Ihre Urgroßmutter hat Visionen von ungeheurem Leid, das den Juden widerfahren wird, und bittet Leonie, die drei goldenen Buchstaben des hebräischen Wortes „Emeth“ (=Wahrheit) zu finden, die auf ihre in Berlin, Wien und Spanien lebenden Brüder verteilt wurden.

Die Suche nach dem ersten Zeichen führt Leonie ins Scheunenviertel ihrer Heimatstadt, zum jüdischen Theater ihres Onkels. Als sie sich in den Heldendarsteller Schlomo verliebt, kommt es zum Zerwürfnis mit ihrem völkisch gesinnten Vater. Dann steht das Theater plötzlich lichterloh in Flammen ...

• Entwirft ein farbenprächtiges Zeitpanorama der Zwanzigerjahre
• Erzählt von einer großen Liebe in unheilvoller Zeit
• Attraktive Schauplätze Berlin, Wien, Spanien und Südfrankreich
• Steht in der Tradition von Klaus Kordon und Willi Fährmann

Portrait
Waldtraut Lewin, 1937-2017, studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Berlin und arbeitete als Opernübersetzerin, Dramaturgin und Regisseurin zunächst am Landestheater Halle und dann am Volkstheater Rostock. Seit 1978 arbeitete sie als freischaffende Autorin von Romanen, Hörspielen und Drehbüchern, für die sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt.
Zitat
Gabriele Hoffmann, Harry & Pooh 2007/2008
"Mirjam Pressler und Waldtraut Lewin dürften sich wohl kaum abgesprochen haben, wenn jetzt beide gleichzeitig einen Roman über den ""Golem"" geschrieben haben, nachdem es zu dieser faszinierenden mythischen Figur des Judentums lange kein Buch für Jugendliche gegeben hat. Beide Autorinnen sind alles andere als Märchenerzählerinnen, und doch nehmen sie für diese Bücher eine Idee zu Hilfe, die scheinbar gar nicht in die jetzige Zeit passt. Es muss doch was dran sein, wenn die beiden ernsthaftesten, literarisch integersten Autorinnen sich diesem Thema zuwenden. Es geht dabei auch nicht nur um eine Lehmfigur, die als Schutzmann jüdische Menschen vor Übergriffen entfesselter Verbrecher oder in Pogromsituationen beistehen soll, sondern es geht um das Wort ""emet"". Übersetzt bedeutet es Wahrheit, aber auch Festigkeit, Zuverlässigkeit, Beständigkeit, Treue, und im Hebräischen besteht dieser Begriff aus drei Zeichen, Alef, Mem, Taw. Und diese drei Zeichen haben für gläubige jüdische Menschen magische Kraft. Auf einen Zettel geschrieben können sie den Golem dazu erwecken, seinen Dienst zu tun: die Todfeinde seiner Schutzbefohlenen zu vernichten. Nur wer in größter Not ist, wünscht sich einen entsprechenden Freund, und wer diese beiden Bücher liest, kann begreifen, warum im Laufe der 2000-jährigen Geschichte jüdischer Emigration der Wunsch, den Golem zu wecken, so sehnsuchtsvoll lebendig bleibt. Waltraut Lewin erzählt von dem jungen hoffnungsvollen Mädchen Leonie im Jahre 1923 in Berlin. Schauspielerin will sie werden, sie liebt die Literatur, das Theater, das Leben, und sie hat keine Ahnung davon, dass sie Jüdin ist. Der Vater hat es nicht nur verschwiegen, er selbst ist sogar von Hitlers Ideen überzeugt, den Antisemitismus der Nazis verdrängt er für sich erfolgreich. Aber es gibt eine Familie. In Spanien leben Verwandte, und eine Großtante hat visionäre Fähigkeiten: Sie sieht in ihren Träumen Menschen brennen - Juden brennen, und sie beschließt nicht widerstandslos abzuwarten, sondern aktiv dagegen zu kämpfen, sie will einen Golem schaffen. Dazu braucht sie die heiligen Buchstaben, die goldenen Zeichen, die die Wahrheit Gottes belegen. Leonie soll die Botin sein, sie soll die Zauberzeichen finden und nach Spanien bringen. Dieser Auftrag wird für Leonie nicht nur eine Mutprobe, sondern auch die Chance, das Leben nicht nur an der Oberfläche zu genießen und vom noch besseren Leben zu träumen, sondern die Liebe zu finden. Diese Liebe personifiziert durch den strahlenden Theaterhelden Schlomo, verlangt ebenfalls nach Wahrheit und Treue, den göttlichen Tugenden, die in dieser Beziehung lebendig werden und damit für Leonie auch die Kraft spenden, ihre Aufgabe zu erfüllen. Auch Waltraut Lewin hat mit diesem historischen Roman, trotz der mythischen Figur, die darin eine zentrale Rolle spielt, der Flucht vieler Leser in Fantasystories eine klare Abfuhr erteilt. Sie erzählt atemlos spannend, aber sie packt ihre Leser auch ganz direkt bei ihrer Verantwortung für das ganz reale Leben. Es reicht nicht, nur träumend Märchenwelten zu retten, es wird Zeit aufzuwachen, die konkreten Gefahren zu erkennen und endlich zu handeln, denn nur wir selbst können der ""gute"", der lebensbejahende Golem sein."
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 416 (Printausgabe)
Altersempfehlung 12 - 99
Erscheinungsdatum 02.02.2009
Sprache Deutsch
EAN 9783641014315
Verlag Cbj
Dateigröße 932 KB
Verkaufsrang 33.985
eBook
6,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Die drei Zeichen
von Stefanie Schedy aus Wiesbaden am 29.11.2010

Ein tolles Jugendbuch, das nicht nur für Jugendliche ist. Jüdische Geschichte mit Fiktion wurden gut kombiniert. Leonie Lasker versucht vor dem 2. Weltkrieg das drohende Unheil für ihr Volk abzuwenden. Sie muss das erste von drei goldenen Zeichen in ihrer Familie aufspüren und einsammeln. Trotzdem es schon viele Bücher... Ein tolles Jugendbuch, das nicht nur für Jugendliche ist. Jüdische Geschichte mit Fiktion wurden gut kombiniert. Leonie Lasker versucht vor dem 2. Weltkrieg das drohende Unheil für ihr Volk abzuwenden. Sie muss das erste von drei goldenen Zeichen in ihrer Familie aufspüren und einsammeln. Trotzdem es schon viele Bücher gibt, die in dieser Zeit spielen, ist es alles andere als langweilig. Ich habe mir sofort den 2. Band gekauft, musste unbedingt wissen, wie es weiter geht!