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Das Gesetz der Ehre

Colin Farrell, Edward Norton, Jon Voight, Jennifer Ehle, John Ortiz

Film (Blu-ray)
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14,59
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Erscheint demnächst (Neuerscheinung)
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Beschreibung

Das Gesetz der Ehre ist ein unverblümtes und bewegendes Portrait einer Polizistenfamilie, die sich auf beiden Seiten eines sich zuspitzenden Korruptionsskandals im New York City Police Department wiederfindet. Vier New Yorker Polizisten werden bei einem Hinterhalt getötet, der das gesamte Department in Alarm versetzt. Da dem Mörder die Flucht gelingt und der Druck der Öffentlichkeit steigt, bittet Detective Francis Tierney senior Detective Ray Tierney die Ermittlungen zu leiten. Zögernd übernimmt Ray den Fall, wissend, dass die getöteten Polizisten unter seinem Bruder Francis Tierney junior und an der Seite seines Schwagers Jimmy Egan gearbeitet haben. Auf den ersten Blick scheint es, als wäre ein Routinedrogeneinsatz schief gelaufen und fehlgeschlagen. Doch als Ray tiefer in die Ermittlungen eintaucht, wird ihm klar, dass der Dealer gewarnt wurde, von wem auch immer. Jemand aus den eigenen Reihen...

Der Film macht es dem Transfer nicht gerade einfach eine gute Leistung abzuliefern, denn DAS GESETZ DER EHRE (2008) ist einer der Genre-Vertreter, die sich einen Dreck um Hochglanz-Action scheren – und so kann man dem 1.78:1-Transfer mit voller HDTV-Auflösung die gleichen Attribute wie der Story attestieren, \'dreckig\', \'hart\' und ganz und gar nicht normkonform.

Die ersten Minuten des Filmes werden von einer geradezu voyeuristisch inszenierten Handkamera dominiert, die das Geschehen aus Sicht der Charaktere zeigt. Die Bewegungen sind schnell, harsch und völlig unkoordiniert, was es enorm schwierig macht dem Gezeigten auf der Leinwand zu folgen. Wie betrunken erlebt man so den filmischen Auftakt mit, der einem sprichwörtlich nur einen schemenhaften Überblick über das Geschehen erlaubt.

Die Bildqualität ist dabei, wie bereits angesprochen, auf ein stilistisches Minimum degradiert worden. Farben sind kaum vorhanden, die düsteren Szenen erscheinen in einem kühlen, blau-gräulichen Ton, der die Stimmung der Handlung perfekt widerspiegelt. Nur ganz selten lässt der Transfer einen flüchtigen Blick auf sein Potential zu und zwar genau dann, wenn die Kamera einmal still hält. Nur in solchen Momenten werden Details und Nuancen zu Tage gefördert, die einem bei einem SD-Transfer meist verborgen bleiben. Die Schärfe schwankt über die Laufzeit gewaltig – während die Handkamera-Sequenzen nur selten scharfe Konturen erzeugen, bleibt es den wenigen statischen Aufnahmen vorbehalten Plastizität zu erzeugen.

Wenn sich die Beschreibung der gebotenen Bildqualität auch wenig beeindruckend anhört, so stellt man sich als Cineast genau so eine perfekte Symbiose aus Erzählung und Visualisierung vor. So gehören das sichtbare Hintergrundrauschen sowie die verstörende Kamera zur perfekt ausgeklügelten Inszenierung – anders würde der Film einfach nicht funktionieren.

Der Blick auf die Rückseite der Blu-ray ist ernüchternd – nur ein Making of prangert unter dem Abschnitt Bonusmaterial. Doch diese unscheinbare Making of hat es in sich, denn mit seinen 67 Minuten an Laufzeit deckt es eigentlich alles ab, was man sich nach dem Betrachten des Filmes gewünscht hat. Der Beitrag ist am ehesten als Reportage über die Filmentstehung zu bezeichnen und deckt dabei vom Casting bis zur Post-Produktion nahezu alle Aspekte ab.

Im Gegensatz zum Bild hält sich die Tonqualität an Genre-Konformitäten und beweist mit seinen beiden Dolby TrueHD 5.1-Tonspuren, dass es nicht immer bombastische Effekte sein müssen, die für eine perfekte Stimmung zu sorgen haben.

Wie auch beim Film selbst, wird das Hauptaugenmerk nicht auf die offensichtlichen Dinge gelegt, vielmehr zeigen sich die Tracks genau so vielschichtig wie die komplizierte Storyline. Der atmosphärische Score begleitet das Geschehen mit einer überraschenden Distanz ohne jemals in den Vordergrund zu treten. Vor allem die Dialoge diktieren die Darbietung, dabei bieten sie eine tolle Auflösung im Hochtonbereich, was die unterschiedlichen Stimmfarben besonders unterstreicht. Direktionale Effekte gibt es nur wenige, kommen sie jedoch in den spärlichen Actionsequenzen zum Einsatz, bieten sie alles auf, was das Medium Blu-ray hergibt. Schüsse reißen die ruhige atmosphärische Wiedergabe ein und prasseln aus allen Kanälen mit einer unglaublichen Wucht auf den Zuhörer ein – genau so muss ein guter Thriller vertont sein!

Die Unterschiede zwischen Original und Synchronisation sind minimal bis kaum vorhanden. Die Sprache bleibt im englischen etwas weiter im Hintergrund wohingegen sich die deutsche Tonspur hier etwas dominanter präsentiert. Ansonsten sind keine wesentlichen Veränderungen auffällig.

Drehbuchautor und Regisseur dieses äußerst gut gelungenen Polizeidramas Gavin O\'Connorhatte zwar schon einige Arbeiten zuvor, doch so einen richtiger Knüller konnte er in seiner 15-jährigen Schaffensphase nicht landen. Mit DAS GESETZ DER EHRE (2008) schlitterte er jedoch nur ganz knapp an ganz großen Coup vorbei, denn die von ihm erdachte Geschichte um Korruption, Verrat und Ehre hat das Zeug dazu länger im Gespräch zu bleiben.

Die Aufgabe einen Film im Polizisten-Milieu anzusiedeln ist nicht gerade einfach – zumindest dann nicht, wenn man versuchen möchte etwas Neues zu erzählen. Zwar erfindet O\'Connor das Rad nicht neu – wie könnte er auch, das Thema ist ja schon geradezu ausgelutscht – dafür steckt er sein ganzes Können in den Aufbau der Charaktere und Atmosphäre. Perfekt abgestimmt auf die Geschichte ist die Inszenierung stets spannend und mitreißend. Zwar ist DAS GESETZ DER EHRE (2008) wahrlich keiner dieser Hochgeschwindigkeits-Actioner, dennoch schafft es das Drehbuch den Zuschauer durch das geschickte zuspielen von Halbwahrheiten und wagen Informationen eine sich stetig wandelnde Gesamtsituation zu präsentieren.

Auch auf schauspielerischer Seite ging man keine Wagnisse ein, denn mit Colin Farrel, Edward Norton und Jon Voight ist der Thriller bestens besetzt. Jedem der Darsteller kauft man die Rolle zu jedem Zeitpunkt ab und auch jeder schafft es seinem Charakter eine eigene Note zu verleihen.

DAS GESETZT DER EHRE (2008) gehört ganz eindeutig zu den besseren Vertretern des Genres und sollte Fans von L.A. CONFIDENTIAL (2003) oder auch STREET KINGS (2008) aufhorchen lassen. Zwar gibt es ein paar wenige inhaltliche Schwächen, die den Aufstieg in die Klassiker-Liga verwehrt, doch das Endergebnis kann sich eindeutig sehen lassen.

Die Blu-ray Disk hat es bei dem vorliegenden Ausgangsmaterial nicht gerade einfach. Das Bild ist durch die handgehaltene Wackelkamera über weite Strecke stark degradiert, dennoch sieht man dem Bild zu jedem Zeitpunkt an, dass es aus einer HDTV-Quelle stammt. Der Sound ist atmosphärisch und dicht, wenngleich kein Actionfeuerwerk erklingt. Als Bonusmaterial gibt es \'nur\' ein Making of, dieses deckt jedoch eigentlich alles Wissenswertes ab.

Subjektive Filmwertung: 8 von 10 düstere und dreckige Thriller-Überraschungen

Produktdetails

Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 16 Jahren
Erscheinungsdatum 12.06.2009
Regisseur Gavin O'Connor
Sprache Deutsch, Englisch (Untertitel: Deutsch)
EAN 5051890004024
Genre Thriller
Studio Warner Bros. Entertainment
Originaltitel Pride and Glory
Spieldauer 130 Minuten
Bildformat 16:9 (1,78:1), HD (1080p)
Tonformat Deutsch: Dolby TrueHD 5.1, Englisch: Dolby TrueHD 5.1
Produktionsjahr 2007

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