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Bevor ich sterbe

Roman


Eine Geschichte über den Tod und die Liebe – glaubwürdig, herzzerreißend und von überwältigender Ausdrucksstärke

Die 16-jährige Tessa hat Leukämie, und die Ärzte machen ihr nur noch wenig Hoffnung. Aber Tessa will leben, wenigstens in der Zeit, die ihr noch bleibt. Sie schreibt an ihre Zimmerwand zehn Dinge, die sie tun will, bevor sie stirbt: Sex haben, Drogen nehmen, für einen Tag berühmt sein, etwas Verbotenes tun ... Und dann trifft sie Adam, und er ist der Erste, der sie versteht. Tessa spürt, dass sie etwas mit Adam verbindet, doch sie wehrt sich dagegen. Und dann begreift sie, dass sie zum ersten Mal verliebt ist. Aber darf man lieben, wenn man stirbt?

Portrait
Jenny Downham hat als Schauspielerin in einer freien Theatergruppe gearbeitet, bevor sie anfing zu schreiben. Sie lebt mit ihren beiden Söhnen in London.
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  • Wenn ich doch nur einen Freund hätte. Ich wünschte, er würde im Schrank von einem Kleiderbügel hängen. Immer wenn ich wollte, könnte ich ihn rausholen, und er würde mich so ansehen wie die Jungs in Filmen, so als ob ich schön wär. Er würde nicht viel sagen, nur schwer atmen, während er seine Lederjacke auszieht und den Gürtel an seiner Jeans aufschnallt. Drunter hätte er weiße Unterwäsche, und er wäre so fantastisch, dass mir fast die Sinne schwinden würden. Er würde auch mich ausziehen und flüstern: "Tessa, ich liebe dich. Verdammt, ich lieb dich echt unheimlich. Du bist so schön." Genau die Worte, während er mich auszieht.
    Ich setze mich im Bett auf und knipse die Nachttischlampe an. Ein Stift liegt da, aber kein Papier, deshalb schreibe ich an die Wand hinter mir: "Ich will das Gewicht von einem Jungen auf mir spüren." Dann lege ich mich wieder hin und schau in den Himmel draußen. Er hat eine komische Farbe angenommen - rot und pechschwarz zugleich, wie wenn der Tag verbluten würde.
    Ich rieche Bratwurst. Samstagsabends gibt's immer Bratwurst, dazu Kartoffelpüree und Kohl mit Zwiebelsoße. Dad hat dann den Lottoschein, und Cal wird die Zahlen ausgesucht haben, und sie sitzen wieder mal vor dem Fernseher und essen von Tabletts, die sie auf dem Schoß halten. Erst sehen sie sich "X-Faktor" an, dann "Wer wird Millionär?", danach badet Cal und geht schlafen, und Dad trinkt Bier und raucht, bis es spät genug für ihn ist, schlafen zu gehen.
    Vorhin ist er raufgekommen, um nach mir zu sehen. Er ging zum Fenster rüber und zog die Vorhänge auf. "Sieh dir das an!", hat er gesagt, als das Licht reinflutete. Draußen der Nachmittag, die Baumkronen, der Himmel. Sein Umriss zeichnete sich vor dem Fenster ab; die Hände in die Hüften gestemmt, sah er aus wie ein Power Ranger.
    "Wenn du nicht drüber reden magst, wie kann ich dir dann helfen?", fragte er, und er kam zu mir rüber und setzte sich auf die Bettkante. Ich hielt die Luft an. Wenn man das nur lange genug macht, tanzen einem weiße Lichter vor den Augen. Er beugte sich vor und streichelte meinen Kopf, massierte mit den Fingerspitzen sanft meine Kopfhaut.
    "Atme, Tessa", flüsterte er.
    Stattdessen schnappte ich mir meinen Hut vom Nachttisch und zog ihn mir voll über die Augen. Da ging er weg.
    Jetzt ist er unten und brät Würste. Ich höre das Fett spritzen und wie die Soße in der Pfanne schwappt. Ich weiß nicht recht, ob ich das von so weit oben hören sollte, aber mich überrascht nichts mehr. Jetzt höre ich, wie Cal den Reißverschluss seiner Jacke aufzieht, zurück vom Senfkaufen. Vor zehn Minuten bekam er eine Pfundmünze und die Anweisung: "Sprich mit keinem, der nicht ganz sauber ist." Während er weg war, stand Dad in der Hintertür und rauchte eine. Ich konnte das Flüstern der Blätter hören, die im Gras vor seinen Füßen landeten. Der Herbst im Anmarsch.
    "Häng deine Jacke auf, und geh gucken, ob Tess irgendwas möchte", sagt Dad. "Wir haben jede Menge Blaubeeren. Mach sie ihr schmackhaft."
    Cal hat seine Turnschuhe an, die Luft in den Sohlen seufzt, während er in langen Sätzen die Treppen hoch und durch meine Zimmertür kommt. Ich stelle mich schlafend, aber das hält ihn nicht auf. Er beugt sich weit vor und flüstert: "Mir doch egal, und wenn du nie mehr mit mir redest." Ich kneife ein Auge auf und sehe in zwei blaue. "Hab doch gewusst, dass du bloß so tust", sagt er mit breitem, tollem Grinsen. "Dad fragt, ob du Blaubeeren willst."
    "Ne."
    "Was soll ich ihm sagen?" "Sag ihm, ich will ein Elefantenbaby." Er lacht. "Du wirst mir fehlen", sagt er und lässt mich mit offener Tür und der Zugluft von der Treppe zurück.

    Zoey klopft nicht mal, kommt einfach rein und lässt sich auf das Fußende von meinem Bett fallen. Sie sieht mich so komisch an, als hätte sie nicht erwartet, mich hier anzutreffen.
    "Was machst du?", fragt sie. "Warum?"
    "Gehst du nicht mehr runter?" "Hat mein Dad dich angerufen?" "Hast du Schmerzen?"
    "Nei
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 315
Erscheinungsdatum 09.11.2009
Sprache Deutsch, Englisch
ISBN 978-3-442-47106-5
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 18,5/11,8/2,5 cm
Gewicht 264 g
Originaltitel Before I die
Übersetzer Astrid Arz
Verkaufsrang 28987
Buch (Taschenbuch)
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9,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Unter Tränen beendet

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Seit Jahren mein Lieblingsbuch, dass mich immer noch zum weinen bringt. Besonders der Schluss ist herzergreifend und sehr authentisch geschrieben. Für mich schon ein Klassiker!

Lena Vorndran, Thalia-Buchhandlung Bayreuth

Tessas Geschichte fesselt den Leser bis zur letzten Seite. Man leidet mit ihr mit und kann sich gut in ihre Situation versetzen. Trotz der schweren Thematik, gelingt es Jenny Downham dem Leser zu verdeutlichen, dass man das Leben genießen sollte, egal wie unfair es manchmal ist.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
82 Bewertungen
Übersicht
64
13
4
1
0

Mitreißend und ins Herz treffend
von Bianca Heß aus Baden-Baden am 14.02.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Tessa hat eigentlich gar nicht mehr lang zu leben - und gerade deshalb will sie nun alles auf den Kopf stellen! Lange Zeit schon schreibt sie sich Dinge auf eine Liste, die sie einmal im Leben gemacht haben möchte. Kurzerhand beschließt sie, diese Liste nun aufzuarbeiten. "Bevor ich sterbe" ist ein packender Jugendroman über... Tessa hat eigentlich gar nicht mehr lang zu leben - und gerade deshalb will sie nun alles auf den Kopf stellen! Lange Zeit schon schreibt sie sich Dinge auf eine Liste, die sie einmal im Leben gemacht haben möchte. Kurzerhand beschließt sie, diese Liste nun aufzuarbeiten. "Bevor ich sterbe" ist ein packender Jugendroman über Liebe, Freundschaft, Verluste und Momente, in denen Tessa nicht nur sich sondern auch ihr Umfeld neu erlebt. Und besonders für den Schluss empfiehlt sich eine große Packung mit viiiieeeelen Taschentüchern.....

Taschentücher bereit halten!
von einer Kundin/einem Kunden aus Bonn Duisdorf am 21.05.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die Autorin hat die ganze Situation und die Atmosphäre sehr gut rüber gebracht und ich war schon zu Beginn ziemlich gefesselt, hatte aber auch einige Fragezeichen vor meinem inneren Auge. Diese haben sich im Laufe der Geschichte aber aufgelöst. Tessa mochte ich sehr, obwohl ich mich nur gedanklich in sie hineinversetzen konnte. ... Die Autorin hat die ganze Situation und die Atmosphäre sehr gut rüber gebracht und ich war schon zu Beginn ziemlich gefesselt, hatte aber auch einige Fragezeichen vor meinem inneren Auge. Diese haben sich im Laufe der Geschichte aber aufgelöst. Tessa mochte ich sehr, obwohl ich mich nur gedanklich in sie hineinversetzen konnte. Sprich ich hätte nur "vielleicht" genauso gehandelt. Aber diese Frechheit will ich mir auch nicht rausnehmen, darüber zu urteilen. Fragwürdiger fand ich da Zoey, Tessas beste Freundin, die mir zu Beginn einfach nur wie ein Partyluder rüberkam, sich aber im Laufe der Story ziemlich gewandelt hat. Adam war so ein bisschen der perfekte Freund in so einer Situation, aber solche gibt es, denke ich mal, auch. Das Buch hat mich auch emotional sehr mitgenommen, man hat immer mehr von Tessas innerem Verfall mitbekommen und schlussendlich habe ich wirklich Rotz und Wasser geheult, was bei mir doch sehr selten ist. Das Ende war so mitreißend, so dramatisch und doch irgendwie beruhigend. Es war sehr schön, wie Tessa sich gegen Ende verhalten hat und es hat mein Herz höher schlagen lassen, wie rücksichtsvoll und fürsorglich sie war. Ein unglaublich mitreißendes Buch, welches mich wirklich hat wünschen lassen, dass es Tessa, die wie eine Freundin an mein Herz gewachsen ist, doch noch etwas mehr Zeit bleibt. So hochemotional, dass ich wirklich erst einmal in mein Taschentuch schnäuzen musste, als ich es zuschlug

Sehr Traurig
von einer Kundin/einem Kunden am 24.04.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Tessa hat Leukämie, eine schwere Krankheit die sie und ihre Mitmenschen sehr zur Last fällt. Aber sie möchte noch so viel erleben, bevor sie geht. Deshalb hat sie auf ihrer Zimmerwand eine Liste mit Dingen geschrieben, die sie noch machen möchte. Eines Tages begegnet sie Adam und sie verliebt sich in ihn. Mich hat das Bu... Tessa hat Leukämie, eine schwere Krankheit die sie und ihre Mitmenschen sehr zur Last fällt. Aber sie möchte noch so viel erleben, bevor sie geht. Deshalb hat sie auf ihrer Zimmerwand eine Liste mit Dingen geschrieben, die sie noch machen möchte. Eines Tages begegnet sie Adam und sie verliebt sich in ihn. Mich hat das Buch sehr berührt, hatte noch nie so eine schöne Geschichte gelesen. Also Taschentücher bereit halten.