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Ein Mann ein Buch


Das Kultgeschenkbuch – auch für Frauen, die sich für Männer interessieren

Männer pflegen andere Vorlieben und Interessen als Frauen. Wäre dies ein Buch für Frauen, müsste man einige Kapitel darin streichen, zum Beispiel: Wie man eine Boeing 747 landet, wie man in die Fremdenlegion eintritt, wie man eine Fliege bindet, wie man einen guten Anzug kauft, wie man Kriminalkommissar wird, wie man ein Bier zu Hause braut, wie man ein ordentliches Loch bohrt, wie man Papst wird, wie man nach dem Sex wachbleibt oder wie man bei der Geburt eines Kindes dabei ist, obwohl man es nicht selbst zur Welt bringt.

Ein Mann sollte einige Dinge wissen über das Leben.

Portrait
Augustin, Eduard
Eduard Augustin, geboren 1966, arbeitet als freier Autor, Regisseur und Produzent in München. Seine Arbeiten wurden u.a. mit dem "Eyes and Ears-Award" und vom "Art Directors Club Germany" ausgezeichnet.

Keisenberg, Philipp von
Philipp von Keisenberg, geboren 1975 in Düsseldorf, hat Visuelle Kommunikation an der AFTRS Sydney, KABK Den Haag, FH Vorarlberg studiert. Seit 2003 selbstständiger Grafik-Designer in München.

Zaschke, Christian
Christian Zaschke, Jahrgang 1971, ist Auslandskorrespondent der Süddeutschen Zeitung mit Sitz in London. Mit Eduard Augustin und Philipp von Keisenberg verfasste er die beiden Spiegel-Bestseller »Fußball Unser« und »Ein Mann, ein Buch«.
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  • DER MANN IM HAUS

    DIE HAUSBAR BESTÜCKEN
    Sie können zu Hause ohne weiteres ein paar tadellose Drinks zubereiten, wenn Sie eine kleine, ausgesuchte Hausbar zusammenstellen. Eins jedoch sollten Sie beherzigen: Mixen Sie zu Hause keine Cocktails. Erstens haben Sie dann zu wenig Zeit für Ihre Gäste, zweitens müssen Sie große Vorräte halten, und drittens geht Ihnen spätestens bei der zweiten Runde das Eis aus, wenn Sie die Cocktails ordentlich mixen. Sollten Sie Lust auf Cocktails verspüren, gehen Sie an diesem Abend in eine Cocktailbar, das ist für alle Beteiligten das Beste. Mit einer sinnvoll zusammengestellten Hausbar können Sie jedoch so viele Getränke anbieten, dass Ihnen und Ihren Gästen die Cocktails zumindest einen Abend lang nicht fehlen werden.

    001.01 WEGSCHMEISSEN Die Hausbar der älteren Generation bestand
    meist aus Asbach Uralt, Mariacron, einer etwas klebrigen Flasche Cassis,
    einer ebenfalls etwas klebrigen Flasche Bailey's, dazu dem aus dem Urlaub
    mitgebrachten Grappa, einem Kirsch und der Williams Birne. Damit kann
    man nichts anfangen. Sollten Sie über ein Arsenal dieser Art verfügen, be-
    halten Sie nur, was Ihnen wirklich schmeckt, und misten Sie ansonsten aus.
    Eine neue und gute Auswahl an Getränken ist nicht teuer.

    001.02 DIE GRUNDAUSSTATTUNG Sie brauchen die Grundspirituosen, also:
    Wodka, Gin, Whisky (Bourbon und Scotch), Rum und Brandy. Wie immer
    gilt: Nicht das Billigste nehmen. Also als Wodka zum Beispiel Stolychnaja,
    als Gin empfiehlt sich unter anderem Tanqueray, als Bourbon beispiels-
    weise Wild Turkey oder Maker's Mark, als Scotch ein 12-Jähriger, Rum von
    Havana Club, der Brandy sollte mindestens ein Carlos I. sein, besser ein
    Cardenal Mendoza. Selbstverständlich sind andere Marken ebenso benutz-
    bar, sie sollten lediglich von gleicher oder besserer Qualität sein. Dazu
    passen gut eine Flasche Campari und die Vermouths: ein Martini Bianco,
    ein Martini Rosso und als trockenen Vermouth einen Noilly Prat. Allein
    damit können Sie unwahrscheinlich viele Drinks zubereiten.

    001.03 IM KÜHLSCHRANK Ergänzend sollten Sie Ihren Kühlschrank ausstatten. Natürlich brauchen Sie Eis, und zwar mehr, als das eine Schälchen
    hergibt, das mit dem Kühlschrank mitgeliefert wurde, also mindestens fünf
    bis sechs dieser Schälchen. Immer sollten Sie eine Flasche Champagner im
    Kühlschrank haben, für alle Fälle. Außerdem Weißwein und trockenen
    Sherry, der zwar meist warm steht, aber in den Kühlschrank gehört. Zusätzlich Orangensaft, Bitter Lemon, Tonic, Ginger Ale und Mineralwasser
    oder Soda sowie zwei Zitronen und zwei Orangen. Damit sind Sie gerüstet und Sie können Ihren Gästen zum Beispiel einen Martini auf Eis als
    Aperitif anbieten, natürlich ein paar Longdrinks wie Gin Tonic, Wodka
    Lemon, Campari Orange und Cuba Libre (Rum mit Cola), aber auch einen
    Bourbon Highball oder einen Moscow Mule (beide mit Ginger Ale, Letzte-
    rer mit Wodka), einen Whisky Soda, einen Scotch auf Eis, einen Brandy
    zum Kaffee nach dem Essen und immer so weiter.

    001.04 IM GLAS Was jetzt noch wichtig ist: Sie brauchen Gläser. Und zwar:
    Longdrinkgläser, Whisky-Tumbler (wenn Sie Malt Whisky anbieten, viel-
    leicht Nosing-Gläser), Champagner-Flöten, Cognac-Schwenker und Wein-
    gläser (vgl. Kapitel Der Mann in der Gesellschaft, Rubrik Eine Weinflasche
    öffnen). Die Gläser sind wirklich wichtig, Sie wollen die Getränke ja nicht in
    Wassergläsern servieren. Dazu könnten Sie sich einen Eiskübel und eine
    Eiszange zulegen. Was das Ganze wirklich perfekt macht, ist ein Servier-
    wagen. Da passt Ihre Hausbar drauf, und Sie können sie an den Ort des
    Geschehens rollen. Unten stehen die Flaschen und auf der oberen Fläche
    bereiten Sie die Drinks und sind dennoch bei den Gästen. Allerdings gibt
    es durchaus Männer, die lieber keinen Servierwagen in der Wohnung her-
    umstehen haben. In diesem Falle empfiehlt es sich, in ein Sideboard oder gar
    einen Barschrank zu investieren.
    Die Kosten für die Hausbar sind überschaubar, und Sie werden so gut wie nie in die Verlegenheit geraten, nicht das richtige Getränk anbieten zu können - oder, ebenso wichtig, nicht das Richtige für Ihren eigenen Geschmack zu finden.

    002
    DER EINE COCKTAIL, DEN MAN KÖNNEN MUSS

    Es gibt Millionen von Cocktails, Cocktailbars und Cocktailbüchern, und es gibt nur einen Cocktail, den man als Mann wirklich kennen und können muss: den Martini Cocktail, auch bekannt als dry martini (nicht zu verwechseln mit den Vermouths der italienischen Firma Martini & Rossi, die ebenfalls Martini heißen). Wenn man in einer Bar in Anbetracht der Pinia Coladas und Erdbeer-Daiquiris nicht weiß, welchen Cocktail man bestellen soll oder will, ist ein Martini Cocktail immer die richtige Wahl (als einzige Ausnahme von der im vorhergehenden Kapitel genannten Regel kann man ihn auch zu Hause zubereiten). Der Martini Cocktail hat alles, er ist schlicht und elegant, er ist stark, und unter seinen Liebhabern ist es eine grundlegend philosophische Frage, wie man ihn zubereitet. Das mag erstaunlich erscheinen, da er aus lediglich drei Zutaten besteht, von denen eine keine Probleme bei der Dosierung aufwirft. Die Zutaten sind: Gin, trockener Vermouth und eine grüne Olive mit Stein. In den USA galt es lange als klassisch, Gin und Vermouth im Verhältnis 5:1 zu mischen. Die Verhältnisse schwanken weltweit zwischen 2:1 und 15:1 und einigen Sonderformen.

    002.01 VOM LICHT GESTREIFT Je weniger Vermouth in den Gin kommt,
    desto trockener wird der Martini. Puristen sagen deshalb, ein guter Martini
    Cocktail lasse sich mit einer Flasche Gin herstellen, die mal neben einer
    Flasche Vermouth gestanden habe. Andere Puristen sagen, gut werde der
    Martini, wenn den Gin das durch eine Vermouthflasche scheinende Sonnenlicht gestreift habe. Wiederum andere vertreten die Ansicht, dass es
    reiche, sich beim Einschenken des Gins in Richtung Frankreich zu verneigen
    und an Vermouth zu denken; Frankreich, weil der üblicherweise verwendete trockene Vermouth - Noilly Prat - aus Frankreich stammt. Aber das
    sind die Puristen.

    002.02 VARIANTE EINS Empfohlen seien zwei Verfahren. Sie benötigen für
    beide ein Rührglas, ein Barsieb, ein Martini-Glas, einen Barlöffel und viel
    Eis. Variante eins: Verrühren Sie im Rührglas 5 cl Gin und 1/2 cl Vermouth
    auf viel Eis. Achten Sie darauf, dass Sie gutes, hartes Eis benutzen, das nicht
    tropft. Das beste Eis kommt tatsächlich aus dem Eisfach des Kühlschranks,
    es ist meist geeigneter als das aus der Eismaschine. Kühlen Sie das Martini-Glas mit Eis vor, es muss wirklich kalt sein.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Eduard Augustin, Philipp Keisenberg, Christian Zaschke
Seitenzahl 413
Erscheinungsdatum 09.11.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-47182-9
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 18,8/12,6/3,2 cm
Gewicht 354 g
Abbildungen mit Abbildungen 19 cm
Verkaufsrang 15996
Buch (Taschenbuch)
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Wenn man einmal so richtig in der Patsche sitzt, findet man in diesem Buch wahrscheinlich Hilfe. Ob es ums Krawatte binden oder ums Feuer machen geht steht alles drin. Nützlich!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
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Buch für's Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremen am 14.08.2019

Es werden unterhaltsam in kurzen Kapiteln nützliche, praktische und skurrile Hilfen für das tägliche Leben vom Binden einer Krawatte bis zum Landen einer 747 gegeben.

von Denise Böttcher aus Hamburg am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Tolle Geschenkidee, zum Beispiel für einen Junggesellenabschied.

Schön, dass es den Klassiker auch als Hörbuch gibt
von einer Kundin/einem Kunden aus Monheim am 04.08.2015
Bewertet: Hörbuch (CD)

Ich habe das Buch schon öfters an Freunde verschenkt und immer positives Feedback erhalten. Ich selbst habe nur "quergelesen" und fand die zufälligen Textstellen amüsant und gut geschrieben. Würde es immer wieder kaufen, auch als Hörbuch. Der Versand hat sehr lange gedauert, dies ist mein einziger Kritikpunkt (Sparversand). Ich ... Ich habe das Buch schon öfters an Freunde verschenkt und immer positives Feedback erhalten. Ich selbst habe nur "quergelesen" und fand die zufälligen Textstellen amüsant und gut geschrieben. Würde es immer wieder kaufen, auch als Hörbuch. Der Versand hat sehr lange gedauert, dies ist mein einziger Kritikpunkt (Sparversand). Ich ziehe dafür aber keine Punkte ab, da gleichzeitig Poststreik war...