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Männerseelen

Ein psychologischer Reiseführer


So ticken die Männer

Die männliche Seele ist ein unbekanntes Land – nicht nur für Frauen, sondern oft auch für die Männer selbst. Sie verdrängen, rationalisieren, flüchten sich in Arbeit oder Einsamkeit – um nicht mit den eigenen Gefühlen konfrontiert zu werden. Wie entsteht die männliche Gefühlsabwehr und wie kann sie überwunden werden? Humorvoll und mit Hilfe vieler Fallbeispiele ermutigt der Psychotherapeut Björn Süfke Männer dazu, den verlorenen Zugang zur eigenen Innenwelt wiederherzustellen.

Überraschende Einsichten – pointiert, anschaulich und witzig geschrieben.

Portrait
Björn Süfke ist Diplom-Psychologe und arbeitet als Psychotherapeut mit Männern aller Altersstufen. Er lebt mit seiner Famiie bei Bielefeld.
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  • Vor einiger Zeit stolperte ich in meiner Lieblingsbuchhandlung ¿ber ein B¿chlein, welches Frauen erkl¿n wollte, "wie M¿er ticken". Nach nur 5-min¿tiger Lekt¿re wurde die Kernaussage des Autors bereits ¿berdeutlich: M¿er sind gef¿hllose, sexbesessene und geistig zur¿ckgebliebene Trottel - und Frauen sollten sie so akzeptieren, wie sie sind! Das war der Moment, in dem ich beschloss, ein Buch ¿ber M¿er zu schreiben. Denn als Mann und M¿ertherapeut wei¿ich durchaus, dass wir M¿er manchmal unsensible Trottel sind. Aber, bitte sch¿n, doch nicht nur! Da gibt es schon noch ein wenig mehr, das erw¿enswert w¿. Au¿rdem ist manchmal auch das Gegenteil wahr: Da sind wir sensibel, klug und haben Angst vor Sex - oder schlichtweg keine Lust.
    Diese ¿gste und L¿ste aber, unsere Sorgen und Sehns¿chte bleiben in der ¿ffentlichen Diskussion zumeist ausgeklammert. Was kein Wunder ist, wenn davon ausgegangen wird, dass es solche tiefergehenden Regungen bei M¿ern kaum gibt. So bleibt weitgehend im Dunkeln, wie es uns M¿ern tats¿lich geht, was wir f¿hlen im Inneren, manchmal ganz tief verborgen im Inneren, was wir lieben und worunter wir wirklich leiden, was unsere Sehns¿chte sind und woran wir verzagen, was uns ¿berfordert und was uns begeistert, was uns ¿stigt und was uns (auch im nicht-sexuellen Sinne) anmacht. Dieses Buch dreht sich also um jene Frage, deren ehrliche Beantwortung uns M¿ern in der Regel schwerf¿t. Ich spreche von der Frage "Wie geht es dir?".

    Wie geht es dir?
    F¿r M¿er, die das Gl¿ck haben, mit einer Frau zusammenzuleben, ist dies Alltag: Man kommt gerade von der Arbeit nach Hause, hat sich kaum hingesetzt, und schon nach dem ersten Schluck Kaffee fragt die Dame des Herzens: "Wie geht es dir?" Oder aber sie fragt: "Wie war dein Tag?", oder: "Wie war es bei der Arbeit?", was allerdings nur Variationen der Frage "Wie geht es dir?" sind. Denn sie will ja nicht h¿ren, wie viele Akten wir erledigt oder wie viele W¿e wir angestrichen haben, sondern wie wir uns f¿hlen. Sie meint das nicht b¿se, sie will einen damit nicht in die Enge treiben. Sie glaubt schlichtweg, dass dies eine einfach zu beantwortende Frage w¿ wie etwa: "Wie bedient man den DVD-Recorder?"
    Auf jeden Fall sitzt man nun da, nimmt vielleicht noch einen Schluck Kaffee, um Zeit zu gewinnen, aber man muss sich jetzt entscheiden:
    1. Ignorieren und Thema wechseln: "Sag mal, wollen wir heute vielleicht essen gehen?"
    2. Unverst¿liches murmeln, in der Hoffnung, dass sie selber einen Sinn darin findet: "Uhmm!"
    3. Allgemeine Floskeln benutzen: "Gut!", "Geht schon!", "Muss ja!"
    4. Oder aber man nimmt die Frage ernst, denkt dar¿ber nach, horcht in sich hinein und stellt dabei unter Umst¿en fest, dass keine klare Regung auftaucht, kein deutliches Gef¿hl, dass man in den letzten 6 bis 10 Stunden voll und ganz Arbeitsmensch war und kein Privatmann. Kurzum: dass man schlichtweg keine wirkliche Antwort hat auf die Frage "Wie geht es dir?". Und wenn man so weit in sich selber hineinhorchen kann, dann stellt sich in diesem Moment vielleicht ein Gef¿hl von Traurigkeit dar¿ber ein, dass man keine Antwort hat auf so eine irgendwie auch wichtige Frage. Oder etwas Hilflosigkeit und ¿ger, da man doch sonst immer eine Antwort hat. Vielleicht entsteht auch ein bisschen Neid auf die Partnerin, die vermutlich alle wissenschaftlich erforschten Grundemotionen an diesem Tag drei- bis viermal erlebt hat und davon fl¿ssig berichten k¿nnte.
    In so einer Situation, meine Herren, liebe M¿er, seien wir ehrlich, wer von uns w¿t da Option #4 und zieht sie dann noch konsequent durch, indem er etwa sagt: "Ich wei¿es nicht, ich wei¿gerade nicht wirklich, wie es mir geht!", oder sogar: "Jetzt, wo du fragst, bin ich etwas hilflos, weil ich keine rechte Antwort habe!" Wer von uns zieht sich nicht letztlich wieder mit einer der Optionen #1 bis #3 aus der Aff¿? Womit wir bereits bei der Grundthese dieses Buches angelangt w¿n:
    Die Frage, wie es uns geht, wie wir uns f¿hlen, ist f¿r uns M¿er eine besonders schwierige, da uns in Kindheit und Jugend der Zugang zu eigenen Gef¿hlen und Bed¿rfnissen immer mehr erschwert worden ist. Und dieser mangelnde Bezug zur eigenen Innenwelt bleibt im Erwachsenenalter weitgehend aufrechterhalten.

    Wie es dazu kommt und welche Konsequenzen dieser Prozess der Entfernung von den eigenen Gef¿hlen f¿r erwachsene M¿er hat, darum soll es in diesem Buch gehen.

    F¿r M¿er ...
    Es ist das prim¿ Anliegen dieses Buches, M¿er dabei zu unterst¿tzen, sich mit dieser Frage "Wie geht es mir?" auseinanderzusetzen. Dabei geht es nat¿rlich nicht nur um den Augenblick. Es gilt, in ¿bergreifender Form zu kl¿n, welche spezifischen Empfindungen oder Sehns¿chte bei jedem Einzelnen in welchem Zusammenhang vorhanden sind: "Was w¿nsche ich mir im Leben?", "Was befriedigt mich?", "Worunter leide ich?", "Wovor habe ich Angst?". Danach erst folgt die Frage, wie man einen guten Umgang mit diesen Gef¿hlen finden kann, einen, der mehr Probleme und Konflikte l¿st, als neue schafft. Denn:
    Die Wahrnehmung eigener Besonderheiten und Gef¿hle ist die Grundlage daf¿r, pers¿nliche Schwierigkeiten konstruktiv zu l¿sen, sich individuelle W¿nsche zu erf¿llen sowie die eigenen Potenziale effektiv zu nutzen.

    Das Hauptaugenmerk dieses Buches liegt also stets darauf, wie M¿er sich f¿hlen, welche Gef¿hlsqualit¿n und inneren Erlebensweisen m¿ertypisch sind. Das Buch soll dabei helfen, sich selbst besser verstehen zu lernen, sich eventuell wiederzuerkennen in den vielen Fallbeispielen, davon ber¿hrt zu werden, sich solidarisch zu f¿hlen - aber auch zu sehen, wo man selber vielleicht anders ist als hier beschrieben.
    Es wird daher in diesem Buch keine missionarischen Aufrufe geben, die "wahre M¿lichkeit" oder die "weibliche Seite" in sich wiederzuentdecken. Sie werden keine Forderungen h¿ren nach "neuen M¿ern" oder der "Metrosexualit¿ eines David Beckham, die jetzt so in ist - oder schon wieder out? Kurz: Es wird nichts dar¿ber gesagt werden, wie man sich f¿hlen, verhalten oder sein sollte. Es werden keine Urteile dar¿ber gef¿t, welche Gef¿hle oder Bed¿rfnisse richtig oder falsch, gut oder schlecht, welche Verhaltens- und Lebensweisen angemessen sind und welche nicht. Es wird auch kein grunds¿liches Votum dar¿ber abgegeben, welche Verhaltensweisen ver¿ert werden sollten (solange sie keine aktiven Gewalthandlungen beinhalten).

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 284
Erscheinungsdatum 11.01.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-15607-8
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 18,1/12,7/2,5 cm
Gewicht 242 g
Auflage 5. Auflage
Verkaufsrang 11193
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Ein absolutes Muss!
von einer Kundin/einem Kunden am 20.01.2018

Dieses Buch richtet sich zwar in erster Linie an Männer, die sich selbst besser verstehen möchten, aber es ist auch uneingeschränkt empfehlenswert für Frauen, die zu einem besseren Verständnis der Eigenheiten vieler Männer gelangen wollen. Björn Süfke erklärt mit viel Humor die verschiedenen Abwehrmechanismen, die es vielen Männ... Dieses Buch richtet sich zwar in erster Linie an Männer, die sich selbst besser verstehen möchten, aber es ist auch uneingeschränkt empfehlenswert für Frauen, die zu einem besseren Verständnis der Eigenheiten vieler Männer gelangen wollen. Björn Süfke erklärt mit viel Humor die verschiedenen Abwehrmechanismen, die es vielen Männern erschweren, einen Zugang zu den eigenen Gefühlen zu finden und erklärt, welche Missverständnisse daraus im Miteinander erwachsen können. Im Gegensatz zu anderen Büchern zum Thema "männliche Identität", die ich bislang gelesen habe, versucht Herr Süfke, seines Zeichens Männertherapeut in Bielefeld, keineswegs, ein bestimmtes Männlichkeitsideal (etwa am Beispiel des "Eisenhans") zu propagieren, sondern plädiert vielmehr dafür, auch zu Persönlichkeitsanteilen und Empfindungen zu stehen, die nicht stereotypisch "männlich" sind. Sehr hilfreich empfinde ich zudem, dass gerade unangenehme Gefühle, über die viele Männer nicht mit anderen Menschen sprechen, bzw. die sie schlicht und ergreifend abgespalten haben, ohne es zu merken, nicht ausspart, sondern klipp und klar in leicht verständlicher Sprache darlegt, was sich dahinter verbirgt. Eventuell unklare Fachbegriffe werden im Anhang in "Allgemeinsprache" übersetzt, sodass man kein Psychologie-Experte sein muss, um die Ausführungen des Autors zu verstehen. Zur Veranschaulichung werden immer wieder Fallbeispiele aus der therapeutischen Praxis herangezogen, wobei sich sicherlich für nahezu jeden Mann mindestens ein Klient finden lässt, in dem er sich wiedererkennen wird, bzw. in denen Frauen den eigenen Partner wiedererkennen werden. An dieser Stelle vielen Dank an Herrn Süfke für dieses Buch!

Tolles Männerbuch!
von einer Kundin/einem Kunden aus Heidelberg am 14.05.2009
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ich habe schon eine ganze Reihe von sogenannten "Männer-Frauen-Büchern" gelesen, mit mehr oder weniger viel Gewinn. Dieses Buch aber ist nicht nur höchstspannend und aufschlussreich, es hat mir tatsächlich persönlich geholfen: Ich habe endlich gewisse männliche Verhaltensweisen, vor allem in Bezug auf den Umgang mit Gefühlen, wi... Ich habe schon eine ganze Reihe von sogenannten "Männer-Frauen-Büchern" gelesen, mit mehr oder weniger viel Gewinn. Dieses Buch aber ist nicht nur höchstspannend und aufschlussreich, es hat mir tatsächlich persönlich geholfen: Ich habe endlich gewisse männliche Verhaltensweisen, vor allem in Bezug auf den Umgang mit Gefühlen, wirklich verstanden, kann ganz anders als früher damit umgehen. Ich möchte dieses Buch sowohl allen Frauen als auch den Männern wärmstens empfehlen: Es ist kompetent geschrieben, sehr unterhaltsam und humorvoll und an vielen Stellen wirklich berührend.