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Nach Hause schwimmen

Roman. Ausgezeichnet mit dem Schweizer Buchpreis 2008

Wilbur, gerade einmal 1,50 Meter groß, ist wirklich kein Glückskind: Seine Mutter stirbt bei der Geburt, sein Vater macht sich aus dem Staub, und sein erstes Zuhause ist der Brutkasten. Als seine Großeltern ihn zu sich holen, erfährt er endlich, was Heimat ist. Doch das Glück währt nicht lang: Sein bester Freund kommt in die Erziehungsanstalt, und seine Großmutter Orla stirbt bei einem Unfall. Wilbur gerät aus der Bahn. Gern wäre er so stark wie Bruce Willis, doch er hält sich für einen ewigen Verlierer. Erst die charmante Aimee bringt ihm etwas anderes bei: Wilbur muss endlich lernen, zu leben.
Schweizer Buchpreis 2008 und Shortlist des Deutschen Buchpreises 2008!
Rezension
"In diese Geschichte [...] muss man sich fallen lassen."
Christina Kiesewetter, Westdeutsche Zeitung 19.02.2010
Portrait

Rolf Lappert, geboren 1958 in Zürich, absolvierte eine Ausbildung zum Grafiker, bevor er sich entschloss, Schriftsteller zu werden. In den Achtzigerjahren unterbrach er für längere Zeit das Schreiben, gründete mit einem Freund einen Jazzclub und reiste kreuz und quer durch Amerika. Zwischen 1996 und 2004 arbeitete er als Drehbuchautor, u.a. für eine Serie im Schweizer Fernsehen. Sein dritter Roman, ›Nach Hause schwimmen‹, wurde 2008 mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. Für sein Jugendbuch ›Pampa Blues‹ erhielt er 2012 den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis. Rolf Lappert lebt seit Ende 2011 nach vielen Jahren im Ausland wieder in der Schweiz.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 608
Erscheinungsdatum 01.12.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-13830-7
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,2/12,2/3,7 cm
Gewicht 497 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 92127
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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von Anna Erhardt aus Münster am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Rolf Lapperts Schreibstil bringt einen zum Lachen, zum Weinen, zum Nachdenken und zum Genießen des Lebens alles in einem grandiosen Buch!

Wenn das Leben eine Last ist
von einer Kundin/einem Kunden am 20.08.2014
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wilbur, der „Anti-Held“ in Rolf Lapperts Roman „Nach Hause schwimmen“ liegt im Krankenhaus und wünscht sich, die Welt würde ihn los- und einfach sterben lassen. Die Ausgangssituation ist in dem zynischen Schreibstil sehr faszinierend und weckt das Interesse an Wilburs Situation – wie konnte es soweit kommen? Aus zwei Perspekt... Wilbur, der „Anti-Held“ in Rolf Lapperts Roman „Nach Hause schwimmen“ liegt im Krankenhaus und wünscht sich, die Welt würde ihn los- und einfach sterben lassen. Die Ausgangssituation ist in dem zynischen Schreibstil sehr faszinierend und weckt das Interesse an Wilburs Situation – wie konnte es soweit kommen? Aus zwei Perspektiven erfährt der Leser mehr über Wilbur, einmal ist da der Erzähler in der 3. Person, der Wilburs Leben auffächert, die trostlose Kindheit und Jugendzeit, die ungezählten Verluste und seine Reaktionen darauf, die stoische Ergebenheit dem „Schicksal“ gegenüber… Zum anderen erzählt der erwachsene Wilbur, der sich fragt, wie er ins Krankenhaus gekommen ist, was er in der Psychiatrie zu suchen hat und was aus seinem Leben werden soll, wenn er es denn weiterführen möchte … Die Erzählweise von Wilburs Vergangenheit war mir etwas zu überfrachtet. Viele Personen aus Wilburs Umfeld wurden sehr detailliert beleuchtet, manche Handlungsstränge reichen bis zu seinem Großvater zurück, der durch seine Taten später auch Wilburs Leben aus dem Gleichgewicht bringt. Das waren alles durchaus interessante und bereichernde Einblicke, verstellten aber teilweise die Sicht auf Wilbur, zerfaserten die Geschichte für meinen Geschmack zu sehr. Ein Buch in melancholischen Grau-Tönen, das mich nicht wirklich „mitnehmen“ konnte.

Der kleine Junge und das rauhe Leben
von einer Kundin/einem Kunden am 05.12.2011

Wilbur ist ein sensibler, schwächlicher Junge, der sich nichts mehr wünscht als Liebe, Geborgenheit und Stabilität - und genau das bleibt ihm wieder und wieder verwehrt. Wilbur muss sich der Welt stellen, wobei er überhaupt keinen Antrieb hat, für seinen Platz im Leben zu kämpfen. Dem kleinen Jungen wäre es lieber, das Ganze wär... Wilbur ist ein sensibler, schwächlicher Junge, der sich nichts mehr wünscht als Liebe, Geborgenheit und Stabilität - und genau das bleibt ihm wieder und wieder verwehrt. Wilbur muss sich der Welt stellen, wobei er überhaupt keinen Antrieb hat, für seinen Platz im Leben zu kämpfen. Dem kleinen Jungen wäre es lieber, das Ganze wäre schon vorbei. Der Beginn seines Lebens ist bereits bezeichnend für den weiteren Verlauf: ein untergewichtiges, schwaches Bübchen, dessen Mutter bei der Geburt stirbt und dessen Vater sich aus dem Staub macht. Die Figur des Wilbur ist so liebevoll gezeichnet, dass man von der ersten Seite an eine ungemeine Fürsorge und ein starkes Mitgefühl für ihn entwickelt. Auch die Geschichten und Charakteren der Nebenfiguren sind fantastisch ausgearbeitet. Lappert versteht es, die einzelnen Figuren zum Leben zu erwecken. Ein tragisch-schönes, fesselndes und sprachlich hervorragendes Buch!