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Der Cassandra-Plan / Covert One Bd.2

Roman

Covert One Band 2


Von erschreckender Realität

Das Pockenvirus scheint besiegt. Nur in zwei Geheimlabors in Russland und in den USA werden noch Restproben zu Forschungszwecken aufbewahrt. Jetzt sollen unter Weltraumbedingungen Experimente mit diesen tödlichen Viren angestellt werden, die nur friedlichen Zwecken dienen sollen. Ein skrupelloser Wissenschaftler hat allerdings andere Pläne …

Portrait
Robert Ludlum erreichte mit seinen Romanen, die in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurden, weltweit eine Auflage von über 300 Millionen Exemplaren. Robert Ludlum verstarb im März 2001. Die Romane aus seinem Nachlass erscheinen bei Heyne.
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  • Der Wärter blickte auf, als er das Knirschen von Autoreifen auf dem Kies hörte. Es war schon beinahe völlig dunkel, und er hatte sich gerade Kaffee gekocht und eigentlich keine Lust, aufzustehen. Aber dann überwog doch seine Neugierde. Besucher, die nach Alexandria kamen, suchten nur selten den Friedhof von Ivy Hill auf; in der historischen Stadt am Potomac gab es eine ganze Menge anderer attraktiverer Sehenswürdigkeiten für die Lebenden. Und Ortsansässige kamen an den Wochentagen nur sehr selten heraus; ganz besonders nicht an einem Spätnachmittag im April, wenn es zu allem Überfluss noch regnete.

    Er spähte durch das kleine Fenster seiner Wachstube hinaus und sah einen Mann, der aus einem unauffälligen Wagen stieg. Staatsbeamter? Seiner Schätzung nach war der Besucher Anfang der Vierzig, groß und sichtlich durchtrainiert. Der herrschenden Witterung gemäß trug er eine wasserdichte Jacke, dunkle Hosen und derbe Stiefel. Der Wärter beobachtete, wie der Mann sich ein paar Schritte von dem Wagen entfernte und sich umsah, sich ein Bild von seiner Umgebung verschaffte. Nicht Staatsbeamter - Militär. Er öffnete die Tür, trat unter das Vordach und beobachtete den Besucher, wie der dastand, durch die Friedhofstore hereinsah und dabei offenbar den Regen, der ihm das dunkle Haar durchnässte, überhaupt nicht zur Kenntnis nahm.

    Vielleicht ist er das erste Mal hier, dachte der Wärter. Beim ersten Mal wirkten sie alle ein wenig verstört und scheuten davor zurück, einen Ort zu betreten, der mit Schmerz, Leid und Verlust verbunden war. Er sah auf die linke Hand des Mannes und entdeckte dort keinen Ring. Ein Witwer? Er versuchte sich zu erinnern, ob hier in letzter Zeit eine junge Frau beerdigt worden war.

    »Hallo.«

    Die Stimme verblüffte den Wärter. Für einen Mann dieser Größe war sie erstaunlich sanft und weich, gerade so als hätte da ein Bauchredner gesprochen.

    »Tag. Wenn Sie reinkommen wollen, kann ich Ihnen einen Schirm geben.«

    »Das wäre sehr nett, vielen Dank«, sagte der Mann, bewegte sich aber nicht von der Stelle.

    Der Wärter griff hinter sich in einen Schirmständer, der früher einmal eine Gießkanne gewesen war. Er nahm den Regenschirm, ging auf den Mann zu und musterte dabei sein Gesicht mit den hohen Backenknochen und den auffallend blauen Augen.

    »Ich heiße Barnes und bin hier der Wärter. Wenn Sie mir sagen, wen Sie aufsuchen wollen, kann ich Ihnen die Mühe ersparen, in dem Matsch hier herumzustapfen.«

    »Sophia Russell.«

    »Russell haben Sie gesagt? Kann mich im Augenblick nicht erinnern. Lassen Sie mich nachsehen. Es dauert bloß einen Moment.«

    »Machen Sie sich keine Umstände. Ich finde mich schon zurecht.«

    »Ich muss Sie trotzdem ins Besucherbuch eintragen.«

    Der Mann spannte den Regenschirm auf. »Jon Smith. Dr. Jon Smith. Ich weiß schon, wo ich sie finden kann. Vielen Dank.«

    Der Wärter glaubte eine kurze Unsicherheit in der Stimme des anderen zu hören. Er hob den Arm und wollte ihm schon etwas nachrufen, aber der Mann hatte sich bereits mit langen, zielstrebigen Schritten in Bewegung gesetzt, ging so, wie Soldaten das tun, und war gleich darauf in den grauen Regenschwaden verschwunden.

    Der Wärter starrte ihm nach. Ein kalter Schauder lief ihm über den Rücken und ließ ihn zusammenzucken. Er kehrte in das kleine Wachhäuschen zurück, schloss die Tür ab und verriegelte sie fest.

    Dann holte er das Besucherbuch von seinem Schreibtisch, klappte es auf und trug bedächtig den Namen des Mannes und den Zeitpunkt seiner Ankunft ein. Einem plötzlichen Impuls folgend klappte er die hintere Hälfte des Buches auf, wo die Begrabenen in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet waren.

    Russell... Sophia Russell. Da ist sie: Reihe 17, Platz 12. Beerdigt ... vor genau einem Jahr!

    Drei Trauergäste hatten damals im Register unterschrieben, und einer davon war Jon Smith, M.D.

    Warum haben Sie dann keine Blumen mitgebracht?

    Smith war für den Regen dankbar, als er auf dem gewundenen Weg Ivy Hill durchquerte. Er war wie ein Grabtuch, spannte sich über Erinnerungen, die immer noch wehtaten, Erinnerungen, die ihn das ganze letzte Jahr nicht losgelassen, die ihm nachts zugeflüstert, seine Tränen verspottet und ihn gezwungen hatten, jenen schrecklichen Augenblick immer wieder aufs Neue zu durchleben.

    Er sieht den kalten, weißen Raum in dem Krankenhaus des Militärischen Forschungsinstituts für Infektionskrankheiten in Frederick, Maryland, vor sich. Sophia liegt vor ihm, die Frau, die er liebt, die Frau, die er heiraten will. Er sieht, wie sie sich unter dem Sauerstoffzelt windet, keuchend um Atem kämpft. Nur wenige Schritte ist er von ihr entfernt, und ist doch machtlos, kann ihr nicht helfen. Er schreit auf das Krankenhauspersonal ein, aber seine Schreie hallen von den Wänden wider, als wollten sie ihn verspotten. Sie wissen nicht, was ihr fehlt. Sie sind ebenso machtlos wie er.

    Plötzlich stößt sie einen Schrei aus - Smith hört ihn immer noch in seinen Albträumen und betet darum, ihn nie wieder hören zu müssen. Ihr Rücken, angespannt wie ein Bogen, bäumt sich in einem unmöglichen Winkel auf; Schweiß strömt ihr aus allen Poren, wie um ihren Körper von dem Toxin zu reinigen. Ihr Gesicht ist vom Fieber gerötet. Einen Augenblick lang ist sie wie erstarrt. Dann bricht sie zusammen. Blut strömt ihr aus Mund und Nase, und tief aus ihrem Inneren ertönt das Rasseln des Todes, gefolgt von einem sanften Seufzer, als ihre Seele endlich befreit aus dem gemarterten Körper entflieht ...

    Smith fröstelte und sah sich schnell um. Ihm wurde gar nicht bewusst, dass er stehen geblieben war. Der Regen trommelte immer noch auf seinen Schirm, schien jetzt aber wie in Zeitlupe zu fallen. Er hatte das Gefühl, jeden einzelnen Tropfen hören zu können, der auf den Nylonstoff klatschte.

    Er wusste nicht genau, wie lange er so dastand, einer verlassenen, vergessenen Statue gleich, oder was ihn schließlich dazu veranlasste, weiterzugehen. Er wusste nicht, wie er schließlich den Weg erreichte, der ihn zu ihrem Grab führte oder wie es dazu kam, dass er plötzlich davor stand.

    SOPHIA RUSSELL JETZT IM SCHUTZ DES HERRN

    Smith beugte sich vor und strich mit den Fingerkuppen über den glatten, weißrosa Granit des Grabsteins.

    »Ich weiß, ich hätte öfter kommen sollen«, flüsterte er. »Aber ich hab es einfach nicht fertig gebracht. Ich dachte, wenn ich hierher komme, müsste ich mir eingestehen, dass ich dich für immer verloren habe. Und das konnte ich nicht ... bis heute nicht.

    Den >Hades Faktor<, so haben sie es genannt, Sophia, dieses Entsetzliche, das dich mir weggenommen hat. Du hast nie die Gesichter der Männer gesehen, die damit zu tun hatten; wenigstens das hat Gott dir erspart. Aber du sollst wissen, dass sie für ihre Verbrechen bezahlen mussten.

    Ich habe meine Rache ausgekostet, meine Liebste, und ich dachte immer, das würde mir Frieden bringen. Aber das tat es nicht. Seit Monaten habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, wie ich diesen Frieden endlich finden könnte, doch am Ende war die Antwort immer dieselbe.«

    Smith holte ein kleines Etui aus der Jackentasche, ein Etui wie Juweliere es benutzen. Er klappte es auf und musterte den in Platin gefassten sechskarätigen Diamanten, den er bei Van Cleef & Arpel in London gekauft hatte. Es war der Ehering, bestimmt für den Finger der Frau, die er hatte heiraten wollen.

    Smith kauerte sich nieder und drückte den Ring in die weiche Erde am Fuße des Grabsteins.

    »Ich liebe dich, Sophia. Ich werde dich immer lieben. Du wirst immer das strahlende Licht meines Lebens sein. Aber für mich ist jetzt die Zeit gekommen, um weiterzuziehen. Ich weiß nicht, wohin mich mein Weg führt oder wie ich dorthin kommen werde. Aber ich muss gehen.«

    Smith führte seine Fingerspitzen an die Lippen und berührte dann den kalten Stein.

    »Möge Gott dich segnen und dich stets behüten.«

    Er hob den Regenschirm auf, trat einen Schritt zurück und betrachtete den Grabstein, als müsse er sich das Bild für alle Zeiten tief in sein Gedächtnis einprägen. Dann hörte er die leisen Schritte hinter sich und drehte sich schnell um.

    Die Frau mit dem schwarzen Regenschirm war Mitte dreißig, groß, mit leuchtend rotem Haar, das ihr schräg in die Stirn fiel. Ihre Nase und ihre Backenpartie waren von Sommersprossen gesprenkelt. Ihre Augen, so grün wie die Brandung an einem Riff, weiteten sich, als sie Smith ins Gesicht sah.

    »Jon? Jon Smith?«

    »Megan...?«

    Megan Olson trat schnell auf ihn zu, nahm seinen Arm und drückte ihn.

    »Bist du das wirklich? Mein Gott, das sind ja ...«

    »Es war eine lange Zeit.«

    Megan sah an ihm vorbei auf Sophias Grab. »Es tut mir so Leid, Jon. Ich wusste nicht, dass jemand hier sein würde. Ich wollte nicht stören.«

    »Ist schon gut. Ich habe das getan, was ich hier tun wollte.«

    »Ich denke, wir sind beide aus demselben Grund hier«, sagte sie leise.

    Sie zog ihn unter die schützenden Äste einer mächtigen Eiche und sah ihn an. Die Linien und Falten in seinem Gesicht waren tiefer als sie das in Erinnerung hatte, und eine ganze Menge neue waren dazugekommen. Sie konnte sich ausmalen wie das Jahr gewesen war, das Jon Smith hinter sich hatte.

    »Das war ein schwerer Verlust für dich, Jon«, sagte sie. »Ich kann es dir nachfühlen und wünschte, ich hätte dir das früher sagen können.« Sie zögerte. »Ich wünschte, ich wäre hier gewesen, als du Beistand gebraucht hast.«

    »Ich habe versucht, dich anzurufen, aber du warst nicht da«, erwiderte er. »Deine Arbeit...«

    Megan nickte bedrückt. »Ich war nicht da«, sagte sie vage.

    Sophia Russell und Megan Olson waren beide in Santa Barbara aufgewachsen, waren dort gemeinsam zur Schule gegangen und dann später auf die UCLA. Nach dem College hatten sich ihre Wege getrennt. Sophia hatte ihren Doktor in Zell- und Molekularbiologie gemacht und war beim Militärischen Institut für Seuchenerkrankungen eingetreten, USAMRIID (US Army Medical Research Institute of Infectious Diseases) in der Kürzelsprache des Pentagon. Nach ihrem Diplomabschluss in Biochemie hatte Megan eine Stelle bei der Staatlichen Gesundheitsbehörde angenommen. Aber nach nur drei Jahren der Tätigkeit dort war sie von der ärztlichen Forschungsabteilung der Weltgesundheitsorganisation angestellt worden. Sophia hatte von ihr Postkarten aus der ganzen Welt erhalten und sie in einem Album gesammelt, um wenigstens auf diese Weise mit ihrer Freundin Verbindung zu halten, die der Beruf zur Globetrotterin gemacht hatte. Und jetzt war Megan ohne jede Vorankündigung plötzlich zurückgekehrt.

    »NASA«, sagte Megan, um damit Smith' unausgesprochene Frage zu beantworten. »Ich bin des Zigeunerlebens müde geworden und habe mich zur Schulung für das Space Shuttle gemeldet. Man hat mich angenommen. Jetzt stehe ich auf Platz eins der Warteliste für die nächste Weltraummission.«

    Smith hatte Mühe, seine Überraschung zu verbergen. »Sophie hat immer gesagt, sie wüsste nie, womit du einen als Nächstes überraschst. Gratuliere.«

    Megan lächelte schwach. »Danke. Wahrscheinlich weiß niemand von uns, was einem bevorsteht. Bist du immer noch bei der Army, bei USAMRIID?«

    »Ich weiß im Augenblick nicht so recht, wo ich eigentlich hingehöre«, erwiderte Smith. »Ich bin sozusagen zwischen den Einsätzen.« Das war nicht die ganze Wahrheit, kam ihr aber nahe genug. Er wechselte das Thema. »Wirst du eine Weile in Washington bleiben? Vielleicht könnten wir uns mal treffen.«

    Megan schüttelte den Kopf. »Das würde ich gerne tun, aber ich muss noch heute Abend zurück nach Houston. Trotzdem möchte ich den Kontakt mit dir nicht verlieren, Jon. Wohnst du immer noch in Thurmont?«

    »Nein, ich habe das Anwesen verkauft. Da hingen zu viele Erinnerungen dran.«

    Er kritzelte ihr seine Adresse in Bethesda auf die Rückseite einer Visitenkarte und schrieb seine Telefonnummer daneben.

    »Sieh zu, dass wir einander nicht fremd werden«, meinte er, als er ihr die Karte reichte.

    »Bestimmt nicht«, versprach Megan. »Pass gut auf dich auf, Jon.«

    »Du auch. War nett, dich zu sehen, Megan. Viel Glück bei all deinen Vorhaben.«

    Sie sah ihm nach, wie er unter dem schützenden Ast hervortrat und im strömenden Regen verschwand.

    »Ich weiß im Augenblick nicht so recht, wo ich eigentlich hingehöre ... «

    In Megans Vorstellung war Smith nie ein Mann ohne Ziel und Zweck gewesen. Sie dachte immer noch über seine geheimnisvolle Bemerkung nach, als sie zu Sophias Grab hinüberging, während der Regen auf ihren Schirm herunterprasselte.

    2

    Das Pentagon beschäftigt mehr als 23000 Mitarbeiter - Zivilisten und Militärs - und hat diese in einem recht einmaligen Gebäude von beinahe 40000 Quadratmetern untergebracht. Auf der Suche nach Sicherheit, Anonymität und Zugang zu modernsten Kommunikationsanlagen und den Machtzentren Washingtons könnte man sich wohl kaum einen perfekteren Ort vorstellen.

    Die Abteilung für Liegenschaften beansprucht für sich einen winzigen Teil der Büros im E-Block des Pentagons. Wie ihr Name besagt, ist diese Abteilung mit der Beschaffung, der Verwaltung und der Sicherheit militärischer Gebäude und Liegenschaften befasst und damit zuständig für den Immobilienbestand auf der ganzen Welt, angefangen bei Lagerhäusern in St. Louis bis hin zu den ausgedehnten Erprobungsarealen der Luftwaffe in der Wüste von Nevada. In Anbetracht der alles andere als ruhmreichen Arbeit, die in dieser Abteilung geleistet wird, neigen die dort tätigen Männer und Frauen eher zur zivilen als zur militärischen Wesensart. Sie treffen um neun Uhr morgens an ihren Schreibtischen ein, leisten ihre Arbeit und verlassen die Büros um siebzehn Uhr wieder. Weltereignisse, die ihre Kollegen in anderen Bereichen manchmal Tag und Nacht an ihren Schreibtischen festhalten, haben keinen Einfluss auf sie. Den meisten von ihnen gefällt das durchaus.

    Auch Nathaniel Fredrick Klein gefiel es - freilich aus völlig anderen Gründen. Kleins Büro befand sich am Ende eines Korridors und war dort zwischen zwei Türen eingezwängt, von denen die eine die Aufschrift STROMVERSORGUNG und die andere

    HAUSVERWALTUNG trug. Nur dass sich hinter diesen Türen keine derartigen Räume befanden und die Türschlösser sich nicht einmal mit den kompliziertesten Schlüsselkarten öffnen ließen. Die dahinter liegenden Räume waren Teil von Kleins geheimen Büros.

    Die Tür Kleins selbst trug kein Namensschild, nur eine interne Pentagonbezeichnung: 2E377. Die wenigen Kollegen, die ihn je zu Gesicht bekommen hatten, beschrieben ihn als einen mittelgroßen Mann Anfang der sechzig, an dem mit Ausnahme seiner ziemlich langen Nase und seiner Stahlbrille wenig Auffälliges war. Möglicherweise erinnerten sie sich auch an seine konservativ geschnittenen und immer irgendwie zerknittert aussehenden Anzüge, und vielleicht auch an sein beiläufiges Lächeln, wenn man ihm im Flur begegnete. Möglicherweise hatten sie auch gehört, dass Klein gelegentlich zu den Vereinigten Stabchefs oder vor einen Kongressausschuss bestellt wurde. Aber das stand durchaus in Einklang mit seinem Dienstrang. Vielleicht wussten sie auch, dass er für die Sicherheitsvorkehrungen sämtlicher dem Pentagon unterstellten Anlagen in der ganzen Welt verantwortlich war. Was wiederum die Tatsache erklärte, dass man ihn nur höchst selten zu Gesicht bekam. Tatsächlich war es manchmal recht schwierig mit Sicherheit zu sagen, wer oder was Nathaniel Klein eigentlich war.

    Um acht Uhr abends saß Klein immer noch hinter seinem Schreibtisch in dem bescheidenen Büro, das sich durch nichts von all den anderen in diesem Gebäudeflügel unterschied. Er hatte nur ganz wenige persönliche Gegenstände darin untergebracht: ein paar eingerahmte Drucke, die die Welt so zeigten, wie die Kartographen des 16. Jahrhunderts sie sich vorgestellt hatten; einen altmodischen Globus auf einem Piedestal und eine große, vom Space Shuttle aus aufgenommene gerahmte Fotografie der Erde.

    Obwohl das nur wenigen Menschen bewusst war, stand Kleins Neigung für die globale Sicht durchaus im Einklang mit seinem eigentlichen Auftrag: Er war Auge und Ohr des Präsidenten. Von seinem unauffälligen Büro aus führte Klein eine Organisation, die die Bezeichnung Covert-One trug. Der Präsident hatte Covert-

    One nach der schrecklichen Hades Seuche als eine Art Frühwarnsystem mit geheimen Reaktionsmöglichkeiten ins Leben gerufen.

    Da Covert-One außerhalb der üblichen Militär- und Geheimdienstbürokratie operierte und damit auch nicht der Überwachung durch den Kongress unterstand, besaß es keine formelle Organisation und auch keine Zentrale. Anstelle akkreditierter Agenten rekrutierte Klein Männer und Frauen, die er als »große Unbekannte« bezeichnete - alle waren sie in ihren jeweiligen Tätigkeitsbereichen angesehene Experten, die aber irgendwie, sei es nun durch die Umstände bedingt oder weil sie das so wollten, außerhalb der normalen Gesellschaft standen. Die meisten von ihnen - aber ganz bestimmt nicht alle - hatten eine militärische Karriere hinter sich, waren hoch dekoriert, hatten sich aber mit den etablierten Kommandostrukturen nicht zurechtfinden können und hatten deshalb den Dienst quittiert. Andere kamen aus dem zivilen Leben: ehemalige Ermittler - auf nationaler ebenso wie auf bundesstaatlicher Ebene; Menschen, die sich in einem Dutzend Sprachen fließend verständigen konnten; Ärzte, die die ganze Welt bereist hatten und damit auch den unwirtlichsten Klimabedingungen gewachsen waren. Und die Besten von ihnen, wie Colonel Jon Smith, waren in vielen Welten zu Hause.

    Allen war ein Faktor gemeinsam, dessen Fehlen die meisten Kandidaten disqualifizierte, die Klein sich ansah: Ihr Leben gehörte ausschließlich ihnen allein. Sie hatten kaum oder gar keine Familie, wenige Bindungen und erfreuten sich einer professionellen Reputation, die selbst der schärfsten Untersuchung standhalten konnte. Für jemanden, der sich Tausende Meilen von Zuhause entfernt im Dienste seines Landes größten Gefahren aussetzen musste, waren dies Eigenschaften von unschätzbarem Wert.

    Klein klappte den Aktendeckel mit dem Bericht zu, den er gelesen hatte, nahm die Brille ab und rieb sich die müden Augen. Er freute sich darauf, jetzt nach Hause zu fahren, dort von seinem Cocker Spaniel Buck begrüßt zu werden und vor dem Abendessen, das seine Haushälterin ihm im Ofen bereitgestellt hatte, einen Fingerbreit Single Malt Scotch zu genießen. Er war gerade im Begriff aufzustehen, als die Verbindungstür zum Nebenzimmer geöffnet wurde.

    »Nathaniel?«

    Eine schlanke Frau, Anfang der Fünfzig mit leuchtend blauen Augen und mit in einem lockeren Twist hochgestecktem, leicht angegrautem blondem Haar stand unter der Tür. Sie trug ein konservativ geschnittenes blaues Kostüm, dessen schlichte Eleganz eine schmale Perlenkette und ein goldenes Filigranarmband betonten.

    »Ich dachte, du wärst schon nach Hause gegangen, Maggie.«

    Maggie Templeton, die Klein in seinen zehn Jahren bei der National Security Agency als Assistentin zugearbeitet hatte, hob die fein gezeichneten Brauen.

    »Wann bin ich eigentlich das letzte Mal vor dir weggegangen? Und das ist, denke ich, heute auch ganz gut so. Denn du solltest dir das einmal ansehen.«

    Klein folgte Maggie in den nebenan gelegenen Raum, der fast völlig von Computern und sonstigem elektronischem Gerät beherrscht wurde. Drei Bildschirme waren nebeneinander aufgereiht, dazu kam eine Unzahl von Servern und externen Speichern, alle mit der modernsten Software ausgestattet, die der Regierung zur Verfügung stand. Klein blieb stehen und bewunderte wieder einmal die Fingerfertigkeit und Eleganz, mit der Maggie ihre Tastatur bearbeitete.

    Mit Ausnahme des Präsidenten war Maggie Templeton der einzige Mensch, der Funktion und Arbeitsweise von Covert-One wirklich in allen Details durchblickte. Klein hatte von Anfang an gewusst, dass er als rechte Hand jemanden brauchen würde, dem er hundertprozentig vertrauen konnte, und hatte daher darauf bestanden, dass Maggie in alle Details eingeweiht wurde. Abgesehen von der Tatsache, dass sie schon bei der NSA für ihn tätig gewesen war, verfügte sie über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung in der gehobenen Hierarchie der CIA. Am Allerwichtigsten war für

    Klein freilich, dass sie ein Mitglied seiner Familie war. Maggies Schwester Judith war Kleins Frau gewesen, bis sie vor Jahren eine heimtückische Krebserkrankung dahingerafft hatte.

    Auch Maggie hatte Tragisches erlebt: Ihr Mann, ein CIA-Geheimagent, war von einem Auslandseinsatz nicht zurückgekehrt. Das Schicksal hatte es so gewollt, dass Maggie und Klein die einzig Übriggebliebenen ihrer jeweiligen Familien waren.

    Maggie hatte inzwischen aufgehört die Tasten zu bearbeiten und tippte jetzt mit einem elegant manikürten Fingernagel an den Bildschirm. VECTOR SIX.

    Die zwei Worte pulsierten in der Mitte des Bildschirms wie eine blinkende Verkehrsampel über der leeren Kreuzung einer Kleinstadt. Klein spürte, wie sich die feinen Härchen auf seinem Unterarm aufrichteten. Er wusste genau, wer Vector Six war; er sah sein Gesicht so deutlich vor sich, als ob der Mann neben ihm stünde. Vector Six: Eine Codebezeichnung, die für Klein, wenn sie je auftauchte, ein Paniksignal bedeutete.

    »Soll ich die Mitteilung aufrufen?«, fragte Maggie leise.

    »Ja, bitte ...«

    Sie schlug ein paar Tasten an, und die verschlüsselte Nachricht erschien als ein Gemenge von Buchstaben, Symbolen und Ziffern auf dem Bildschirm. Dann tippte sie auf ein paar weitere Tasten, um die Entschlüsselungs-Software aufzurufen. Sekunden später erschien die Nachricht in Klartext:

    Diner - Prix fixe - 8 EURO

    Spécialités: Fruits de mer

    Spécialités du bar: Bellini

    Fermé entre 2-4 heures

    Selbst wenn ein Dritter es irgendwie geschafft hätte, die Nachricht zu decodieren, wäre dieses Menü eines namenlosen französischen Restaurants ebenso unschuldig wie irreführend gewesen.

    Klein hatte den einfachen Code festgelegt, als er Vector Six das letzte Mal persönlich begegnet war. Der Inhalt der Nachricht hatte natürlich nicht das Geringste mit französischer Cuisine zu tun. Vielmehr handelte es sich um einen Notschrei, eine flehentliche Bitte, ihn sofort herauszuholen.

    Klein zögerte keine Sekunde. »Bitte antworte folgendermaßen: >Réservations pour deux.<«

    Maggies Finger flogen über die Tasten, tippten die Antwort. Der kurze Text wurde von zwei Militärsatelliten reflektiert, bevor er zurück zur Erde geschickt wurde. Klein wusste nicht, wo Vector Six sich in diesem Augenblick aufhielt, aber so lange er Zugang zu dem Laptop fand, den Klein ihm gegeben hatte, konnte er die Antwort herunterladen und entschlüsseln.

    »Sofort melden!«

    Klein warf einen Blick auf den Zeitstempel der Nachricht: Sie war vor acht Stunden abgesetzt worden. Wie war das möglich?

    Zeitdifferenz! Vector Six war acht Zeitzonen östlich von ihm eingesetzt. Klein sah auf seine Uhr: In Realzeit war die Nachricht weniger als zwei Minuten alt.

    Eine Antwort huschte über den Bildschirm: »Réservations confirmées.«

    Klein atmete tief durch, als der Bildschirm schwarz wurde. Vector Six würde nicht länger online bleiben als unbedingt notwendig war. Der Kontakt war hergestellt, ein Treffpunkt vorgeschlagen, akzeptiert und bestätigt worden. Vector Six würde diesen Kommunikationskanal nicht ein zweites Mal benutzen.

    Als Maggie offline ging, ließ Klein sich auf den einzigen anderen Sessel im Raum sinken und fragte sich, was für außergewöhnliche Umstände Vector Six wohl dazu veranlasst haben mochten, ihn zu kontaktieren.

    Im Gegensatz zur CIA und anderen Geheimdienststellen verfügte Covert-One über keine Kette von Auslandsagenten. Trotzdem hatte Klein eine Anzahl ausländischer Kontakte geknüpft. Einige davon hatte er sich während seiner Zeit bei der NSA aufgebaut, andere gingen auf zufällige Begegnungen zurück, die sich zu einer auf Vertrauen und wechselseitigem Eigennutz basierenden Beziehung entwickelt hatten.

    Es war eine recht vielschichtige Gruppe: Ein Arzt in Ägypten, der den größten Teil der herrschenden Elite seines Landes zu seinen Patienten zählte; ein Computerunternehmer in New Delhi, der für seine Regierung tätig war; ein Banker in Malaysia, der sich wie kaum ein anderer darauf verstand, Devisenbeträge überall auf der Welt zu bewegen, zu verbergen oder aufzuspüren. Untereinander kannten sich diese Leute nicht. Sie hatten mit Ausnahme ihrer Freundschaft mit Klein und dem Computer Notebook, das er jedem von ihnen gegeben hatte, nichts gemeinsam. Für sie war Klein ein Bürokrat mittleren Ranges, von dem sie wussten, dass er insgeheim eine wesentlich wichtigere Funktion ausübte. Sie hatten sich nicht nur aus Freundschaft und weil sie an das glaubten, was er repräsentierte, bereit erklärt, ihm als Augen und Ohren zu dienen, sondern auch weil sie darauf vertrauten, dass er ihnen helfen würde, sollte ihnen aus irgendeinem Grund der Boden in ihrer jeweiligen Heimat unter den Füßen zu heiß werden.

    Vector Six war einer aus dieser Hand voll Freunde.

    »Nate?«

    Klein blickte zu Maggie auf.

    »Wer bekommt den Auftrag?«, fragte sie.

    Gute Frage...

    Auf Auslandsreisen bediente Klein sich immer seiner Pentagonpapiere. Falls er sich mit einer Kontaktperson traf, sorgte er dafür, dass dies in der Öffentlichkeit und an einem sicheren Ort geschah. Offizielle Veranstaltungen in einem Botschaftsgebäude der Vereinigten Staaten eigneten sich dafür am besten. Aber Vector Six war weit von jeder Botschaft entfernt. Er befand sich auf der Flucht.

    »Smith«, sagte Klein schließlich. »Hol ihn mir bitte ans Telefon, Maggie.«

    Smith träumte von Sophia, als das hartnäckige Klingeln des Telefons ihn störte. Er sah sie beide an einem Flussufer sitzen, im Schatten riesiger dreieckiger Bauwerke. In der Ferne dehnte sich die Silhouette einer Großstadt. Die Luft war heiß, erfüllt von dem Duft von Rosen und von Sophia. Kairo ... sie befanden sich in der Nähe der Pyramiden von Gizeh außerhalb von Kairo.

    Die spezielle Leitung...

    Smith war, nachdem er vom Friedhof nach Hause zurückgekommen war, in den Kleidern auf der Couch eingeschlafen; jetzt fuhr er in die Höhe. Der Regen prasselte gegen die Fenster, der Wind heulte und trieb dichte Wolken über den Himmel. In seiner Zeit als Soldat hatte Smith sich die Fähigkeit angeeignet, sofort hellwach zu sein, wenn er geweckt wurde. Bei USAMRIID, wo man sich den Schlaf gewöhnlich zwischen Stunden endloser strapaziöser Arbeit stehlen musste, war ihm diese Fähigkeit zustatten gekommen. Und das tat sie jetzt auch.

    Smith warf einen Blick auf die Zeitangabe in der rechten unteren Ecke des Bildschirms: fast neun Uhr. Er hatte zwei Stunden geschlafen. Emotional ausgepumpt und Sophias Bild vor Augen war er nach Hause gefahren, hatte sich dort etwas Suppe angewärmt und sich dann auf die Couch fallen lassen und dem Prasseln des Regens zugehört. Er hatte nicht vorgehabt einzuschlafen, war aber jetzt dankbar, dass es dazu gekommen war. Es gab nur einen Mann, der berechtigt war, ihn auf dieser ganz speziellen Leitung anzurufen. Und die Nachricht, die er jetzt gleich zu hören bekommen würde, konnte den Anfang eines endlosen Tages bedeuten.

    »Guten Abend, Mr. Klein.«

    »Auch Ihnen einen guten Abend, Jon. Ich hoffe, ich störe nicht beim Abendessen.«

    »Nein, Sir, ich habe schon früher gegessen.«

    »Wie schnell können Sie zum Luftwaffenstützpunkt Andrews kommen?«

    Smith atmete tief durch. Gewöhnlich gab Klein sich geschäftsmäßig höflich. Kurz angebunden hatte Smith ihn bisher noch selten erlebt.

    Und das bedeutet, dass es Ärger gibt - ziemlich großen Ärger. »Etwa eine Dreiviertelstunde, Sir.«

    »Gut. Und, Jon ... packen Sie für ein paar Tage.«

    Smith starrte das inzwischen wieder verstummte Telefon an, das er in der Hand hielt. »Ja, Sir.«

    Was jetzt ablief, war Smith so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ihm kaum bewusst wurde, was da eigentlich geschah. Drei Minuten um zu duschen und sich zu rasieren; zwei Minuten zum Anziehen, zwei weitere, um den Inhalt der in einem begehbaren Schrank bereitstehenden Tasche noch einmal zu überprüfen und ein paar Dinge dazuzulegen. Beim Hinausgehen schaltete er die Alarmanlage für das Haus ein; als er den Wagen in der Einfahrt stehen hatte, aktivierte er den Alarm für die Garage mit der Fernbedienung.

    Infolge des Regens dauerte die Fahrt zum Andrews Luftwaffenstützpunkt etwas länger als gewöhnlich. Smith vermied es den Haupteingang zu benutzen und fuhr am Lieferanteneingang vor. Ein in einen Poncho gehüllter Wachposten musterte seinen in Plastikfolie eingeschweißten Ausweis, suchte dann seinen Namen auf der Liste der zugangsberechtigten Personen und winkte ihn durch.

    Smith war schon oft genug von Andrews abgeflogen, um sich auszukennen. Er hatte keine Mühe, den Hangar der Jets zu finden, mit denen die meiste Zeit hohe Offiziere unterwegs waren. Er stellte den Wagen auf einem abgesperrten Parkplatz abseits der Piste ab, holte seine Reisetasche aus dem Kofferraum und platschte zu dem riesigen Hangar hinüber.

    »Guten Abend, Jon«, sagte Klein. »Beschissenes Wetter. Wahrscheinlich wird es noch schlimmer.«

    Smith stellte seine Tasche ab. »Ja, Sir. Aber bloß für die Navy.«

    Diesmal nötigte er Klein mit dem abgedroschenen Witz kein Lächeln ab.

    »Tut mir Leid, Sie in einer solchen Nacht aufzuscheuchen. Es hat sich etwas ergeben. Kommen Sie mit.«

    Smith sah sich um, ehe er Klein zu dem Tisch mit der Kaffeemaschine folgte. In dem Hangar standen vier Gulfstream Jets, aber es war keinerlei Wartungspersonal zu sehen. Smith nahm an, dass Klein sie weggeschickt hatte, um ungestört zu sein.

    »Die tanken einen Vogel mit Langstreckentanks auf«, sagte Klein und sah auf die ...
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 415
Erscheinungsdatum 02.11.2009
Sprache Deutsch, Englisch
ISBN 978-3-453-43481-3
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 18,9/12/3,4 cm
Gewicht 329 g
Originaltitel The Cassandra Compact (Covert 1, Bd. 1)
Übersetzer Heinz Zwack
Verkaufsrang 89481
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Spannender Covert-One Fall
von einer Kundin/einem Kunden aus Lilienthal am 08.05.2017

Auch wenn es erst der zeite Covert-One Fall ist, ein sehr spannend geschriebener Roman von Robert Ludlum mit einem Szenario, wie es hoffentlich nie eintreffen wird.

Nicht der Beste
von Matthias aus Herten am 05.06.2011

Dieses Buch ist wahrschlich nicht der beste Ludlum. Es fehlt immer mal wieder die Spannung und das Ende ist auch etwas dürftig/knapp bemessen. Trotzdem ein gelungener Covert-One Roman; jedoch nicht vergleichbar mit "Der Arktis Plan" oder "Der Altman Code"...