Warenkorb
if (typeof merkur !== 'undefined') { $(document).ready(merkur.config('COOKIECONSENT').init); }

Das Erbe der Drachen / Die Schattenkämpferin Bd.1

Roman

Die Schattenkämpferin Band 1

Die Halbelfe Nihal und der Magier Sennar haben die Aufgetauchte Welt vom Tyrannen befreit, nun kämpft die blutrünstige Gilde der Assassinen um seine Wiederauferstehung. Allein Dubhe, die furchtlose junge Kämpferin, vermag sie aufzuhalten.

Portrait
Licia Troisi, 1980 in Rom geboren, ist Astrophysikerin und arbeitet bei der italienischen Raumfahrtagentur in Frascati. Von ihrer ersten Trilogie, der international erfolgreichen Drachenkämpferin-Saga, wurden mittlerweile mehrere Hunderttausend Exemplare verkauft. Mit »Die Schattenkämpferin – Das Erbe der Drachen« startet Licia Troisis neue Trilogie, die international bereits die Bestseller-Listen erobert hat.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
  • Artikelbild-1
  • Der Turm stürzte ein, zerbarst in unzählige Splitter schwarzen Kristalls, die die Ebene bedeckten, und eine ganze Weile waren alle wie blind.
    Als sich der Staub endlich legte, bot sich ein schier unvorstellbarer Anblick. Die Tyrannenfeste war verschwunden, ausgelöscht. Fast fünfzig Jahre hatte sie dort gestanden, hatte das Leben der Verlorenen, die jetzt in Massen in den Ruinen standen, überschattet, und die Hoffnungen der Siegreichen symbolisiert. Nun aber war der Blick unverstellt und verlor sich weit bis zum Horizont.
    Viele jubelten und schrien vor Glück. Widerliche Gnomen, nichtswürdige Menschen, all die Sklaven der sogenannten Freien Länder brüllten wie aus einer Kehle ihre Freude hinaus.
    Yeshol aber - der Magier und Mörder - weinte. Dann begann das Gemetzel.
    Menschen und Gnomen, Ritter und Rebellen stürzten sich mordlüstern auf die Überlebenden und machten alle erbarmungslos nieder.
    Yeshol ergriff das Schwert eines Gefallenen und begann zu kämpfen, aber ohne Hoffnung. In einer Welt ohne den Tyrannen und ohne Thenaar wollte er nicht leben.
    Als die Sonne in einem rötlichen Streifen am Himmel unterging, stand er immer noch, umgeben von Leichen, mit der Waffe fest in der Hand.
    Das Schicksal hatte es anders gewollt. Er lebte. Schließlich brach die Dunkelheit herein. Das war seine Nacht.
    Er floh und versteckte sich tagelang, aber nicht allzu weit vom Schlachtfeld und der geschleiften Feste entfernt. So beobachtete er, wie die Sieger den letzten Widerstand brachen, Gefangene machten und selbstherrlich das Land in Besitz nahmen.
    Dabei hatte ihnen Aster nur wenige Tage zuvor noch versprochen, dass Thenaars Wiederkehr nun ganz nahe sei und die Welt in Strömen von Blut untergehen würde.
    »Dann wird es einen neuen Anfang geben und das Zeitalter der Siegreichen anbrechen«, hatte Aster mit seiner hohen Stimme verkündet.
    »Ja, Meister.«
    Und nun war er tot, der einzige Mann, an den Yeshol jemals geglaubt hatte. Sein Führer, sein Meister, der Auserwählte.
    Yeshol schwor Rache, während er beobachtete, wie die Sieger mit Karren voller Beutegut aus der zerstörten Feste abzogen: den Zaubertränken und Giften aus den Laboratorien, den kostbaren Handschriften, die Aster mehr als sein eigenes Leben geliebt hatte.
    Erfreut euch daran, solange ihr könnt, denn mein Gott kennt keine Gnade.
    Er schlich aus seinem Versteck. Jetzt hieß es fliehen, das nackte Leben retten und damit auch den Kult Thenaars. Später würde er die Brüder sammeln, die entkommen konnten, und noch einmal von vorn beginnen und die Macht der Siegreichen wiederherstellen.
    Doch noch ein Letztes blieb hier zu tun.
    Barfuß lief er durch die Ebene. Bald schon bluteten seine Füße von den schwarzen Kristallsplittern, die ihm die Fußsohlen aufritzten.
    Er erreichte die Feste. Obwohl nur noch ein paar Mauerreste standen, war er überzeugt, dass er fündig würde. In- und auswendig kannte er das Bauwerk und wusste, wo er suchen musste.
    Der Thron lag zertrümmert am Boden. Auch die Sitzfläche war fast vollkommen zersplittert, während sich die Lehne noch fast majestätisch vom Boden erhob. Von Aster keine Spur.
    Sanft strich Yeshol über die Thronlehne, über die zahlreichen Verzierungen und stieß auf einen Stoff, der blutgetränkt war. Er nahm das Kleidungsstück in die Hand. Sogar im Dunkeln erkannte er es wieder. Asters Gewand. Das Gewand, das der Tyrann am Tag seines Sturzes getragen hatte.
    Die Reliquie, nach der er gesucht hatte.

    So kam es zur Großen Winterschlacht, mit der die Tyrannenherrschaft ihr Ende fand. Die immensen Heerscharen, die ins Feld geführt wurden, wären jedoch nutzlos gewesen, hätte Nihal nicht zuvor die gewaltigen Zauberkräfte der schwarzen Magie gebunden, auf die sich die Tyrannenherrschaft stützte. Um dies zu vollbringen, bediente sich Nihal einer elfischen Magie, die lange Zeit in Vergessenheit geraten war: In den acht Ländern der Aufgetauchten Welt wirkten die acht Urgeister der Natur, die von den Elfen verehrt wurden, und jeder dieser Geister war Wächter eines Edelsteins, dem außerordentliche mystische Kräfte innewohnen. Nihals Aufgabe war es, diese acht Edelsteine in einem speziellen Talisman zu vereinen und dem Tyrannen entgegenzutreten. Als Trägerin dieses Talismans war es ihr gegeben, die Geister zu beschwören, die ihre ungeheure Kraft entfalteten und die schwarze Magie des Gewaltherrschers vernichteten.
    Allerdings ist in unseren Tagen von dieser unermesslichen Kraft nichts mehr erhalten. Denn Nihal, die letzte Halbelfe der Aufgetauchten Welt, hat die Energien des Talismans vollkommen erschöpft, der damit heute nichts weiter mehr als ein bloßes Schmuckstück ist.
    Auf diese Weise verschwand das letzte Zeugnis elfischer Magie aus der Aufgetauchten Welt.
    LEONA AUS DEM RAT DER MAGIER, DER STURZ DES TYRANNEN, KAPITEL XI

    Die Einbrecherin

    Gähnend blickte Mel zum Sternenhimmel auf, und ein dichtes Atemwölkchen bildete sich vor seinem Mund. Obwohl erst Oktober, war es schon unangenehm kalt. Der Mann zog seinen Umhang enger über der Brust zusammen. Warum musste ausgerechnet er hier draußen diese verfluchte Nachtwache halten? Und das auch noch in den schlechten Zeiten, die sein Herr durchmachte. So ein Pech. Früher waren es immer mehrere gewesen, die im Garten patrouillierten. Mit den Männern im Haus waren es mindestens ein Dutzend Wächter gewesen. Nun jedoch waren sie nur noch zu dritt. Er selbst im Garten, Dan und Sarissa vor dem Schlafgemach. Die zweite Sparmaßnahme hatte darin bestanden, sie schlechter auszurüsten.
    »Damit ich nicht gezwungen bin, euch den Lohn zu kürzen«, hatte ihr Herr, der Rat Amanta, erklärt.
    Es dauerte nicht lange, und Mel fand sich nur noch mit einem kurzen Schwert bewaffnet wieder, dazu trug er einen zerschlissenen ledernen Brustharnisch und den leichten Umhang, in dem er jetzt so fror.
    Mel seufzte. Da war es ihm früher als Söldner noch besser gegangen.
    Die Friedenszeiten waren schon lange vorbei. Dohor, der König im Land der Sonne, hatte bereits das Land der Tage und das Land der Nacht unterworfen, und der Krieg im Land des Feuers gegen den Gnomen Ido schien wirklich nur ein Geplänkel zu werden. Diese wenigen Hungerleider gegen die stärkste Arme der Aufgetauchten Welt: Das sollte ein Kinderspiel werden.
    Gewiss, vor seinem Verrat war Ido Oberster General gewesen und davor noch ein großer Held im Krieg gegen den Tyrannen, aber diese Zeiten waren längst vorbei. Er war ein Greis, und Dohor selbst Oberster General und nicht nur König.

In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 525
Erscheinungsdatum 01.03.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-53304-2
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 18,8/11,8/4,5 cm
Gewicht 432 g
Originaltitel Le Guerre del Mondo Emerso - La Setta degli Assassini (1)
Übersetzer Bruno Genzler
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
8,95
8,95
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Ihr Feedback ist anonym. Wir nutzen es, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kundenservice wenden.

Weitere Bände von Die Schattenkämpferin

mehr

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
4
0
1
0
0

Die Aufgetauchte Welt geht in die 2 Trilogie
von einer Kundin/einem Kunden am 09.04.2018

Nach der Drachenkämpferin hab ich sofort das nächste Buch gekauft und ich bereue es nicht. Dubhe ist die neue Hauptcharakter der Geschichte und auch das Böse hat kein Ende. Die Gilde der Assaninen will das Werk des Tyrannen wieder aufbauen. Trotzdem ist es für mich ein Einführungsbuch. Doch es ist spannend und interessant.

Bekanntes Schema und trotzdem toll
von einer Kundin/einem Kunden am 20.03.2018
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Der Plot bei Licia Troisi ist in den "Kämpferin"- Reihen immer gleich. Einzelgängerin ist dazu auserwählt, das Böse aufzuhalten und die Aufgetauchte Welt zu retten. Nach ordentlich Problemen dabei, Verlusten, Zweifeln, Narben, gelingt das zumeist auch. Klingt langweilig? Nicht bei Troisi. Denn das ganze zu verpacken, das versteh... Der Plot bei Licia Troisi ist in den "Kämpferin"- Reihen immer gleich. Einzelgängerin ist dazu auserwählt, das Böse aufzuhalten und die Aufgetauchte Welt zu retten. Nach ordentlich Problemen dabei, Verlusten, Zweifeln, Narben, gelingt das zumeist auch. Klingt langweilig? Nicht bei Troisi. Denn das ganze zu verpacken, das versteht die italienische Fantasyautorin hervorragend. Kaum eine andere Person im Fantastikbereich versteht es, den Leser so gekonnt in die Geschichte einzuwickeln. Hat man nicht aufgepasst, kommt man da so schnell nicht wieder raus. Fazit: lesen nur auf eigene Gefahr!

Würdiger Nachfolger
von TraumLilie aus Deutschland am 21.04.2015

Meinung Es ist jetzt schon ein paar Jahre her als ich „Die Drachenkämpferin“ – Trilogie gelesen habe. Nun habe ich damit begonnen Licias zweite Trilogie um die Aufgetauchte Welt zu lesen. Diese Reihe ist etwas ganz anderes wie die vorherigen drei Bände, wenn sich „Die Schattenkämpferin“ auch darauf aufbaut. Hier steht wie auc... Meinung Es ist jetzt schon ein paar Jahre her als ich „Die Drachenkämpferin“ – Trilogie gelesen habe. Nun habe ich damit begonnen Licias zweite Trilogie um die Aufgetauchte Welt zu lesen. Diese Reihe ist etwas ganz anderes wie die vorherigen drei Bände, wenn sich „Die Schattenkämpferin“ auch darauf aufbaut. Hier steht wie auch zuvor eine weibliche Protagonistin, Dubhe, im Vordergrund, die sich in der Aufgetauchten Welt behaupten muss und ihren Weg noch sucht. Mit einem schwarzmagischen Siegel belegt wird sie zum Morden gezwungen und muss somit der Gilde der Assassinen dienen. Auf ihrem harten Weg trifft sie später auf den Magier Lonerin, der sich in den schwarzen Tempel eingeschlichen hat um die Gilde auszuspionieren. Beide verfolgen das gleiche Ziel, der Gilde zu entkommen. Schon nach den ersten Kapiteln wird deutlich, dass dieses Werk ganz anders ist als es noch „Die Drachenkämpferin“ war. Licias Schreibstil hat sich deutlich verbessert, ist erwachsener geworden wenn er sich auch nicht besonders hervorhebt. Die Geschichte ist leicht und flüssig zu lesen, ohne dass Details abhandenkommen. Während der ganzen Geschichte ging mir jedoch nicht aus dem Kopf, war das Buch den Untertitel „Das Erbe der Drachen“ trägt. Hauptsächlich dreht sich alles um die junge Protagonistin. Von Drachen ist hier kaum die Rede, wenn sie vielleicht auch mal erwähnt werden. Dazu muss ich noch sagen, dass ich diese Trilogie sicher nicht den jüngeren Leser unter 14 Jahren in die Hand geben würde. Schon der erste Band erzählt die Geschichte der dunklen Seite, der Aufgetauchten Welt. Viele Rituale der Gilde sind blutrünstig und grauenhaft dargestellt, dass man es fast schon nicht als Jugendbuch bezeichnen möchte. Im Ganzen betrachtet ist das Buch bzw. die Geschichte absolut nicht langweilig. Es ist sogar mal sehr interessant auch die Geschichte der dunklen Seite zu erfahren. Man taucht ein in die Welt der Anhänger des Tyrannen, den man schon aus „Die Drachenkämpferin“ kennt. Ein Kult um den schwarzen Gott und dessen Rituale. Von Seite zu Seite muss Dubhe sich den stellen und gegen den Fluch ankämpfen, der auf ihr lastet. Man hofft und bangt mit der Protagonistin. Letztendlich hat mir dann aber doch etwas gefehlt. Wirklich mitreißen konnte der erste Band mich noch nicht. Viele kleine Dinge haben mich da wohl einfach gestört. So zum Beispiel die Tastsache, dass man nach nur kurzer Zeit spüren konnte worauf es zwischen Dubhe und Lonerin hinausläuft. Fazit Die Idee mal eine Geschichte zu lesen, die sich mehr mit der dunklen Seite beschäftig hat dazu beigetragen, dass ich das Buch nicht aus der Hand gelegt habe. Die Charaktere lernt man nach und nach besser kennen, dass man sie auch weiterhin auf ihrem Weg begleiten möchte. Im Ganzen eine spannende Geschichte mit blutigen Szenen, die eher etwas für ältere Jugendliche sind.