Die Schopenhauer-Kur

Roman - Geschenkausgabe

Irvin D. Yalom

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Beschreibung

Geschenkausgabe im kleinen Format, bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen.

Was tun, wenn man gerade eine tödliche Diagnose erhalten hat? Vor diese Frage sieht sich der erfolgreiche Psychoanalytiker Julius Hertzfeldt nach einem scheinbaren Routinecheck bei seinem Hausarzt gestellt. Jahrelang hat der 65jährige anderen dabei geholfen, sich der Endlichkeit von allem zu stellen – jetzt muss er sich mit seiner eigenen auseinandersetzen. War seine Arbeit wirklich bedeutungsvoll? Was ist mit jenen Patienten, bei denen er versagt hat? Besonders ein Fall, der Jahrzehnte zurückliegt, macht ihm zu schaffen. Damals hatte er einen Mann wegen dessen Sexsucht behandelt – über drei Jahre lang und absolut ergebnislos. Was ist aus diesem Philip Slate geworden? Als Hertzfeldt seinen Patienten von damals wieder findet, macht er eine erstaunliche Entdeckung: Slate behauptet, sich selbst geheilt zu haben, und zwar mit Hilfe der Lektüre von Arthur Schopenhauer. Er arbeitet inzwischen sogar als eine Art philosophischer Berater, und er will noch mehr: eine Lizenz als ausgewiesener Therapeut. Dazu braucht er einen Supervisor. Ob Hertzfeldt ihn nicht betreuen wolle? Dieser ist fassungslos, denn sein ehemaliger Patient ist noch derselbe arrogante, ichbezogene, skrupellose Mann wie früher. Schließlich sagt Hertzfeldt zu – unter einer Bedingung: Slate muss im Gegenzug seine Therapiegruppe besuchen ...

Ausstattung: mit Lesebändchen

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 634
Erscheinungsdatum 21.09.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74045-1
Verlag btb
Maße (L/B/H) 15,5/10,1/3,8 cm
Gewicht 288 g
Originaltitel The Schopenhauer Cure
Übersetzer Almuth Carstens
Verkaufsrang 21091

Buchhändler-Empfehlungen

Schopenhauer, Psychologie und die Frage nach Heilung

Esther Kolbe, Thalia-Buchhandlung Berlin

Schopenhauer war für viele ein eher unangenehmer Zeitgenosse, Menschen hat er abwertend als "Volk der bipedes" bezeichnet. Er sah sich selbst als Genie, den alten Meistern der Philosophie ebenbürtig und nur Goethe vermag in seiner Zeit seinem Anspruch genügen. Warum Schopenhauer womöglich dennoch den sexsüchtigen Philip Slate besser heilen konnte, als der feinfühlige und anerkannte Psychiater Julius Hertzfeldt erfahren wir in diesem Buch. Dafür hat der Autor verschiedene Herangehensweisen gewählt. Die Kapitel sind teils einer Biografie Schopenhauers nachempfunden und teils direkte Einblicke in die Gruppentherapie von Hertzfeldt. Dieser muss Slate mittlerweile auch beiwohnen und wird dort mit dem baldigen Tod des Psychiaters konfrontiert. Yalom verbindet die Gedanken Schopenhauers mit dem Leben eines Mannes, der Antworten sucht und glaubt sie in den Schriften des Philosophen gefunden zu haben. Dabei gelingt das Zusammenspiel von Psychologie, Philosophie und Existenzialismus auf eine faszinierende Art und Weise.

Kundenbewertungen

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von einer Kundin/einem Kunden aus Oberhausen am 01.10.2018
Bewertet: anderes Format

Yaloms Roman ist das Hohelied auf die Gruppentherapie und nebenbei eine kleine Schopenhauerbiographie. Wieder einmal hat der amerikanische Psychotherapeut ein faszinierendes Thema!

Philosophie trifft Psychotherapie!
von einer Kundin/einem Kunden am 02.06.2018

Julius hat nur noch ein Jahr zu leben und möchte nun Vergangenes reflektieren. In seinem Job als Therapeut war er bisher immer sehr erfolgreich, bis auf einige wenige Ausnahmen, wo er trotz langjähriger Beratung von einzelnen Patienten keinen Erfolg erzielen konnte. Philipp ist einer dieser Härtefälle, die sich Julius nun wieder... Julius hat nur noch ein Jahr zu leben und möchte nun Vergangenes reflektieren. In seinem Job als Therapeut war er bisher immer sehr erfolgreich, bis auf einige wenige Ausnahmen, wo er trotz langjähriger Beratung von einzelnen Patienten keinen Erfolg erzielen konnte. Philipp ist einer dieser Härtefälle, die sich Julius nun wieder in Erinnerung ruft. Er meldet sich bei seinem ehemaligen Klienten und trifft sich mit ihm um herauszufinden, ob seine Therapie vielleicht doch eine langfristige Besserung hervorbrachte. Doch das Treffen verläuft dann ganz anders, als Julius das geplant hatte: Philipp scheint vollständig geheilt von seinem damals sehr stark ausgeprägtem Suchtverhalten und möchte eine Praxis als philosophischer Berater eröffnen. Um die Berechtigung zu erhalten benötigt er eine Supervision - die Julius ihm geben könnte. Doch Julius ist skeptisch, da Philipp zwar von seinen Süchten geheilt scheint, jedoch immer noch kalte, dissoziale Charakterzüge aufweist. Darum fordert er eine Gegenleistung in Form einer halbjährigen Teilnahme Philipps an Julius Gruppentherapiesitzungen. Neben der Handlung in der Jetzt-Zeit beschäftigt sich jedes zweite Kapitel mit der Geschichte Arthur Schopenhauers. Von der Beschreibung der Ehe vor der Geburt Arthurs bis zu seinem Leben als einsamer Sonderling erhält man ein Grundverständnis von der Literatur und der Denkweise Schopenhauers und dadurch auch von Philips Denkweise, da dieser Schopenhauer in der Jetzt-Zeit darstellt. Da ich ab dem ersten Buch, das ich von Irvin Yalom gelesen habe von seinem Schreibstil sehr angetan war, hat mir auch dieser Roman wieder sehr gut gefallen. Ohne dieses Buch hätte ich wohl nie mit so viel Vergnügen über Arthur Schopenhauers Leben gelernt!

So viel Spaß kann Lernen machen
von ray7 aus Tulln am 22.12.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die Schopenhauer-Kur ist wohl eines der besten Bücher die ich je gelesen habe - sprachlich zwar nicht wirklich überwältigend - überzeugte es mich mit seiner Mischung aus Information (Schopenhauers Lebenslauf und Denken für Dummies ;) und ein Crashkurs in Psychoanalyse), einer etwas melodramatischen/amerikanischen Handlung, einem... Die Schopenhauer-Kur ist wohl eines der besten Bücher die ich je gelesen habe - sprachlich zwar nicht wirklich überwältigend - überzeugte es mich mit seiner Mischung aus Information (Schopenhauers Lebenslauf und Denken für Dummies ;) und ein Crashkurs in Psychoanalyse), einer etwas melodramatischen/amerikanischen Handlung, einem genialen Aufbau und einem schlichten Ende. Alles in allem kann man sagen: Mir hats gefallen, ist aber wohl nicht Jedermanns Sache - ein grundlegendes Interesse an Philosophie und/oder Psychoanalyse sollte beim Leser vorhanden sein.


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