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Zweifel / Lars M. Johansson Bd.7

Roman

Lars M. Johansson Band 7

Leif GW Persson

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Beschreibung


Der berühmteste Fall der schwedischen Kriminalgeschichte – neu aufgerollt von Leif GW Persson



Zwei Jahrzehnte nach der tragischen Ermordung des schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme macht sich das hochqualifizierte Ermittlerteam um Polizeichef Lars Martin Johansson und Kommissar Bäckström daran, noch einmal das Fahndungsmaterial von damals zu sichten. Irgendeine Spur muss doch übersehen worden sein! Und tatsächlich, es gibt Hinweise darauf, dass der Täter aus den eigenen Reihen stammt. Eine höchst delikate Ermittlung beginnt, die den Leser in einen der spannendsten Kriminalfälle der Geschichte zurückführt …

Leif GW Persson ist Professor der Kriminologie, Medienexperte und einer der führenden Krimiautoren Schwedens. Seine Kriminalromane um Lars M. Johansson und die Stockholmer Polizeibehörden zählen zu den erfolgreichsten des Landes. Persson wurde mehrfach mit dem Schwedischen Krimipreis ausgezeichnet, seine Romane stehen regelmäßig auf Platz 1 der Bestsellerliste und verzeichnen Millionenauflagen..
Dr. Gabriele Haefs studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft. Seit 25 Jahren übersetzt sie u.a. aus dem Dänischen, Englischen, Niederländischen und Walisischen. Sie wurde dafür u.a. mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, zuletzt 2008 mit dem Sonderpreis für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Sie hat u.a. Werke von Jostein Gaarder, Håkan Nesser und Anne Holt übersetzt. Zusammen mit Dagmar Mißfeldt und Christel Hildebrandt hat sie schon mehrere Anthologien skandinavischer Schriftsteller herausgegeben.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 781
Erscheinungsdatum 01.02.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74020-8
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,5/12/4,8 cm
Gewicht 615 g
Originaltitel Faller fritt som i en dröm
Übersetzer Gabriele Haefs, Nina Hoyer
Verkaufsrang 86275

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Ohne Zweifel gut

Dagmar Budak, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Über 20 Jahre blieb der Mord am schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme ungelöst – bis jetzt. Das behauptet zumindest Leif GW Persson. Der Bestseller-Autor und Kriminologe rollt den berühmtesten Fall der schwedischen Kriminalgeschichte neu auf und bietet eine mögliche Lösung an. Dabei vermischt er Fakten und Fiktion zu einer anspruchsvollen und spannenden Kriminalgeschichte, die von eigenwilligen Ermittlern, von fiesen Schurken und von der mannigfaltigen schwedischen Gesellschaft erzählt. Kein leichtes, aber unverzichtbares Lesevergnügen für alle Schweden-Krimi-Fans.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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grandios
von Der Bücherwurm aus Österreich am 11.04.2010

Da alle Romane von Leif GW Persson Spitzenklasse sind, war ich wirklich neugierig auf dieses Buch. Er hat sich selbst übertroffen. Das Buch (sowie alle anderen) muss man gelesen haben.

Der neue Bestseller aus Schweden!
von Andrea Szabo aus Braunau am 11.02.2010

Zwei Jahrzehnte nach der tragischen Ermordung des schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme macht sich das hochqualifizierte Ermittlerteam um Polizeichef Lars Martin Johansson daran, noch einmal das Fahndungsmaterial von damals zu sichten. Irgendeine Spur muss doch übersehen worden sein! Und tatsächlich, es gibt Hinweise darau... Zwei Jahrzehnte nach der tragischen Ermordung des schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme macht sich das hochqualifizierte Ermittlerteam um Polizeichef Lars Martin Johansson daran, noch einmal das Fahndungsmaterial von damals zu sichten. Irgendeine Spur muss doch übersehen worden sein! Und tatsächlich, es gibt Hinweise darauf, dass der Täter aus den eigenen Reihen stammt. Was hat Kommisar Bäckström damit zu tun? Eine höchst delikate Ermittlung beginnt, die den Leser in einen der spannendsten Kriminalfälle der Geschichte zurückführt....... Da ich ein sehr großer Stieg Larsson Fan bin bedaure ich es sehr das es keine weiteren Bücher von ihm geben wird.Daher freue ich mich umso mehr mit Leif GW Persson einen vergleichbaren Autor gefunden zu Haben der mein verlangen nach Schweden-Krimis stillt!


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  • Mittwoch, der 10. Oktober. Der Hafen von Puerto Pollensa im Norden von Mallorca.

    Unmittelbar vor sieben Uhr morgens hatte die Esperanza ihren Stammplatz an der Charterbrücke im inneren Hafen verlassen.

    Ein kleines schönes Boot mit einem schönen Namen.

    Acht Wochen zuvor, Mittwoch, der 15. August. Hauptquartier des Landeskriminalamtes auf Kungsholmen in Stockholm.

    »Olof Palme«, sagte der Leiter des Landeskriminalamtes, Lars Martin Johansson. »Ist der Name den Herrschaften bekannt?«
    Aus einem unerklärlichen Grund wirkte er fast ein wenig ausgelassen, als er das sagte. Er war soeben aus dem Urlaub zurück, war vornehm gebräunt, trug rote Hosenträger und ein Leinenhemd ohne Schlips, ein ungezwungenes Zeichen des Übergangs von Ruhe zu Alltag. Er beugte sich auf seinem Stuhl an der Stirnseite des Besprechungstisches vor und ließ seinen Blick über die anderen vier am Tisch Versammelten wandern.
    Diese anderen wirkten nicht so begeistert. Hauptkommissarin Anna Holt, Kriminalkommissar Jan Lewin und Kriminalkommissarin Lisa Mattei hatten skeptische Blicke gewechselt, während der vierte im Bunde, Kriminalkommissar Yngve Flykt, der Leiter der Palme-Einheit, die Frage fast peinlich zu finden schien und offenkundig versuchte, das durch eine höflich zerstreute Miene zu überspielen.
    »Olof Palme«, wiederholte Johansson, jetzt in eindringlicherem Tonfall. »Klingelt es da denn nirgendwo?«
    Es war Lisa Mattei, die schließlich das Wort ergriff. Zwar die Jüngste in der Runde, aber schon lange an die Rolle der Klassenbesten gewöhnt. Zuerst hatte sie dem Leiter der Palme-Einheit einen verstohlenen Blick zugeworfen, doch der Leiter hatte nur müde genickt, dann hatte sie in ihren Notizblock geschaut, der nicht wie sonst mit irgendwelchen Notizen oder den üblichen Kritzeleien gefüllt war, mit denen sie ihn sonst vollschmierte, ganz unabhängig davon, worüber gesprochen wurde. Danach hatte sie in zwei Sätzen Olof Palmes politische Karriere und in vier Sätzen sein Ende zusammengefasst:
    »Olof Palme, Sozialdemokrat und Schwedens bekanntester Politiker der Nachkriegszeit. Zweimal Ministerpräsident, von 1969 bis 1976 und von 1982 bis 1986. Ermordet an der Kreuzung Sveaväg-Tunnelgata mitten in Stockholm vor einundzwanzig Jahren, fünf Monaten und vierzehn Tagen. Es war Freitag, der 28. Februar 1986, zwanzig Minuten nach elf Uhr abends. Er wurde mit einem Schuss von hinten getroffen und war vermutlich sofort tot. Ich war elf Jahre alt, als es passiert ist, deshalb befürchte ich, dass ich nicht viel mehr beizusteuern habe.«
    »Sag das nicht«, hatte Johansson mit breitem norrländischem Dialekt geantwortet. »Unser Opfer war Ministerpräsident und ein feiner Kerl, und wie oft gibt es an einem solchen Ort ein solches Mordopfer? Ich bin zwar nur der Chef der Zentralen Kriminalpolizei, aber ich bin auch ein ordnungsliebender Mensch und im höchsten Grad allergisch gegen unaufgeklärte Fälle«, hatte er hinzugefügt. »Ich nehme die geradezu persönlich, falls ihr euch jetzt fragt, warum ihr hier sitzt.«
    Diese Frage hatte sich niemand gestellt. Zugleich wirkte niemand sonderlich enthusiastisch. Aber jedenfalls hatte alles so angefangen. Wie das in solchen Fällen meistens ist. Ein paar Polizeibeamte sitzen an einem Tisch und reden über einen Fall. Ohne Blaulicht, ohne Sirenen und definitiv ohne gezückte Dienstwaffen. Beim ersten Versuch allerdings, vor gut zwanzig Jahren, hatte es so angefangen, wie es fast nie anfängt. Mit Blaulicht, Sirenen und gezückten Dienstwaffen. Das hatte nichts geholfen. Es hatte ein böses Ende genommen.

    Danach hatte Johansson seine Auffassung davon dargelegt, was nun zu tun sei. Er sprach von seinen Motiven und wie das alles rein praktisch angegangen werden sollte. Wie schon so oft hatte er sich dabei auf seine persönliche Erfahrung gestützt und keinerlei Anflüge von echter oder falscher Bescheidenheit gezeigt.
    »Nach meiner persönlichen Erfahrung ist es manchmal sinnvoll, wenn ein Fall sozusagen ins Stocken geraten ist, ein paar neue Leute dazuzuholen, die alles gewissermaßen mit unverfälschtem Blick sehen können. Man sieht leicht den Wald vor lauter Bäumen nicht«, sagte Johansson.
    »Ich hab schon verstanden«, erwiderte Anna Holt und klang schnippischer, als sie wollte. »Aber wenn du entschuldigst ...«
    »Natürlich«, fiel Johansson ihr ins Wort. »Lass mich nur erst den Satz beenden.«
    »Ich bin ganz Ohr«, sagte Holt. Ich lern das einfach nie, dachte sie.
    »Wenn man ein wenig in die Jahre kommt, so wie ich, dann steigt leider das Risiko, dass man sich nicht mehr erinnern kann, was man sagen wollte, wenn man unterbrochen wird«, erklärte Johansson und lächelte Holt noch freundlicher an. »Wo war ich gleich noch stehengeblieben?«, fragte er.
    »Wie du die ganze Sache aufziehen willst«, warf Mattei ein. »Unsere Ermittlung, meine ich«, fügte sie erläuternd hinzu.
    »Vielen Dank, Lisa«, erwiderte Johansson. »Hab vielen Dank dafür, dass du einem alten Mann auf die Sprünge hilfst.«
    Wie macht er das nur?, dachte Holt verwundert. Und ausgerechnet bei Lisa?
    Laut Johansson ging es nicht darum, eine neue Palme-Einheit ins Leben zu rufen, und die Ermittler, die zum Teil ihre gesamte Zeit im Dienst bei der Kriminalpolizei an dem Fall gearbeitet hatten, sollten natürlich ungestört weitermachen können.
    »Das möchte ich von Anfang an klarstellen, Yngve«, sagte Johansson und nickte dem Leiter der Palme-Einheit freundlich zu, doch der wirkte eher besorgt als erleichtert.
    »Nee, nee«, sagte Johansson. »So was könnt ihr gleich vergessen. Ich hatte mir etwas viel Schlichteres und weniger Offizielles vorgestellt. Ich möchte ganz einfach eine zweite Meinung einholen. Keine neue Ermittlung. Nur eine zweite Meinung von ein paar klugen Kolleginnen und Kollegen, die den Fall mit unverfälschtem Blick betrachten können. - Ich möchte, dass ihr die Ermittlungsakten durchgeht«, fügte er hinzu. »Gibt es etwas, was wir nicht getan haben, aber hätten tun sollen? Gibt es im Material ein Detail, das wir übersehen haben und das wir uns jetzt vornehmen sollten? Das wir uns immer noch vornehmen können? Wenn ja, dann will ich das wissen, so einfach ist das.«

    Ganz abgesehen von seinen Hoffnungen, die er mit dem letzten Punkt verband, war die darauffolgende Stunde mit der Diskussion von Einwänden seiner Kollegen verbracht worden. Die Einzige, die nichts sagte, war Lisa Mattei, aber als die Besprechung zu Ende war, war ihr Notizblock vollgekritzelt wie immer. Zum einen mit den Kommentaren der anderen, zum anderen mit Matteis üblichen Kritzeleien und Krakeleien, die nichts mit den Äußerungen der anderen zu tun hatten.