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Der Klavierstimmer

Roman. Ausgezeichnet mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis 2006

(5)
Geschenkausgabe im kleinen Format, bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen.

Ein berühmter italienischer Tenor wird während der Aufführung von Puccinis "Tosca" auf offener Bühne erschossen. Die Kinder des Täters, die Zwillinge Patrice und Patricia, reisen nach Berlin, um zu verstehen, wie es zu dieser Tat kommen konnte. Schicht für Schicht legen sie die Beweggründe frei, die ihren Vater, einen legendären Klavierstimmer und glücklosen Opernkomponisten, zur Waffe greifen ließen. Jahre zuvor waren sie vor ihrer inzestuösen Liebe in verschiedene Hemisphären geflohen. Ihr Wiedersehen und die zunächst unbegreifliche Tat des Vaters führen dazu, daß sie ihre Sprachlosigkeit beenden und aufschreiben, wie sie ihre einstige Intimität erlebt haben. Ein befreiender Prozeß des Erinnerns beginnt.

Portrait
Pascal Mercier, geboren 1944 in Bern, heißt im richtigen Leben Peter Bieri und ist Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 729
Erscheinungsdatum 21.09.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74041-3
Verlag btb
Maße (L/B/H) 15,2/9,5/4 cm
Gewicht 326 g
Verkaufsrang 91.824
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Die Berichte eines Zwillingspaares“

Maria Faustmann, Thalia-Buchhandlung Hoyerswerda

Dieses Buch handelt von einer zerbrochenen Familie. Die Mutter, eine geheimnisvolle Frau mit hohem Lebensstandard. Der Vater, einer der besten Klavierstimmer und verzweifelter Komponist vieler Opern, die immer abgelehnt und nie aufgeführt werden. Und schließlich die Kinder Patricia und Patrice, ein ehemals untrennbares Zwillingspaar, das nach etwas sie Unterscheidendem sucht. Die Geschichte setzt bereits mit der Tragödie ein: der geliebte Vater wird als Mörder des berühmten Opernsängers Antonio di Malfitano ins Gefängnis gebracht. Aufgrund dessen beschließen die Zwillinge, jeder für sich, alles Erlebte niederzuschreiben um die Absichten des Vaters zu rekonstruieren, aber auch um „voneinander frei zu werden“. Mit den Berichten klären sich Stück für Stück die Hintergründe der Zwillingsbeziehung, der Familienmitglieder und des seltsamen Mordes auf…

Der Schreibstil ist typisch für den Pseudonymautor Pascal Mercier. In kleinen Geschichten beschreibt er stückweise seine Charaktere, deren Kenntnis wichtig für das Vorantreiben der Handlung ist. Mit der Sprache und Handlung des Romans erzeugt er eine nachdenkliche Stimmung, die auf den Leser übergeht. Dieses Buch ist für anspruchsvolle Leser sehr zu empfehlen.
Dieses Buch handelt von einer zerbrochenen Familie. Die Mutter, eine geheimnisvolle Frau mit hohem Lebensstandard. Der Vater, einer der besten Klavierstimmer und verzweifelter Komponist vieler Opern, die immer abgelehnt und nie aufgeführt werden. Und schließlich die Kinder Patricia und Patrice, ein ehemals untrennbares Zwillingspaar, das nach etwas sie Unterscheidendem sucht. Die Geschichte setzt bereits mit der Tragödie ein: der geliebte Vater wird als Mörder des berühmten Opernsängers Antonio di Malfitano ins Gefängnis gebracht. Aufgrund dessen beschließen die Zwillinge, jeder für sich, alles Erlebte niederzuschreiben um die Absichten des Vaters zu rekonstruieren, aber auch um „voneinander frei zu werden“. Mit den Berichten klären sich Stück für Stück die Hintergründe der Zwillingsbeziehung, der Familienmitglieder und des seltsamen Mordes auf…

Der Schreibstil ist typisch für den Pseudonymautor Pascal Mercier. In kleinen Geschichten beschreibt er stückweise seine Charaktere, deren Kenntnis wichtig für das Vorantreiben der Handlung ist. Mit der Sprache und Handlung des Romans erzeugt er eine nachdenkliche Stimmung, die auf den Leser übergeht. Dieses Buch ist für anspruchsvolle Leser sehr zu empfehlen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Ein starkes Buch!
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 04.09.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Pascal Mercier hat wirklich eine starke Erzählstimme. Eine unglaubliche Geschichte, spannender Aufbau, toll beschriebene Charaktere -nur leider bin auch ich der Meinung- der Schluss hätte offener sein können!

Langsam erzählt und dennoch fesselnd...
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 07.05.2008
Bewertet: Taschenbuch

ist diese Geschichte, die uns Pascal Mercier hier erzählt. Da ich "Nachtzug nach Lissabon" noch nicht gelesen habe, kann ich hierzu keine Vergleiche anstellen. Erzählt wird eine tragische Familiengeschichte aus Sicht der Familienmitglieder. Zunächst schildern die beiden Zwillingsgeschwister, die zueinander eine ganz besondere fast inzestöse Beziehung entwickelt haben, die... ist diese Geschichte, die uns Pascal Mercier hier erzählt. Da ich "Nachtzug nach Lissabon" noch nicht gelesen habe, kann ich hierzu keine Vergleiche anstellen. Erzählt wird eine tragische Familiengeschichte aus Sicht der Familienmitglieder. Zunächst schildern die beiden Zwillingsgeschwister, die zueinander eine ganz besondere fast inzestöse Beziehung entwickelt haben, die Geschichte der Familie und versuchen dabei, ihre eigene Vergangenheit nachzuspüren. Dabei wollen sie insbesondere herausfinden, warum ihr Vater einen berühmten Opernsänger während der Aufführung der Oper Tosca erschossen hat. Das Hauptthema hierbei ist die Erfolglosigkeit des Vaters als Opernkomponist. Insofern enthält der Roman kriminalistische Züge. Sprachlich ist der Roman auf sehr hohem Niveau, jeder Satz ist wohlüberlegt. Die Geschichte wird leise erzählt ohne Krawall, dennoch spürt man eine stetige Spannung und das Buch hat kaum unnötige Längen. Lediglich der Schluss wirkt auf mich etwas unrealistisch und daher gibt es von mir nur 4 statt 5 Sterne. Ein echtes offenes Ende hätte mir hier besser gefallen und hätte besser zur Geschichte gepasst.

genussvolles, ruhiges Leseerlebnis
von Urte aus Olching am 16.02.2007
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Diese Buch ist ein reines Nachspüren einer Familiengeschichte, in der man sich als Leser selbst reflektiert. 4 Familienmitglieder erzählen wechselweise ihr Leben. Anfangs aus Sicht der Zwillingskinder, dann die der Mutter, dann die des Vaters. Ein bewehrtes Stilmittel eine Person durch eine andere zu beschreiben, um ihr Leben, ihre... Diese Buch ist ein reines Nachspüren einer Familiengeschichte, in der man sich als Leser selbst reflektiert. 4 Familienmitglieder erzählen wechselweise ihr Leben. Anfangs aus Sicht der Zwillingskinder, dann die der Mutter, dann die des Vaters. Ein bewehrtes Stilmittel eine Person durch eine andere zu beschreiben, um ihr Leben, ihre Gestalt, ihren Charakter zu formen. Das alles klingt jetzt vielleicht noch nicht spannend, wäre es nicht Pascal Mercier, der hier der Autor ist. Nicht alle großen Schriftsteller sind schon tot. Ein Beobachter der Extraklasse. Auf über 500 Seiten seziert der Autor Blicke, Gesten, zwischenmenschliche Beziehungen. Und das vor dem Hintergrund, der sich durch das Buch zieht: Warum hat der Vater diesen berühmten Tenor erschossen! Ein ruhiges und genussvolles Leseerlebnis.